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Magdeburg

„Ich finde das nicht fair von dir gerade“: Heidi Reichinnek bricht Interview über Energiepolitik ab

Ein Journalist befragte Heidi Reichinnek zur Energiewende und der Speicherproblematik. Die Linke brach das Interview ab, weil sie sich unfair behandelt fühlte. Felix Banaszak hatte mit den Fragen hingegen kein Problem.

Heidi Reichinnek brach das Interview ab, weil sie sich unfair behandelt fühlte. (IMAGO/Matthias Wehnert)

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Heidi Reichinnek hat ein Interview über Energiepolitik in aller Öffentlichkeit abgebrochen. Der Journalist Valentin Wilczek befragte die Fraktionsvorsitzende der Linken auf dem Demokratiefestival in Magdeburg am 5. September zur Energiepolitik. Als er mehrfach nachhakte, wie erneuerbare Energien gespeichert werden könnten, reagierte Reichinnek ungehalten: „Ich finde das nicht fair von dir gerade.“ Sie forderte ihn auf, die Passage nicht in sein Video zu schneiden. Auch ihr Pressesprecher sprang ein und forderte Wilczek auf, das Filmen abzubrechen. Valentin Wilczek betreibt einen eigenen TikTok-Kanal und ist auch auf dem TikTok-Kanal von ZDFheute aktiv.

Wilczek veröffentlichte das Video am Montag auf seinem Instagram- und TikTok-Kanal. Zuerst fragte der 23-Jährige, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, die Atomkraftwerke, die es in Deutschland gab, weiterlaufen zu lassen, anstatt auf Kohlestrom zu setzen. Denn viele Menschen beklagten zu hohe Strompreise. „Nein, nein, nein“, sagte Reichinnek, noch ehe sie das Mikrofon hatte. Dann führte sie aus: „Nein, da bin ich super stringent. Atomkraft ist die gefährlichste, die wir haben.“ Die ganzen Kosten, wie zum Beispiel für Endlager, würden auf die Gesellschaft umgelegt. „Es war absolut richtig, das zu tun“, sagte sie über die Abschaltung.

Doch zugleich hätte man die erneuerbaren Energien viel stärker ausbauen müssen, denn dann hätte man weniger auf Kohle und Öl setzen müssen. Wilczek warf ein, dass die Speicherung von Energie ein großes Problem sei: „Wie geht ihr an das Thema dran? Da gibt es ja verschiedene Approaches.“ Die Linkenpolitikerin antwortete ausweichend, man könne jetzt auch intensiv über Energiepolitik reden. Wilczek sagte, er wolle nur ein, zwei Sachen zur Energiespeicherung wissen.

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Reichinnek begann daraufhin, über andere Aspekte der Energiewende zu reden: dass die Stromnetze schneller ausgebaut werden müssten, um Strom in den Süden Deutschlands zu transportieren; dass Straßen so gebaut würden, dass E-Autos sich beim Fahren wieder aufladen, wie es das bereits in anderen europäischen Ländern gebe. Zu der Frage nach der Energiespeicherung sagte sie nichts, obwohl Wilczek das Gespräch mehrfach darauf zurücklenkte und fragte, was die Position der Linkspartei sei. Er selbst erwähnte eine Speichermethode, die ihm zusage: und zwar, dass E-Autos auch als Speicher fungieren und nach Bedarf wieder Strom ins Netz einspeisen können.

Als Heidi Reichinnek erwiderte, dass es da „ums Aufladen und nicht ums Speichern“ gehe, verneinte er und erklärte ihr das Prinzip. Noch während er das tat, begann sie zu sagen, dass er lieber eine Fachpolitikerin fragen solle. Sie wurde zunehmend ungehalten: „Ich habe dir jetzt doch schon super viel dazu erzählt.“ Es sei ihr lieber, wenn man über das Festival reden würde. „Easy“, sagte Valentin Wilczek. Die Fragen zur Energiewende seien ihm „sponti“ eingefallen, weil er sich für die Energiewende interessiere.

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„Ich würde das echt nicht gut finden, wenn du das jetzt reinschneidest“, sagte die Linkenpolitikerin. Das sei nicht fair. Sie habe mehrfach auf seine Fragen geantwortet und verstehe nicht, „was der Take ist“. Dann kam ihr Pressesprecher dazu und forderte den Journalisten auf, das Video zu beenden. „Ich fand das echt nicht fair“, bekräftigte Reichinnek in Gegenwart des Pressesprechers. „Sorry“, entschuldigte sich Valentin Wilczek. Er habe ihr zehn Fragen zur Energiepolitik gestellt, sagte die Linkenpolitikerin. „Sorry, ich wollte nur über Klimapolitik reden, weil mir Klimapolitik am Herzen…“ Das Video endet.

Valentin Wilczek wurde auf Instagram und TikTok vielfach für die Veröffentlichung des Videos kritisiert. Dieses würde die Linkspartei schlecht aussehen lassen. In einem kurzen Nachtrag auf Instagram erklärte er, dass er mit der Veröffentlichung des Videos keine bösen Absichten gehabt habe. Er verstehe es, wenn Leute ihm nun nicht mehr folgen wollten, aber er habe darstellen wollen, wie das Interview gewesen sei.

Mit Felix Banaszak, der auch auf dem Demokratiefestival war, sprach er ebenfalls über Energiepolitik und fragte auch nach der Speicherung von Energie. Banaszak beantwortete die Frage und nannte als Beispiel das bidirektionale Laden, bei dem das E-Auto auch als Speicher fungiert – also genau jenes Beispiel, das der Journalist auch im Interview mit Heidi Reichinnek erwähnt hatte.

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84 Kommentare

  • Ja ja, die Migräne ist schon ein Hund.

    103
    • Und es wird auch nicht besser mit der Dauermigräne, wenn der junge Mann ständig so unbequeme Fragen stellt, die mit purer Ideologie einfach nicht zu beantworten sind.
      Aber eins zeigt sich auch hier wieder:
      „DAS PROBLEM SIND MÄNNER!“

  • Perpetuum mobile!?

    • „Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer.“
      – George Bernhard Shaw

      • das ist sie ja nicht mal

    • Bringen Sie die nicht auf Ideen! Am Ende wird das mit ein paar Milliarden subventioniert… (Wie war das noch mit dem energieproduzierenden Fernzäh?)

      • „energieproduzierenden Fernzäh?“
        Diese Technologie haben wir wegen dem latenten Rasischmusch(TM)(R)(C) der Weißen nicht. 😂

  • Die Linke ist eine verlogene Partei, die nur spaltet und blendet.
    Wieso versteht man das nicht?

    103
    • Wollte man 1933 bis 1945 auch nicht verstehen! Der allg. Blödmichel lernt nur durch sehr harten Schmerz!

      • Er lernt selbst dadurch nicht.

        Sonst würde er kein 3. Mal innerhalb von nur 100 Jahren seine Kreuze ganz links machen.

    • Aber gucken Sie sich doch das geile Lipgloss von dem Mädel an!

  • Nicht fair?
    Soll man darüber lachen oder weinen…

    • „begann sie zu sagen, dass er lieber eine Fachpolitikerin fragen solle.“

      Soja-Valentin dachte wahrscheinlich, naiv wie er ist, dass er so eine vor sich sitzen hat.

      Aber A8-Heidi versteht es wahrscheinlich heute noch nicht, wie sie es auf diesen Posten geschafft hat, weil die Tattoo-Studio-Leute sie alle gewählt haben, ohne je ein Wort von ihr zu hören.

      Bin ich übrigens der Einzige, dem sich bei der Sprache besonders des Soja-Valentin die Nackenhaare hochstellen? „Easy“, „Approaches“ usw…

  • Wenn die Stromtrassen schon existieren würden.
    Tun sie aber nicht und es würde Billionen Kosten.
    Die Realität sagt also „ist nicht“
    Das Problem bei Wind und Sonne haben wir zu viel Strom und bei Dunkelbriese haben wir kein Strom mehr, da nützen auch nicht noch mehr Windräder.
    Warum begreifen sie die einfachsten Zusammenhänge nicht?
    Speicher gibt es nicht, weil die zu Kostenintensiv sind.
    Deswegen greifen wir immer wieder auf Gas und Kohle zurück, die Produzieren Strom bei Dunkelflaute, ohne teuren Speicher.

    • „Warum begreifen sie die einfachsten Zusammenhänge nicht?“
      Naja, sie wollen die Zusammenhänge nicht begreifen. Weil es ihrer Ideologie widerspricht.
      Die Realität war schon immer der größte Feind der Linken.

    • Das Problem ist dass diese Leute unsere Nachbarländer zu Stromlieferanten herabwürdigen. Die ersten, z.B. Norwegen, springen von diesem Zug ab und versagen Stromlieferungen und Neubau von Stromtrassen.

    • „Warum begreifen sie die einfachsten Zusammenhänge nicht?“
      Weil die große, große Mehrheit der Politiker, so das man eigentlich schon sagen kann: alle Politiker, keine naturwissenschaftlich-technischen Kenntnisse haben, die über das Nivau der Mittelstufe hinausgeht und den Großteil haben sie schon wieder vergessen.
      Die plappern nur das nach, was sie auf Spread Sheets und in Präsentationen die ihnen vorgesetzte werden aufgeschnappt haben.
      Da werden immer nur Durchschnitte und Mittelwerte dargestellt. Sonst wird es halt kompliziert.
      Energieversorgung ist aber zum Großteil ein Bottleneck- und Extremwert-Problem. Sowas versteht man zum einen nicht so schnell, zum anderen ist die Lösung solcher Probleme komplex und teuer. Das läßt Träume und Blasen immer platzen… darum will man das auch nicht wahrhaben.
      Also beharrt man darauf, dass wir im Durchschnitt mehr als genug Strom haben. Also funktionieren die Erneuerbaren. Alles gut! Weiter so mit der Energiewende.

  • Wiederholt sich seit Jahrtausenden, wenn der Ketzer (E5) ermahnt wird, weil er die Ideologie seiner Bezugsgruppe infrage stellt.

    Zitat: „E5 … Die Person auf dieser Ebene ist über die vereinfachten Regeln und Ermahnungen des Konformisten hinausgegangen, um zu sehen, dass es zulässige Eventualitäten und Ausnahmen gibt“ Quelle: Ich-Entwicklung

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann fehlende Entwicklung nicht ersetzen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

    • Oha, gib mir die tägliche Dosis Schwurbel.

  • Wilczek hat Alles richtig gemacht – über Heidi lacht der AlmÖhi

    • Wilczek kann nicht rechnen.

      Oder: Dumm trifft auf doof. s. o. Berechnung zum Speicherort E Auto.

  • Wenn man Heidis Augengeklimper in Elektrizität umsetzen könnte, würde das bestimmt ganz Pankow mit Strom versorgen.

  • Nochundnochkemfers sollte mal befragt werden – das wäre ein Gaudi …

  • „Dieses würde die Linkspartei schlecht aussehen lassen.“

    Ach, was für ein geniales Argument für irgend etwas.

    Und wenn sie sagt, „man könne jetzt auch intensiv über Energiepolitik reden“, dann kann sie danach nicht auf „Fachpolitiker“ verweisen und sich ungerecht behandelt fühlen wollen, wenn sie nicht auf eine Spezialfrage, sondern eben auf die drängendeste und offenste Frage der Energiepolitik der letzten Jahre keine Antwort weiß.

    Es würde mich nicht wundern, wenn sie von der „Mietwirtschaft“ auch nicht mehr Ahnung hat als von Energiepolitik. Die „Politik“ der ersten Reihe scheint ohnehin v. a. darin zu bestehen, Wissen, was jeder Mittelschüler hat bzw. hatte, moralistisch zu „framen“ und „hip“ zu verpacken.

    • Diese Dame ist doch genauso realitätsblind wie diese Baerbock, die, zusammen mit dem Habeck, doch „Degrowth“ propagiert und für die Lösung aller Probleme hält, aber dann meint, als „Professorin“ an einer US-Universität unterrichten zu können, die Videos verbreitet, die zeigen, wie kindlich sie sich freut, in New York auf Shoppingtour zu gehen. Wenn es eine Stadt gibt, die für Kapitalismus und von jedwedem Bedenken unbelasteten Konsum steht – nicht nur symbolisch –, dann dürfte es New York sein. So, wie sie sich in der Politik geriert, sollte sie freiwillig keine Minute in dieser Stadt sein wollen.

      Diese Menschen haben eine moralisierende Brille auf, aber von sachlichen Zusammenhängen und Abhängigkeiten so gut wie keine Ahnung. Und von Selbstreflexion wissen sie auch nichts. So mag es angefangen haben, in der Jugend. Daß sie jetzt nicht wissen, wie das, was sie von anderen fordern, und das, was sie privat leben und haben wollen, sich konträr widerspricht, das glaube ich nicht mehr.

  • „„Nein, da bin ich super stringent. Atomkraft ist die gefährlichste, die wir haben.“ Die ganzen Kosten, wie zum Beispiel für Endlager, würden auf die Gesellschaft umgelegt. „Es war absolut richtig, das zu tun“, sagte sie über die Abschaltung.“ Dummheit in seiner reinsten Form (auch optisch erkennbar)!

    • position stimmt in etwa..sie hat eine richtig festen griff..

      (beitrag wartet auf aufhebung der selbstzensur)

  • Durch fehlendes Wissen unbelastet lässt es sich leichter Links-ideologisieren.

  • Wenn keine Substanz da ist, dann kann man auch noch so viele Fragen stellen, man wird nie eine zufriedenstellende Antwort bekommen. Dumme Menschen haben noch nie Antworten auf die Fragen der Welt gegeben. Warum also sollte es in diesem Fall anders sein.

  • Mit 20.000+ € Diät, die man bequem von den Arbeitssklaven bekommt, hätte ich auch so ne große Klappe. Und weniger Sorgen.

  • Es zeigt doch wieder mal, dass die Energiewende ein rein ideologisches Projekt ist. Es zeigt aber auch, dass das sog. Bildungsbürgertum vom technischer, naturwissenschaftlicher Bildung keine Ahnung hat.
    Das eigentliche Proplem liegt in der breitgefächertes Bildung des Spitzenpersonals der Parteien. Es fehlt an Sachverstand! Die AfD bildet hier wohl die Ausnahme von der Regel, die meisten Spitzenpolitiker dort wissen von was sie reden. Der Hauptgrund warum der Sachdiskussion ausgewichen wird, denn mit „Nazis“ muss man nicht reden. Nebenbei, man ist schlichtweg dazu nicht in der Lage. Die Reichinnek ist neben der Bärbel, dem Lars und dem Fritz das beste Bespiel dafür.

  • “ Auch ihr Pressesprecher sprang ein und forderte Wilczek auf, das Filmen abzubrechen.“

    Wenn betreutes Quatschen linke „Politik“ entlarvt.

  • Sie ist ein Musterbeispiel für die Probleme die gerade D in den Abgrund fahren. Dummheit und Arroganz einer Person ohne Selbstzweifel, ohne Anstand und ohne Gewissen.

  • „…dass Straßen so gebaut würden, dass E-Autos sich beim Fahren wieder aufladen, wie es das bereits in anderen europäischen Ländern gebe.“ Dann sollte die liebe Heidi auch wissen und dazu sagen dass das alles nur Teststrecken sind und dafür spezielle Busse und LKW‘s erforderlich sind, mit PKW‘s funktioniert das überhaupt noch nicht. Die Teststrecke in Norddeutschland hat man, meines Wissens nach, sogar schon wieder eingestellt.

  • Das Problem sind halt Männer!

  • Sie hatte bei Lanz schon Probleme mit „Schulabfragen“, glaube wenn’s komplexer wird als ein Tatoo zu stechen wird es halt schwierig. PISA Problematik gabs offenbar schon früher

    • Ich finde Tattoos ohnehin abstoßend.

      • Positiv Komperativ Superlativ
        Tattoos sind abstoßend – Heidi Reichinnek hat Tattoos – ?

    • So ein Pech für Heidi: da steht doch bei Lanz und Wilczek kein Telefon, damit sie den Telefonjoker anrufen kann. Vielleicht sollte man bei solchen Interviews mit Heidi grundsätzlich einen Publikumsjoker zu lassen, den sie dann fragen kann…. Dumm, Dümmer, Heidi R.

  • Lol, der Typ ist total freundlich und erklärt ihr im Prinzip noch, was er meint, aber sie bekommt trotzdem die Krise. Selten so einen seltsamen Aufreger gesehen.

  • Coole Tattoos ersetzen weder Verstand noch Wissen. Sehr unprofessioneller Auftritt. Fakten waren schon immer Feind der Ideologie.
    Im Übrigen sind Akku-Speicher nicht grundlastfähig, ersetzen daher kein einziges, gesprengtes AKW oder Kohle-KW

  • Heidi hatte bestimmt wieder Migräne. So wie damals bei Lanz, als dieser bei seinen Fragen nachhakte…

    • Aha,Migräne nennt man das jetzt wenn der rote Baron gelandet ist.

  • Die deutschen Kernkraftwerke sind jetzt abgeschaltet, genau wie das Gehirn von Reichineck.

  • Sie ist Eine von Vielen.

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