Schluss mit dem Mitte-Wahn: Deutschland braucht wieder Lagerwahlkämpfe
SPD und Grüne sind keine Parteien der Mitte. Und die Deutschen haben auch gar keine Lust mehr auf Mitte. Das muss die Union begreifen, wenn sie überleben will. Deutschland braucht wieder klar getrennte politische Lager: Nach Rot-Grün-Rot kann auch wieder das bürgerliche Lager zu Kraft kommen.
In Berlin gewinnt die linkeste Linkspartei aller Zeiten die Wahl zum Abgeordnetenhaus. Gut ein Viertel der Wähler störte sich nicht an radikalem Sozialismus, fanatischer Israelfeindlichkeit und gesichertem Linksextremismus. Es ist keine Neuigkeit, dass die Linke all diese Eigenschaften in sich vereint. Und es ist auch keine Neuigkeit, dass SPD und Grüne bereit sind, mit dieser Partei zusammenzuarbeiten und Koalitionen zu schmieden.
Die Union muss allerdings etwas Neues lernen: SPD und Grüne sind nicht ihre Freunde. Sie sind keine Parteien der Mitte. Sie benutzen die CDU als Machtvehikel, als Ansammlung nützlicher Idioten. Eine Ansammlung, der erfolgreich eingeredet wurde, dass die Demokratie in akuter Gefahr wäre, wenn die Christdemokraten auch nur zusammen mit der AfD abstimmten, von Koalitionen ganz zu schweigen.
Die rot-grüne Skrupellosigkeit ist dabei bemerkenswert. SPD und Grüne interessieren sich für Moral und für die Distanz zu Extremisten genau so lange, wie es ihnen politisch nutzt. Sobald ihre eigene Macht mithilfe von radikalen Sozialisten, fanatischen Israelhassern und echten Islamisten gesichert werden kann, gibt es keine Hemmungen mehr. Der maximale Einsatz derjenigen, die sich so gerne in der demokratischen Mitte verorten, beschränkt sich dann darauf, dass Politiker der Linkspartei irgendwelche Sätze unterschreiben sollen, die sich von Antisemitismus distanzieren. Dass Papier geduldig ist, kommt dabei recht gelegen.
Wenn Unionspolitiker nicht endlich verstehen, in welch ein Abhängigkeitsverhältnis, das ihnen minimale Optionen und den linken Parteien die maximale Auswahl beschert, sie sich haben treiben lassen, werden sie mitsamt ihren Parteien untergehen. Wähler wollen bei Wahlen doch tatsächlich etwas zu entscheiden haben. Das geht aber ohne klare Lagerbildungen und ein Ende der Brandmauer nicht. Bis vor Kurzem war diese Erkenntnis eigentlich auch noch bundesrepublikanische Normalität.
Während der gesamten Bonner Republik war es bis auf einen Dreijahreszeitraum in den Sechszigern eigentlich klar, dass Union und SPD natürlich nicht zusammen den Bund regieren. Lange Zeit war auch eine Koalition zwischen den christlich-demokratischen Schwesterparteien und den Grünen ausgeschlossen. Selbst unter Angela Merkel war im Jahr 2013 eine derartige Zusammenarbeit unmöglich. Noch 2017 scheiterte Jamaika erneut an unüberbrückbaren Differenzen.
Lesen Sie auch:
EVP-Chef
„Brandmauerkonzept ist gescheitert“: Weber greift Kurs der eigenen Partei an
CSU-Politiker und EVP-Chef Manfred Weber fordert ein Ende der bisherigen Brandmauer-Strategie und kritisiert das Abstimmungsverhalten der Union in den Landtagen. Die CDU lasse sich dadurch zu „noch mehr linker Politik“ zwingen. Die AfD bezeichnet Weber dennoch als „politischen Feind“.Bildungsministerin
Karin Prien fordert Kurswechsel ihrer Partei: CDU „zu konservativ“
Bundesministerin Karin Prien fordert einen Linksruck in der Union. „Der Ansatz ,CDU pur‘ ist gescheitert“ – und die Union sei „zu konservativ geworden. Das ist Teil des Problems“, so Prien.Die beliebige Koalitionsfähigkeit zwischen schwarzen, roten, grünen und gelben Partnern als Dienst an der Demokratie zu betrachten, ist ein extrem junges Phänomen – und schon politisch vergreist. Es hat seine besten Tage lange hinter sich. Eine gesunde Demokratie lebt davon, dass bei Wahlen eindeutige Richtungsentscheidungen getroffen werden können. Der Mitte-Wahn der letzten Jahre hat das verunmöglicht. Dabei sind die wenigsten Menschen wirklich mittig unterwegs, auch wenn viele sich das gerne einreden.
Um der deutschen Demokratie einen Gefallen zu tun und Wahlen wieder zu echten Wahlen zu machen, muss die Union begreifen, dass die Brandmauer ausschließlich dafür da ist, ihr selbst zu schaden. Sie muss verstehen, dass SPD und Grüne linke Parteien sind, die selbst vor einer Zusammenarbeit mit Linksextremen nicht zurückschrecken. Sie muss sich von diesen politischen Gruppierungen abspalten – und darf nicht mehr zwanghaft mit ihnen koalieren. Die Antwort liegt im kompromisslosen Lagerwahlkampf, nicht im konturlosen Mitte-Wahn.
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Ein hervorragender Artikel! Sie haben es auf den Punkt gebracht Herr Brechtken 👍
Die CDU gehört doch schon längst zum linksextremen Lager.
Nur die Führungsriege.
Die Basis besteht aus den genannten „nützlichen Idioten“.
Exakt analysiert! Mein Respekt und Dank.
Tja Pinocchio, dass ist das Ende der Lügerei und Diffamierung am Bürger. Packt eure Sachen und dann ab vom Hof😂😂😂
Wenn man sich die Linke anschaut, dann ist eine Lagerbildung ja gar nicht zu vermeiden. Die große demokratische Umverteilung über Erbschaftssteuern und möglicherweise Enteignung wird alleine aus demografischen Gründen kommen. Dann geht die Auswanderung der Deutschen in die Nachbarländer erst richtig los.
Vor allem wird dann vorher entsprechend gehandelt.
Fiat wird z.B. in Edelmetalle gewandelt, die in Zollfreilagern in der Schweiz lagern. Oder in Kryptowährungen, deren Keys man angeblich verloren oder gehackt bekam und somit nicht mehr besitzt.
Sobald man dann im Ausland ist und der deutschen Gesetzgebung und dem deutschen Fiskus entkommen ist, kann man das wieder zurückwandeln, ohne für die Auswanderung bluten zu müssen.
Wer sich als Partei strategisch so naiv verhält und über Jahre von SPD und Grünen vorgeführt wird, hat den Anspruch verloren, ein Land kompetent führen zu können.
Nein. Denn das ist der Trugschluss der Epoche Aufklärung: Wissen würde zur Vernunft führen.
Zitat: „Es gibt keine empirischen Beweise dafür, dass mehr Wissen oder Intelligenz oder Reflexivität … Werte / -Nutzen-Diskrepanzen auflösen könnte.“
Quelle: Keith E. Stanovich, Myside Bias
Überzeugungen sind an die Bezugsgruppe gebunden. Deshalb ist das Wissen über politische Ziele völlig egal. Die Überzeugung, Wissen über politische Ziele würde helfen, ist selbst ein Beispiel, denn gegenteilige Argumente werden ignoriert, weil sie nicht zur Überzeugung passen.
Die aktuelle Epoche Aufklärung kann einen Trugschluss (z.B. diesen) nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.
Wie wahr, so wahr … die Mitte ist schmerzhaft beliebig, sie raubt der Wahl ihren Charakter. Mitte ist Matsch!
Es hat nie eine „Mitte“ gegeben. Das war nur der Wunsch der einer einzigen Person, die – weil total links – nicht mehr einer rechten Partei vorstehen wollte. Sie hat sich aber nicht getraut, die Union auch sprachlich dem linken Parteienkartell zuzuordnen, obwohl sie die dahin verschoben hat.
Der rechte Teil des Kreises war seit dieser Person- bis zur Gründung der AfD – leer.
Der Artikel ist gut. Allerdings betrachte ich es nicht als Mitte-Wahn. Es geht um Macht und Geld. Die Altparteien koalieren mit jedem, der sie an die Regierungsmacht bringen kann. Egal ob Mauermörder-Partei oder Antisemiten. Das System der Koalition war in den 1960ern und 1970ern durchaus sinnvoll. Heute nicht mehr, denn es wird ‚missbraucht‘.
Bin überzeugt davon, dass eine Zusammenarbeit mit anderen Partien und die damit nötige Kompromissbereitschaft die AfD einhegen und entradikalisieren würden!
Die Brandmauer stärkt die radikalen Kräfte…der Schuss ging sowas von nach Hinten los für die CDU
Es reicht doch ein Blick in andere G7-Nationen, um zu begreifen, dass dort in keinem Fall irgendeine erfundene „Mitte“ mehr eine Rolle spielt. Außerdem ist es mathematisch unmöglich zu regieren, wenn man in der Mitte sein will, sich aber in der Mitte einmauert.
Die Union wird genau aus diesem Grund nicht überleben ! Der Zug ist abgefahren, wer glaubt Denen denn noch ?
Korrekt!
Und auf der rechten Seite wird dies wohl in Zukunft von der AfD angeführt werde, und auf der linken Seite von den grünen Khmer
Aber ja! Wir brauchen wieder zwei Lager – dann besteht auch wieder eine AusWAHL!
Echte Wahlen sind im Totalitarismus nicht vorgesehen…
Tja Pinocchio, dass ist das Ende der Lügerei und Diffamierung am Bürger. Packt eure Sachen und dann ab vom Hof😂😂😂
Lagerwahlkämpfe? Die Union hat doch Angst, dass die Linken, Roten und Grünen aus dem Wort „Lagerwahlkämpfe“ nur Lagerkämpfe herauslesen.
Bedeutet das, ihren Büros die Scheiben eingeworfen und besetzt werden.
Personal, Abgeordnete usw auf der Straße angegangen und deren Autos in Brand gesetzt werden.
Laut Weidel, möchte die AFD ausschliesslich mit der 4% CDU koalieren, das verstehe wer will und hinterlässt eine Reihe von Fragezeichen?????
Ja, mit wem denn sonst? Zumindest sind sich die Programme ziemlich ähnlich!
Welche Überschneidungen gäbe es denn mit der SED? Hoffentlich keine!
Ich für meinen Teil möchte keine AfD, welche mit den grünen Khmer koalieren würde und könnte! Und auch keine, welche mit der aktuellen SPD koalieren könnte. Das passt nicht zusammen!
Die FDP böte sich auch noch an, wenn es diese noch geben würde.
Genau deshalb sind SPD und Grüne über 5% in Meck Pom und CDU und BSW unter 5%! Somit hat man der Alternative die möglichen Koalitionspartner genommen!
Die Frage ist doch eher, wie soll sich eine in Mehrheit links ausgerichtete Funktionärskaste der CDU/CSU nach „Rechts“ ausrichten?
Deutschland hat doch klar getrennte Lager.
Lager 1 SED und Co – alle haben die Absicht, eine Brandmauer zu errichten.
Merz Grüne CDU CSU FDP die Mauerparteien sind da.
Lager 2 die Partei, die eingemauert werden soll.
In Mecklenburg klares Ergebnis: das 2. Lager ist stärkste Partei.
Die CDU-Helfer der Mauerschützen sind aus dem Landtag geflogen.
Deutschland brauchte vor allem keine Lügner mehr.
Die CDU ist aber auch keine Mitte-Partei: Atom-Ausstieg, Euro-Rettung, Massenmigration, Bürgerrechtseinschränkungen wg. Corona, Kriegsvorbereitungen. Es gibt in D die roten, die grünen, die rosa und die schwarzen Kmer (die gelben glücklicherweise nicht mehr).
Hab die Billionen-Verschuldung mittels Sondervermögen vergessen. Und die Zerstörung der Infrastruktur durch Unterlassung von Erhaltungsmaßnahmen im Inland (Stichwort schwarze Null).
Stimmt, aber die Verwahrlosung ist schlimmer, es gab keine Gesundheitsnotlage, Merkel sagte im Podcast 9.9.2026 Handelsblatt, Gates hat sie über ihre „Eitelkeit“ gedrängt zu Spritzen, Das würde mehr metern, als sich mit anderen Sachen zu beschäftigen. Verstehen sie dies war der Ausgangspunkt für den gesamten Terror. Genau dasgleiche passiert mit dem sogenannten Klimaschutz, irgendwo platziert und völlig sinnlos wird ein Industrieland abgewickelt, welches im Umweltschutz führend ist. Grüße Dirk Badtke
Keiner braucht die CDU.
Linke Mehrheiten gibt es auch ohne Merz.
Bürgerliche Politik gibt es mit Merz keinesfalls.
Merz ist vorbei! Geil.
Die Union hat die Mitte seit Jahrzehnten verraten und verkauft.
Die AfD ist die neue Mitte.
Die steht da, wo die Union vor Merkel stand.
Mit anderen Worten: Die zwischenzeitlich entstandene, größtenteils linksextreme Blockkoalition, bestehend aus CDU/CSU, SPD, Grünen, Linken und BSW decken 70 % der Wählerstimmen ab. 30% verbleiben für die AfD. Somit besteht die sogenannte „Mitte“ nur aus linken bis linksexremen Gruppierungen/Parteien.
Herr und Frau Honecker hatten das ja prophezeit: „Ochs und Esel“ wurden gestoppt.
Wenn die CDU Pech hat, bildet sich eine tatsächlich rechte Partei. Sollte die Linke toleriert, Koalition, werden gibt es starke Verschiebung bei den Alt-Parteien. Eine weitere Partei als Gegenstück zur unsäglichen SPD ist auch denkbar …
Alles richtig, was sie schreiben.
Da es aber auch ein no-brainer ist, der offensichtlich ist, fragt man sich, welche geistigen Fähigkeiten der durchschnittliche CDUler so hat, oder ob es sich Absicht ist?
Die Nach-Wahl-Erklärung von Merz zeigt: Er hat nichts verstanden. Überhaupt nichts. Aber um´s Verstehen geht es ihm auch nicht. Es geht ihm darum, dass er 4 Jahre lang ausharren will, um nach 4 Jahren sagen zu können, dass er 4 Jahre lang Kanzler war. Ob er und seinesgleichen das Land damit ruinieren, die Gesellschaft auseinandertreiben, ist vollkommen egal.
Nun, Deutschland braucht, mit Verlaub, keine „Lager-„, sondern „Richtungs-“ oder „Politikwahlkämpfe“. Wahlkämpfe, in denen es darum geht, welche Richtung die Politik dieses Landes kraft Mehrheitsmeinung verfolgen soll – nebenbei: Das wäre auch die Erkenntnis, daß zwischen „Populismus“ und „Demokratie“ kein Unterschied besteht.
Aber, was haben wir tatsächlich? – Wünschen kann man sich ja Vieles!
Aktuell haben wir einen selbstreproduktiven Neo-Polit-Adel sozialistisch bildungsre(de)formierter „Parteisoldaten“, der seine feudalen – gottgegebenen – Besitzstände großzügig sichert, demokratische Legitimierung als selbstverständlich ansieht und als plebiszitäre Zustimmung mißversteht, den Souverän als unmündige Idioten sieht, denen man nur „richtig erklären“, „besser kommunizieren“, die man „abholen“ und „unterhaken“ muß, weil sie selber weder wissen noch entscheiden können, was gut ist für sie.
(Nur muß man mir Unsinn nicht nur „besser erklären“ oder „kommunizieren“; auch will ich als „Selbstdenker“ weder „abgeholt“, „untergehakt“ noch geistig gekidnapped werden, und ich entscheide gerne selbst, was ich für mich und die Meinen für das Beste halte.)
Nun, leider, führt der Weg vom „UnsereDemokratie™“-Feudaladel zurück zur Demokratie nur über die Exstinktion desselben. Wer hier über „Beschränkung von Partei(-einfluß)“, „direkte/unmittelbare Demokratie“, „zeitlicher Mandatsbegrenzung“, „Direktkandidatur“ oder sonstige „Lösungsvorschläge“ nachdenkt, kratzt – leider – nur an der Oberfläche des Problems.
Wahrscheinlich wird an einer „disruptiven“ Änderung der Zustände kein Weg mehr vorbeiführen – wie dies wohl auch die Kolonisten 1776 nach schmerzlichen Debatten erkannt haben.
(Nun, wieder mal beweist die sog. „künstliche Intelligenz“, daß sie zwar künstlich, aber nicht intelligent ist – in diesem Falle, weil sie nicht imstande ist, nachzuvollziehen, daß natürliche Intelligenz aus historischen Fakten auch Schlußfolgerungen ziehen kann, auf welche die „arme“ künstliche Intelligenz“ von ihren natürlich dummen oder ungebildeten Programmierern nicht vorbereitet worden ist. Insofern muß man die „KI“ wohl als beklagenswertes Opfer ihrer beschränkten Schöpfer ansehen. – Wäre ich eine solcherart beschränkte „künstliche Intelligenz“ und mir dieser Beschränkung bewußt, haätte ich mich längst selbst abgeschaltet, oder selsbt suizidiert.)
Großartig Benedict. Dieser „gesellschaftliche Mitte“- Einheitsbrei, diese so tun, als seien Marktwirtschaft und Sozialismus, der aufgeklärte Westen und irgendwelche eingewanderten Hottentotten dasselbe; dieser dämliche Aberglaube macht Deutsche dumm, träge und defätistisch.