Steuerpolitik mit der Moralkeule: Neiddebatten genügen nicht mehr, jetzt wird der Bürger erzogen
Keine Woche vergeht ohne Steuerdebatte: Nach der zermürbenden Diskussion um die Evergreens der Neidsteuern von Reichen über Erbschaften bis zu Vermögen richten die Oberkassierer in Berlin nun den Blick auf Erziehungssteuern auf Tabak, Alkohol und Zucker.
Die Deutschen pflegen ein ambivalentes Verhältnis zu ihrem Staat. Auf der einen Seite scheint etwa ein Viertel der Bundesbürger erkannt zu haben, dass etwas aus dem Ruder geraten ist – dass der Staat seinen ursprünglichen Kompetenzbereich, gebannt in die unbestechliche Ziffer einer steigenden Staatsquote und der biblischen Regulierungsflut, weit überschritten hat.
Auf der anderen Seite ist es erstaunlich, immer wieder festzustellen, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen an ihrem Grundvertrauen in die vermeintliche Kompetenz sowie die vorgespielte weitsichtige Lenkungsfähigkeit des politischen Personals festhält.
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Zumindest legt eine Erhebung von INSA, über die die Bild am Sonntag berichtete, diesen Schluss nahe. Das Institut hatte Anfang April die Haltung der Bürger zu einer Erhöhung der Steuern auf Tabak und Alkohol abgefragt. Dabei kam heraus, dass 51 Prozent höhere Abgaben befürworteten, während 43 Prozent diese ablehnten.
Umgekehrt jedoch macht Hoffnung, dass über 40 Prozent der Befragten in Steuererhöhungen selbst keine Lösung für die akuten Probleme sehen. Dass allerdings in derselben Umfrage eine Mehrheit von 49 Prozent die Einführung einer sozialistischen Einheitsversicherung im Gesundheitsbereich befürwortet, die von lediglich 37 Prozent abgelehnt wird, zerstreut die kurz aufkeimende Hoffnung auf Besserung.
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Natürlich stehen Alkohol und Tabak im Verdacht, selbstzerstörerische Drogen zu sein, die individuellen Eskapismus fördern, der sich letztlich in höheren Gesundheits- und Pflegekosten niederschlägt.
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Es ist interessant zu sehen, wie viele unserer Mitbürger tatsächlich der Ansicht sind, es obliege dem Staat, in unseren Konsum von Genussmitteln einzugreifen – und genau diese eindimensionale Kausalität herzustellen, ganz so, als sei ein Menschenleben eine Art staatlich determinierte Funktionsgleichung, in der alles letztlich auf die Finanzierung des deutschen Wohlfahrtsstaates hinauslaufen muss.
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Was für ein trauriges und dürftiges Menschenbild. Etwas milder fiel das Urteil der Befragten hinsichtlich der Einführung einer Zuckersteuer aus. Eine Erhöhung befürworteten hier lediglich 48 Prozent, während 47 Prozent diese ablehnten. Laut Daniel Günther soll diese insbesondere auf Getränke entfallen (mehr dazu hier). Doch bei der Zuckersteuer denken viele sicher auch an andere Genüsse ihres Alltags.
Im Falle von Cola, Schokolade und Süßzeug gewähren offenbar einige unserer Mitbürger der Sünde etwas mehr Spielraum: Ein wenig Hüftgold hat wohl noch niemandem geschadet, so die herrschende Meinung. Dennoch ist es interessant zu beobachten, dass noch immer so wenige unserer Mitbürger hinter den Vorhang der sich ewig wiederholenden polit-medialen Camouflage in der Steuerpolitik blicken.
Die von der vereinten Linken, die auch die CDU mit einschließt, angestoßene Debatte um die Erhöhung der Genusssteuern zielt in ihrer Simplizität und moralinsauren Tugendsimulation auf unsere instinkthaften Reflexe. Demjenigen, der durch sein Verhalten an der Wahlurne dabei hilft, den vermeintlichen Opportunisten, ob Raucher oder erfolgreicher Unternehmer, fiskalisch dem Fiskus auszuliefern, gebührt gesellschaftlicher Lorbeer.
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Er wird so zum Teil der Phalanx der Guten. Wir kennen diese Praxis aus der über viele Jahre eingeübten Propaganda der CO₂‑Besteuerung und der in unzähligen Varianten präsentierten Verknüpfung von Konsum und Klimakatastrophe. Wie im Falle der Genussmittelbesteuerung wurde auch in der Klimapolitik Moral zur fiskalpolitischen Determinante erklärt.
Ist erst einmal gesellschaftlicher Konsens in dieser Frage hergestellt, hat sich die Politik dann auch in der Poleposition der Meinungsführerschaft etabliert, bleibt kein Ausweg mehr: Flugreisende, Autofahrer oder Industriebetriebe werden in den flüchtigen gesellschaftlichen Konsens gezwungen – das Geschäft mit dem fiskalischen Ablasshandel zur Absolution nach begangener Sünde erlebt Hochkonjunktur.
Moralismus und unentwegte Steuerdebatten machen die Bevölkerung regelrecht mürbe. In Berlin will man es nicht wahrhaben: Die Steuerpolitik verschmilzt mit der intendierten repressiven Erziehung des Bürgers – ein Ausdruck des späten Stadiums gesellschaftlicher Evolution. Im Ergebnis entfremdet sich der hypertrophe Staatsapparat von den Resten der freien Bürgergesellschaft.
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Das ökonomische Geschehen leidet massiv unter dem Aufbau des Hyperstaates, der Jahr für Jahr einen wachsenden Anteil der produktiven Bereiche der Gesellschaft für sich beansprucht, um sein zersetzendes Wachstum aufrechterhalten zu können.
Die dem Bürokratenstaat innewohnenden massiven Ineffizienzen sind gut dokumentiert und für jedermann im täglichen Umgang mit staatlicher Administration sichtbar. Auch die Bundesrepublik befindet sich längst in einer Schuldenspirale und sieht sich mit immer weiter aufreißenden Defiziten und zunehmend klammen Staatskassen auf allen Ebenen des Gemeinwesens konfrontiert.
Diese Entwicklung mit edukativ-moralistischen Notfallabgaben übermalen zu wollen, ist ein Scherz. Und es ist der traurige Versuch, eine weitestgehend ausgequetschte Zitrone noch einmal auspressen zu wollen. Berlin wagt im Steuerrausch das Experiment, eine klaffende Fleischwunde nach einem schweren Unfall mit einem Pflaster für Kleinkinder schließen zu wollen. Es wird alles dafür getan, die notwendigen Reformen zu vertagen.
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Politik hat sich aus dem Privatleben der Menschen komplett herauszuhalten. Erziehungs-, Verbots-‚ und Zensurmaßnahmen dürfen Politiker privat bei sich handhaben wie sie wollen. Politik hat kein Recht alles über die Bürger zu wissen, umgekehrt aber der Bürger.
Das erklären Sie bitte mal dem Antiliberalen und Demokratie-Bekämpfer Daniel Günther!
Lieber gestern als heute möchte dieser in einer neuaufgelegten DDR leben, in der alle ausschließlich nach seinen „Normen“ tanzen.
Cannabis freigeben.
Tabak, Alkohol, Zucker besteuern.
SchwarzRote Logik.
Die Leute mit den C-Spritzen zwangsvergiften wollen, aber hier auf ungesunde Sachen Mehrsteuern verlangen.
@Der wahre schlaue Det :
an Cannabis verdient der Staat bereits durch „Seine Social -Clubs!“
freigegeben bedeutet nicht unversteuert. i see what you did there. ihre logik.
Viel fehlt nicht mehr, und ich werde meine Stunden nochmals reduzieren, da zahl ich halt weniger Steuern!
Bin ich auch dabei.
Neiddebatte, Erziehungsdebatte ? Ist doch völlig wurscht !
Die Bürger bekommen das, was sie gewählt haben ! Demnach ist alles IM GRÜNEN BEREICH !
Und dann fragt sich der Staat immer wieder, wieso immer mehr Menschen schwarz arbeiten oder wieso ein Schwarzmarkt für bestimmte Güter boomt – zuletzt bei der dummen Idee, Shisha-Tabak in 25g Päckchen zu füllen. Naja, man will halt nicht dazulernen.
Alkohol neutralisiert die resistenteten Coronaviren. Daher sollte Alkohol steuerlich gefördert werden, so aus rein medizinischen Gründen… 🙄🤔😉
Ich fordere eine Steuer auf sozialistische Parolen von 1 Million € pro Wort.
Nun, es ist ein staatlicher Sport seit dem 16. Jahrhundert, Steuern auf vermeintlich verzichtbare Güter zu erheben, so zB.:
1554 – Bayern: Silbergeschirr;
1583 – Frankreich: Spielkarten;
1597 – Kärnten: Perücken und Edelmetallschmuck;
1604 – England: Tabak;
1686 – Brandenburg: Nachtigallen als Käfigvögel;
1777 – Österreich: Männliches Hauspersonal;
1781 – Preußen: Kaffee;
1785 – Preußen: Wand- und Taschenuhren;
1810 – Preußen: Hunde, Katzen, Enten, Pferde und Stubenvögel;
1841 – Preußen: Zucker (bis 1993);
1902 – Deutschland: Schaumwein;
1909 – Deutschland: Zündwaren (bis 1981) & Glühbirnen (bis 1993);
1929 – Deutschland: Essig (bis 1993).
Dafür wurden meist gesundheitliche oder moralische Gründe oder „Lenkungswirkungen“ angeführt, um die fiskalischen zu verschleiern.
Mir will scheinen, als versuchte hier ein Staat, der seine Gier nicht zügeln kann, die Bürger zum Maßhalten zu ermahnen.
Gebt dem Staat mehr Geld, und er wird mehr Geld ausgeben. Hunderte „N“GOs wollen gemästet werden, dazu Beraterfirmen, „Amigos“, Milliarden werden ans Ausland verschenkt…
Es geht einfach darum, uns Steuerzahlern noch das letzte Hemd zu nehmen. Selbst WENN die Leute weniger Zucker etc. komsumierten, käme die nächste Steuer(erhöhung).
Es reicht!
So, wie der Mann auf dem Bild, schaut ist für ihn selbst das Atmen eine kaum zu bewältigende Herausforderung…
Sorry alles was recht ist, aber sobald dieser Typ irgendwo live oder als Foto erscheint, erfolgt bei mir unverzüglich und unvermeidlich der Griff zur Flasche. Deren Inhalt ist allerdings zum Senken meines Blutdrucks gedacht, entweder Buerlecithin oder Basedan, je nach Gusto. Dann wären aber noch Wüst, Pinocchio und und und. Man hält es einfach nicht mehr aus…..
Ja, seit dem Auftritt bei Herrn Lanz – ich habe das bei Nius gesehen – dort kam der ganze Hass auf Nius und Apollo zum Vorschein. Das hörte man deutlich an der Stimme.
Dieser Schmalspurkevin ist irgendwann auch mal ohne Panzerkarosse und Bodyguards unterwegs, wenn seine Politkarriere zuende ist und das wird sie bald. Dann ist er einer von uns und unter uns. Dann wird ER erzogen 😉
Während Politiker wie Warken oder Günther uns mit Steuern auf Zucker, Alkohol und Tabak zur Kasse bitten wollen, wird das Milliardenloch im System verschwiegen. Seit 1964 finanzieren deutsche Beitragszahler durch veraltete Abkommen mit der Türkei, Tunesien, Marokko und dem Balkan (u.a. Serbien, Kosovo) die beitragsfreie Mitversicherung von Familien in Ausland. Diese können für teure Behandlungen herreisen, ohne je eingezahlt zu haben – genau wie Personen ohne Bleiberecht.
Der Gipfel der Unverschämtheit: Die Mitversicherung soll nun nur für uns in Deutschland abgeschafft werden, während sie im Ausland unangetastet bleibt. Wer die eigenen Bürger schlechter stellt als Mitversicherte in der Ferne, zerstört den Sozialstaat!
P.S.: Bei diesen Ernährungstipps sehen die Ministerin und Herr Günther selbst nicht gerade gesund aus!
Wenn sie mal bei sich selber Einsparungen machen würden. Wenn sie den viel zu großen Staatsapparat reduzieren. Wenn sie keine unnötigen NGOs mehr finanzieren. Wenn sie Steuergelder fürs Inland und nicht fürs Ausland ausgeben würden. Wenn sie die Steuern nicht in die Ukraine nach China, Indien und die ganze Welt verschwenden würden. Wenn es auch im Inland eine Haftung für fahrlässig verschwendete Steuergelder gäbe. Wenn sie Ausreisepflichtige nicht mehr fürs hier bleiben bezahlen würden. Wenn sie die Wirtschaft nicht mit ausufernder Bürokratie und künstlich hohen Strompreisen belasten würden.
Wenn wir verantwortungsbewusste und nicht verantwortungslose Politiker hätten
Dann können alle Steuern massiv gesenkt werden.
Und schon wieder der heimliche Propaganda- und Erziehungsminister, Volksgenosse Josef Günther.
Genosse Günther, es fehlt noch die Stasi-Steuer auf freie Gedanken.
Tabak IST bereits sei ca.Zwei Wochen um 50.- Cent gestiegen!!!
Wie weit gehen die“Steuerverschwender“noch???
ES REICHT mit der VERARSCHUNG!!! :-(((
Es geht Politiker einen Scheißdreck an wie gesund oder ungesund wir uns ernähren oder auch sonst verhalten. Wenn es um Gesundheit geht sollten die vielen adipösen Gestalten im Bundestag mal bei sich selbst anfangen. Zur Zeit kann man dem sensiblen Lars sehr gut beim Fett werden zusehen.
Ich hasse jeden einzelnen CDU-Wähler.
Apollo bedient sich doch selbst dauernd der Neiddebatte. Gerade wenn es um winzige Kosten und Verbraucherpreise geht. Leute die mir einen Fahrradweg in Peru als den Staatsskandal verkaufen wollen erzählen Steuern auf Produkte die den Volkskörper vergiften wären ein Problem.
Fahrradweg schlecht, Diabetes gut, denn unsere Leser sind fette, alte, ungesunde, faule Gierschlünde.
Viele Leute kapieren ja nicht einmal, da Diabetes nicht durch den Konsum von Zucker verursacht wird. Die denken Zuckerkrankheit = Zuckerkonsum. Also Zuckersteuer ja bitte aber meine TK-Pizza bitte rauslassen. Deshalb ist diese ganze Debatte schon von vorne herein totaler Quatsch. Ich kann auch jeden Tag 3 Kilo Volkornbrot essen und werde fett.
„was ist eine Bauchspeicheldrüse“
Was ist ein Gehirn 🙄
„was ist Glykogen“
ich wette sie wussten nicht, dass langezeit infraschall belastung auch hier zum initiator werden kann..tja, man lernt halt jeden tag was neues.
Also was langweilst du mich mit deinem inkorrekten Take die Debatte sei Quatsch weil du nicht mal die Gemeinsamkeit von raffiniertem Zucker und Vollkornbrot verstehst. „Die anderen sind wieder alle doof“, nein, ihr seid alle dieselben Leute denen man nicht die Kontrolle über ihren eigenen Futtertrog lassen kann.
Warum hat man Cannabis nicht als Wirtschaftszweig gesehen?
Warum hat man von vorneherein die Möglichkeit ausgeschlossen, eine Cannabissteuer zu erheben?
Würde das für einen „Skandal“ reichen?
Was sollen das für inkohärente Fragen sein.
Rothernund/Atlas… immer und überall erkennbar.
Gehts noch?!
Manche Leser hier sind Rentner, haben aber ihr Leben lang gearbeitet.
Ich gehe auch arbeiten. Aber Sie wohl nicht. Sonst würden Sie sich ja auch darüber empören, dass ihr erarbeitetes Steuergeld in aller Herren Länder verschleudert wird!
Außerdem schimpfen Sie ständig auf uns dumme Malocher und hier nennen Sie uns faul? Sie widersprechen sich selber! Sind Sie Altparteien-Politiker?
Thema nicht verstanden setzen sechs