Heizen mit Kernkraft: Firma hat Gesetzeslücke beim Atomausstieg entdeckt – und will sie nutzen
Ein deutscher Kernkraftmanager will mit Unterstützung aus Estland neue Atomkraftwerke in Deutschland bauen. Sein Trick: Gesetzlich verboten sind nur Anlagen zur Stromerzeugung. Deshalb setzt er auf Reaktoren, die Wärme für Haushalte und Industrie liefern.
Auch wenn die Grünen inzwischen so tun, als wäre der Atomausstieg eine schwarz-gelbe Entscheidung unter Kanzlerin Merkel gewesen: Die Urheberschaft liegt eindeutig bei Rot-Grün. 2002 beschloss die damalige Regierungskoalition das „Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität“. Es galt als eines ihrer wichtigsten Vorhaben. Seitdem ist der Neubau von Atomkraftwerken in der Bundesrepublik verboten.
Doch Jürgen Trittin und die anderen Väter des Atomausstiegs haben etwas vergessen: Sie haben nur Kernkraftwerke verboten, die Strom erzeugen. Dass jemand Reaktoren bauen möchte, um mit ihnen zu heizen, kam ihnen offenbar nicht in den Sinn. Und genau diese Gesetzeslücke will nun ein Nuklear-Startup aus Estland nutzen, um den deutschen Atomausstieg zu unterlaufen.
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Ein Blick nach Finnland verdeutlicht, dass diese Idee bereits ernsthaft verfolgt wird. Dort treibt das Unternehmen Steady Energy die nukleare Innovation voran, Kernkraft zur Wärmeerzeugung zu nutzen. Die Planungen sind weit fortgeschritten. Ein Demo-Reaktor wird derzeit in Helsinki gebaut. Mit einem Team von über 55 Fachleuten und 45 Millionen Euro Startkapital will Steady Energy bis 2030 die ersten kommerziellen Anlagen in Betrieb nehmen. Es bestehen Kooperationsverträge mit vier finnischen Stadtwerken, darunter Helsinki, um die Energieversorgung ganzer Ballungsräume zu gestalten.
Als Basis für diese Vorhaben dienen kleine modulare Reaktoren, kurz SMR (Small Modular Reactors), die anders als bisherige Kernkraftwerke in Serie gefertigt werden sollen. Das finnische Modell LDR-50 verdeutlicht dieses Konzept. Die Anlage ist für die Erzeugung von Niedrigtemperaturwärme zwischen 120 und 150 Grad Celsius konstruiert. Dadurch, dass auf die Umwandlung der Wärme in Strom verzichtet wird, arbeitet das System mit einer Energieeffizienz von nahezu 100 Prozent.
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Der LDR-50-Reaktor funktioniert wie ein riesiger Tauchsieder für das Fernwärmenetz. Er erhitzt Wasser bei niedrigem Druck, um ganze Stadtteile zu heizen, wobei die gewonnene Wärme in die vorhandenen Leitungen der Stadt eingespeist werden soll. Aufgrund der geringen Bauhöhe kann der Reaktor unterirdisch errichtet werden, was Schutz vor äußeren Einwirkungen wie Flugzeugabstürzen bietet. Im Falle einer Fehlfunktion schaltet sich das System automatisch ab. Die Kühlung erfolgt allein durch natürlichen Wärmefluss (Naturkonvektion), ohne dass eine externe Stromversorgung oder Pumpen benötigt werden.
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Diese finnische Innovation nach Deutschland zu bringen, ist das Ziel von Ulrich Gräber. Er war Technikvorstand der EnBW Kraftwerke AG, später Deutschlandchef des französischen Nukleartechnikkonzerns Areva und ist eigentlich schon im Ruhestand. Doch weil er den deutschen Atomausstieg für einen verhängnisvollen Fehler hält, will er mithelfen, ihn zu korrigieren. Als Senior Executive engagiert er sich in dem neu gegründeten Unternehmen Fermi Deutsche Industriekraft GmbH.
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Es ist eine Tochtergesellschaft des estnischen Nuklear-Startups Fermi Energia, das SMR-Kraftwerke in Estland bauen will. Um diese Technologie für den deutschen Markt zu erschließen, will Gräber sie zur Wärmeerzeugung einsetzen – sowohl für Haushalte als auch für Industriekunden. Chemiewerke zum Beispiel benötigen für ihre Produktionsprozesse große Mengen an Wärme.
Die rechtliche Machbarkeit dieses Vorhabens bestätigt der Fachjurist Christian Raetzke aus Leipzig. „Ein Reaktor zur Wärmeerzeugung ist zulässig, das Gesetz verbietet gegenwärtig nur die kommerzielle Stromerzeugung durch Kernenergie“, schreibt Raetzke auf Anfrage von Apollo News. Er betont, dass der Rahmen „schon (oder besser: immer noch) da“ sei, schränkt jedoch ein: „Ob die zuständige Behörde […] sich beeilen würde, eine Genehmigung zu erteilen, ist eine andere, eine politische Frage.“
Da eine solche Entscheidung die jeweils zuständige Landesbehörde treffen würde, sieht Ulrich Gräber eine konkrete Chance: „Wir würden uns natürlich an ein Land wenden, das kernenergiefreundlich ist, wie zum Beispiel Sachsen oder Bayern.“ Dort könnte dann das erste deutsche Heizkernkraftwerk gebaut werden.
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Dass es rechtlich möglich wäre, räumt sogar das Bundesministerium für Umwelt ein. Es ist die oberste Atomaufsichtsbehörde in Deutschland und seit Jürgen Trittins Zeiten eine Hochburg des verbeamteten Arms der Anti-AKW-Bewegung. In einer Stellungnahme gegenüber Apollo News schreibt das von dem bekennenden Atomkraftgegner Carsten Schneider (SPD) geführte Ministerium: „Ein ausdrückliches Genehmigungsverbot besteht im Atomgesetz dabei für die Errichtung oder den Betrieb von Leistungsreaktoren zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität. Die Errichtung und der Betrieb anderer Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen bedürfen der Genehmigung.“ Das bedeutet: AKW, die statt Strom Heizenergie erzeugen, sind nicht verboten.
Das Ministerium versucht allerdings, die Bedeutung dieser Gesetzeslücke kleinzureden. Das „Zeitalter der Atomkraftnutzung zur Energieerzeugung in Deutschland“ sei beendet, schreibt Schneiders Sprecher. „Der Atomausstieg ist auch aus mehreren Gründen richtig, auch bezogen auf den etwaigen Einsatz von SMR. Er macht unser Land sicherer, denn die Risiken der Atomkraft sind letztlich unbeherrschbar. Atomenergie ist eine Hochrisikotechnologie.“
Das von Katherina Reiche (CDU) geführte Wirtschaftsministerium steht der SMR-Technologie offener gegenüber. Small Modular Reactors seien „eine relevante Zukunftstechnologie, deren Entwicklung wir genau beobachten“, teilte ihre Pressestelle mit. „Für Ministerin Reiche ist technologische Diversifizierung unerlässlich, um Verwundbarkeiten zu verringern und die strategische Flexibilität zu wahren.“ Das Ministerium setze sich dafür ein, die Entwicklung zu beobachten und daran teilzunehmen. „Daran arbeiten wir. Konkrete Vorhaben kann ich Ihnen hier noch nicht nennen. Das gilt auch für Einsatzmöglichkeiten; hier müssen wir die Entwicklung abwarten.“
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Ulrich Gräber hat den Glauben an eine rationale politische Entscheidung weitgehend verloren und setzt stattdessen auf die Kraft des Marktes. Seine Strategie: nicht auf Berlin warten, sondern durch den direkten Zusammenschluss der Industrie vollendete Tatsachen schaffen. „Wir müssen die Industrie dazu bringen, dass sie sich verbindet und sagt: Wir wollen das“, erklärt Gräber im Interview.
Er ist überzeugt: „Wenn die Rahmenbedingungen durch private Investitionen erst einmal gesetzt sind, wird der Druck auf die Politik so groß, dass sie die offensichtlichen Vorteile nicht mehr ignorieren kann.“ Für Gräber steht fest, dass am Ende nicht der politische Wille, sondern die nackte Überlebensfrage des Industriestandorts den Weg für die Kernwärme ebnen wird.
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Wahrhaftig freie Menschen bitten nicht um Erlaubnis. Sie schaffen harte Fakten.
Das in diesem Zusammenhang zu sagen, ist wahrhaftiger Käse.
In Politik und Wirtschaft ist kaum jemand wirklich frei. Es geht selten um Erlaubnis, sondern fast immer ums Geld. Und am meisten Geld bringt nicht automatisch die praktikabelste, nachhaltigste oder günstigste Lösung. Profitabel ist oft das, was den Menschen am meisten Geld aus der Tasche zieht.
Das System wirkt dabei nicht so, als würde es sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Vielmehr schafft es Abhängigkeiten, um anschließend möglichst viel herauszuholen, gerade so viel, wie die meisten noch bereit sind, mitzugehen. Narrative wie die „Klimarettung“ fügen sich da nahtlos ein, weil sie moralischen Druck erzeugen. Und wer einmal abhängig ist, hat es schwer, sich diesem Gefüge zu entziehen.
Es gibt kein echtes Vor oder Zurück mehr. Wer frei sein will, muss sich vom System lösen, innerlich wie äußerlich, und den eigenen Konsum deutlich reduzieren. Weniger brauchen, weniger kaufen, weniger mitmachen.
„You will own nothing and be happy.“
Oh ein degrowth Fan.
Du kannst allem entsagen und auf alles verzichten
aber zwing uns deine Fantasien nicht auf.
Ihr meint immer alle müssten das machen was ihr gut findet und wir ihr eure Meinung ändert dann wieder in die andere Richtung.
Lieber Atlas,
sie gehen bei unseren Politikern der Altparteien von einer zu hohen Intelligenz aus. Zudem besteht ihr einzige Interesse darin, ihre eigenen Pfründe machtpolitisch und finanziell zu sichern. Ihr denken reicht, wenn überhaupt, nur bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode. Die Brandmauer gibt es nur zur eigenen Machtsicherung.
Viele Entscheidungen sind in ihrer Dämlichkeit nicht zu übertreffen. Es ist egal ob man dabei den ausufernden Sozialstaat oder die staatliche Rente betrachtet. Die SPD, eine kommunistische Partei die den Bürger gängeln und bevormunden möchte, hat Anfang der 70er mit Willy Brand den massiven Sozialausbau gestartet. Man möchte dadurch den unmündigen Bürger der sich total auf den Staat verlassen muss weil er von ihm alimentiert wird. Unter den Römern hieß das „Brot und Spiele“.
Lieber Atlas,
Ludwig Erhard hat in den 60er Jahren schon vorausberechnet dass das Rentensystem in der nächsten, spätestens in der Übernächsten Generation (gesehen aus den 60er) zusammenbrechen wird. Er schlug eine Alternative vor die noch nicht mal von seiner Partei, der CDU, unterstützt wurde. Die Schweden haben von 30 Jahren mit einem alternativen Rentensystem begonnen und stehen heute sehr gut da. Wir nicht, den mit einer pseudodemokratischen Partei wie der CDU, die Angst vor einer demokratischen Marktwirtschaft hat und deshalb eine soziale Marktwirtschaft für ihr Klientel (die Bestverdienenden) einführt, ist so eine Reform zum Scheitern verurteilt. Die CDU geht dabei nach dem Motto vor: Was interessieren mich die Probleme des kleinen Mannes, lieber installiere ich für die SPD eine soziale Marktwirtschaft und sichere einige Pfründe für meine Klientel.
Lieber Atlas,
Oder nehmen sie den Umweltschutz. Für jedes Schwerindustriewerk (z.B. Bauxit) das wir schließen macht ein neues in China auf. Der Unterschied ist, dass das chinesische Werk 5-20 mal mehr Schadstoffe in die Umwelt abgibt als das Deutsche. Das ist super Umweltschutz, vor allen Dingen wir solcher Unsinn von den Grünen, einer durch und durch stalinistischen Verbotspartei, vorangetrieben.
Über die Grünen lachte die Welt in der letzten Legislaturperiode. Frau Baerbock (Kobolde in AKWs, Leitungen als Stromspeicher, Länder die hunderttausende km weit weg sind, Bacon of hope) war doch wirklich lustig oder? Sie ist bei der UNO gut aufgehoben. Über den UNO Debattierklub lacht die Welt schon lange. Die Lacher kommen jetzt, wegen Trump, wieder auf unsere Seite. Trump ist als Tiger gestartet (klare Ansage bei: Kriege in Nahost, Ukraine und Iran; Migration; Stärkung der US Wirtschaft) und landet gerade als Bettvorleger (Grönland, Zölle, Ukraine Politik, Golf von Amerika).
Lieber Atlas,
Und wenn unsere Altparteien so weiter machen wird die AFD (auch mit meiner Stimme) mit absoluter Mehrheit eine unserer nächsten Regierungen. Auch wenn ich bezüglich des Ukraine Kriegs nicht auf AFD Linie bin da ich denke, wir müssen einen Aggressor nachdem er über 20 Jahre Krieg in Asien, im nahen Osten und Europa geführt hat jetzt endlich stoppen.
Ich kann nicht nachvollziehen wie Sie auf die Idee kommen, dass die Mächtigen die AFD ‚installiert‘ haben. Installationen werden in Deutschland immer noch vom Souverän mit dem Wahlzettel vorgenommen und da hilft auch keine Brandmauer.
Wissen Sie, im Grunde haben Sie recht.
Ich lebe mein Leben so, wie ich es für richtig halte, und halte es ebenso für wichtig, dass auch Sie Ihr Leben nach Ihren Belieben gestalten.
Ich bin allerdings nicht derjenige, der sich im Internet darüber beklagt, dass alles teurer wird und „alles den Bach runtergeht“. Vielmehr, und darauf bin ich nicht stolz, amüsiere ich mich dort über Menschen, die sich zunächst von einem System abhängig machen und anschließend dessen Spielregeln bestimmen wollen.
Ich lächle über die Widersprüchlichkeit mancher Erwartungen: maximale Sicherheit bei größtmöglicher Freiheit, maximaler Wohlstand bei minimalem Einsatz. Für mich wirkt das oft wie ein Ausdruck von Unreife, als würden manche ihr Leben eben nicht eigenständig gestalten können und ihre Unzufriedenheit pauschal auf „die Politik“ projizieren.
Vielleicht führt diese Konfrontation mit diesen Widersprüchen irgendwann dazu, dass ein Umdenken stattfindet und man ein Stück näher an der Realität ankommt.
Und weil es so gut zum aktuellen AfD-Thema passt, hier noch eine Ergänzung:
Die Mächtigen haben sehr wohl verstanden, dass konsumabhängige und dadurch identitätslos gewordene Menschen früher oder später mit jenen Fehlentwicklungen unzufrieden werden, die sie in großen Teilen selbst zu verantworten haben. Und so habe man die Alternative für Deutschland installiert beziehungsweise bewusst groß gehalten, damit die Menschen ihre Misere auf „die Politik“ projizieren und in dieser vermeintlichen Alternative ihre Erlösung suchen. Auf diese Weise bleiben sie gebunden, beschäftigt und letztlich handlungsunfähig.
Gelegentlich erweckt man sogar den Anschein, man wolle ihnen diese Partei wieder nehmen, gerade genug, um neue Empörung zu entfachen, frischen Schwung zu erzeugen und die Aufmerksamkeit erneut zu binden.
Et voilà. Genau so lenkt man die hirnverbrannte Masse.
Es geht nicht nur um Geld, starke Anreize sind auch Macht, Ansehen, Einfluss, „Mit zur Elite zu gehören“ und bedingt auch Sex. Es gab und gibt immer Gruppen, Gruppierungen, die solche Punkte direkt oder indirekt als Anreiz bieten. Da können viele nicht wiederstehen, wenden sich von den Ideen des Humanismus, der Aufklärung, der Menschenwürde, etc. ab, um beim „Spiel“ um Macht, Geld, Ansehen, Sex mitzuspielen. Diese oft negative soziale Interaktion ist leider nicht neu, die Geschichte der Menscheit ist voll, übervoll davon.
Klassisches Beispiel der Gesundheitssektor: ca.11,5% des BIP.
GKV: AN-Anteil 7,3% des Bruttos, AG-Anteil weitere 7,3%. Paßt recht gut …
Würde man auf 2x 3% oder 2x 12% Abgaben gehen, würde der med.-ind. Komplex sich (notgedrungen bzw. hocherfreut) anpassen.
Machen Sie doch. Ihre Entscheidung. Ich finde die hochspannend
Atlas, es wäre wünschenswert wenn du uns zukünftig mit deinem geistigen Dünnschiss verschonst.
🥳🥳🥳🥳🙄🙄🙄🙄
Lange Hungerkur machen löst das Problem dann endgültig.
Wahre Worte.. Welche Leute haben bitte Minus gedrückt? Profitöre vom System oder nichtdenker? Vielleicht Bots?
Was es braucht ist ein Bruch mit dieser Machtpyramide, und gerade jetzt mit immer mehr Fortschritt ist das nicht nur nötig, sondern eine Sache des Lebens/überlebens in der Zukunft.
Diese Besitzverhältnisse und Verteilungsidiologien und die dannn daraus entstehenden Niederhaltungsprinzipien, müssen dringend gebrochen werden und das System in die Hände Menschen, nicht irgendwie alles immer weiter privatisert und damit zu einem Gefängnis von Besitzenden erschaffen, mit der Extraportion Propaganda in der Endlosschleife..
Eine gute Nachricht?
Sehr überraschend 👍
Insgesamt muss man in der deutschen Politik endlich erkennen, dass die Erzeugung von Strom immer mit großen Mengen an Abwärme verbunden ist.
Aber diese Abwärme wird nur wenig genutzt (Kraft-Wärme-Koppelung). Denn solange man mit dem Verkauf von Gas und Öl noch zusätzlich verdienen kann, wird sich daran auch Nichts ändern.
Beispiel:
Ein Kohlekraftwerk erzeugt mehr Abwärme als nutzbaren Strom. Mehr als 50% sind Abwärme, die einfach „weggeworfen“ wird.
Ja, die Erzeugung von Strom ist immer mit großen Mengen an Abwärme verbunden.
Ja, die wird nicht immer genutzt.
Aber nein, das hat nichts mit „Verkauf von Gas und Öl noch zusätzlich verdienen“ zu tun. Die Kraftwerksbetreiber verkaufen keine Brennstoffe, sie kaufen sie.
Es liegt schlicht an der Physik.
Zum Ersten ist da der zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Dem haben wir es zu verdanken, dass die 50% Abwärme die ein typisches Kohlekraftwerk erzeugt bei ~20°C anfällt. Was wollen sie mit 20° warmen Wasser machen? Nichts!
Sie können das Niveau der Abwärme anheben, aber dann sinkt der elektrische Wirkungsgrad. Der 2. Hauptsatz hat kein Hintertürchen.
Zum Anderen liegt das schlicht an den Entfernungen und den Leitungsverlusten. Strom kann man mit ein paar Prozent Verlust über 1000km leiten. Bei Fernwärme verlieren sie ~5-10K pro km. Die Anzahl der Abnehmer in dem Radius is begrenzt.
Kleiner Hinweis: Die Dampftemperatur auf der Ausgangsseite der Turbine ist sicher >100°C, sonst wäre das wohl eher eine Wasserturbine. 20..30° haben wir am Ausgang des Kondensators.
Man kann also sehr wohl Heizwärme abgeben.
Im übrigen hat niemand behauptet, daß Fernwärme über hunderttausende Kilometer (c) verteilt werden soll. Macht man eher in dicht besiedelten Gebieten.
Ach Gott.
Wenn die Dampftemperatur auf der Ausgangsseite der Turbine (Abdampftemperatur) über 100°C liegt, sprechen wir über eine Gegendruckturbine. Sowas nutzt man ausschliesslich für KWK Anlagen, weil es halt ganz grauenvoll schlecht für den Wirkungsgrad ist.
Jedes ’normale‘ Kraftwerk hat eine „Kondensationsturbine“. Dabei liegt die Abdampftemperatur typischerweise um die 30°C (40 bei Umlaufkühlung), und der Kondensatordruck dementsprechend um die 30 mbar („Kondensatorvakuum“). Sättigungstemperatur von 30mbar sind 24°C.
MfG: Ein Ingenieur
P.S.: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal…
Der Vorschlag ist absolut mein Humor !!
Jedem seinen Reaktor zu Hause im Heizungskeller . Und bei Störungen schalte Vati auf Handbetrieb und wartet auf den Heizungsbauer seines Vertrauens .
Alle 5 Jahre stellen wir die Abgebrannten Brennstäbe in der Sondermülltone an die Straße und bestellen bei Amazon neue .
Und warum haben wir nun unsere Alter Kernkraftwerke unbedingt Stilllegen müssen ?
Seltsame Denke.
Was hätten Sie gegen eine Anlage im eigenen Keller, die Sie einige Jahrzehnte unabhängig und zuverlässig mit Strom und Wärme versorgt?
Aber keine Sorge, soviel Fortschritt droht z.Zt. noch nicht. Auch die kleinsten SMR, an denen derzeit gearbeitet wird, liegen so bei 30MW (thermisch). Das ist auch für Ihren Luxus-Bungalow etwas zuviel.
Gar nicht wirklich weit von einer Realisierung entfernt. Die Entsorgung braucht noch ein bißl Pb und Spezialtermine, aber dann paßt es in der Tat.
Zu Ihrer letzten Frage: Weil die Öko-Maoisten das seit Gründung als Punkt EINS im Programm hatten und 1998 bedauerlicherweise an die Macht kamen. Seinerzeit wurde auch der „völkisch-ethniische“ Volksbegriff (StAG 1913-99) durch einen „zur-Entbindung-einfliegen-&-Paß-mitnehmen“ ersetzt.
Sucht macht erfinderisch.
Die Lösungsvorschläge, wie man weiterhin über seine Verhältnisse leben und das Leben mit noch mehr Energie beschleunigen könnte, werden dabei zunehmend absurder.
Wenn es nicht zu teuer ist, lasse ich es mir gleich in den Keller einbauen.
Damit es nach 2 Jahren wieder verboten wird? Und was machen Sie dann? Die nächste (noch) Gesetzeslücke ausnutzen?? Viel Spaß!
Was ich dann mache? Ganz einfach: Keine Verrückten ins Parlament wählen.
Wenn, dann sollte man sie gleich so konzipieren, dass sie in der Zukunft auch Strom liefern könnten.
Guter Nick!
Mein Ur-Ur-Opa hatte seinerzeit noch Türkensteuer berappt (vermutlich vglw. gerne).
Heute werden sie von Merkel bis linksaußen geradezu hereingebeten/-betet.
„Es ist die oberste Atomaufsichtsbehörde in Deutschland und seit Jürgen Trittins Zeiten eine Hochburg des verbeamteten Arms der Anti-AKW-Bewegung.“ Dann legt den Sumpf trocken. Verbote sind dazu da, aufgehoben zu werden. Wir beziehen Atomstrom aus anderen Ländern der EU.
Das traurigste an der ganzen Sache ist, dass wir in Deutschland eine unglaubliche Expertise hatten, was Kernkraftwerke angeht. Dank dem Ausstieg und der Verbreitung des Narrativ, dass das Atom an sich böse und gefährlich ist, forschen nun andere Länder. Und früher oder später wird da auch etwas wirtschaftlich sinnvolles dabei herauskommen und dann verkaufen diese Länder die Technologie weiter. Und das alles wird passieren, bevor ein wirtschaftlich laufender Fusionsreaktor entwickelt wird.
Imerhin haben wir jetzt die weltweit beste Expertise im Gendern…… ist doch auch was!
Fusion wird – grobe Schätzung – NIE kommen (Pinocchio – take THAT!). Sie hätte auch kaum Vorteile, da ebenso Spaltmaterial anfällt und der Brennstoff NICHT umsonst ist.
Leider geht es in D schon lange nicht mehr um die Überlebensfrage des Industriestandorts sondern um die Realisierung einer Ideologie, koste es den Bürger was es wolle. Dennoch hoffe und wünsche ich der Industrie, wenn sie sich wirklich zusammenschließt und für diese Innovation, die alle entlasten und uns ein Stück (Wärme)energie- Sicherheit bringen würde, gutes Gelingen.
Vergiß es. Ich erinnere an die sogenannten „Heatballs“ – sprich konventionelle Glühlampen – die nach dem Verbot als Heizung in den Markt kamen. Prompt agierte unsere willfährige Justiz und urteilte auftragsgemäß mit einem Verbot.
Wie gesagt, in den USA bauen sie inzwischen mobile KKW. ☢️☢️☢️☢️
In der Zukunft wird man in bestimmten Situationen KKW auf der Straße bewegen.
Und es wird eine dezentralisierung der Stromversorgung geben, weil sich Kommunen Mini Reaktoren in deren Industriegebiet bauen werden.
Es wird auch wieder daran geforscht Schiffe und Luxusyachten mit einem KKW zu betreiben.
Yachten…..
https://www.boatinternational.com/yachts/news/thirtyc-55m-superyacht-concept-ion
Nett.
Das wär´ was für Vaters Sohn. Führerschein wäre ja vorhanden…
„Atomenergie ist eine Hochrisikotechnologie.“
Autos waren auch einmal eine Hochrisikotechnologie und überhaupt alles mit Feuer, Elektrizität oder Kunststoffen 🏭
Das Leben ist eben gefährlich und endet immer tödlich.
Aber das geht doch rein gar nicht!
Sonst müßten ja ein paar Atommüll-Besorgte hierzulande sich noch mehr Sorgen machen wegen des womöglich „strahlenden Untergrunds“. Und dazu noch die „Erderwärmung“.
Da haben Trittin und Genossen seinerzeit aber richtig geschlampt indem sie dieses Schlupfloch nicht bemerkt haben.
Ich gehe davon aus, daß die neue Regierung von „The Länd“ unter dem Ministerpräsidenten Chem Ö. diese Gesetzeslücke zeitnah schließt.
Jedenfalls deutlich vor der Inbetriebnahme von S21 nach dem Jahr 2030.
Falls das mit der Tiefbahn-Haltestelle doch nichts wird könnten aber ein oder mehrere solcher Atommeiler dort installiert werden.
Eine extra Fernwärmeleitung müßte dann bis hoch zur Villa Reitzenstein gelegt werden im Sinne einer „strahlenden Zukunft“ fürs Ländle.
Super! Es ist bereits jetzt sehr verführerisch, über eine Alternativverwendung für Stuttgart 21 nachzudenken: „Falls das mit der Tiefbahn-Haltestelle doch nichts wird (ganz bestimmt nicht!), könnten aber ein oder mehrere solcher Atommeiler dort installiert werden.“
Könnte ja auch als Kerker für die Grünen genutzt werden
Gedankenübertragung! Trittin! aber eigentlich die betrügerischen Grünen von damals. Habe mich nur nicht getraut.
HL: Was die Atommeiler nicht ausschließen muß …
Sehr gut, dann sieht man zumindest am Wärmepreis endlich die Unterschiede und wie effizient Kernkraft ist, wo man beim Strompreis alles verfälscht und sämtliche indirekte Zusatzkosten der EE den konventionellen angerechnet werden.
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen…
Super, Herr Gräber. Sie leiten das Programm: Rentner retten das Überleben ihrer Enkel.
Wenn nur die Erzeugung elektrischer Energie durch ein AKW Unternehmen verboten ist, dann kann ich ein Unternehmen gründen, unabhängig vom AKW- Unternehmen, das mit Heißdampf aus dem AKW beliefert wird, um daraus Strom zu erzeugen. Jedes Haus könnte über Kleinanlagen sein eigener Stromerzeuger sein.
Ist nichts wirklich neues, da man bei der Atomstromerzeugung schon immer über 60% Abwärme hat, die keinen interessierte und deshalb über Flüsse und riesige Kühltürme entsorgt wurde.
Gut die Hälfte der Abwärme, hätte schon immer mit Niedrigtemperaturturbinen zur Stromerzeugung genutzt werden.
Nur leider wurde Abwärmenutzung bei AKWś nie subventioniert und war somit auch nicht attraktiv für die Betreiber.
Sie haben einen Weg gefunden, die Thermodynamik (Wirkungsgrad Cartot-Prozess) zu überlisten?
Sollten Sie sich schleuigst patentieren lassen!
MM: Von welcher Abwärmetemperatur gehen Sie denn da aus? Warum wird die nicht im AKW genutzt? Oder schmieren Ihnen N. Sadi Carnot und N. Tropie II. da die Butter vom Brot?!?
Da bin ich doch für Fernwärme!
Reicht ja auch ein Reaktor pro Stadtviertel und lokales Verteilen.
Der Energieverbrauch von KI wird KKW ☢️ unumgänglich machen.
🇮🇱 In Israel planen sie ein KKW nur für ein KI Zentrum . https://en.globes.co.il/en/article-us-tech-park-in-negev-may-have-nuclear-power-plant-1001533004
Wenn man nun doch noch neben der Prozesswörme Strom erzeugt, und beides für den Eigenbedarf auf Anlagenebene nutzt, um daraus regenerative Kraftstoffe (PtX) zu machen, ist man fertig.
Jaaaneee… so geht’s ja nun mal so gar nicht !!!!!
(Vorsichtshalber: Sarkasmus)
Gähn. Atomkraft ist teuer und gefährlich. Keiner will so ein Ding in der Nähe haben. Ohne Stromerzeugung ja noch uneffektiver. Da gibt es ja Bürgerbegehren und Bürgerentscheide…
Es gibt GRÜN:INNEN, es gab die Antifa in Gorleben. Mehr war eigentlich nicht.
Die Gorlebener selber hätten „das Ding“ schon genommen. Weiterhin Top-Standort.
Jemand denkt sich technischen Fortschritt aus? Die Grünen & Co. KG werden dass zu verhindern wissen.
Dann könnte man damit wohl auch Wasserstoff produzieren und damit Benzin, Diesel… und meinetwegen auch bunten Stahl.
Nein, für H2 braucht man Elektrizität. Und ein Erdölraffinator heizt sich selbst durch den Schwerölanteil.
Statt Wasserschaden in Nachbars Keller einen kleinen GAU.
Mit linksgrünversifften DAUs ist alles möglich.
Ich halte Atomkraftwerke immer noch für sehr gefährlich. Je mehr man verteilt desto höher wird das Risiko.
Mit dem DF Reaktor bis zum totalen Ausstieg wenn eine Alternative vorhanden wäre mein Weg.
Verstehe ich nicht, wie man das nicht verstehen kann. Ein AKW ist hoch komplex das sollte sich nicht jeder in den Garten stellen
Aber große Wasserstofftanks?
Bayern = Kernenergiefreundlich??? Der gute Mann hat wohl als EnBW-Vorstand falsche Einschätzungen getroffen. Söder ändert seine Meinung schneller als das Wetter trotz Klimawandel… außerdem mag dass mit der Elektrizität zwar im Gesetz so drin stehen, klar ist aber in „unserer Demokratie“, dass es Kernenergie per se meint… diese vermeintliche Idee ist genauso, als wenn man mit den Grünen anfangen würde zu diskutieren, dass es wirklich Kernenergie ist, also die Energie vom Atomkern kommt.. und die Grünen immer über Atomenergie meckern.. das Atom aber gar nicht die Energie in AKWs liefert….