Noch dieses Jahr weniger Läden als 1990?: So kaputt ist der deutsche Einzelhandel
Die Zahl der Geschäftsaufgaben im deutschen Einzelhandel steigt weiter an. Laut einer Prognose könnte es bereits in diesem Jahr erstmals weniger als 300.000 Geschäfte in Deutschland geben. Die Politik der Bundesregierung beschleunigt diese Entwicklung.
Der heimische Einzelhandel steht zunehmend unter Druck. Überbordende Bürokratie und eine schwache Konsumstimmung erschweren es vielen Geschäften, profitabel zu wirtschaften. Bereits in den vergangenen Jahren mussten zahlreiche Einzelhändler vor diesem Hintergrund Insolvenz anmelden. Eine Entspannung dieser Entwicklung ist auch künftig nicht in Sicht.
Einer aktuellen Schätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge könnte die Zahl der Geschäfte noch in diesem Jahr unter die Marke von 300.000 fallen. Konkret wird erwartet, dass die Zahl der Einzelhandelsbetriebe im laufenden Jahr um 4.900 auf 296.600 zurückgeht. Sowohl Schließungen als auch Neueröffnungen sind in diesen Zahlen bereits berücksichtigt.
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Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, käme dies einem alarmierenden Einschnitt für den deutschen Einzelhandel gleich. Erstmals seit der Wiedervereinigung würde die Zahl der Geschäfte unter die Marke von 300.000 fallen und einen absoluten Tiefpunkt erreichen.
Bereits in den vergangenen Jahren hatten bundesweit zehntausende Läden schließen müssen. Ende 2015 gab es noch rund 372.000 Geschäfte. Besonders während der Coronamaßnahmen-Krise spitzte sich die Lage dann zu. Da viele Geschäfte zeitweise nicht öffnen durften, kam es zu erheblichen Umsatzeinbußen. Im Jahr 2021 ging die Zahl der Geschäfte um 11.500 zurück, 2022 um weitere 11.000.
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Eine der Branchen, die besonders stark von den Folgen der Corona-Maßnahmen betroffen war, ist das Bäckerhandwerk. Erst kürzlich musste – auch bedingt durch Pandemie-Folgen – die älteste familiengeführte Bäckerei Deutschlands schließen (Apollo News berichtete).
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Ein aktuelles Beispiel ist der Hemdenhersteller Eterna. Anfang März wurde bekannt, dass das Unternehmen aus Passau seinen Betrieb nach 163 Jahren einstellen wird. Ein Sanierungsverfahren sowie die Suche nach einem potenziellen Investor sind gescheitert. Bis zu 400 Mitarbeiter sind betroffen (Apollo News berichtete).
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Neben den Verwerfungen durch die Corona-Pandemie ist ein zentraler Grund für das Ladensterben im deutschen Einzelhandel die hohe Kostenbelastung am Standort. Insbesondere steigende Energiekosten, der politisch festgesetzte Mindestlohn und eine zunehmende Bürokratie tragen dazu bei, dass immer mehr Einzelhändler den Weg zum Insolvenzgericht gehen müssen.
Eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) aus dem Jahr 2024 zeigt, dass 97 Prozent der Handelsunternehmen in den fünf vorangegangenen Jahren einen Anstieg bürokratischer Anforderungen festgestellt haben. 89 Prozent bewerten diese Belastung als hoch oder sehr hoch. Besonders Dokumentationspflichten (74 Prozent) und Berichtspflichten (71 Prozent) werden als stark belastend empfunden. Dazu zählen unter anderem Kassen- und Umsatzdokumentationen, deren Anforderungen sich zuletzt weiter verschärft haben. Seit 2025 müssen elektronische Kassen- und Aufzeichnungssysteme beim Finanzamt gemeldet werden.
Dass sich die Situation auch durch die neue Bundesregierung nicht verbessert hat, zeigt eine Erhebung des Handelsverbands Nordwest (HNW). Für 59 Prozent der rund 600 befragten Handelsunternehmen bleibt der Bürokratieabbau auch im Jahr 2026 das wichtigste Anliegen.
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Hinzu kommt die schwache Konsumstimmung der deutschen Verbraucher. Erst vor Kurzem hat die Sparneigung in Deutschland den höchsten Stand seit der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 erreicht (Apollo News berichtete). Das bekommen die heimischen Einzelhändler unmittelbar zu spüren: Die Verkäufe gehen zurück, und damit sinken auch Umsatz und Gewinn.
Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Unsicherheit infolge der geopolitischen Spannungen und des anhaltend hohen Preisniveaus zurückzuführen. Hinzu kommen Herausforderungen in der Sozialpolitik: Wachsende Defizite in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sowie steigende Kassenbeiträge führen zu geringeren Nettoeinkommen. Viele Deutsche entscheiden sich daher zunehmend dafür, zu sparen, statt Anschaffungen zu tätigen.
Auch die Verlagerung des Konsums hin zum Onlinehandel spielt natürlich eine zentrale Rolle und setzt den stationären Einzelhandel zusätzlich unter Druck. Wenn Verbraucher verstärkt online einkaufen, weil es günstiger und bequemer ist, werden Umsätze direkt aus den stationären Geschäften abgezogen. Die Margen geraten unter Druck, die Umsätze sinken – und letztlich wird auch das Ladensterben weiter beschleunigt.
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schon vorstellbar.
die tagtaeglich durch inflation enteigneten menschen werden ihr geld nur fuer das allernoetigste ausgeben, lebensmittel, wohnen, energie.
viel wird beim durchschnittsbuerger nicht fuer weiteren konsum uebrigbeiben, wenn ueberhaupt.
lediglich staatsalimentierte koennen sich noch einigermassen gut ueber wasser halten.
aber ist die zahl der politiker und ihrer dunstkreise gross genug, um alle geschaefte zu erhalten?
die anderen staatsalimentierten kaufen hier sowieso nichts, sondern schicken ihr geld in die heimat.
Es sind die von Hause aus Wohlhabenden, die den Konsum noch aufrechterhalten. Nur mit einem Gehalt, auch wenn es ein gutes ist, geht hier nicht mehr viel.
Die Stimmung ist immer noch viel zu links grün. Gemischt mit unerklärlichen 30% CDU. Ein solches Land das sich selbst derart hasst hat keine Wende verdient.
Ein Land für das ein Wal wichtiger als Arbeitsplätze, Industrie und Inflation-Preisanstieg wichtiger ist, geht es noch nicht schlecht genug. Das erwachen kommt noch. Ich halte mir Popcorn bereit. Das wird die beste Soap ever.
Wird dann aber in der nächsten Staffel ein Drama.
Wer CDU wählt, wählt den Untergang dieses Landes. Merkel hat ganze Arbeit geleistet.
Ich besuche seit 20 Jahren einen Friseur in der Innnenstadt meines Wohnortes. Großstadt Ruhrgebiet mehr als 300000 EW. Der Salon befindet sich in der 1. Etage eines Geschäftshauses und bietet von den Bedienplätzen einen guten Blick auf einen Teil der Fußgängerzone. Was ich dort sehe, animiert mich überhaupt nicht Einkäufe in der Innenstadt zu machen, geschweige denn zu bummeln. Und das seit mindestens 10 Jahren.
Billigkonsum = Wegwerfgesellschaft, kann weg. Es muß wieder mehr Qualität vor Ort hergestellt werden, dann wird wieder nur einmal, aber dann fürs Leben, gekauft.
Weniger Ressourcenverbrauch und weniger Abfall.
Mehr hochpreisige Arbeitsplätze vor Ort…
Mein Eindruck ist, dass die Leute merken, dass die Zeiten in ökonomischer Sicht härter werden und daher weniger Geld ausgeben.
Die Lösung wären insbesondere Reformen, Deregulierung und eine erheblich niedrigere Priorität für Klimaschutz. Aber das lassen die linken Parteien nicht zu. Sie haben die Verhinderung dessen geradezu zu ihrer Identität gemacht. Unternehmen werden quasi als Feind betrachtet, weshalb sogar noch eher Regulierung auf- statt abgebaut wird.
Das Stadtbild wird sich von Rewe, H&M, Karstadt und Eiscafés hin zu Shisha, Döner und Bet&Win ändern.
Die restautochthone Bevölkerung wird Innenstädte meiden und in die Einkaufszentren am Stadtrand ausweichen.
Die Soziologie nennt dies „White Flight“. Zurück bleiben Kasbahs, yalla!
Da sich das Stadtbild zum negativen ändert, besonders Innenstädte ,verzichte ich lieber auf abenteuerliche Spazier-und Einkaufsgänge . Ich danke auch hier dem unerschöpflichen Wirken der Schwarzrotgrünen die viele Innenstadtzonen mit Barbier- und Shisha-Shops und Teestuben angereichert haben.
Desweiteren gefällt mit der Anblick der Vollverkleidungs-Fetischistinnen nicht sonderlich – da ist die Frauenmode Europas wesentlich ansprechender .
Auch mein Motiv, die Städte zu meiden. Außerdem hab ich weder Lust mich „Filzen“ zu lassen, weil ich mich in einer „Messerverbotszone“ befinde und als weißer Mensch verdächtig bin, noch ein Geschäft zu betreten, daß mir während Corona für viele Wochen den Zutritt verweigert hat! Sie wollten mein Geld damals nicht und heute will ich nicht, daß sie es haben!
So ist es richtig. Wir vergessen nicht. Ich will Handschellen klicken hören.
Ein schönes Beispiel deutscher Bigotterie oder Maßen -Schizophrenie der Generation Konsumismus.
Man beklagt am Tag unentwegt die runtergerockten deutschen Innenstädte, um dann am Abend bei Zalando, Temu und Amazon, neuen Müll aus China zu bestellen.
Könnte aber auch sein, daß man nicht vergessen hat, daß es eine Zeit gab in der sich die Einzelhändler ihre Kunden ausgesucht haben und diese dadurch für immer verloren haben! Und dann gibt es noch andere Gründe nicht mehr allzu gern in die Stadt zu gehen, denn das Bild hat sich verändert undzwar drastisch!
Das stimmt nur teilweise, was Sie behaupten! Vielfach ist man gezwungen, Dinge übers Internet zu bestellen, weil es für das, was man kaufen möchte, vor Ort keinen Anbieter mehr gibt oder sich der nächste 50km oder mehr vom Wohnort entfernt befindet. Selbst, wenn Sie dann ein KFZ zur Verfügung haben, lohnt sich der Aufwand nicht.
Beispiel: Scherblattfolie für den Elektrorasierer
Trifft jedoch nicht auf alle zu. Es gibt Menschen, die wenig im Internet bestellen und vor Ort einkaufen.
Am Besten selbst Vorbild sein.
…wer traut sich denn noch in die Innenstädte zum Einkaufen?
@Neues aus Absurdistan
„Man beklagt am Tag unentwegt die runtergerockten deutschen Innenstädte“
Wer tut das?
Das tun vor allem die Einzelhandelsverbände und die Politiker.
Die Bürger stimmen mit den Füßen ab und gehen nicht mehr in die Innenstädte, weil es sich nicht lohnt. Stichworte: Stadtbild, Servicewüste, Preissteigerungen, Landenöffnungszeiten.
Die einzige Gruppe die ich kenne die meckert sind die alten, die wenn sie denn mal in eine Innenstadt kommen eine dramatische Differenz zwischen ihrer Erinnerung und der aktuellen Realität wahrnemen.
Das Modell Einzelhandel hat sich, ausser für Frischwaren, schon erledigt. Selbst in diesem Bereich kommt es unter Druck.
Ob die Leute im stationären Einzelhandel oder bei Lieferdiensten arbeiten ist im Endeffekt egal.
Die Effizienz steigt auch wenn anstatt „allen“ nur wenige Lieferfahrzeuge unterwegs sind.
Innenstädte sind mittel- bis langfristig nur für Freizeitgestaltung und Kultur interessant… was das Stadtbild um so wichtiger macht.
Ich wollte vor zwei Jahren meine im Urlaub verlegte „Casio“ nachkaufen.
Bin sowieso einmal in der Woche in der Innenstadt, also jedesmal zum „Karstadt“.
Das Modell war über zwei Monate nicht vor Ort.
Diesbezügliche Nachfragen an die Verkäuferinnen über die Lieferzeit, gestalteten sich äußerst schwierig, da diese die Kundschaft geflissentlich übersahen.
Ich stand einmal am Verkaufstresen und wartete bis die, direkt vor mir, hinter dem Verkaufstresen stehende Verkäuferin, die sehr hingebungsvoll den Flyerständer auffüllte, Zeit für mich aufbringen konnte.
Ich war nun wirklich nicht zu übersehen. Als sie mit dem Auffüllen fertig war, drehte sie sich ohne ein Wort an mich um, und ging zum nächsten Ständer!
Nun, die Arbeitsplätze bei Karstadt scheinen gesichert zu sein….
Bestellt habe ich die Uhr dann über Amazon, wo diese die ganze Zeit über schon zu bestellen gewesen wäre……
In einer freien Marktwirtschaft regelt daß der Markt. Unsere Regenten bauen derzeit gerade eine Staatswirtschaft auf mit planwirtschaftlicher Produktion der Güter und einer Staatswirtschaft >50%. Mehr ist dazu eigentlich nicht anzumerken.
Die Münchner haben gerade erst gewählt, dass ihre schöne Innenstadt ein Moloch aus Sportwetten-Buden, H&Ms und Sozialbetrug-Dönerläden werden soll. Wer heute noch z.B. ein 192-teiliges Besteck-Set im Fachhandel kauft, der möchte das nicht mit den Öffis nach Hause bringen. Der will mit dem Auto in die Stadt, ohne die grünen Gängelungen, an denen sich München bald erfreuen wird. Die grüne Bullerbü-Vorstellung von Städten ohne Autos ist der endgültige Todesstoß für den Fachhandel.
Ein paar Modeketten weniger muß man nicht nachtrauern wenn grottige Low Budget Ware zum Upper Class Preis angeboten wird.
Dafür gibts Barbershops. Und der Ziegenhandel läuft.
Der Einzelhandel wird vor allem durch die hohen Mieten und die schwachsinnige Stadtpolitik zerstört. Obendrauf kommen noch die Bürokratiekosten von Stadt, Land und Bund. Und wenn das nicht ausreicht um ein Geschäftsmodell platt zu machen kommt noch der Zerstörer „Finanzamt“ ins Spiel. Die kennen jede Regel und notfalls werden die Regeln einfach neu angepasst.
Kein Geld, keine Parkplätze, überall dieselben Ketten, dann outeten sich etliche während der Coronazeit als Faschisten. Mit den Genspritzen kam die Übersterblichkeit und viele Kranke, die kaufen wenig.
Eine irre Regierung die Leute und Unternehmen aus dem Land jagt und dann die nächste irre Regierung.
Hat irgendjemand etwas anderes erwartet?
Ich vermute, Barber-Shops und Döner-Buden gehören nicht zum Einzelhandel? Denn daran gibts keinen Mangel, eigentlich bestehen die mittelstädtischen Cities hauptsächlich aus ihnen. Wahrscheinlich bezahlt mit Existenzgründungszuschüssen der Bätschi-Behörde, perspektivisch finanziert mit der Abschaffung des Ehegattensplittings und der MwSt-Erhöhung. So viele zu frisierende Dönerliebhaber kann es gar nicht geben; wer weiß, ob da nicht andere „Geschäfte“ im Hintergrund laufen. Für mich mit ohne (wenig;-)) Haar und Vorliebe eher für Klobasa etc. nicht von Interesse. Deshalb sage ich „Danke“ bei Welcome-Angie & Konsorten!