AfD-Bundesparteitag
„Thüringer Linie durchsetzen“: Höcke will Vertrauten in den AfD-Vorstand entsenden und Einfluss ausweiten
Beim Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt wird die AfD eine neue Parteiführung wählen. Der Thüringer Landeschef Björn Höcke möchte dabei seinen engen Vertrauten Stefan Möller in den Bundesvorstand entsenden – und seinen Einfluss auf die Bundespolitik ausweiten.
Wenige Wochen vor dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt hat Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke seinen Anspruch auf Einfluss innerhalb der Bundespartei formuliert. Hintergrund ist die Kandidatur seines langjährigen Vertrauten Stefan Möller für das Amt des stellvertretenden Bundessprechers. Höcke macht keinen Hehl daraus, dass er sich von einem Einzug Möllers in die AfD-Parteispitze einen direkteren Draht zur Bundesführung verspricht.
„Ich weiß, wenn Stefan Möller im Bundesvorstand ist, dann habe ich jemanden, mit dem ich im engsten Austausch bin, ich bin angeschlossen, ohne selbst die Arbeit machen zu müssen. Und ich kann mich hier weiter konzentrieren auf den Thüringer Weg“, sagte Höcke der Deutschen Presse-Agentur.
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Die AfD will ihren neuen Bundesvorstand auf dem Parteitag am 4. und 5. Juli in Erfurt wählen. An der Spitze gelten die bisherigen Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla als gesetzt. Fraglich ist lediglich die Besetzung der Stellvertreterposten und die Zusammensetzung des übrigen Bundesvorstands.
Möller bildet gemeinsam mit Höcke seit 2014 die Führungsspitze des Thüringer AfD-Landesverbands. Seit 2025 gehört er auch dem Bundestag an. Nach den Vorstellungen Höckes soll sein langjähriger Weggefährte künftig die Position des Thüringer Landesverbands innerhalb der Bundespartei stärken.
„Er will – und das ist für uns sehr wichtig – die Thüringer Linie im Bundesvorstand durchsetzen“, sagte Höcke der dpa. Dazu gehörten nach seinen Worten unter anderem die „Treue gegenüber den Grundsätzen der AfD“ sowie Korrekturen „im Kampf gegen den Verfassungsschutz“.
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Höcke selbst strebt nach eigenen Angaben weiterhin keine Funktion an der Bundesspitze der Partei an. Sein „strategisches Ziel“ bleibe es, Ministerpräsident in Thüringen zu werden. Eine erfolgreiche Bewerbung Möllers ermögliche die Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit in neuer Form. Zwischen beiden bleibe es in diesem Fall bei der „altbewährten Arbeitsteilung – nur mit einer räumlichen Verschiebung“.
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Die Kandidatur Möllers könnte zugleich Folgen für die bisherige Thüringer Vertretung im Bundesvorstand haben. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner gehört derzeit als stellvertretender Bundessprecher der Parteiführung an. Höcke betonte allerdings, Brandner sei nicht verärgert. Er sei vielmehr „zufrieden mit dem, was er in Berlin erreicht“ habe. Nicht ausgeschlossen sei, dass Brandner künftig für einen Beisitzerposten kandidiere.
Darüber hinaus äußerte sich Höcke zur künftigen Führungsstruktur der AfD. Der Thüringer Landeschef hatte bereits 2022 eine Satzungsänderung unterstützt, die neben einer Doppelspitze auch einen alleinigen Parteivorsitz ermöglicht. Gegenwärtig sehe er jedoch keinen Anlass für Veränderungen. Mit Blick auf Weidel und Chrupalla sagte Höcke: „Ich finde es im Augenblick noch gut.“ Und ergänzte: „Never change a winning team.“
Die Doppelspitze habe aus seiner Sicht auch deshalb Vorteile, weil sie unterschiedliche regionale Prägungen innerhalb der Partei abbilde. Es gebe „Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West“, erklärte Höcke. Daher sei es „sehr wertvoll“, wenn die Parteiführung sowohl einen ostdeutschen als auch einen westdeutschen Vertreter umfasse. Zugleich deutete er an, dass dies nicht dauerhaft so bleiben müsse. „Das wird sicherlich nicht auf ewig so sein. Je nachdem, wie sich Tino Chrupalla vielleicht auch noch orientiert in den nächsten Jahren, wird es vielleicht auch eine Einer-Spitze geben.“
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Der Bundesparteitag in Erfurt findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Gegen die Veranstaltung werden massive Proteste erwartet (Apollo News berichtete). Nach Angaben der Veranstalter rechnen die Gegner der Partei mit Zehntausenden Demonstranten und Teilnehmern an illegalen Blockadeaktionen rund um die thüringische Landeshauptstadt. Bereits die Entscheidung, den Parteitag in Erfurt abzuhalten, war von politischen Gegnern, allen voran dem Antifa-Bündnis „widersetzen“, als bewusste Anknüpfung an den NSDAP-Parteitag 1926 in Weimar gewertet worden.
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Ich wünsche mir Alice Weidel als BK und Herrn Höcke als Innenminister, dann wäre Deutschland auf einem guten Weg.
Und Herr Dr. Sellner muss Remigrationsminister werden. Das wäre perfekt.
Das ist nicht wünsch dir was, sondern wähle die das.
Frei nach Loriot: Eine AfD ohne Höcke ist möglich, aber sinnlos.
Ich habe wirklich nichts gegen Höcke als Mensch. Aber seine Politik, seine Einstellung, ist mir zu sozial-romantisch. Damit kann ich nichts anfangen.
Man merkt, das Höcke sogar im rechten Lager extrem polarisiert. Könnte sein, dass die Altparteien und ihre angeschlossenen Medien das beabsichtigen. Vielleicht sollte man mal mehr Sachlichkeit in die Debatte tragen.
Nach meinem Dafürhalten ist Höcke ein Nationalromantiker, Typ 19. Jahrhundert. Das ist aber weiter kein Problem. Denn er hat gemerkt, dass er in Thüringen am besten aufgehoben ist. Dort kommt er gut an. Allerdings auch in anderen Landesverbänden, wenn er dort auftritt. Aber seine Heimatbasis ist eindeutig Thüringen. Das ist ein bisschen wie mit FJS und Bayern in den 1980er Jahren. Ich glaube, Höcke hat das instinktiv begriffen. Seine eigentliche Aufgabe wird sein, die AfD davon abzuhalten, wie die anderen Parteien zu werden, sobald sie Zugriff auf die Macht und das Geld haben.
Macht Sinn
Nicht nur über Höcke reden, sondern ihm zuhören: noch aufschlussreicher als das Ben ungescripted Gespräch ist das Interview mit Roger Köppel von der Schweizer „Weltwoche“. Bißchen Zeit investieren um sich eine Meinung zu bilden – lohnt sich! „Nur selber denken macht schlau…“ ( sagt Dr Kissler 🤓)
Dazu sind viele zu bequem.
Ich glaube NICHT, das der Kandidat von Björn Höcke eine Mehrheit bekommen wird bei diesem Parteitag.
Björn Höcke macht in Thüringen sicherlich gute Arbeit, aber für die AfD-West und den Medien ist Höcke weiterhin ein rotes Tuch.
Medien – u.a. Welt-Online kann man ja mitlesen – steht oftmals „Ich würde AfD wählen, aber die AfD muss sich vorher von Björn Höcke trennen.
Ich kann mich erinnern vor 10-12 Jahren in Magdeburg bei einer AfD-Wahlkampf-Kundgebung, Gastredner waren Frauke Petry und Jörg Meuthen und dann kam …
… Björn Höcke, der gefeiert worden ist wie ein Popstar, das Petry und Meuthen blass geworden sind – kein Witz.
Heute weiß ich gar nicht, ob Ulrich Siegmund (AfD) – Björn Höcke (AfD) überhaupt einlädt für eine Wahlkampf – Hilfe
Höcke hat wenig gute Ideen für das Hier und Jetzt. Sein Interview bei Ben war entlarvend. Schaut euch dazu die Analyse von Biased Sceptic an.
Wer eine Analyse für ein Interview braucht, kann auch Mario Voigt nach einer Einordnung fragen. Ich habe das Gespräch mit Genuß geschaut.
Der VS mag das anders sehen.
Köstlich! 🙂
Der Höcke ist okay.
Jetzt fängt auch AN mit dieser idiotischen
Stigmatisierung an.
Man weiß wirklich nicht, was man noch lesen kann ohne ständig den Anti-indoktrinations-Radar einschalten zu müssen.
AN kann doch nur Teil des Springer-Döpfner-Dunstkreises sein, wenn man aufmerksam verfolgt welche Themen wie verarbeitet werden. Selbiges für Nius.
glauben sie wirklich den Blödsinn den sie verzapfen
Nur weil Ihnen kritische Berichterstattung mal nicht gefällt
Ohne Höcke kann die AfD ganz schnell zumachen. Denn ohne Höcke und anderen aus dem Osten wird sie ganz schnell zur „Altpartei“.
Das ist in der Tat eine gewisse Gefahr.
Ich weiß nicht ob Spekulationen und Behauptungen irgendetwas zum positiven ändern oder Verschwörungstheoretiker auf den Plan rufen. Höcke selbst hat immer betont nicht in die Bundespolitik wechslen zu wollen. Selbst dann nicht, wenn vermeintliche Koalitionspartner das zur Bedingung einer AfD Regierung oder Regierungsbeteiligung machen würden. Wobei letzteres Absurd ist. Da warnen die Altnazis vor Höcke in der Bundespolitik und dann will man ihn genau dahin abschieben. Das Landesverbände danach trachten, eine Stimme zu haben die gehört wird ist doch verständlich. Das ist in jeder Partei so.
Wenn die von AN mich fragen würden, dann würde ich sagen, dass mir der Einfluss von Höcke 1000mal- lieber ist als der Einfluss eines Kubicki, der erkennbar bei AN recht beliebt ist und schlimmer, immer noch als gut und edel geführt wird.
What the hell does Mr Höcke want with these bloody German-speaking Americans in the west?
🤠
Schauen Sie sich mal das Video an, ich habe es bei Youtube gesehen, wo diese Aussage getätigt worden ist…
Ich muss sagen, dass es eine Verdrehung der Aussage von Höcke war. Je näher der Wahltermin kommt, desto dreister werden die Lügen gegen die AfD.
Am I wrong? Really?
I will watch it myself. If you could tell me which minute I should watch, I’d appreciate any information.
This should be the video, I suppose:
https://www.youtube.com/watch?v=73r12YbUTLk
Offenbar versteht das keiner.
Also noch einmal auf Deutsch:
Irre ich mich? Wirklich?
Ich werde das selber anschauen. Wenn Sie (oder irgendjemand anderes) mit einen Hinweis geben könnten, welche Minute ich dafür ansehen muss, wäre ich für Hinweise dankbar.
Das Interview ist immerhin 2 Stunden und 15 Minuten lang. Da wäre ein kleiner Hinweis, wo genau, schon hilfreich.
Anständige Deutsche aus ihnen machen … 😉
Dieses Forum spricht DEUTSCH !!!!!!!
Herr Höcke ist einer der besten Leute in der AfD und einer der klügsten Köpfe in Deutschland. Er muss unbedingt in der nächsten Bundesregierung unter Frau Dr. Weidel Innen- und Justizminister werden. Das wäre super
GENAU DAS wird die Landtagswahlen kosten. Der Kerl sollte ausgeschlossen werden, er ist wahrscheinlich ein V-Mann. Ohne den wäre die AfD schon 5% weiter.
Wenn die AfD eine reine Ostpartei werden will, mag sie mit Herrn Höcke weitermachen. Für mich war es das dann. Jemand, der sich vollmundig einen Patrioten nennt, aber den größten Teil des deutschen Volkes (Westen) beleidigt, kann mich mal kreuzweise. Das war unterirdisch, und erst jetzt wäre er für mich unwählbar. Zum Glück komme ich vorerst nicht in diese Lage.
Wenn die AfD erfolgreich sein will braucht sie mehr Weidel und weniger Höcke. Mit seinem teilweise kruden Geschichtslehrergeschwafel, seinem Antiamerikanismus und seinen Anti-„Finanzoligarchie“-Parolen locken Höcke und die seinen außerhalb Thüringens keinen hinter dem Ofen hervor.
Die Thüringer Wurst aus Wesel….
Die AfD wird somit dem Ruf einer Nazipartei immer mehr gerecht.
Höcke nicht endlich an den 3. Weg über geben zu haben kostet die Partei weiterhin mindestens zehn Prozent Stimmen.
Strafbar, wird aber in schland trotzdem nicht verfolgt, haben Sie Glück…
Was soll denn da „strafbar“ sein?
😂 😂 😂
Björn Höcke ist ein nationalromantischer politscher Wichtl, der sich völlig überschätzt!
Was ist ein „Wichtl“, und was bedeutet „nationalromantisch“?
Björn Höcke – Oberflächlich, spießig, unpolitisch
Björn Höckes Aussage, die Westdeutschen seien eigentlich keine Deutschen, ist ein Kondensat seiner Ressentiments. Es zeigt: Höcke ist ein durch und durch apolitischer Mensch, getrieben von biederen Klischees und intellektuellem Kitsch.
Link:
https://www.cicero.de/innenpolitik/-bjorn-hocke-oberflachlich-spiessig-unpolitisch
Höcke ist im 19. Jahrhundert steckengeblieben.
Fichte, Arndt, Novalis.
‚Nationalromantisch‘ ist absolut zutreffend!
Woraus schließen sie die Aussage, von wegen nationalromantisch?9
@Bernd
Idealisierte Betonungen von Volk, Abstammung, kultureller Homogenität. Nationaler Geschichtsmythologie und idealisierten Vergangenheit im Sinne eines kulturellen Erbes:
„Thüringer! Deutsche! 3.000 Jahre Europa. 1.000 Jahre Deutschland – ich gebe euch nicht her!“
Diese Vorstellungen von 3.000 Jahren Europa und 1.000 Jahren Deutschland sind recht typisch für das 19. Jahrhundert – und ahistorisch zurechtkonstruiert.
„Ich möchte, dass ihr euch im Dienst [an diesem Land] verzehrt. Ja, ich möchte euch als neue Preußen. Ja, liebe Freunde, ich weise euch einen langen…
…ich weise euch einen langen – ich weiß, ich bin in Sachsen…
…aber die preußischen Tugenden, die tun uns allen gut, egal ob wir Thüringer sind, Brandenburger sind oder Bayern sind oder…
Ihr merkt, ich will es euch nicht leicht machen. Ich weise euch einen langen und entbehrungsreichen Weg.“
Nationalpathos, wie man ihn eher aus den Zeiten der Befreiungskriege gegen Napoleon erwartet hätte.
Was freilich nicht verboten ist. Es hat nur etwas vorgestriges.
Höcke ist zu seiner eigenen Marke geworden und hat in Thürigen unbestreitbar Erfolg. Aber er steht nicht für die ganze AfD und wird von den Medien zum Gottseibeiuns hochgejazzt.
@Bernd
Höcke beschwört „die romantische Tiefenhellsichtigkeit der Deutschen“, eine „lebendige Organik“ und eine „mystische Versenkung“, um „dem Numinosen näher zu kommen“. (Aus ‚Nie zweimal in denselben Fluss‘)
Und auch das dürfte bekannt sein:
„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass es noch eine tausendjährige Zukunft hat.“
Wie dumm muss man sein, bevor man das in dieser Form so verlautbart?
Es ist fast so, als hätte der Geschichtslehrer Höcke bei den Geschehnissen des 20. Jahrhundert einen blinden Fleck und gar nicht mitbekommen, was da passierte.
Ihm müsste doch klar sein, dass eine solche Diktion ein gefundenes Fressen für alle diejenigen ist, die ihm nicht wohlgesonnen sind.
Arndt…soso…schon was gelesen? Fichte und Novalis sind ohnehin für die Ewigkeit…
Er überschätzt sich und er wird überschätzt (nämlich von den deutschen Medien).
Herr Höcke ist super !!!!!!