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Bericht

Klingbeils Betrug: Bundesregierung soll 2027 keinen einzigen Cent einsparen

Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil beschwören öffentlich das Sparen im Haushalt. 2027 spart der Bund aber keinen Cent konkret ein – man rettet sich offenbar mit bekannten Buchungstricks.

Verspricht fromm die Haushaltskonsolidierung, liefert aber keine: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Sparen, sparen, sparen sei das Gebot der Stunde, versichert die Bundesregierung immer wieder. Der Haushalt müsse konsolidiert werden, mahnt Bundeskanzler Friedrich Merz gebetsmühlenartig. Auch Finanzminister Lars Klingbeil gibt vor, das verstanden zu haben und verbreitet öffentlichkeitswirksame Sparaufrufe.

Tatsächlich spart die Bundesregierung im Haushalt 2027 aber offenbar keinen Cent reell ein. Das geht aus Informationen des Handelsblattes hervor. Die Wirtschaftszeitung hört aus dem Finanzministerium: Der Bund will im Jahr 2027 rund 543,3 Milliarden Euro ausgeben und damit deutlich mehr als in den Vorjahren.

Die Neuverschuldung im Kernhaushalt soll auf 110,8 Milliarden Euro steigen, heißt es in dem Bericht. Wesentliche Ausgabentreiber seien dabei der Verteidigungsetat sowie die Zinskosten. Der Wehretat soll im kommenden Jahr auf 105,8 Milliarden Euro ansteigen – im laufenden Haushaltsjahr beträgt er noch 82,7 Milliarden Euro.

Auf der Einnahmenseite rechnet die Regierung für 2027 mit Steuereinnahmen von 398,4 Milliarden Euro, heißt es weiter. Zusätzlich zum regulären Haushalt sind Ausgaben aus den schuldenfinanzierten Sondertöpfen vorgesehen. Aus dem Sondervermögen Bundeswehr sollen 2027 rund 27,5 Milliarden Euro fließen. Aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität sind für 2027 Ausgaben von 58,2 Milliarden Euro vorgesehen.

Alldem gegenüber stehen jedoch keine reellen Einsparungen, schreibt der Handelsblatt-Journalist Martin Grieve auf X. „Lars Klingbeil hatte groß angekündigt zu sparen, aber er spart bis jetzt nirgends.“ Union und SPD hätten sich bisher auf keine konkreten Sparvorhaben einigen können. Also arbeite der Haushalt in großem Umfang mit sogenannten „Globalen Minderausgaben“.

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Globale Minderausgaben sind ein Buchungstrick, der sich in der Haushaltsführung des Bundes in den vergangenen Jahren immer mehr Beliebtheit erfreute. Es ist im Grunde ein allgemeines Sparbekenntnis: Die Regierung erklärt, sie werde im Haushalt schon noch diese oder jene Summe einsparen. Irgendwo – „global“ also. Dieses reine Bekenntnis ist aber reell durch nichts gedeckt: Es ist eine Phantomeinsparung, die zwar zu Buche steht, aber gar nicht wirklich stattfindet.

Schon Finanzminister Lindner arbeitete in der Ampel-Koalition gerne mit diesem undurchsichtigen Instrument (Apollo News berichtete). Klingbeil scheint das jedoch jetzt auf neue Spitzen zu treiben. Kalkulierte Lindner noch mit „bloßen“ 12 Milliarden als „Globale Minderausgabe“, soll Klingbeil die gesamte Haushaltslücke für das Jahr 2027 – immerhin 20 Milliarden Euro, mehr als das Doppelte der Lindner-Summe – als „Globale Minderausgabe“ eingetragen haben.

Die gesamte Haushaltslücke also, die durch beherztes Sparen gestopft werden sollte, klafft weiter offen – sie wird nur mit Buchungstricks überdeckt. Konsolidiert oder gespart ist so natürlich noch nichts – im Gegenteil.

Apollo News hat das Bundesfinanzministerium diesbezüglich angefragt. Auf unsere Frage, ob das Haus von Minister Klingbeil die Darstellung von Handelsblatt-Mann Grieve bestätigen oder dementieren wollte, erklärte das Ministerium: Die Eckdaten zum Haushalt, die morgen beschlossen werden, enthielten „in der Bundesregierung vereinbarte strikte Konsolidierungsmaßnahmen, mit denen die Bundesregierung einen ausgeglichenen Bundeshaushalt 2027 vorlegen wird.“

Grieve urteilt derweil vernichtend: Er berichte seit 13 Jahren über Finanzpolitik und das Finanzministerium, schreibt Grieve auf X. „So eine schlechte Haushaltsaufstellung wie diesen habe ich nicht erlebt. Union und SPD sparen bislang nirgends, sondern operieren mit lauter Luftbuchungen. Es ist einfach nur erschütternd.“

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels war die fristgerecht eingegangene Antwort des Bundesfinanzministeriums auf unsere Anfrage nicht abgebildet worden. Wir haben diese nachträglich hinzugefügt und bitten um Entschuldigung für dieses Versäumnis.

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51 Kommentare

  • Klingbeil kann nicht mit Geld umgehen. Es ist unverantwortlich so jemanden zum Finanzminister zu ernennen.

    • Er kann nur eins, die Deutschen und Deutschland kaputt machen.

    • Klingbeil ist Sozialist. Was erwarten Sie?

      • Es ist zu erwarten, dass Merz weiterhin demütig all seine Befehle bedingungslos befolgt!

    • Stimmt!
      War aber Teil des Deals, damit Merz sein „Kanzler-Krönchen“ bekam.
      Wen interessiert Land und Volk?

    • Ich nehme ihn nicht in Schutz. Er schreibt nur seinen Namen darunter und hat keine Ahnung sonst würde er sein Mitarbeiter auffordern es zu lassen.
      Die Luftakrobaten sitzen in seinem Ministerium und nicht erst seit Klingbeil.

    • Kein Mensch würde auf die Idee kommen, so einen wie den Lars mit dem Bildungsnotstand als Herzchirurgen einzusetzen. Aber das bisschen Finanminister geht schon… Wenn man sich die Riege dieser Regierungsschranzen anschaut, was soll da anderes kommen als das was jetzt da ist – völliges Chaos…😟

  • „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“
    – Augustinus von Hippo (354–430)

  • Das Bild spricht Bände. So sieht ein Finanzminister aus, der den Gürtel enger schnallt.

    • Sie meinten mit „den Gürtel enger schnallen“ auch unsere Gürtel. Nie ihre eigenen.
      Es ist auch IHRE Demokratie. Nicht unsere…

    • Bei DER Engerschnallung möchte ich ihn mal in einem Jahr sehen. 🤡

  • Sind die Empfänger der von der öffentlichen Hand in Milliardenbeträgen ausgereichten Gelder der Zahlung nicht „würdig“, wie es gleich eingangs des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland als Anforderung formuliert ist, sind die Banknoten samt und sonders wertlos.

    • Übrigens: Die vielzitierte, aber mindestens genauso oft unverstandene schwäbische Hausfrau würde angesichts des Gebarens des Finanzministers lapidar bloß anmerken: „Der macht das Geld kaputt“.

  • Hat er Angst, dass er sich von seinem Gehalt nicht mehr genug Essen kaufen kann?

  • warum klagt eigentlich nie jemand gegen die Verstöße?

  • Was platzt zuerst? Die Koalition oder Klingbeil?

  • Warum muss ich bei dem Bild an den „Fetten Staat“ denken?

  • Wie will ein Finanzminister auch über die Runden kommen, wenn ein Fünftel des Kernhaushalts im In- und Ausland verschenkt wird, NGOs gepampert werden, die Schuldentilgungen ein weiteres Fünftel auffressen und die Subventionen sprudeln? So lange diese alten Bärte nicht abgeschnitten werden, ist eine galoppieren Inflation die Antwort! Der dumme michel darf sich nicht beschweren. Er wollte den Master of Desaster!

    • Ein Kropf wurde Installiert um uns das Fürchten zu lehren. Unfassbar.

  • Sofort Haftstrafe für den Verbrecher.
    Mehr als 2 mal Lebenslänglich passt.

  • Aber, aber ApolloNews ihr dürft doch die Fanboys des Altparteien-Kartells nicht mit so vielen nackten Tatsachen und Zahlen verschrecken.

    Wisst ihr nicht das wir uns im Tag 29, ich wiederhole Tag 29 (!!!) von der Timmy Rettung befinden?
    Diese Tierquälerei schaut sich der gemeine Schlafmichl sich sicher 24 Stunden im Livestream an. Da stört der eigene wirtschaftliche Untergang.

  • Er wirkt immer voluminöser und schaut arg seltsam drein! 🤔
    Was ist bloss los mit ihm?

    • In einfachem Deutsch: Er wird immer fetter, schwitzt ständig und sieht oft ungepflegt aus. Vielleicht ist er einfach nicht mehr richtig gesund.

    • Es wikt so, als hätte er bei der Zucker- und Alkoholprobe für die neuen Gesetze etwas zu oft „Hier“ gerufen. Vielleicht sollte er die Steuer erst mal an sich selbst testen!

  • Nun, ich weiß ja nicht, aber ist die Kombination der Begriffe „Klingbeil“, „SPD“ und „Betrug“ in einem Artikel nicht etwas pleonastisch …?

  • Die leben alle von unserem Geld.

  • Wenn ein Sozialist Finanzminister wird kommt das dabei raus……Antifa Lars

    • Wir haben ein Ausgaben Problem und kein Einnahmen Problem

    • Nein, er ist doch so seeensibel!

      • ich frage mich nur wobei.
        Zahlen können es nicht sein.

  • Die Wörter Klingbeil und Betrug in einer einzigen Überschrift, klarer kann man wohl einen Zusammenhang nicht darstellen. Das klingt in meinen Ohren wie das ungeheuerliche Begriffspaar Merz und Lüge. Das kann doch einfach alles nicht wahr sein.

  • Naja die Sozen halt, und das Geld der anderen.
    Eine ewige Geschichte.
    Dass dieser Mann nicht zu sparen gedenkt, erkennt man auch anhand seiner Optik.

  • Und WIEDER ein Beweis, dass die Politik NICHTS mit dem WAHREN Leben zu tun hat und sich den Staat zur Beute macht. Während WIR wegen Betruges ins Gefängnis wandern, grinsen Politiker frech in die Kamera und es interessiert sie einen feuchten Dreck, ob sie die Bevölkerung belügen und betrügen…. ist sowieso alles straffrei und OHNE Konsequenzen für SIE und werden trotzdem IMMER WIEDER gewählt!!!!

    • Passend
      Das Europäische Parlament stimmte am Dienstag dafür, den nächsten siebenjährigen Haushalt des Blocks um zehn Prozent höher zu stellen als einen Vorschlag der Europäischen Kommission, der die EU-Ausgaben auf über 2 Billionen Euro erhöhen würde.
      Bei einer Abstimmung in Straßburg unterstützten die Abgeordneten die Erweiterung des EU-Geldpots durch zusätzliche 200 Milliarden Euro für Landwirte, Regionen und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Eine überwältigende Mehrheit der Abgeordneten stimmte mit 370 Stimmen dafür, 201 dagegen und 84 Enthaltungen zu.
      https://www.politico.eu/article/european-parliament-wants-eu-long-term-budget-to-top-e2-trillion/ übersetzt
      – Die EU braucht mehr Geld und noch mehr Geld …
      wo dieses Geld herkommt ist egal, es muss jedoch alles Geld nach Brüssel.

  • Während Kanzler Merz und Minister Klingbeil das „Sparen“ predigen, zeigt der Haushalt 2027 die nackte Wahrheit: Der Bund spart keinen Cent. Was uns als solide Finanzpolitik verkauft wird, ist ein dreistes Hütchenspiel mit unseren Steuergeldern.

    Daß ein Minister Klingbeil, dessen Kompetenz offenbar an der eigenen Haushaltskasse endet, sich von Beamten „Buchungstricks“ zusammenschustern läßt, ist der Gipfel der Arroganz. Man flüchtet sich in Sondervermögen und Luftbuchungen, weil man zu feige ist, dort zu kürzen, wo es wehtut.

    Der Bundesrechnungshof bellt, doch die Verschwender ziehen ungestraft weiter. In jedem Betrieb würde ein Buchhalter für solche Bilanzen im Knast landen – in Berlin bleibt es folgenlos. Solange Politiker für das Verbraten von Milliarden nicht persönlich haften, bleibt der Steuerzahler der Depp der Nation. Wer keine Ahnung von Zahlen hat, sollte die Finger von der Kasse lassen!

  • Fett ist er geworden, der sensible Lars

    • Für sein aktuelles Aussehen kenn ich den Begriff „Aufgeschwemmt“.
      Kann mehrere Ursachen haben, eine mögliche Ursache ist zuviel S…

  • Natürlich bleibt auch die GKV weiter ein „Nebenhaushalt“, aus dem die Milliardenmehrausgaben für die Bürgergeldbezieher von den zahlenden Versicherten bezahlt werden.

  • „Schaut auf diesen Mann!“ (frei nach Reuter)
    P.S. AN Sie haben ein eindrucksvolles und in diesem Kontest gutes Konterfei gewählt.

  • Der grinsende lila-Laune Bär verarscht den Merz, wie er gerade will.
    Aber dazu gehören ja immer zwei.

    • Stimmt, das feiste Grinsen sagt schon alles über ihn: überheblich und bauernschlau.

  • Natürlich nicht. Ziel ist deutsches Steuergeld zu verschwenden, sagte schon der steinewerfende ehem. Taxifahrer aus Frankfurt. Solange diese Verbrecher an der Regierung sind, steuern wir auf den Abgrund zu.

  • Nichts einsparen?

    Logisch. Klingbeil braucht alle 3 bis 4 Monate eine komplette Garderobe mit mindestens 20 Anzügen und 200 Hemden.

    Hier Lametta, da Lametta – und der Lars wird immer fetta.

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