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Saisonarbeitskräfte

Mindestlohn erstickt die Landwirtschaft – jetzt gehen die Spargelbauern auf die Barrikaden

Die deutsche Landwirtschaft – insbesondere Betriebe, die Sonderkulturen wie Spargel anbauen – leidet besonders unter dem steigenden politischen Mindestlohn. So schwindet die Wettbewerbsfähigkeit der Spargelbauern, und die heimische Produktion schrumpft.

Die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar auf 13,90 Euro ist für heimische Spargelbauern eine riesige Herausforderung. (IMAGO/Herrmann Agenturfotografie)

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Hohe Energiekosten, zunehmende Bürokratie sowie Regulierungen auf Bundes- und EU-Ebene setzen deutschen Bauern erheblich zu. Besonders stark negativ wirkt sich jedoch der kontinuierlich steigende Mindestlohn aus. Heimische Spargelbauern äußern inzwischen deutliche Kritik und fordern Ausnahmeregelungen. 

Die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar auf 13,90 Euro sei „eine Riesen-Herausforderung“, erklärte der Vorsitzende des Spargelvereins Beelitz, Jürgen Jakobs, in einer Stellungnahme in den sozialen Medien. Beelitz ist einer der bekanntesten Orte für den Spargelanbau in Deutschland. Vor diesem Hintergrund wird die Stadt in Brandenburg offiziell – unter anderem auf Ortsschildern – als „Spargelstadt“ bezeichnet.

„Das sind enorm steigende Kosten, und wir wollen ja unseren Spargel trotzdem so anbieten, dass die Bürger ihn auch kaufen können und wollen“, führte Jakobs aus. Vor diesem Hintergrund machen sich die Landwirte des Spargelvereins nun für eine Sonderregelung beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte stark – einen sogenannten differenzierten Mindestlohn. Demnach sollen für diese Beschäftigten lediglich etwa 80 Prozent des regulären Mindestlohns gelten. Nach Einschätzung von Jürgen Jakobs sei dieser Schritt dringend erforderlich und „würde helfen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“

Die Aussichten darauf, dass die Forderungen der Landwirte Gehör finden, sind jedoch gering. Bislang hat die Bundesregierung sämtliche Vorschläge für Ausnahmeregelungen beim Mindestlohn für Saisonkräfte zurückgewiesen. SPD-Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas betonte, das Mindestlohngesetz lasse keine Sonderregelungen zu – andernfalls liege ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz vor. Auch Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) schloss sich nach hausinterner Prüfung dieser Einschätzung an.

Die Landwirtschaft widerspricht dieser Argumentation jedoch entschieden. Ein Rechtsgutachten, das der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam mit sieben weiteren Verbänden im März 2026 vorgelegt hat, kommt zu einem anderen Ergebnis. Der Gutachter, der Arbeitsrechtler Christian Picker von der Universität Tübingen, sieht weder einen Verstoß gegen das Grundgesetz noch gegen EU-Recht.

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Warum der steigende Mindestlohn die Landwirtschaft so stark belastet, liegt in erster Linie daran, dass der Sektor äußerst arbeitsintensiv ist und die Lohnkosten daher einen großen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen bzw. ein Großteil der Arbeitskräfte auf Mindestlohnbasis arbeitet.

Zwar ist die gesamte heimische Landwirtschaft davon betroffen, Spargelbauern jedoch in besonders starkem Maße. Die Pflanze ist eine sogenannte Sonderkultur, die nahezu ausschließlich per Hand geerntet werden muss. Spargel wird klassisch „gestochen“: Die Erntekraft ertastet die Sprossen, legt die Erde frei, setzt das Messer etwa 25 bis 30 cm unterhalb der Stange an und zieht sie heraus.

Es handelt sich um eine kräftezehrende, körperlich anspruchsvolle Tätigkeit, die nur mit ausreichend Personal zu bewältigen ist. Für größere Felder existieren zwar sogenannte Spargel-Vollernter, die mithilfe von Sensoren versuchen, die Stangen zu erkennen und automatisch zu ernten. Diese Maschinen kommen jedoch häufig nur eingeschränkt zum Einsatz, da viele Landwirte die Qualität und Effizienz der Handarbeit als überlegen einschätzen.

Aufgrund dessen machen die Löhne für Arbeitskräfte in Betrieben, die sich auf Sonderkulturen wie Spargel spezialisiert haben, laut Angaben des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV) häufig mehr als 60 Prozent der gesamten Produktionskosten aus.

Ohnehin wird bereits ein wachsender Teil des in Deutschland verkauften Spargels – beziehungsweise Gemüse generell – importiert. Im Jahr 2025 wurden nach Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) 24.500 Tonnen Spargel nach Deutschland eingeführt, was etwa einem Viertel der einheimischen Produktion entspricht. Im Jahr 2022 waren es laut Statista noch rund 19.500 Tonnen bzw. 15 Prozent.

Mit der kontinuierlichen Anhebung des Mindestlohns – seit seiner Einführung im Jahr 2015 mit 8,50 Euro brutto pro Stunde; bis 2026 ergibt sich ein Anstieg um mehr als 60 Prozent – schwindet zusehends die letzte Möglichkeit, in Deutschland wettbewerbsfähig mit kostengünstigen Saisonkräften zu produzieren. Der Importbedarf wird immer weiter befeuert.

Da der Mindestlohn in kaum einem anderen europäischen Land so hoch ist wie in Deutschland, stehen die Landwirte im direkten Wettbewerb mit Ländern wie Frankreich (12,02 Euro Mindestlohn), Spanien (8,63 Euro Mindestlohn) und Italien, wo es keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt – und ziehen zunehmend den Kürzeren.

„Die Produzenten dort haben enorme Wettbewerbsvorteile gegenüber uns, und sie können natürlich ihr Produkt dann im Supermarkt billiger anbieten“, erläuterte Jürgen Jakobs. Für heimische Erzeuger bedeutet das: entweder rote Zahlen schreiben oder höhere Preise verlangen. Auch Letzteres führt jedoch am Ende zu einer rückläufigen Profitabilität, da Verbraucher günstigere Produkte vorziehen und weniger von heimischen Bauern kaufen.

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80 Kommentare

  • Wann war eigentlich der Zeitpunkt, an dem wir mehrheitlich für die Einführung der Planwirtschaft abgestimmt haben?🥳

    • Der Zeitpunkt war, als die SPD erstmalig in Verwaltungsverantwortung mitverwalten (ab 2009) durfte!

    • Das läuft so ähnlich wie mit der Zustimmung der Bevölkerung zum Euro: Gar nicht! Beziehungsweise: Du hättest doch etwas anderes wählen können!

    • Wovon haben deutsche Bauern gelebt, bevor der Spargel zum GRUNDNAHRUNGSMITTEL erklärt wurde? Erdbeeren machen heute Millionäre!… Zu Zeiten der Planwirtschaft wurde Spargel meistens privat angebaut. Niemand hat erwartet dadurch reich zu werden. Andererseits wurden Spargelesser als reich betrachtet. Macht Spargel wieder zu dem was er mal war; EDELGEMÜSE.

      • Genau richtiger Hinweis. An den Jahr für Jahr wachsenden Anbauflächen, den Folien und den früh brachliegenden Feldern kann man die Profitabilität erahnen. Erdbeeren und Spargel ‚machen Millionäre‘. Und was gibt es für einen Grund, ‚Saisonkräften‘ weniger als Mindestlohn zu zahlen?? Fehlt nur noch, daß sie wie die Mexikaner in Kalifornien in Verschlägen zwischen den Feldern leben.

    • Zuletzt im Februar 2025.

    • Moin, das hat mit Planwirtschaft nichts zu tun. .Es gab Zeiten da haben die Bauern soviel angebaut was sie mit ihren Leuten ernten konnten. Heute werden Flächen bestellt wo sie ein Heer von Leuten brauchen. Warum müssen Sie immer größer werden wenn sie wissen das es Probleme macht. Keiner kriegt mehr den Hals voll. Und Bauern und Handwerker jammern immer.
      Früher hieß es in der DDR „ Arbeiter aufs Land, Bauern am Strand.

      • „das hat mit Planwirtschaft nichts zu tun“
        Gehälter durch Gesetze festlegen ist absolut ein Mittel der Planwirtschaft!

        Es gibt viele Gründe warum Betriebe wachsen und wachsen müssen. Das ist vor allem eine Reaktion auf die steigenden Kosten. Viele davon sind Fixkosten oder nicht- bzw wenig skalierend. Also muss man wachsen damit der Betrieb überhaupt wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben ist.
        Das ein Unternehmer, dazu zählen auch Bauern, mit seinem Betrieb Geld erwirtschaften will und wohlhabend werden will sollte auch klar sein. Warum sollte er sonst einen Betrieb führen? Er könnte es auch lassen und Beamter werden oder gleich Bürgergeld nehmen.
        Nur wenn alle nur verwalten oder Almosten empfangen wer erwirtschaftet dann das Geld?
        Es ist auch an Kurzsichtigkeit kaum zu überbieten, bei Energie nach Unabhängigkeit zu rufen aber bei der Nahrungsmittelversorgung diese abzuschaffen, indem man den Betrieben die wirtschaftliche Grundlage entzieht.

      • Wann sollen denn diese Zeiten genau gewesen sein??

      • Heute liegen die Sozial-Schmarotzer am Strand

    • Ein gesetzlicher Mindestlohn ist kein Fünfjahresplan aus der Sowjetunion, sondern eine ziemlich normale arbeitsmarktpolitische Regel in einer Marktwirtschaft.

      Unternehmen entscheiden weiterhin frei, was sie produzieren, zu welchem Preis sie verkaufen und ob sie überhaupt Spargel anbauen. Niemand sitzt da und verteilt zentral Erntequoten.

      Der Staat setzt eine Lohnuntergrenze, damit Wettbewerb nicht darüber läuft, wer seine Arbeiter am billigsten bezahlt. Das ist eher das Gegenteil von Planwirtschaft. Es ist eine Spielregel innerhalb des Marktes.

      Wenn ein Geschäftsmodell nur funktioniert, wenn Leute unterhalb eines Existenzminimums schuften, dann ist nicht „die Planwirtschaft schuld“, sondern das Geschäftsmodell wackelig oder der Konsum fragwürdig.

      -21
      • Da müssten Sie ja nackig rumlaufen, da fast sämtliche Klamotten in anderen Ländern unter unserem Existenzminimum hergestellt werden. Das ist wahrscheinlich dann Ihre Doppelmoral. Der Spargel aus dem Ausland wird ja nicht durch Einhaltung der deutschen Standarts und Normen hergestellt. Noch schlimmer ist die Doppelmoral beim Strom, wir verdammen Atomstrom und kaufen diesen dafür im Ausland ein. Einfach nur Irre.

      • Sie werden im Leben wohl nie mehr wirtschaftliche Zusammenhänge begreifen. Den echten Preis bestimmt der Markt, nicht die Parteien. Wenn sich die Parteien zum Marktsetzer aufspielen, stirbt der Markt,
        Alles wird für alle teuer, Infrastruktur verfällt, die Ungerechtigkeiten und die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Gerade bei denen, die sie vorgeblich schützen wollen.
        So dämlich, das nicht zu verstehen, kann man eigentlich nicht sein. Sie beweisen leider das Gegenteil.

      • Moin , derjenige der den Arbeitern am meisten in die Tasche greift ist der Staat.
        Jeder sollte nach Leistung bezahlt werden. Was ist daraus geworden. Alle sollen gleich sein.Und was ist mit den Menschen vom Stamme Nimm.
        Mittlerweile ist doch alles aus dem Ruder gelaufen.

    • Wer isst denn schon Spargel?
      Zu 90% Wasser und der Rest 10%. Und dafür soll ich 15 Euro/kg zahlen?
      Ich glaube es hackt.
      Und der Urin stinkt danach nach dem Zeug.

      • Ich esse sehr gerne Spargel.
        Allerdings nicht für 15 €/kg. Maximal die Hälfte wäre mMn ein akzeptabler Preis.
        Wenn der Preis nicht stimmt verzichte ich. So wichtig ist es mir dann auch wieder nicht.

    • Eine Lohnuntergrenze ist Planwirtschaft?
      Wohl doch eher ein Mittel gegen Ausbeutung von Arbeitskraft.

      -18
      • Als selbständiger Handwerksmeister muss ich sagen:
        wenn der Preis für die Leistung / das Produkt vom Verbraucher nicht gezahlt wird, dann kann ich den Auftrag nicht annehmen.

        Spargel ist ein Luxusgut!
        Wenn man bedenkt, dass Spargelfelder beheizt(!) werden, um einige Tage früher am Markt zu sein, dann fehlt mir echt das Verständnis, warum dieses Produkt noch subventioniert wird.

        Kann es sein, dass hier der Pferdefuß des Teufels „Freihandelszone“ zutritt?
        Könnte man auf den Import von bestimmten Produkten Zölle erheben, wäre die heimische Wirtschaft geschützt.
        Aber wir schrauben die Vorganeb für heimische Produzenten immer höher und kompensieren dann mit Steuergeldern.

        Weinbauern sind mit Backpulver(!) erfolgreich gegen Schadinsekten vorgegangen.
        Als die Chemiebosse Das bemerkt haben haben sie den(selben!) Stoff „umgetauft“ und den Preis verdreifacht(?).
        Aber nur in wenigen EU-Ländern, u.A. in Deutschland.

        Fehlt jetzt dieses Geld für die Erntehelfer?

      • Wer einen Mindestlohn für ein Mittel gegen „Ausbeutung“, was immer das auch sein mag, hält und glaubt das ist eine Maßnahme FÜR die Arbeitnehmer hat einige grundlegende Dinge nicht verstanden.
        Es gibt nur einen der vom Mindestlohn profitiert: Der Staat!
        Man drängt einerseits viele in Abhänigkeit, weil ihre Arbeitsplätze wegfallen und andererseits kann man die paar die Tatsächlich profitieren würden dann voll besteuern.
        Dazu muss das ganze überwacht und verwaltet werden. Es gibt also Posten zu verteilen.
        Ein Mindestlohn ist wie jeder andere Eingriff und Manipulation des Marktes extrem schädlich.
        Vor allem ist der Mindeslohn in 10 Jahren um 60 % gestiegen! Das sind im Schnnitt 6 % im Jahr… während alle anderen gehälter stagnieren. Gehaltsentwicklungen unter 3 % und hohe Inflation.
        Ganz wichtig wenn alle weniger kriegen per Order de Mufti mal richtig drauf zu hauen! Kein Wunder das Dienstleistungen unbezahlbar werden, Gastronomiebetriebe aufgeben müssen und die Baukosten explodieren.

  • Es ist nicht nur der Spargel, generell hat die Landwirtschaft hier ein Problem. Das hat nichts mehr mit freiem Unternehmertum zu tun.

    • Richtig, die Landwirte bieten (befristete) Jobs an, und wer zu den Bedingungen arbeiten will, sollte es auch tun dürfen. Wenn die Bedingungen (u.a. Lohnhöhe) zu unattraktiv sind, werden die Landwirte diese schon von selbst ändern – oder aufhören, zu produzieren.

      • Vor einigen Jahren sind die ausländischen Erntehelfer (unverständlicherweise 😮 ) daraufhin lieber nach Großbritannien gereist.

        • Und das ist jetzt warum ein Argument pro Mindestlohn? Lasst die Bauern doch selbst herausfinden, wie hoch der Lohn sein muss, damit die ausländischen Erntehelfer nicht nach Großbritannien weiterreisen.

          2
  • Es sind fast nur Ausländer, die als Saisonarbeiter für einige Wochen als Erntehelfer fungieren.
    Wer diesen Leuten – in deren Heimat ganz andere Lohnniveaus normal sind – deutschen Mindestlohn zuerkennt, ruiniert in der Tat die deutsche Landwirtschaft, die in diesem Bereich tätig ist.

    ABER: Ich möchte nicht wissen, wie viele der betroffenen Landwirte inklusive ihrer Familien Kartellparteien wählen und damit an dem Ast sägen, auf dem sie NOCH sitzen !

    • Genau so ist es. Sich lautstark beschweren, die AfD verteufeln, aber immer schön Altparteien wählen.

    • Und einigen diese Bauern und deren Familien geht es wirtschaftlich auch sehr gut.

      • Als Selbständiger schaue ich bei Berichten aus/über die Landwirtschaft immer auf den Zustand der Betriebe (und wenn möglich auf die private Situation).

        Meistens zeigt diese Betrachtung exzellent aufgestellte Betriebe!
        „Jaaaa … ist Alles bankfinanziert!“
        Das ist in der Wirtschaft keine Ausnahme.
        Allerdings finanziert „die Bank“ nur Investitionen, die (zumindest!) 100%ig wieder rein kommen!
        Dafür müssen die Bilanzen aber schon stimmen …

        Deutschland braucht eine unabhängige Institution, die solche Wirtschaftszweige objektiv prüft und gegebenenfalls ausbremst.

        Wäre bei der derzeitigen Energiesituation z.B. ÄUßERST hilf- und ertragreich !!!

        • Jeder Marktteilnehmer mit entsprechender Lobby kann die Regeln bestimmen. Da sind Politiker unisono immer „hilfreich“ …

          (War da nicht mal Was mit einem Hern Weimer?)

          1
    • Die AfD unterstützt den gesetzlichen Mindestlohn explizit und lehnt seine Abschaffung aber auch eine unverhältnismäßige Erhöhungen ab. Das macht sie allerdings noch lange nicht zur Alternative. Wer den ständigen Versprechungen der anderen Parteien nicht glaubt sollte das erst recht bei den simplen Angeboten der AfD tun.

    • Moment. Sie wollen ernsthaft Leuten, die in Deutschland arbeiten (und Abgaben zahlen müssen) den Mindestlohn verweigern, weil die in ihrer Heimat (möglicherweise) weniger Geld für diese Arbeit bekommen würden? Wie unterirdisch ist das denn? Pflücken Sie sich ihren dämlichen Spargel doch selbst, Sie selbstgefälliger Moepp.

  • Dann ist es ja gut, dass der Verbraucher auf Produkte aus dem Ausland zurückgreifen kann …
    Schon genial was diese Regierung umsetzt. Wir fahren die Industrie gegen den Baum, wir fahren die Landwirtschaft gegen den Baum, von Bildung, Pflege und Rente brauchen wir gar nicht erst reden …

    • … vom Binnenmarkt schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

      Der Pferdefuß einer „exportorientierten“ Volkswirtschaft.

      Seit Frau Dr. Merkel ist es ja eher eine „arbeitskraftimportorientierte“ Volkswirtschaft.
      (Obwohl Arbeitskräfte zu tausenden frei werden)

      Seit Herrn Dr. Habeck und Fr. Baerbock eine „geldexportierende“ Volkswirtschaft.
      (Obwohl objektiv betrachtet das nötige Geld erst „gedruckt“ werden muss.

      Seit Herrn Merz eine „waffenproduzierende und -verschenkende“ Wirtschaft.
      (Auch die dafür nötigenden Gelder müsen fortlaufend „gedruckt“ werden)

      Wir faffen daff!

  • Für 1 Kilo Erdbeeren aus Griechenland (einwandfrei und lecker!) habe ich kürzlich 1,98 € im Supermarkt bezahlt. Deutsche Erdbeeren kosteten letztes Jahr im Schnitt über 10 € pro Kilo. Da stimmt doch etwas nicht, oder?

  • Dexit…

  • Ok, Spargel muss dieses Jahr ausfallen. Muss schließlich die Ölmultis bezahlen, die haben mir als zweiter in die Taschen gegriffen. Numero Uno war mal wieder der Staat mit seiner CO2 Steuer. Also Spargelbauern, stellt Euch hinten an und haltet durch.

  • Dass der Spargel immer teurer wird empört die Leckermäuler. Was aber die Ursache hierfür ist, das wollen sie nicht wissen bzw. sie blasen in das Horn, dass ihnen die Nichtregierungsorganisationen GEWERKSCHAFTEN hinhalten.
    Da müsste der gebildete Bürger schon einmal überlegen, wofür er sich entscheidet: für Mindestlohn oder für bezahlbaren Spargel.

    • Nehmen wir mal an der Mindestlohn fällt weg. Dann arbeiten die Erntehelfer für nen Apfel und Ei. Würde das ihren Spargelgaumen entgegenkommen? Andere Frage. Würden sie für 5Euro die Stunde diesen Jop machen?

      • Job. Man sollte das dem Markt überlassen

        • In Anbetracht der Situaion, dass Deutschland per GG eine „soziale“ und keine „freie“ Marktwirtschaft hat, ist dieser Gedanke wohl nicht so ganz richtig.

          SOZIALE Marktwirtschaft bedeutet, dass die Errungenschaften der Wirtschft der Allgemeinheit zugute kommen, über Steuern / Abgaben.
          FREIE Marktwirtschaft bedeutet „America first!“, oder auf Deutsch: MIR erstmal das Meiste !!

          Das beweist allerdings, dass die Gewerkschaften sich in die freie Marktwirtschaft sauber eingeliedert haben. Denn sie kümmern sich nur um das aktuelle Einkommen der AN, und damit nur um die Erhöhung ihrer Beiträge = Einkünfte!

          Also nicht ansatzweise um deren Gesundheits- und Altersvorsorge =soziale Zukunft.
          Sobald der Rentner kein Geld mehr einbringt, hat er auch keinen Wert mehr.
          Punkt.

          1
      • Isarwanderer, solange es in Deutschland Geld für’s Nichtstun gibt, wird sich überhaupt nichts ändern. Gäbe es kein Bürgergeld, würden Menschen auch für 10 Euro Stundenlohn arbeiten. Ansonsten müssten sie verhungern und auf der Straße schlafen. Das Bürgergeld bringt alle um.

        • Jep, überall liegen die Kadaver der vom Bürgergeld niedergestreckten herum… Was wirklich alle umbringt, ist das unendlich destruktive Steigerungsspielchen. Aber das endet ja jetzt. Ätsch

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      • In den 80er haben wir als Kinder und Jugendliche auf den umliegenden Feldern Steine gesammelt, die musste weg, weil bei bestimmten Feldfrüchten wie Erbsen der Mähdrescher möglichst tief angesetzt wurde. Gab 6 DM pro Stunde, und das war für uns eigentlich ein ganz schöner Zuverdienst. Das war aber dann im Jahr darauf vorbei, da kamen andere, die rückten im Ford Transit an. Das wars dann. Schade. Möglicherweise durfte der das mit den Kindern und Jugendlichen nicht mehr.

    • Gewerkschaften sind garantiert keine NGO’s! der DGB ist das was der FDGB in der DDR war: Partei der Parteilosen. Der norwegische Gewerkschaftsbund, LO, ist an Mitgliederverrat unuebertroffen!!!

  • SPD brüstet sich mit Mindestlohn, andere bezahlen.
    Sozialpolitik Marke SPD!

  • Brüssel funktioniert so nicht. Zeiten sind das.

    • In Brüssel gibt es weniger Politiker (mitsamt Tross) als Lobbyisten.

      Oder um es mit Erich-Maria Remarque zu sagen:
      „Im Westen nichts Neues!“

  • „… jetzt gehen die Spargelbauern auf die Barrikaden“, ist das nicht ein bisschen spät. Vielleicht wäre es besser (gewesen) seinen Unmut einmal an der Wahlurne zu zeigen.

  • Alles im Plan des Kampfes gegen alles Deutsche.

  • Jede Leistung ist gleich: Spargelstecher:innen müssen Minister:innengehalt bekommen!

    • Wenn es danach geht, müssten Minister(mit und ohne PP) zahlen.

  • Schade, dass die Bauern immer nur für ihren eigenen Vorteil streiken. Sobald es ein paar Euro gibt, sind die wieder auf Linie.

  • Ein Erntehelfer in Deutschland macht in der Stunde ca. 15 bis 25 KG, weißer Spargel. Reinigung, Verkauf, Transport, neue Saat, usw. natürlich nicht zu vergessen …

  • Wir haben heute spanische Erdbeeren 500g für 99 Cent gekauft.
    14 Päckchen.
    Davon wird Marmelade- ohne Zucker -mit viel Wasser -gekocht.
    Wir sind heute reich geworden. Keller voller Leckereien. Reicht länger als ein Jahr.

    Das würden wir mit Deutschen Erdbeeren nie machen.
    Die gibt es frisch vom Erdbeerbauern und nur für Kuchen oder zum „so essen.“.
    Und weil wir keine teure Marmelade kaufen müssen–darfs für den Erdbeerbauern oder den Spargel–Kartoffel-Karotten-Apfel-Bauern gerne etwas mehr sein.

    Herzlichen Dank an alle Landwirte, ihre Mitarbeiter und ihre lieben, fleißigen Familien. Ich schätze Ihre Arbeit und verstehe Ihre Sorgen und Ihre Wut.

  • Mir unverständlich, wieso man ungelernte Arbeitskräfte mit Arbeitskräften mit Berufsabschluss gleich setzt.
    Das ist doch eigentlich die Ungleichbehandlung an sich.

    Wer als Ungelernter beispielsweise auf dem Bau arbeitet–sollte doch auch weniger Gehalt bekommen, als Menschen, die eine 3-jährige Berufsausbildung mit Abschluss vorweisen können.

    Klar muss doch sein, dass wenn man einem Ungelernten Mindestlohn bezahlt, dass dann der Chef sich genötigt fühlen muss, für den Ausgebildeten einen noch höheren Mindestlohn zu zahlen.–Das ist doch alles nicht mehr leistbar und dadurch wird die Kostenspirale ja gerade befeuert. Mehr Gehalt, je teurer wird die Ware.

    Auch habe ich das Lieferkettensorgfaltsgesetz so verstanden, dass Waren nur nach Deutschland eingeführt werden, wenn in den produzierenden Ländern ein vergleichbares Gehalt bezahlt und Sozialleistungen ähnlich sind..
    Gerade innerhalb Europas sollte das doch ein muss sein.

  • „Die Erntekraft ertastet die Sprossen, legt die Erde frei, setzt das Messer etwa 25 bis 30 cm unterhalb der Stange an und zieht sie heraus.“

    Und dann haste RÜCKEN und ISCHIAS !;-)

    • Aber nur die „Eingeborenen“.
      Die Polen und andere Erntehelfer kommen jedes Jahr (gerne) wieder.

      Man muss die Kaufkraft des erhaltenen Geldes in den Heimatländern mit einrechnen. Oft bekommen diese Erntehlfer auch kostenlose oder preiswerte Unterkunft vom Arbeitgeber.

      Und die zusätzlichen Kosten für Steuern und Sozialabgaben?
      So könnte man bei den Sozialabgaben die Gesundheitsversorgung auf akute Fälle begrenzen (weniger Beitrag) und auf die Renten- / Pflegeversicherung komplett verzichten.

      • Verpflegung auch – Bruchspargel.

  • , sprach der zertifizierte Biobauer von den Grünen! Ja, ich bin bei euch, Ihr habt ein echtes Problem. Ohne Subventionen läuft nichts.

  • Wer den Mindestlohn hintertreibt, sollte selber nicht mehr verdienen.
    Einen Knochenjob der mit ca 1650,- netto/Monat bezahlt wird, ist eben genau das, Schwerstarbeit für extrem wenig Geld.
    Sollen die Bauern den Preis an die Kunden weiter reichen.
    Den will niemand mehr bezahlen? Dann ist das Geschäftsmodell eben tot.
    Dann baut doch Kartoffeln an.

    Der Mindestlöhner hat schliesslich dieselben hohen Energiekosten, CO2 Steuern auf alles und extrem hohe Benzinpreise.

    Der Mindestlohn Vergleich mit anderen europäischen Ländern stinkt, wenn dort Lebenshaltungskosten im allgemeinen und zB Mieten, Strom und Sprit deutlich günstiger sind als in Deutschland.

    • Dazu kommt, das Spargel eher ein Luxusgut darstellt.
      Niemand *braucht* Spargel um sich gesund zu ernähren.
      Es käme wohl auch niemand auf die Idee, seine Mitarbeiter zu knechten, die für ihn
      Kobe Rinder züchten, Champagner herstellen oder Ferraris zusammen schrauben.

      Ausserdem sollten ja die hohen Transportkosten durch extreme Spritpreise die Importe dämpfen und die Konkurrenz fernhalten? Oder nicht?
      Wer Luxus schnabulieren will, soll eben Luxus zahlen.

      -16
      • Dann hast du auch nichts gegen eine Erhöhung von 100% auf Avocados und Sojamilch. Braucht man nicht und ist Luxus.
        Weißt du eigentlich warum Spargel in Deutschland so einen hohen Stellenwert hat? Es ist eine der ersten früchte die im Jahr geerntet werden und läuten damit den Beginn der fruchtbaren Tage ein. Aber wen interessiert schon Kultur und Geschichte.

        • @ Dorie:
          SOWAS will hier doch Keiner lesen !
          Meckern könne Alle perfet, mit simpler Betriebswirtschft sind sie dann aber sehr schnell überfordert.

          Also:
          Ferrari und Lambo für 30.000 € auf den Markt, Rolex für 30-40€, Fernreisen für max. 300€, Malle per Gutschein.

          (VORSICHTSHALBER 😮 : Sarkasmus)

          0
        • @Berliner
          Wenn sich Avocados & Sojamilch nicht produzieren lassen, ohne den Mindestlohn zu unterschreiten, dann muss der Preis steigen.
          (Und mir ist klar, dass Avocados importiert werden.)
          Ich interessiere mich durchaus für Kultur und Geschichte.
          Das Spargel auch Kulturgut ist, meinetwegen.
          Aber auch ein Kulturgut sollte nicht von Arbeitssklaven geerntet werden, da stimmen Sie mir doch zu?

          -9
      • Meine Oma kannte keine Avocados und keine Sojamilch, ist trotzdem 95 Jahre alt geworden.

        „Back to the roots!“ würde der Franzose sagen … 😉

      • Niemand braucht moralinsaure Bettelmönch*innen, die anderen den Spaß am Leben verbieten wollen, nur weil sie selbst wegen ihrer missgünstigen Bösartigkeit nicht wissen, wie das geht.

  • Wer isst denn schon Spargel?
    Zu 90% Wasser und der Rest 10%. Und dafür soll ich 15 Euro/kg zahlen?
    Ich glaube es hackt.
    Und der Urin stinkt danach nach dem Zeug.

  • Wenn ich Spargel essen würde würde ich es mit Spargel machen wie mit den Erdbeeren, ich kaufe nur welche aus Griechenland und Spanien. Wenn dann die deutsche Ware auf den Markt kommt habe ich mein Soll intus. Warum sollte ich diese horrenden Summen für deutsche Ware bezahlen.

  • Erntearbeit scheint menschenunwürdig zu sein–deshalb ist es wohl ein deutsches Menschenrecht –Bürgergeld zu beziehen.

    Und wenn demnächst die Familienversicherung bei Krankenkassen für in Deutschland Lebende wegfallen wird–wird es evtl. nur noch Saisonfachkräfte in Deutschland geben.

  • Das dämliche Deutschland und die schlauen Asiaten.
    Schlagzeilen: NTV: Trotz zu erwartender Knappheit exportiert Deutschland Diesel.
    Frankfurter Rundschau: Tanker dreht kurz vor Europa ab: Warum Asien Europas Diesel wegkauft.

    • Der Diesel an sich ist ja nicht so teuer.
      Vergoldet wird er erst, wenn er in einer deutschen Tankstelle ankommt und der deutsche Staat den Preis mehr als verdoppelt.
      Sollte das in Asien nicht so sein, kann man natürlich etwas mehr zahlen.
      Und bei uns steigt der Preis dann durch zusätzliche Verknappung.

      Dank grüner Klima Politik und dem immer wiederkehrenden Krieg im nahen und mittleren Osten.

      • Na komm Dorie … 😮

        Deutschland hat doch „Sondervermögen“, das reicht dann für Alle!
        (Vorsichtshalber: Sarkasmus)

  • tja vielleicht mal lernen wirtschaftlich zu produzieren. Keine Traktoroldtimersammlung pflegen, restaurieren und mit grünem Nummernschild betreiben. Grundwasserschichten mit Tiefbrunnen zerstören bis die städtische Wasserversorgung nicht mehr funktioniert.

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