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Nur falsche Prognosen und viel heiße Luft: Jetzt brechen Merz’ Wirtschafts-Versprechen endgültig zusammen

Friedrich Merz hat seit Beginn seiner Amtszeit immer wieder die große „Wirtschaftswende“ angekündigt. Die Summe der nicht eingetroffenen Ankündigungen ergibt eine ernüchternde Bilanz des Versagens.

Friedrich Merz zu Gast als Festredner beim Festakt in der Schützenhalle Hüsten bei Arnsberg. (IMAGO/Maximilian Koch)

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In seiner ersten Regierungserklärung verkündete der Kanzler sein wirtschaftspolitisches Ziel: Deutschland solle „wieder zu einer Wachstumslokomotive werden, auf die die Welt mit Bewunderung schaut.“ Die Regierung werde „deshalb alles daransetzen, Deutschlands Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen.“ Die Arbeitsplätze der „produzierenden Industrie“ sollten unbedingt „erhalten“ werden. Merz sprach sogar davon, dort „neue Arbeitsplätze“ zu „ermöglichen“.

Die größte Gefahr für schön klingende Politikerworte ist die Realität: Die Verluste an Industriearbeitsplätzen gehen weiter. Seit 2019 gingen mehr als 341.000 Arbeitsplätze verloren, deutlich über 100.000 davon in der Regierungszeit von Friedrich Merz (mehr dazu hier). Und Aussicht auf Besserung besteht auch nicht, im Gegenteil. Unternehmen planen weiterhin, Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen.

Da haben wir gleich zwei gebrochene Versprechen. Weder wurden Arbeitsplätze gesichert, noch konnten neue geschaffen werden. Im Juli 2025 folgte die nächste glorreiche Ankündigung: „Deutschland ist zurück. Es lohnt sich wieder, in Deutschland zu investieren“, versprach der Bundeskanzler im Rahmen der Initiative „Made for Germany“. Das Land stünde vor „einer der größten Investitionsinitiativen, die wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten gesehen haben“.

Ein Jahr später könnte das Kollektivurteil der Investoren kaum deutlicher sein. Die Auslandsinvestitionen in Deutschland sind so niedrig wie seit 17 Jahren nicht mehr. Damals gab es übrigens eine Weltwirtschaftskrise. Was mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland in einer erneuten globalen Finanzkrise geschehen würde, möchte man sich gar nicht ausmalen.

Raum für eine abermalige Konjunkturdelle lässt die strukturelle Krise der Bundesrepublik jedenfalls nicht. Während fast die gesamte Welt wächst, muss das Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik mit der Lupe gesucht werden. Auch das hatte sich der Bundeskanzler anders vorgestellt – und vor allem anders in Aussicht gestellt.

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Im August 2025 war Merz der festen Überzeugung, auf dem richtigen Weg zu sein: „Unsere erste Priorität liegt darin, unsere Volkswirtschaft aus der Rezession herauszuholen. Wir haben die Wende eingeleitet und die notwendigen Wachstumsimpulse gesetzt.“ Und weiter: „Wir beobachten jetzt schon, dass die Stimmung sich verbessert.“

Im Wahlkampf hatte die CDU noch mittelfristig „Wachstumsraten von mindestens zwei Prozent“ versprochen. Im Koalitionsvertrag ist von einem „Potenzialwachstum“ (also dem Durchschnittswachstum abseits von konjunkturellen Zyklen) von „deutlich über ein Prozent“ die Rede.

2025 erdreistete die Wirtschaft sich dann, trotz all der marktwirtschaftlichen Großreformen der Bundesregierung und der umfassenden Steuersenkungen, um lediglich 0,2 Prozent zu wachsen – glaubt Friedrich Merz das wirklich? Noch rechnet Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für das Jahr 2026 mit mauen 0,5 Prozent BIP-Zuwachs.

Ein zuverlässiges Muster sind dabei die ständigen Korrekturen der Wachstumsprognosen nach unten. Im Herbst 2025 prognostizierte die Bundesregierung noch 1,3 Prozent Wachstum für 2026, im Januar folgte die Reduktion auf ein Prozent, mittlerweile sind wir bei 0,5 Prozent angelangt.

Wirtschaftswachstum steht kurz vor dem Status eines Fabelwesens. Die verbliebenen 0,5 Prozent erklären sich quasi gänzlich durch auf das Wochenende fallende Feiertage in diesem Jahr – selbst die historische Neuverschuldung des Bundes erzeugt keine Regung bei den Unternehmen mehr. Die deutsche Wirtschaft kommt real überhaupt nicht vom Fleck. Die strukturellen Probleme des Landes sind zu groß, als dass sie sich von der Motivationsrhetorik von Friedrich Merz beeindrucken ließen.

Zunehmend verzweifelt wirken Merz’ Versuche, die Wirtschaftswende per Sprechakt einzuleiten. Nur als unfreiwilligen Slapstick kann man etwa seine Regierungserklärung aus dem März 2026 verstehen: Darin behauptet der Bundeskanzler, dass die Regierung nun „selbst angelegte Fesseln“ ablegen würde und „Impulse für eine neue Wachstumsdynamik“ freisetzen werde. Die Stromkosten sind zu hoch, die Abgabenlast zu erdrückend, die Bürokratie zu einengend, der internationale Wettbewerb zu stark, um mit ein paar netten Bundestagsauftritten und Koalitionskompromissen mit der SPD das Ruder herumreißen zu können.

Seit 2019 stagniert Deutschland als Volkswirtschaft insgesamt. Der Pro-Kopf-Wohlstand in Hartwährungen wie dem Schweizer Franken liegt deutlich unter dem Niveau vor der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 – während sich andere westliche Staaten wie die USA deutlich steigern konnten. Es ist die deutsche Wettbewerbsfähigkeit im Besonderen, die in den letzten zwölf Jahren immer weiter zurückgefallen ist und nun auf Platz 25 liegt.

Friedrich Merz trat an, um das zu ändern. Mit keinem anderen CDU-Politiker waren so viele Hoffnungen auf wirtschaftliche Besserung verknüpft. Sein Platz in den Geschichtsbüchern wird durch dieses Thema definiert werden. Höchstwahrscheinlich werden die Buchseiten nicht allzu freundlich zu ihm sein.

Zum Glück hat Friedrich Merz für das eigene Seelenheil ein Trostpflaster gefunden. Während er in seiner ersten Rede als Bundeskanzler noch die fleißigen Menschen im Land lobte, fordert er von denselben Leuten nun mehr Arbeitseinsatz. Das mag dazu führen, dass er besser schlafen kann. Den deutschen Unternehmern, die ihre Angestellten kündigen und Standorte schließen müssen, ist damit leider nicht geholfen.

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75 Kommentare

  • Gibt es eigentlich ein Versprechen, das Merz eingehalten hat? Würde mich wirklich interessieren!

    • Bis jetzt das Eheversprechen.

    • Er hat versprochen, seinem Auftraggeber, dem WEF, treu zu dienen, seinen Wohlstand zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden.

      • Ist ihm fast gelungen! Scherz!!!!

    • Naja, der Ukraine hat er doch so einiges versprochen – und wie Sie sehen, diese Versprechungen hält er doch.

    • Da sollte man unterscheiden, wem gegenüber er etwas versprochen hat. Für die Deutschen hat er nur arrogante Verachtung übrig. Seine Taten (auch im Sinne von Unterlassung) und Worte zeigen das überdeutlich.

    • Er liefert Kriegswaffen an die Ukraine und droht Russland ernsthaft mit Krieg. Das hat Merz versprochen.Mal sehen wie denn der Angriff Deutschlands auf Russlsnd aussieht.

  • Die deutsche Wachstumslokomotive steht doch schon im Museum!

  • Wer noch auf das tote Pferd Merz setzt….mehr darf ich nicht schreiben.

    • Machen leider noch viel zu viele.

    • Mehr kannst du nicht schreiben.

      -102
      • Mehr brauchst du auch nicht zu schreiben …

      • Mehr würdest du nicht verstehen, Atlas.
        Schlaf weiter, oder mal noch ein paar Schilder für die Omas.

        • Bin lieber von Omas umgeben als von gar keinen Frauen.

          -83
      • Ach, Sie Depperl wieder..

  • Herr Merz, treten Sie zurück.

  • Meine Güte, der Mann musste doch erst einmal die Migrationskrise lösen, was ihm doch auch absolut gelungen ist. Dann musste er doch Geld für die Ukraine beschaffen. Auch hier ist er voll auf Kurs. Und schließlich noch die Brandmauer gegen die pööse AfD ständig erhöhen. Dann muss er sich noch um die Sicherheit der Kinder im Internet kümmern. Also, man muss dem Mann doch etwas Zeit lassen. Die Wirtschaft, also, das macht der doch so nebenbei.

    • Und Strafanzeigen muss er auch stellen!

  • Wenn man im Auto den Rückwärtsgang einlegt muß man ernsthaft damit rechnen daß man rückwärts fährt. Oh, Nein, Doch!

  • Anfang Juli ist Ende Merz 💙

  • Am ersten Tag meiner Amtszeit…Das waren noch Ankündigungen im Wahlkampf von Merz. Damit ist zu Merz bereits alles gesagt.

  • Die Wirtschaft wendet Deutschland den Rücken zu und flieht.

    Das i s t die Wirtschaftswende.

    Das war die Wirtschaftswende schon bei Merkel und Scholz.
    Das bleibt jetzt auch so. Rette sich, wer kann.

    Die Türkei hat jetzt gerade ein Gesetz durchgebracht.

    Wer jetzt einwandert, bleibt die nächsten 20 Jahre hinsichtlich der Auslandseinkünfte steuerfrei.

    Neugegründete inländische Firmen werden nur noch pauschal besteuert.

    Man muss ja Erdogan nicht mögen. Für jede Opposition ist die Türkei ein unbequemes Land geworden. Für „indigene“ Christen auch. Böhmermann könnte dort nicht überleben. Aber ein Durchschnittsbürger, der nicht innenpolitisch am Bosporus wirken möchte, schon.

    Weder Russland noch die USA werden dort aber ihre Raketen abladen.

  • Treibt die Rache eines Nazienkels Deutschland in den Krieg mit Russland?
    Von
    Kersten Augustin und Martin Teigeler
    Josef Paul Sauvigny, der Großvater von Bundeskanzler Friedrich Merz, hat sich persönlich um die Mitgliedschaft in der NSDAP bemüht. Zudem beantragte er seine Mitgliedschaft in der Nazipartei früher als bisher bekannt. Dokumente, die der taz vorliegen, widerlegen die frühere Aussage von Friedrich Merz, sein Großvater sei „ohne eigenes Zutun“ Mitglied der NSDAP geworden.
    Der taz liegen die Personalakte von Josef Paul Sauvigny aus dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen sowie der Auszug aus der NSDAP-Mitgliederkartei aus dem Bundesarchiv vor. Die Dokumente belegen, dass Sauvigny bereits am 1. Mai 1937 Mitglied der NSDAP wurde und damit früher als bisher bekannt. Seinen Mitgliedsantrag hat Sauvigny der Personalakte zufolge zwischen Mai 1933 und Februar 1936 gestellt. Weiter heißt es in der Akte, er habe sich als SA-Mann „eifrig betätigt“ und unterstützte die NSDAP.

    • Heisst das etwa, dass Merz ein Kanzler mit Nazi-Hintergrund ist? Genauso wie bei Baerbock und Habeck? Ich frage für einen Freund… 🤔

      • Sagen Sie ihrem Freund: Ja, genau das heißt das!

  • Außer horrenden neuen Schulden und hohlen Versprechungen hat es bisher nicht gegeben.

    Auch beim Thema Bürokratieabbau tut sich nichts, eher das Gegenteil.
    Und beim großen Thema Migration wird es auch immer mehr statt weniger.

    Merz ist kein Macher, der Problrme anpackt, in den Lösungsmodus geht und der SPD die Leviten liest.
    Ein Macher hätte der SPD längst die Koalition gekündigt: Was nicht zusammenpasst, muss schnell wieder trennen. Dann sucht man sich Partner, mit denen man die wichtigen Probleme auch lösen kann….
    Zum Wohle der eigenen Bevölkerung. Darauf hat der Herr einen Eid geleistet!

  • Ein Tipp an die CDU: „Wenn man merkt, dass man ein totes Pferd reitet, muss man absteigen!“

    • Die steigen nicht einmal dann ab, wenn der Verwesungsgeruch unerträglich wird.

  • Nein. Denn seit Jahrtausenden übertragen Gesellschaften ihre Eigenverantwortung an vermeintlich wohlwollende Eliten, z.B. Gurus, Kirchen, Staat, Politiker, … und beklagen anschließend wie Kleinkinder, wenn der Weihnachtsmann (wohlwollende Elite) eigennützig handelt, z.B. versprochenen Geschenke nicht liefert.

    Die Sehnsucht nach einer wohlwollenden Elite ist die Ursache und nicht die Folge, wenn beklagt wird, warum die Elite die Sehnsucht nicht erfüllt, z.B. Versprechen nicht einhält.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Sehnsucht nach einem Weihnachtsmann nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

    • Können Sie auch Eigenständig oder nur Papageiengeplapper?

  • Ich schlage vor, der Herr Bundeskanzler nimmt einmal ein paar Nachhilfestunden bei der promovierten und praxiserprobten Spitzenökonomin Dr. Alice Weidel.

    Er hat nämlich ausweislich seines Redens und Handelns keine Ahnung von Volkswirtschaft.

    • Merz ist ja auch Jurist und kein Wirtschafts- oder Finanzexperte. Bei Blackrock war er ja auch primär Lobbyist, wo er seine Kontakte in die Politik finanziell ummünzte.

  • Jeden Tag neue Feststellungen und neue Erkenntnisse, die belegen, dass Merz als Kanzler absolut ungeeignet ist. Er hat sich den Posten als Kanzler durch bewusst falsche Versprechen regelrecht erschlichen.

    • Auf Neudeutsch nennt man Leute, die sich durch falsche Angaben und Versprechen eine lukrative Position erschleichen, schlichtweg einen BETRÜGER. Diesen Fall sehe ich hier bei Merz. ☝️🧐

  • Noch paar Tage weiter so regieren und er bekommt die große Siegesprämie vom WEF ausgezahlt,das kann man doch aussitzen,oder?
    Deutschland besenrein übergeben war sein Ziel,wir sind wahrlich nahe dran.

  • „Ich suche überhaupt nicht nach irgendwelchen Alternativen“,braucht er auch nicht,die Alternative ist schon im Büro und sägt am Stuhl !!!

  • Sagt ihm eigentlich niemand, dass er zum Kanzler nicht geeignet ist …?

    Nur schwadronieren und die Problemlösung ständig in die Zukunft verlegen, ohne diese je sofort anzupacken.

    Diese Politiker ziehen unser Land auf allen Ebenen seit gut 15 Jahren immer mehr nach unten, und das immer schneller.

  • Tja…..der Lack ist ab…..

  • Pinocchio will doch nur ein richtiger Junge sein.

  • Vor allem: Besten Dank an all die verbohrten Altparteienwähler!

  • Kriegen wir bald die Antworten auf die 551 zu lesen?
    Pinocchio ihr Auftritt!

  • Der große Mann aus dem Sauerland, mit der großen Nase, scheint ein Luftikus zu sein der in seiner eigenen Welt lebt.

    • Bitte, Merz stammt aus Arnsberg – das ist das Hochsauerland, nicht das Sauerland. Wir Sauerländer reagieren da aus irgendwelchen Gründen sehr empfindlich.

      • Merz stammt aus Brilon. Arnsberg ist nur sein aktueller Wohnort.

    • Die Sauerländer kriegen die Krise vor lauter Verblendung anscheinend gar nicht mehr mit. Da wird dem Kanzler für warme Luft applaudiert, während das Land wirtschaftlich absäuft. Totaler Realitätsverlust im bürgerlichen Kuschelkreis!

  • Jetzt können ihn eigentlich nur noch ein AfD-Verbot oder eine Affäre von Wüst mit seiner AfD-wählenden Putzfrau retten.

  • Dieser Mann träumt! Seine Parteifreunde träumen auch. Härtere Bezeichnungen für deren Realitätsferne verkneife ich mir.
    Diese Regierung regiert nicht, – ist sie wohl nicht zu befähigt – sondern hat nur ein politisches Ziel: Nieder mit der AfD. Dieser Kampf fordert alle Kraft und wohl auch allen Intellekt.

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