Plötzlich positioniert sich Anetta Kahane gegen Meldestellen – doch der Schein trügt
Bei einer Podiumsdiskussion stellt sich Anetta Kahane, Gründerin der Amadeu-Antonio-Stiftung, plötzlich gegen Meldestellen. Symbolisch für einen Strategiewechsel der Befürworter solcher Institutionen – hinter dem aber kein echter Wandel steht.
Die Gründerin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, hat sich überraschend gegen Meldestellen ausgesprochen – so scheint es zumindest. Auf einer Podiumsdiskussion zur Meinungsfreiheit, ausgerichtet von der konservativen Denkfabrik R21, übte die ehemalige Journalistin und Aktivistin vorsichtige Kritik an Meldestellen, die ihre eigene Stiftung betreibt.
Sie sei persönlich „kein großer Fan“ dieser Einrichtung, meinte Kahane in der Diskussion auf der Veranstaltung in Berlin (hier mehr dazu). Laut eigenen Angaben fand Kahane das 2023 gestartete Projekt „immer schon etwas schwierig“ – die „Zielsetzung“ habe sich verändert. Auch der Name als „Meldestelle“ sei „ungünstig“; sie hätte es eher „Erhebungs-“ oder „Forschungsstelle“ genannt. Es gehe ja schließlich nicht darum, Menschen anzuzeigen, sondern darum, „Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ zu „erheben“.
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Die Äußerungen der ehemaligen Stiftungs-Chefin wurden medial rezipiert – und als Kritik, gar Ablehnung gegenüber dem Konzept solcher Meldestellen gewertet. Sie stehen sicherlich auch im Zusammenhang mit einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit gegenüber solchen Institutionen. Doch Kahane lehnt Meldestellen keineswegs ab – es geht lediglich um eine neue Etikettierung, wie ihre Ausführungen klarmachen.
Ob eine Meldestelle nun Meldestelle, „Erhebungsstelle“ oder „Forschungsstelle“ heißt – in ihrem Wesen und ihrem Wirken bleibt sie eine Meldestelle, die politisch missliebige Äußerungen erfasst und katalogisiert. Die Amadeu-Antonio-Stiftung betreibt solche Stellen nicht nur in Nordrhein-Westfalen, wo die 2023 gestartete „Meldestelle Antifeminismus“ für viel öffentliche Kritik sorgte – sondern im ganzen Land.
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Das Thema ist, auch vor den sensiblen Hintergründen der Geschichte von Meinungs-Verfolgung und -Spitzelei in Deutschland, längst zu einem Reizthema geworden. Es gibt massiven öffentlichen Gegenwind. Vor diesem Hintergrund ist eine simple Umetikettierung, wie Anetta Kahane sie ausführte, als genau das zu verstehen: Ein bloßer Wechsel des Etiketts, nicht des Inhalts.
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Diese Einrichtung heißt „Institut“ – das klingt wissenschaftlich und nicht nach „Meldestelle“. Dabei arbeitet sie nach ähnlichen, teils noch fragwürdigeren Mustern. So baut und betreibt das IDZ eine riesige Datensammlung, in der Menschen auf Social Media organisiert und rasterartig erfasst und ihre Daten gesammelt werden sollen. Betroffen: Echte oder vermeintlich „rechte“.
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Dementsprechend wird an einer gemeinsamen Dateninfrastruktur gebaut, die zehntausende Social-Media-Accounts erfasst und kategorisiert. Schon lose „Bezüge“ zu angeblich rechtsoffener Kommunikation genügen, um in dieses Register zu geraten. Das in einem Arbeitspapier des Projekts diskutierte Modell einer Datentreuhand soll den sicheren Austausch von persönlichen Informationen der betroffenen Personen zwischen verschiedenen Forschungsgruppen ermöglichen.
Nach Angaben des IDZ liegen rund 5.000 Kanäle und Accounts von „Institutionen und Akteur*innen aus dem rechten Spektrum und rechtsoffenen verschwörungsideologischen Milieu“ von Telegram, X, Instagram, Facebook und TikTok vor. Wer Zugang zu der Datenbank bekommen möchte, muss selbst Informationen zuliefern.
Was nach Wissenschaft klingen soll, ist in Wahrheit ein Schritt hin zu einer Privatisierung der Online-Überwachung. Denn die Grenzen zwischen Forschung und sozialer Kontrolle verschwimmen. Wer einmal auf einer solchen Liste steht, trägt einen digitalen Makel – egal, ob er tatsächlich extremistisches Gedankengut verbreitet oder einfach nur einen regierungskritischen Post gelikt hat, der nicht ins ideologische Raster passt. Die Betreiber selbst geben zu, dass die rechtliche Grundlage ihrer Arbeit „oft unklar“ sei. Trotzdem werden personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und geteilt.
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Eine unrechtsstaatliche, in ihrem Geiste und Wirken gar anti-rechtsstaatliche Erfassung von politischen Gegnern – das ist das, was man Meldestellen vorwirft. Die Vordenker solcher Konzepte geraten in die Defensive – und verfolgen deswegen eine neue Etikettierung. Doch egal, was auf dem Etikett steht: Die Suppe dahinter bleibt für Demokraten ungenießbar.
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Bärbel Bohley warnte schon 1991:
„Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen. Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“
„Kahane spricht sich gegen Meldestellen aus“. Das wäre so, als wenn Mielke sich gegen die Stasi aussprechen würde.
Und die Berliner Mauer sollte auch nur „Raumtrenner“ heißen (frei nach einem History Sketch)
Ein Paravan !!!! Genau !!!!!
@Juerge, Mathematiker- bester Kommentar!
Sie spricht sich gegen die Etikettierung als Meldestelle aus.
Hört sich nach DDR an und ist auch DDR drin, soll aber halt nicht so auffallen, erst recht nicht bei R21, die ihr ohnehin nicht wohl gesonnen sind.
In stillem Gedenken an die tausenden Stasiopfer…
Wenn sich jetzt Frau Kahane noch dagegen positioniert, der Osten Deutschlands sei zu weiß, bricht mein Weltbild zusammen 🙂 🙂 🙂
Da Dobrindt angekündigt hat die Finanzierung der NGO´s zu überprüfen, ist das ein gezielter Schachzug der Ex-Stasi-Tante, um weiter an den fetten Drögen zu bleiben.
Ja, Dobrindt hat angekündigt. Die werden eventuell Gelder Umschichten, aber ich glaube nicht, das denen, die d. Afd bekämpfen irgendwelche Zuwendungen gestrichen werden.
Dieser Dame würde ich’s nicht mal glauben, würde sie sagen, der Himmel sei blau und Schäfchenwolken seien weiß.
Menschen entwickeln sich in Phasen – auch angehende Ketzer (E5). Quelle: Ich-Entwicklung
Dem Ketzer (E5) wird das Gruppendenken seiner Bezugsgruppe bewusst. Eine Umetikettierung des erkannten Problems ist eine Rationalisierung dessen. Denn der Ketzer (E5) riskiert die Zugehörigkeit zur eigenen Bezugsgruppe beim Kritisieren.
Zitat: „E5 … ist sich die Person auf dieser Ebene bewusst, dass er oder sie nicht immer den erklärten Standards der Gruppe entspricht“ Quelle: Ich-Entwicklung
Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Zwickmühlen (Dilemma) nicht ersetzen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.
Es soll niemanden erkennen, dass die Meldestellen Meldestellen sind.
Meldestellen, NGO´s & Organisationen mit ideologischen Geschäftsbetrieb sind ab 2.5. 2026 Geschichte und nicht mehr „politiknotwendig!“
Einmal Stasi, immer Stasi! Es ist ein absoluter Skandal, dass in Deutschland, wo Datenschutz ein sehr hohes Gut ist, linksradikale Gruppen Listen über ihre Opponenten anlegen dürfen und darüber hinaus noch öffentlich zu Meldungen aufrufen können. Immer getreu dem Motto „Keine Freiheit, den Feinden der Freiheit!“ auf das sich Linke gern berufen. Dieser Ausspruch stammt von St Juist, der einer der schlimmsten Blutsäufer der Französischen Revolution war. Konfrontiert man sie damit, dass sie sich auf einen Massenmörder berufen reagieren sie meist kleinlaut.
Bei hauptamtlichen Geheimdienstlern ist ein Umdenken sogar vorstellbar, aber bei V-Leuten und „ehrenamtlichen“ Spitzeln, die Verwandte, Freunde und Bekannte ausspionieren, liegt vermutlich ein nicht behebbares charakterliches Defizit vor.
„die „Zielsetzung“ habe sich verändert. Auch der Name als „Meldestelle“ sei „ungünstig“; sie hätte es eher „Erhebungs-“ oder „Forschungsstelle“ genannt. Es gehe ja schließlich nicht darum, Menschen anzuzeigen, sondern darum, „Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ zu „erheben“.“
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Die Gestapo und die Stasi wollten doch auch nur das „Gute“ ….
Mielke liebte doch auch alle… alle Menschen.. .99
Um sich die Steuergelder der Bürger weiterhin zu sichern versprechen diese Abkassierer alles, nur keine Wahrheiten!
Solche Institutionen machen aus dem Wort „Stiftung“ nur eine weitere Bezeichnung für Schmutz und Schund!
Anetta Kahane hat die nicht bei „Stasi leben“ mitgearbeitet?
Wenn Frau Kahane in Bezug zu den Meldestellen und Internet sagt „… und wir haben darauf reagiert“ dann ist das eine Offenbarung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Blockparteien. Denn wer hat die Blockwartstellen installiert: CDU, Linke, SPD und Grüne.
Für wen ist Kahane heute Geheimdienst-Führungsoffizier?
Wie erklärt sich sonst die schrittweise Wandlung des Verfassungsschutzes während der letzten 8 Jahre in das „Schild und Schwert“ der Regierung? Heute braucht man kein „Gelbes Elend“ mehr, es gibt viel subtilere Methoden den Bürger und seine Lebensgrundlagen zu ruinieren. Frau Kahane und Frau Weiden haben sich bis zur Kenntlichkeit als Verfechter des Totalitarismus geoutet.
Die Stasi-Denunziantin positioniert sich gegen die Stasi-Denunziation.
Wen wollte die Stasi-SED und die Kahane verarschen?
Sie erkennt selbst: das BUSINESSMODELL MELDESTELLE ist nicht grundgesetzkonform!
1. Das Parteienprivileg wird an ideologische Zweckbetriebe ausgelagert.
2. Parteinachwuchs aus Meldestellen & NGOs klammert an Berufspolitik.
3. Kompetenzaufstieg in Ortsgruppen der Parteien wird zerstört. Schon jetzt sind bundesweit zehntausende Gemeinderäte nicht mehr besetzbar!
4. Ehrenamtliche Kommunalpolitik wird durch NGO-Netzwerke dekonstruiert und volkswirtschaftliche kommunale Synergien und Zusammenhänge werden zerstört.
Kahane hat in ihrer Gesamtwirkung das Parteiensterben mit angeschoben und die Glaubwürdigkeit von Politik zerstört. Ich denke, heute wäre sie nur noch als Genossin C auf dem Spukabend der DDR-Mondbasis zu gebrauchen:
https://www.youtube.com/shorts/zmyIfBomAc0