Die Grünen haben recht! Merz’ Missachtung des Parlaments ist skandalös
2023 empörte sich Merz über das Durchpeitschen des Heizungsgesetzes durch den Bundestag – die CDU wehrte sich erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht. Nun offenbart Merz seine Scheinheiligkeit: Bei der GKV-Reform handelt seine Regierung genau so – die Grünen gehen zurecht nach Karlsruhe.
Gestern vor drei Jahren war Friedrich Merz richtig sauer: Im Bundestag sprach der CDU-Chef als Oppositionsführer und ging mit der damaligen Ampelregierung hart ins Gericht: Er warf ihr eine „Missachtung des Parlaments“ vor, „wie es sie in dieser Dimension in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nicht gegeben hat.“
Merz sprach über das Heizungsgesetz – gerade hatte das Bundesverfassungsgericht einer Klage des CDU-Abgeordneten Thomas Heilmann stattgegeben: Die Bundesregierung hatte Änderungen an Robert Habecks Heizungsgesetz zu spät beantragt und den Abgeordneten zu wenig Zeit zum Lesen des Gesetzes gegeben – die geplanten Lesungen des Gesetzes wurden abgesagt, eine Abstimmung abgeblasen. Die Pläne Habecks, das Gesetz schon vor der parlamentarischen Sommerpause durchzubringen, waren geplatzt.
Werbung
Merz und die Union gingen damals auf die Barrikaden gegen das Durchpeitschen des Gesetzes – und das völlig zu Recht. Die Ampelregierung betrachtete das Parlament nicht als einen Ort der Debatte, der Entscheidung und der Regierungskontrolle, sondern als eine Ja-Sager-Institution – schließlich hatte man dort ja eine Mehrheit.
Drei Jahre später offenbaren Merz und die Union ihre damalige Scheinheiligkeit. Dieses Mal laufen die Grünen Sturm gegen das Durchpeitschen der Reform der Gesetzlichen Krankenkassen: Am Sonntag hat die Merz-Regierung eine rund 300-seitige Änderung des geplanten Gesetzes an die Opposition weitergereicht – bereits am Freitag soll der Bundestag darüber abstimmen.
Offensichtlich können sich die Abgeordneten, auch die der Regierungsfraktion, nicht gründlich mit den neuen Änderungen des Gesetzentwurfs auseinandersetzen – vor allem, weil diese mit rund einer Milliarde Euro im Bundeshaushalt jonglieren und maßgebliche Änderungen an der bisherigen Reform vornehmen. Die Abgeordneten müssen also zahlreiche Aspekte mit verschiedensten Folgen aus verschiedenen Politikbereichen in Betracht ziehen.
Lesen Sie auch:
Bundesverfassungsgericht
Abgeordnetenrechte missachtet: Grüner zieht wegen Vorgehen bei GKV-Reform nach Karlsruhe
Der Grünen-Politiker Janosch Dahmen wirft der Koalition vor, die Änderungen bei der GKV-Reform den Abgeordneten zu spät vorgelegt zu haben. Deshalb zieht der Gesundheitspolitiker vor das Bundesverfassungsgericht – und beruft sich dabei ausgerechnet auf eine CDU-Klage.Widersetzen-Demos
Heute im Bundestag: „Aktuelle Stunde zu mutmaßlichen Angriffen gegen Journalisten in Erfurt“
Im Rahmen einer Aktuellen Stunde debattiert der Bundestag am Mittwoch über die Angriffe auf Journalisten bei den linken Demonstrationen gegen die AfD am Samstag in Erfurt. Dabei kamen unter anderem Reporter von Apollo News, der Jungen Freiheit und des BR zu Schaden.Der Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen zieht deshalb vor das Bundesverfassungsgericht – unter Berufung auf die damals erfolgreiche Klage von CDU-Mann Heilmann gegen das Durchpeitschen des Heizungsgesetzes. Dahmen sieht die Rechte der Abgeordneten verletzt – und auch hier völlig zu Recht.
Merz’ Regierung beweist nach der Brosius-Gersdorf-Affäre und dem Chaos um die Rentenreform einmal aufs Neue, wie katastrophal die Kommunikation zwischen Koalition und Parlament abläuft. Nach dem bereits dritten gravierenden Vorfall kann man dabei nicht mehr von Inkompetenz oder Unachtsamkeit ausgehen, sondern muss Vorsatz vermuten. Und Merz’ Klagen im Sommer 2023 offenbaren sich als Scheinheiligkeit: Er hat als Kanzler genauso wenig Respekt vor dem Parlament wie Habeck damals.
Werbung
Gleichzeitig bedeutet die ganze Farce um die GKV-Reform eine politische Blamage für Merz. Als er im April gemeinsam mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Reform vorstellte, verkündete er: „Jetzt gibt es keinen Spielraum mehr, weitere Korrekturen nach unten vorzunehmen.“ Von dem Machtwort ist jedoch nichts übrig geblieben: Die SPD handelte die Union über Wochen herunter – Merz gehorchte. Schließlich kam es zu dem Kompromiss, der der Opposition am Sonntag mitgeteilt wurde.
Merz musste also ohnehin ein abgemagertes Reformpaket zur GKV präsentieren. Das konnte er mit viel Aufwand vor sich selbst und der Öffentlichkeit gerade noch so verantworten – immerhin sollte die GKV-Reform als erste große Reform auf seiner Agenda noch vor der Sommerpause beschlossen werden. Nun droht selbst das zu scheitern.
Das Bundesverfassungsgericht dürfte äußerst bald über die Klage Dahmens entscheiden. Sollte sie erfolgreich sein, müsste die GKV-Reform wohl noch bis hinter die parlamentarische Sommerpause verschoben werden. Dann könnte Merz immerhin gleich den zweiten Herbst der Reformen ausrufen – diesmal aber in echt! Ganz sicher!
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Merz kann dann auf die Grünen zeigen! Es ist völlig egal, ob das Gesetz im Juli oder im Oktober verabschiedet wird! Es wird schrecklich werden!
Spätestens Klöckner hätte den Terminplan kritisieren und aufhalten müssen. Schließlich hat sie das zweithöchste und gut dotierte Am inne und soll die Rechte der Abgeordneten wahren. Sie bestimmt die Tagesordnung. Sie kam schlicht ihren Pflichten nicht nach!
Schaue ich mir die Figuren an, welche oben auf dem Sessel sitzen, dann weiß ich, wir sind völlig am Ende! Es sind nur Null Nummern!
„Es sind nur Null Nummern!“
Sind Deppenleerzeichen auch Nullnummern?
Und die Mehrwertsteuer noch hoch auf 22%… eh schon alles egal, oder?
So sagte Merz: „Und jetzt werden wir, liebe Freundinnen und Freunde, wieder Politik für die Mehrheit der Bevölkerung machen! Für die Mehrheit der Menschen in diesem Lande machen! Für die Mehrheit, die gerade denken kann, und für die, die auch noch alle Tassen im Schrank haben! Für die werden wir wieder Politik machen! Für den Mittelstand, für die Landwirtschaft! Die können sich darauf verlassen, dass wir an ihrer Seite stehen und wieder Politik für Deutschland machen, meine Damen und Herren! Und nicht für irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt! Die sollen da draußen rumlaufen, aber die haben mit der Mehrheit der Bevölkerung gar nichts zu tun.“
Und dann erklärte Merz alle „irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt“ zu seinen besten Freunden und alle deutschen Bürger zu seinen Feinden. Und bur so handelt er jetzt.
Nach der nächsten Wahl werden Merz und die Grünen wieder an einem Strang ziehen und gemeinsam neue Schulden machen…
schauen wir mal, obs noch wahlen geben wird.
es geht immer mehr richtung krieg der NATO gegen russland.
das hat den vorteil, dass man wahlen verbieten kann.
der tschechische praesident hat jetzt entgegen seinen wahlversprechen waffenlieferungen an die ukraine zugestimmt.
https://tkp.at/2026/07/08/waffen-fuer-die-ukraine-babis-regierung-kippt-um/
jetzt muss nur noch ungarn umkippen.
und es sieht gar nicht so schlecht aus.
ein erster schritt in diese richtung koennte folgende aeusserung sein:
**Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar gab am zweiten Tag des NATO-Gipfels in Ankara eine seiner bislang deutlichsten Stellungnahmen zur russischen Invasion in der Ukraine ab und erklärte: „Die Ukraine ist das Opfer, Russland der brutale Aggressor.“**
https://dailynewshungary.com/de/ministerprasident-magyar-auf-dem-nato-gipfel-die-ukraine-ist-das-opfer-russland-der-brutale-aggressor-verkundet-er-nach-einem-bilateralen-treffen/
Wir werden harten Zeiten entgegen sehen und diese auch mit Sicherheit erleben. Nur wenn der „worst case“ eintritt, sollte sich auch niemand beschweren. Ist und war alles abzusehen.
ich möchte gerne mal wissen, was da hinter der Bühne vor sich geht: dicke Briefumschläge oder Drohungen? Die geldgeilen Psychopathen aus Übersee werden sich auf ihrem Raubzug gegen Rußland nicht aufhalten lassen…
Weil der Michel seit Merkel nicht weiß, was hier von sich geht!
Vor allem für so eine Schimäre und nicht vorhandene Märchengestalt wie „Klimaschutz“
Warum die Union noch nicht bei 15% steht, ist mir ein Rätsel – ebenso, wie die AfD seit 15 Umfragen bei genau 29% stehen kann, ohne auch nur um 0,1% in die eine oder andere Richtung abzuweichen.
Das nennt man wohl „kreative Statistik“. 30% wäre entgültig der Schritt in Richtung Volkspartei.
Die AfD ist als Volkspartei schon längst angekommen, das wird vom ÖRR und den „Qualitäts Medien“ nur noch mühsam zurückgehalten.
Weil es noch zu viele betreutes-Denken-ÖRR-hörige gibt.
<5% da müsste die stehen
Auch mit dieser Regierung wird es nur bergab gehen.
Sie regieren quasi ohne Sinn und Verstand.
Die großen Probleme werden kaum angefasst, geschweige denn , dass man in den Lösungsmodus kommt.
Seit gut 16 Monaten haben sie ausser horrende Schulden machen nichts zustande gebracht.
Ausser natürlich die Probleme mit dem Mundwerk lösen.
Wie ein Raucher, der immer verspricht, aber nächsten Monat mit Rauchen aufzuhören. Was aber nie geschehen wird.
Steuer erhöhen, noch mehr Schulden, Leistungen kürzen und vom ÖRR erzählen lassen, wie toll das alles sei…
So wird das natürlich nichts.
Und heute tut man oft selbst und toleriert man, was man bei der Vorgängeregierung noch angeprangert hat.
Wir brauchen ein kompletten politischen Wechsel. Sonst fährt unser Land gegen die Wand und ist in 20 – 30 Jahren Multikultistan.
Manche Leute schauen aus, als würden sie nicht mehr registrieren, in welcher Welt sie leben. Irgendwie auffällig dieser Blick…
Es gibt keine Einigungen mehr mit der SPD.
Ich glaube nicht an Zufälle.
Ich denke, dass die CDU von der SPD so richtig gedemütigt werden soll –und wie die Sau durchs Dorf getrieben wird. Immer und immer wieder.
Die Nörgler, Empörten, Nöler und die schlimmsten „Berufskritiker“– kommen doch offensichtlich von der SPD.
Wer aber nicht einmal auf seine kritischen Wähler und Unterstützer hören will, dem bleibt nur der Spott von allen Seiten.
Nun, ich schrieb´s ja schon einmal: Das Parlament ist nicht die Versammlung der besten Köpfe dieses Landes, sondern der strapazierfähigsten Gesäße …
Sprichwort: Wie der eine heißt, so sieht der andere aus. Rache ist eben süß.
Mehr Lügen geht nicht! Das Schlimme daran ist, das hier das angebliche Verfassungsgericht nicht einschreitet, denn alles was dieser Lügner macht ist vorsätzlicher Volksverrat!
@hörbie
Um tätig werden zu können, braucht das BVerfG immer einen Kläger.
Es kann nicht von sich aus irgendwelche Gesetze oder andere Angelegenheiten monieren und entsprechend einschreiten.
Herr Dahmen hat hier geklagt, also wird das Gericht jetzt tätig – wahrscheinlich im Eilverfahren.
Das isser der Merz wie er lügt und lebt.
Solange die Ampel Scheiße baut, ist es Unrecht.
Sobald er dasselbe macht, ist es demokratischer Rechtsstaat.
1 18 19 3 8 12 15 3 8
beschreibt das rechnerisch recht präzise.
Zur Erinnerung:
Die abgewählten Grünen haben der Lockerung der Schuldenbremse zugestimmt. Sie einigten sich im März 2025 mit der Union und der SPD auf einen Kompromiss, der eine Änderung des Grundgesetzes erforderte. Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit für die Grundgesetzänderung kam unter anderem durch ihre Stimmen zustande.
Merz und seine Chef-Spießgesellen von der Union, der SPD und den 5. Kolonnen von Grüninnen und Stasi-SED verkünden doch täglich mehrfach, dass ihnen die.Meinung und der Wille der Wähler völlig gleichgültig.ist.
Der große Unterschied zu Adolf und Merz ist, Adolf hat das Land durch einen Krieg ruiniert und Merz macht es durch eine Friedenszeit!
„[…] Offensichtlich können sich die Abgeordneten, auch die der Regierungsfraktion, nicht gründlich mit den neuen Änderungen des Gesetzentwurfs auseinandersetzen […]“ – Falsche Formulierung! „SOLLEN“ statt „KÖNNEN“!
„… die Grünen gehen zurecht nach Karlsruhe…“
Lernt zum Teufel endlich Deutsch, werte ‚Redaktion‘ dieser Schülerzeitung!
Der Ausdruck zu Recht im Sinne von »berechtigterweise« wird getrennt in zwei Wörtern geschrieben und darf nicht mit dem Verbpräfix »zurecht…« verwechselt werden, welches nur in Verbindung mit Verben wie »zurechtkommen; zurechtbiegen; (sich) zurechtfinden; (jmdn.) zurechtweisen« vorkommt. Es heißt also: »Der Lehrer tadelte den Schüler zu Recht.« Aber: »Der Lehrer wies den Schüler zurecht«