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Energieknappheit

Strommangel-Pläne der Bundesnetzagentur: Rund 4.300 Betriebe müssen sich auf der neuen Abschaltplattform registrieren

Wenn der Strom in Deutschland knapp wird, soll die Industrie ihre Produktion herunterfahren. Apollo News hat diesen geheimen Energiekrisenplan enthüllt. Nun nennt die Bundesnetzagentur weitere Details. Rund 4.300 Betriebe werden demnach betroffen sein.

Bevor die Lichter ganz ausgehen, sollen sie die Produktion herunterfahren: Chemiewerke in Leverkusen. (IMAGO/Zoonar)

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Die Bundesnetzagentur rechnet damit, dass sich rund 4.300 Großverbraucher in der „Sicherheitsplattform Strom“ registrieren müssen. Diese Datenbank und Kommunikationsplattform wird derzeit aufgebaut, um bei länger andauerndem Energiemangel Industriebetriebe und andere Großverbraucher zum Stromsparen zu zwingen. Folgen sie diesen Anweisungen nicht, droht ihnen die Abschaltung.

Seit Anfang 2024 bereitet die Bundesnetzagentur diese Strommangel-Pläne gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium und ausgewählten Netzbetreibern vor. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion wurde mit dem Aufbau und Betrieb der bundesweiten Krisenplattform beauftragt. Die Öffentlichkeit informierte die Bundesnetzagentur nicht darüber. Erst nachdem Apollo News Ende Juli exklusiv über die „Sicherheitsplattform Strom“ berichtet und Details aus internen Unterlagen genannt hatte, machte die Bundesnetzagentur die zuvor geheim gehaltenen Pläne öffentlich. Die zuvor geheim gehaltenen Unterlagen hat die Bundesnetzagentur inzwischen selbst auf ihrer Internetseite publiziert.

Auf Anfragen von Apollo News nennt die Bundesnetzagentur nun auch erstmals die Größenordnung der betroffenen Stromverbraucher. „Aufgrund von statistischen Erwägungen und Plausibilitätsrechnungen ist davon auszugehen, dass rund 3.300 Verbraucher größer 10 GWh und rund 1.000 Verbraucher zwischen 8 und 10 GWh betroffen sind“, teilte die für den deutschen Strommarkt zuständige Regulierungsbehörde mit. Insgesamt sind es also etwa 4.300 große Stromverbraucher.

Ab einem Jahresverbrauch von acht Gigawattstunden (GWh) soll die Registrierungspflicht greifen, ab zehn Gigawattstunden soll es im Ernstfall zu Eingriffen durch die Bundesnetzagentur kommen. In den inzwischen öffentlich zugänglichen Folien heißt es, mögliche Lastreduktionsmaßnahmen seien „im Bereich ab 10 GWh“ vorgesehen, abhängig von der jeweiligen Energiemangelsituation.

Betroffen sind damit größere Betriebe und Produktionsstandorte unterschiedlicher Branchen. In energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie-, Papier- oder Metallherstellung können auch mittelgroße Betriebe einen entsprechend hohen Stromverbrauch haben. Entscheidend ist die sogenannte Marktlokation. Das ist die Verbrauchsstelle, der der Stromverbrauch energiewirtschaftlich zugeordnet wird. Ein Unternehmen kann mehrere Marktlokationen haben. Die Grenzen von acht und zehn Gigawattstunden gelten für jede davon einzeln und nicht für den gesamten Stromverbrauch eines Unternehmens.

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Die Plattform ist nicht für kurzfristige, unvorhersehbare Versorgungskrisen vorgesehen, die etwa durch Anschläge auf die Strominfrastruktur wie Anfang des Jahres in Berlin entstehen können, sondern sie ist auf absehbare Mangellagen ausgerichtet, die mehrere Tage bis Wochen andauern können. Zeichnet sich eine solche Krise ab, sollen Großverbraucher zunächst ihren geplanten Stromverbrauch und mögliche Einsparpotenziale melden. Anschließend kann die Bundesnetzagentur mit einem Vorlauf von mindestens 24 Stunden anordnen, den Verbrauch zu reduzieren. Die Unternehmen sollen ihre Produktion eigenständig herunterfahren. Wer einer solchen Anweisung nicht folgt, muss damit rechnen, dass der zuständige Netzbetreiber zur Abschaltung aufgefordert wird. Nach Auffassung der Bundesnetzagentur besteht für Produktionsausfälle grundsätzlich kein Anspruch auf Entschädigung.

Die Behörde betont, dass derzeit keine Strommangellage drohe. Das deutsche Stromnetz sei nach wie vor eines der stabilsten der Welt. „Dennoch ist es Aufgabe der Bundesnetzagentur, Krisenvorsorge auch für sehr unwahrscheinliche Fälle zu treffen. Die Sicherheitsplattform Strom soll daher wichtige Daten der Stromnutzung vorab erfassen und diese für einen potentiellen Krisenfall hinterlegen.“

Die betroffenen Unternehmen werden wohl schon bald mit dem neuen System in Berührung kommen. Gegenüber Apollo News kündigte die Bundesnetzagentur an, „in den kommenden Wochen“ mit der Datenerhebung zu beginnen. Dazu arbeitet sie mit den örtlich zuständigen Verteilnetzbetreibern zusammen.

Eine „funktionale Minimalversion“ der Plattform solle „voraussichtlich im Herbst“ den Betrieb aufnehmen. Auf ihrer Internetseite schreibt die Bundesnetzagentur, sie strebe die Bereitstellung eines ersten funktionsfähigen Systems „ab dem Winter 2026/2027“ an. Die Plattform soll anschließend schrittweise weiterentwickelt werden.

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36 Kommentare

  • „Sicherheitsplattform Strom“, euphemistisches Synonym für Deindustrialisierung. Wieder ein weiterer Eintrag für das Wörterbuch der Euphemismen 😏!

  • Eine Regierungs-Abschaltmöglichkeit bei der Netzagentur wäre auch nicht schlecht.

    • Von der Regierung ist auch ohne Abschaltmöglichkeit jetzt schon nur noch GIER übrig geblieben.

      • Ja aber wie sagte schon der in die Jahre gekommene Leiter/in einer Nomadisierenden ökologisch geprägten Sozialenzweckgemeinschaft Indigener Nordamerikas !? (Indianer Häuptling )

        Ein Totes Pferd kannst du nicht mehr reiten !

  • Na Endlich kommen die Regierung mal Langsam auf den Punkt des Grüne Wirtschaftswunders in und für Deutschland !
    Eine Liste mit 4300 Betrieben die kurz oder Mittelfristig Insolvent gehen oder das Land verlassen werden müssen .
    Denke mal all diese Betriebe werden massive Probleme mit Investoren oder Kreditgeben haben und kurzfristig bekommen .
    Eine Liste des Wirtschaftlichen Niedergangs !

  • Venezuela läßt grüßen.

  • Seit Merkels Beschluß zur AKW-Abschaltung hat die wirtschaft brav mitgemacht. Man hat auf Subventionen gehofft und geglaubt, daß es schon nicht so schlimm werden würde. Nun haben die Träumereien ein Ende, denn die Realität schlägt eben irgendwann doch zu. Selbst schuld. Die Energiewende zu stoppen ist ja immer noch kein Thema. Also wird munter weiter deindustrialisiert.

    • Ja, das nennt sich grüne Deindustrialisierung und kann man auf YT verfolgen.

  • Zustände wie in Kuba angestrebt?

  • Die Bürger sollten sich auch auf längere Stromausfälle vorbereiten. Zum Gasmangel kommt ja noch Terrorgefahr von links gegen Energieinfrastruktur siehe Berlin.

  • Eine Bankrotterklärung! Energiewende sofort stoppen!!!

  • Die amerikanischen und asiatischen Investoren (Aktienmehrheitsbesitzer) werden sich herzlichst bedanken und ein Jahr später nach Polen und Ungarn abwandern. Frankreich ist für die sicherlich keine Option, denn da muß die Produktion nicht einmal abgeschaltet werden.

  • Es ist wohl für einige Firmen immer noch nicht deutlich genug, daß hier eine Insolvenzwelle rollt. Nicht nur große Teile der Bevölkerung, sondern nun auch die Firmen machen auf 3 Affen. Die Strom-Unsicherheit nun offiziell das Zukunftsmodell für Deutschland? Der Verfall des Landes wird immer offensichtlicher.
    https://pleiteticker.info/

  • Tröstlich, daß die Betriebe zwar aufhören zu produzieren, aber laut dem 3.Habecks’schen Lehrsatz nicht insolvent sind.
    Die Produktionsstätten sind ja noch da, die Fenster werden erst nach und nach trübe und erst später eingeworfen.
    Die Betriebe bzw. deren noch vorhandene Mitarbeiter müssen nach der „Pause“ zwar viel Schrott beseitigen, denn Teile, die mitten in einem vielschichtigen Herstellungsprozess nicht weiter bearbeitet werden konnten, sind meist Schrott.
    Solche Teile gelangen dann in die EU-Kreislauf-Wirtschaft und sorgen somit für einen zusätzlichen Aufschwung des Schrottgewerbes.
    Jedes Schrott-Teil muß dokumentiert werden, allein das schafft schon weitere Arbeitsplätze.
    Deutschland wird zum Schrottland, tolle Aussichten, fürwahr!

  • Niemand der für einen geplanten Betrieb verlässlich viel Strom braucht, wird noch in Deutschland investieren wollen.
    Das wird den Absturz dieses Landes weiter beschleunigen.
    Schuld sind die grünen Klimaparteien, CDU/CSU, SPD, FDP und natürlich die grünen selbst.

    • Und das wird sich wohl auch nicht einmal vor den Investoren und Banken Geheimhalten lassen können wer unter diese Einschränkungen fallen wird .
      Ist unsere Regierung Wahnsinnig geworden ? Oder sind die alle nur Inkompetent und Debil ?
      Aber auch der Deutsche Wähler kann doch spätestens jetzt keine Kartellpartei mehr wählen wenn er nicht eh gerade dabei ist das Land zu verlassen !

      • Kam nicht in der Tagesschau. Raffen die nicht. 🤓

        • Unglaublich ! Wenn ich Unternehmer eines solchen Betriebes wäre ! Gut ich wäre schon längst in Ungarn oder Polen mit meiner Firma !

          Jeder der Jetzt noch dummerweise in Deutschland Produziert hat erstens gerade gesehen wie sich der Wert seiner Firma auf 0,-EUR begeben hat (Niemand wir in Deutschland ein solche Unternehmen mehr kaufen wollen )seine Kunden wohl bald wo anders kaufen werden (wenn du auf die Produkte angewiesen bist kannst du nicht hoffen dass die Sonne und der Wind sich an die Termine halten werden )und jeder Anruf seiner Bank ihm den Angstschweiß auf die Stirn treiben wird . Die Sicherheiten und Kreditwürdigkeit haben sich gerade Lachend verabschiedet nach Osteuropa 🙂

          Das erschreckend neue an der Sache ist nur das anscheinend auch in der Union nur noch Idioten als Funktionäre herumlungern !
          Du kannst gar nichts anders mehr Wählen als die Alternativlose für Deutschland !

          4
      • Die sind nicht inkompetent und debil, sondern bösartig.

      • Doch kann er. Weil Deutsche geil auf Sozialismus sind.

        Inklusive der aus der Planwirtschaft resultierenden Mangelw
        irtschaft

  • Endlich! Wir haben es geschafft! Stromabschaltungen wie in Kuba, wo der Sozialismus ja das Paradies auf Erden geschaffen hat. Und hier haben fanatische Ideologen es geschafft, eine blühende Wirtschaftsnation weiter an den Abgrund zu führen. Mit einer Klimapolitik, in der hunderte Mrd. verpulvert, naturwissenschaftliche Gesetze sowie Grundregeln der Wirtschaft dabei als Hindernis gerne ignorierte werden. Leider traut sich in der Politik keiner offen zuzugeben, dass unser sinn-und planloser Weg der Klimapolitik gescheitert ist,weil sie dann ihr eigenes Versagen eingestehen müsste.

  • Es handelt sich um mutwillige Zerstörung der Industrie und Wirtschaft. Deutschland soll bis auf die Grundmauern kaputt gemacht werden und der Islam soll den Laden übernehmen.

  • Na, das wird auf dem Investitionsgipfel von Merz im 6. Quartal der
    Verschuldungsorgie sicher total gut ankommen. Die eingeladenen „Investoren“ kringeln sich schon jetzt vor Lachen auf dem Teppich.

  • Wie kann man eigentlich so eine Standard-Maßnahme als den großen Skandal verkaufen wollen.

  • Die erste Mangellage droht bereits im nächsten Winter, denn die Gasmangellage (Nichteinspeichern von Gas) sorgt auch für eine Strommangellage. Prima, dass sich dann die Unfähigkeit der letzten Regierungen dann live und in Farbe im Fernsehen bewundern lässt.

    • Ohne Strom guckst nicht Fernsehen, sondern in die Röhre.

  • Willkommen in der Planwirtschaft. Den Mangel gibt es dazu gratis. Gasspeicher leer, Kohle und Kernkraft verboten, überraschend scheint im Winter kaum Sonne 😵‍💫

    • Der Januar wird demnächst der Zwangsurlaub Monat. Unbezahlt.

  • Nennt es doch einfach Insolvenzregister.

  • „Rund 4.300 Betriebe müssen sich auf der neuen Abschaltplattform registrieren.“ Sind die so blöd und machen das tatsächlich?

  • Die ersten Meldungen werden wohl von großen Immobilienkonzernen kommen. Die Mieter können ja frieren, das wurde in Berlin im Januar 2026 erfolgreich geprobt.

  • Wenn dann der Strom abgeschaltet ist, werde ich dann weiter bezahlt?

  • Jeder sollte wissen, dass das so gewollt ist. Die Grünen sind Marxisten und wollen das normale Deutschland für ihre marxistische Utopie vernichten.

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