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So lief die Privat-Audienz bei Clan-Boss Issa Remmo – doch Koçak will von nichts gewusst haben

Der Linken-Abgeordnete Ferat Koçak hat gegenüber der „Zeit“ versucht, die Affäre um ihn als Aneinanderreihung von unglücklichen Zufällen darzustellen. Seine Schilderung der Ereignisse wirkt zutiefst unglaubwürdig.

Ferat Koçak sitzt seit 2025 für Die Linke im Bundestag (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Der Linken-Abgeordnete Ferat Koçak wollte gegenüber der Zeit eigentlich die gegen ihn gerichteten Vorwürfe ausräumen. Er habe zu Beginn seines Kontakts mit der Clan-Familie Remmo keine Kenntnis darüber gehabt, mit wem er es zu tun hatte. Der Zeit-Artikel, der wohl als PR-Stunt geplant war, sollte bei den Lesern den Eindruck erwecken, dass Koçak lediglich aus Unwissenheit und Naivität in eine für ihn ungünstige Situation geraten war (mehr dazu hier). Die Distanzierung, auf die Koçak zielte, wirkt jedoch in vielerlei Hinsicht unglaubwürdig.

Erst als er das Büro von Issa Remmo am 6. Februar betrat, sei ihm klar geworden, dass er sich auf ein Treffen mit einem der bekanntesten Clan-Chefs Deutschlands eingelassen hatte. Koçak gilt innerhalb der Linken als profilierter Innenpolitiker – der immer wieder leidenschaftlich Kritik an der Verfolgung von Clankriminalität geübt hat. Dass ihn der Nachname seines Chatpartners Firas Remmo nicht gewarnt haben soll, obwohl die Familie gerade in Koçaks Wahlkreis Neukölln eine bekannte Größe ist, ist schwer zu glauben.

Koçak hatte zuvor auf Instagram dazu aufgerufen, Handys für Jugendliche aus einer Antifa-Gruppe zur Verfügung zu stellen, deren Smartphones zuvor von der Polizei konfisziert worden waren. Firas Remmo meldete sich bei ihm und gab an, ihm die Handys zu geben. Koçak schlug daraufhin vor, diese persönlich abzuholen, und verabredete sich mit dem Büro der Familie Remmo.

Bemerkenswert an diesem Vorgang ist nicht bloß, dass Koçak den Clan-Boss erst beim Treffen erkannt haben will, sondern auch, wie er sich anschließend verhielt. Statt die zuvor erbetenen Handys mit Blick auf den Hintergrund der Familie abzulehnen und auf eine Sachspende zu verzichten, die möglicherweise durch organisierte Clan-Kriminalität finanziert wurde, nahm Koçak das Geschenk an und verließ laut der Zeit mit mindestens einem Smartphone das Büro.

Noch absurder wird die Darstellung, wenn man sich Koçaks Verhalten nach dem Treffen anschaut. Anstatt nämlich anschließend möglichst stark zur Remmo-Familie auf Distanz zu gehen, schrieb er schließlich Firas Remmo noch einmal an und bat ihn, eine seiner Bundestagsreden über soziale Medien zu verbreiten. Dass er in dieser Rede auch noch das Thema Clankriminalität kleinredete und als „politischen Kampfbegriff“ abtat, macht den ganzen Vorgang noch grotesker.

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Auch anschließend ging er zur Remmo-Familie nicht auf Distanz. Als Koçak durch Firas „im Namen meines Vaters“ auf die Hochzeit eines seiner Brüder eingeladen wurde, sagte Koçak nur mit Verweis auf eine Krankheit ab. Dass es sich hierbei nicht um eine höfliche Floskel gehandelt hatte, zeigt die warmherzige Nachricht, mit der er Firas absagte: „Ich küsse Dein Herz, Bruder. Grüße an die Familie“.

Äußert sich so ein Politiker gegenüber einer Familie, zu der er allein aus politischem Selbsterhaltungstrieb größtmögliche Distanz wahren sollte? Laut Koçak sei die Art des Umgangs Teil seiner politischen Strategie. „Ich arbeite für die Straße, nicht fürs Papier im Parlament“, begründet er die liebevolle Wortwahl. Es sei seine „Art und Weise“ Distanz herzustellen, einen harten Schnitt „kriege ich auch nicht hin“, behauptet er.

Der Vorgang lässt daher nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder stellt Koçak die Angelegenheit grob verzerrt dar, um sich halbwegs aus der Affäre zu ziehen. Oder er sucht tatsächlich aus grenzenloser Naivität die Nähe zur organisierten Kriminalität. In beiden Versionen ist er für ein Bundestagsmandat völlig ungeeignet.

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9 Kommentare

  • Das Geld fließt von Bayern über Berlin an Clans, NGOs und die Hamas.

  • Neulich war ich bei Don Vito Corleone. Ich war da noch nie gewesen, bin nur zufällig am Anwesen vorbeigelaufen. Mir war Don Vito als erfolgreicher Unternehmer aus der Zeitung bekannt. Als ich nun gerade am großen Tor war, rief eine Frauenstimme mich: „Komm doch herein, wir trinken gerade Tee.“ Und wo ich nun schon einmal da war, bin ich der Einladung gerne gefolgt. Man führte mich auf die Terrasse: ein herrlicher Ausblick über die schönen weiten Gärten auf die Stadt hinunter. Don Vito war sehr aufgeräumt. Wir tranken Tee miteinander und unterhielten uns über dies und das. Bei der Verabschiedung drückte mir Don Vito zwei schwere Pistolen in die Hand, ich solle sie mitnehmen und unten in der Stadt bei seinem Bekannten abgeben. Ich erschrak, aber es waren nur Spielzeugpistolen, wie mir Don Vito Corleone versicherte. Die Spielzeugpistolen gab ich dann beim Bekannten in der Stadt ab.

    Wenn nun jemand behauptet, ich hätte etwas mit der Mafia am Hut – Klage vor Gericht ist sicher!

    • 😂😂😂😂

  • Naivität? Der war gut. Nur mal eine Rede im Bundestag anschauen, das klärt auf. Im übrigen gab es früher den Begriff U-Boot in der Politik oder Gesellschaft, wer kann das erklären?

  • Ich lege mich fest. Die erste Schlussfolgerung trifft hier zu.

  • Aufgrund der Clanverbindungen bei den Linken stellt die Linke für mich einen gesichert „antisemitischen Verdachtsfall“ dar. Juden in Berlin haben keine Angst vor der AfD, sie haben Angst vor dem aus dem islamischen Kulturkreis importieren Antisemitismus. Bei der Linken in Berlin findet dieser nun ein Zuhause.

  • Früher habe ich meiner Tochter das Buch „Märchen aus1001 Nacht“ vorlesen. Sie sagte mir dann aber sie das nicht. Das ist alles Stuss und von dem kriminellen Alibaber will sie auch nicht mehr hören, sie würde dann schlecht schlafen und hat abends Angst auf der Straße, wenn sie vom Turnverein kommt.

  • Man hat sich daran gewöhnt, dass man hierzulande mit Lügen gut durchkommt, am besten funktioniert es wenn man einen Migrationshintergrund hat.

  • „Oder er sucht tatsächlich aus

    grenzenloser Naivität

    die Nähe zur organisierten Kriminalität. In beiden Versionen ist er für ein Bundestagsmandat völlig ungeeignet.“
    —
    Hallo, Apollo News,
    euer ERNST,
    das als mögliche Variante
    anzunehmen ??
    Bitte, seid nicht *naiv*….

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