Reformentwurf
Klingbeils Krypto-Hammer: Steuerfreiheit fällt, Pauschalabgabe kommt
Wer Bitcoin und andere Kryptowährungen länger als ein Jahr hält, kann Gewinne bislang steuerfrei einstreichen. Klingbeil will damit Schluss machen. Die Steuerfreiheit nach einem Jahr soll fallen, Gewinne sollen künftig pauschal mit Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag besteuert werden.
Es wird ernst für Krypto-Anleger. Nachdem Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bereits im Juli angekündigt hatte, Gewinne aus Krypto-Anlagen künftig stärker besteuern zu wollen (mehr dazu hier), hat er nun einen Gesetzentwurf zur Reform der Besteuerung von Kryptowerten vorgelegt. Demnach sollen Gewinne aus Bitcoin, Ether und anderen Kryptowährungen künftig als Einkünfte aus Kapitalvermögen gelten und mit 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag (insgesamt 26,375 Prozent) belegt werden – unabhängig davon, wie lange die Coins beziehungsweise Tokens gehalten wurden.
Bisher waren Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen in Deutschland nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Es war egal, wie hoch der Gewinn ausfiel. Wer innerhalb eines Jahres verkaufte, zahlte seinen persönlichen Einkommensteuersatz.
Wie stark die Steuerreform Krypto-Anleger zusätzlich belasten würde, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel: Wer mit einer Krypto-Anlage nach mehr als einem Jahr Haltedauer einen Gewinn von 100.000 Euro erzielt, zahlt darauf bislang keinerlei Steuern. Nach dem neuen Entwurf würden hingegen 26.375 Euro inklusive Solidaritätszuschlag an den Fiskus fließen.
Als Entlastung für die Investoren sieht das Ministerium einen Freibetrag von gerade einmal 1.000 Euro vor. Außerdem soll es Anlegern künftig möglich sein, Verluste mit Aktiengewinnen zu verrechnen. Dies war bislang nicht möglich. Eine mehr als enttäuschende Vertröstung.
Wie aus dem Entwurf hervorgeht, soll der Stichtag der 31. Dezember 2026 sein: Alles, was danach angeschafft wird, würde unter die neue Regelung fallen. Das Gesetz soll, wenn alles nach Plan läuft, am 1. Januar 2027 in Kraft treten, der automatische Steuerabzug durch inländische Plattformen und Banken ab dem 1. Januar 2028 greifen. Die endgültige Entscheidung über das neue Gesetz wird für das späte vierte Quartal 2026 erwartet.
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Die deutsche Wirtschaft wächst nur noch dank der Investitionen und Konsumausgaben des Staates. Während die privaten Investitionen im Inland einbrechen, investieren deutsche Unternehmen weiterhin Milliarden im Ausland.Schon seit einiger Zeit plant die Große Koalition, Gewinne aus Kryptowährungen stärker zu besteuern. Im Regierungsentwurf zum Haushalt 2027, der Mitte Juli publik wurde, heißt es, wer mit Kryptowerten Gewinne erziele, solle künftig ebenso zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen wie jemand, der Arbeitslohn oder Aktienerträge versteuert.
Doch gegen die geplante Steuerreform spricht ein gewichtiges Argument: Die einjährige Haltefrist, die bislang für Kryptowährungen gilt, ist kein Sonderrecht für Bitcoin und Co., sondern Teil der steuerlichen Systematik für verschiedene private Veräußerungsgeschäfte. Sie gilt etwa auch für Gold, Fremdwährungen, Kunst oder Oldtimer. Eine isolierte Abschaffung allein für Kryptowerte würde diese Systematik durchbrechen.
Mit genau dieser Begründung hatte die CDU/CSU-Fraktion noch im Mai einen entsprechenden Gesetzentwurf der Grünen im Finanzausschuss abgelehnt. Vor diesem Hintergrund ist klar: Eine Reform der Kryptobesteuerung nach Klingbeils Vorstellungen würde keine Gerechtigkeitslücke schließen, sondern eine neue aufreißen, weil der Handel mit Kryptowährungen anders besteuert würde als viele der anderen privaten Veräußerungsgeschäfte. Bemerkenswert ist zudem, dass auch die SPD den Grünen-Entwurf damals abgelehnt hatte.
Einer der Hintergründe für die Reform der Kryptobesteuerung sind ganz klar die erheblichen Finanzierungslücken im Bundeshaushalt, die die Große Koalition auf Biegen und Brechen zu schließen versucht. Der Bundeshaushalt 2027 umfasst Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro. Im Kernhaushalt ist eine Nettokreditaufnahme von 118,7 Milliarden Euro vorgesehen. Davon entfallen 33,4 Milliarden Euro auf die reguläre Schuldenregel und 85,4 Milliarden Euro auf die Bereichsausnahme für Verteidigung und Sicherheit. Unter Einbeziehung der Sondervermögen steigt die gesamte Neuverschuldung auf 203,7 Milliarden Euro.
Um zusätzliche Einnahmen zu generieren, setzt Berlin unter anderem auch auf die Einführung einer Zuckersteuer sowie auf höhere Alkohol- und Tabaksteuern. Vor allem die geplante Anhebung der Tabaksteuer könnte jedoch zum Eigentor werden. Profitieren könnten ausgerechnet der Schwarzmarkt und die organisierte Kriminalität, wenn Verbraucher verstärkt auf illegale und unversteuerte Zigaretten ausweichen. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Auch bei der Kryptoreform stellt sich letztlich die Frage, ob die erwarteten zusätzlichen Steuereinnahmen den Eingriff überhaupt rechtfertigen. Denn die Prognosen zu den möglichen Mehreinnahmen sind innerhalb nur eines Jahres geradezu in sich zusammengefallen. Einer der Ausgangspunkte der Debatte über eine Reform der Besteuerung digitaler Währungen war eine Anfang März veröffentlichte Analyse von Co-Pierre Georg, Direktor des Frankfurt School Blockchain Center. Sein Ergebnis: Fast zwei Drittel aller privaten Kryptogewinne in Deutschland blieben zuletzt steuerfrei. Verschiedene Reformmodelle könnten Mehreinnahmen von bis zu 11,4 Milliarden Euro ermöglichen – ausgegangen allein vom Jahr 2024.
Der Grünen-Entwurf vom Mai ging jedoch nur noch von „mindestens fünf Milliarden Euro‟ zusätzlichen Steuereinnahmen aus. Der Entwurf zum Bundeshaushalt 2027 vom Juli rechnete schließlich nur noch mit einer Milliarde Euro. Der nun aktuelle Referentenentwurf von Lars Klingbeil beziffert das Aufkommen der Kryptosteuer ab 2028 sogar nur noch auf 160 Millionen Euro, bevor dieses dann in den kommenden Jahren auf über 300 Millionen Euro ansteigen soll. Kurz zusammengefasst: Zwischen der Zahl, mit der die Debatte ursprünglich geführt wurde, und der aktuellen amtlichen Schätzung liegt ein Faktor von mehr als 70.
Dass die ursprünglichen Erwartungen überzogen sein könnten, zeigt auch der Blick nach Österreich. Der deutsche Nachbar hat die Haltefrist für Kryptos bereits 2022 abgeschafft und besteuert Gewinne der Digitalwährungen seither pauschal mit 27,5 Prozent. Für 2024 hatte man mit Einnahmen in Höhe von 200 Millionen Euro gerechnet. Tatsächlich führten die Dienstleister in diesem Jahr aber nur 33,8 Millionen Euro Kapitalertragsteuer aus Kryptowährungen ab.
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Hauptsache neue Steuern – die CDU wird´s freuen.
Die CDU macht für den Machterhalt alles mit und Sozen brauchen ständig neues Geld anderer Leute um es zu verschwenden.
Sensibel darf hier keiner sein
Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, Gewinne aus der Spekulation mit Kryptowährungen steuerfrei zu stellen.
Und welchen Grund gibt es dafür, Gewinne aus der Spekulation mit Kryptowährungen nicht steuerfrei zu lassen?
Richtig, weil den Sozen das Geld anderer Leute ausgeht.
Krypto kann man den Bürgern nicht stehlen bei Kriegeinsatz, deshalb wohl auch die Steuer! Gold oder andere Werte können eingesteckt werden!
Wer sich am Erfolg von anderen bereichert, zeigt zum einen das er es nicht selbst kann und zum anderen das er ein Dieb ist, würden manche hinweisen.
Der Parteienstaat mit seinem (A)Sozialstaat ist von Anfang an an Raubzug und Enteignung seiner Bevölkerung interessiert, um das Leben und Dekadenz einer winzig kleinen Gruppe zu ermöglichen die selbst nicht (über)lebensfähig ist.
Lastenausgleich, Inflation, permanente Besteuerung usw. sind Metastasen am Volkskörper.
Die
Schmarotzenden
Parasiten
Deutschlands
liegen schon mehr als 100 Jahren den Menschen auf der Tasche.
Es ist ein Feudalsystem.
Wer einmal verstanden hat, dass es in (unserem) Leben nur von einem Feudalsystem ins nächste geht und dass die sogenannte Demokratie nur ein Zwischenschritt zwischen Herrschaftssystemen ist…
https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungskreislauf
„Wer sich am Erfolg von anderen bereichert“
OK, mal angenommen du verdienst nach Mindestlohn, andere wiederum sind sehr erfolgreich und zahlen daher mehr in die gesetzliche Krankenkasse beispielsweise ein. Wenn du jetzt aus diesem System Leistungen in Anspruch nimmst, welche das, was du bisher eingezahlt hast, um ein vielfaches übersteigen – beispielsweise eine Krebsbehandlung – bereicherst du dich dann nicht auch am Erfolg anderer?
Ich billige damit keinesfalls die Steuerbelastung und die absurden Ausgaben unseres Staates, aber dein Beispiel ist pauschalisierender Quatsch.
… gesetzliche Zwangsabgaben (hier GKV) sind und bleiben GG-widrig nach Art1, denn es ist eine Entmündigung.
Und die haben NICHTS mit „Erfolg“ zu tun.
Inanspruchnahmen, die aufgrund vertraglichen Vereinbarungen getroffen werden, haben auch NICHTS mit Erfolg zu tun.
Ergo keine Bereicherung, sondern Einhaltung eines Vertrags.
Zehnägelschneiden soll jetzt auch besteuert werden.
Bitte nicht als Steuer. Es ist sozial gerechter und ausgewogener, wenn Beamte und Bürgergeldempfänger davon ausgenommen sind. Zehnägelschneiden bitte als Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung für GV…
„Beamte mit Bürgergeldempfängern“ gleichsetzen. Sie spinnen doch.
Obwohl: Die unteren Besoldungsgruppen (einfacher Dienst) sind schlechter dran als Sozialhilfeempfänger, die viele Zusatzleistungen wie zB Miete, Strom, Heizung, und sonstige Vorteile wie keine Steuern, keine GEZ, kostenloses Deutschlandticket erhalten. Wegen dieses Luxusleistungskorbes kommen doch die allermeisten „Flüchtlinge“.
Wer in Deutschland noch arbeitet, der ist der Dumme. Egal ob Deutscher oder Ausländer.
Ab Schuhgröße 46 erhalten sie einen Freibetrag von 30%. Mehr geht zurzeit nicht.
Die lassen einem aber keine Möglichkeit mehr für das Alter vorzusorgen.
Die Bürger sind nur dann diktatorisch lenkbar, wenn sie zu 100% von staatlichen Almosen abhängig sind. Je mehr Bürgergeldempfänger, umso mehr Wähler für die Demokratiefeinde.
„Die lassen einem aber keine Möglichkeit mehr für das Alter vorzusorgen.“
——
So ist es. Es gäbe Möglichkeiten, Spekulanten von Sparern zu trennen. Z.B. die Haltefrist auf zehn Jahre zu verlängern.
Für mich sind Gold, Silber und Bitcoin nur Inflationsschutz, ich zocke nicht, ich hodle. Aber das passt dem Staat nicht, weil ich mit meinen Anlagen ja „sein“ Geld kaltstelle,
Ja, klar. Sie kaufen Bitcoin, weil Sie sparen wollen. Wer’s glaubt…
Was soll man mit alten AfD Wählern?
Was soll man mit Bolschewisten 🤔
Was soll man mit Zecken.
Da wird noch mehr Kapital aus Deutschland abfließen. Leute mit Geld können woanders hingehen und investieren. Klingbeil macht nur die Kleinanleger ärmer!
Das wollte Merz allerdings schon vor der Wahl, und das wird auch weiter so durchgesetzt.
Gar nicht so einfach mit der Wegzugsbesteuerung und allem was da dran hängt.
Am Ende kostet die neue Bürokratie mehr als sie einnimmt Ein großer Vorteil fällt zudem weg, Leute die nicht selbst vorsorgen liegen übrigens später dem Staat auf der Tasche.
Außerdem, wie hier auch angesprochen, würden Kryptowerte anders als Edelmetalle gewertet, für die eine Haltefrist dann weiterhin gilt.
Anstelle den Rotstift anzusetzen, werden neue Steuern erfunden. Es würde vermutlich reichen die Entwicklungshilfe und NGO Fördrrungen auf den Prüfstand zu stellen.
„Am Ende kostet die neue Bürokratie mehr als sie einnimmt…“
Das ist doch der wirtschaftliche Aufschwung den die CDU versprochen hat, man muss es den Bürgern nur erklären?
„Außerdem, wie hier auch angesprochen, würden Kryptowerte anders als Edelmetalle gewertet, für die eine Haltefrist dann weiterhin gilt.“
Noch. Ist doch später eine schöne Begründung, die dann auch abzuschaffen.
Frage an Herrn Märtin:
Wie verhält es sich mit dem Bestandsschutz ?
Wenn Bestandsschutz gilt, dann könnte noch ein run auf die Krypto VOR dem 31.12.26 in Deutschland entstehen.
Nach der bisherigen Berichterstattung sieht der Referentenentwurf genau das vor: Die Bundesregierung würde auf eine rückwirkende Einbeziehung bestehender Bestände verzichten.
Der Stichtag liegt in der Zukunft. Erfasst würden nur Kryptowerte, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft werden. Was man bis dahin kauft, bliebe nach dem Entwurfsstand in der heutigen Regelung mit Jahresfrist (12-Monats-Regel).
Der Vertrauensschutz ist ein Verfassungsgrundsatz, der belastende Rückwirkung nur in engen Grenzen zulässt, und der Gesetzgeber hat ihn bei vergleichbaren Reformen bereits angewandt. Als 2009 die Abgeltungsteuer eingeführt wurde, blieben Altbestände von Aktien und Fonds unter der alten Spekulationsfrist.
„Erfasst würden nur Kryptowerte, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft werden.“
—–
Der einzige Trost für mich. Ich wüsste nicht mehr, wann ich zu welchem Preis, welche Sats gekauft hatte. Man kann das zwar herausfinden, aber nur mit erheblichem Aufwand-
Die Versteuerung der Inflation ist die höchste und perfideste Kunst in der Steuergesetzgebung 💸
Wenn die pauschale Krypto-Abgeltungsteuer von 25 % kommt, fällt die Ein-Jahres-Haltefrist weg. Krypto wird dann (voraussichtlich) steuerlich wie Aktien/ETFs behandelt. Damit kommt vermutlich auch der Wechsel in den Topf der Kapitalerträge. Ob der Gesetzgeber Krypto-Verluste dann unbeschränkt mit Aktiengewinnen verrechnen lässt, bleibt abzuwarten. Falls er das verbieten will, folgt eine wuchtige Klagewelle wegen Verfassungswidrigkeit.
Um angeblich Gerechtigkeit in der Besteuerung herzustellen, wird in diese Richtung gedacht.
Man kann Gerechtigkeit aber auch herstellen, indem man Aktiengewinne ebenso steuerfrei stellt, wenn die Papiere mindestens ein Jahr gehalten wurden.
Dann hätten alle Anleger etwas davon.
Aber nein, in der Welt von Politikern kann man Gerechtigkeit nur herstellen, indem alle Bürger mehr Nachteile haben und der Staat profitiert.
„Gerechtigkeit“ ist in Linken Köpfen nur dann gegeben, wenn die Besteuerung 100 % des Einkommens beträgt, alles darunter sind „Subventionen“. Bis einschließlich 31.12.2008 galt die einjährige Haltefrist auch für Gewinne ais Aktiemverkäufen.
Der Fairness halber müsste der Staat für die Inflation pauschal besteuert und den Steuerzahlern erstattet werden. Könnte viele Probleme der Währungszerstörung und Staatsquote lösen.
Der Staat besteuert sich selbst ? Pauschal ?
Ist doch klar, dass als nächstes die Jahresfrist für andere Wertanlagen fällt, ebenso die 10 Jahre für Wohneigentum.
Der Raubzug wird erst beendet, wenn alle gleichmäßig nichts haben.
Nicht ganz, die Politiker haben es dann zum Verjuxen 🙂
Nach Merz und Spiegel jetzt auch noch Klingbeil als Wahlkampfhelfer der AfD.
Es läuft.
Glaube ich nicht. Die meisten haben keine Kryptowährungen, gucken neidvoll auf die, die früh investiert haben und finden die Steuer gut. Sie betrifft es ja nicht.
(Dass es Altbestände auch gar nicht betrifft, checken die sowieso nicht)
Warum sollen Kryptogewinne anders besteuert werden als Aktiengewinne und andere Kapitalerträge?
Weil Bitcoin keine Aktie ist. Währungsgewinne sind keine Kapitalertäge und werden nicht besteuert. Gold wird nach Haltefrist ebenfalls nicht besteuert.
Persönlich ist es mir egal, ich halte Bitcoin und die betrifft es nicht. Wenn es so kommt, wie hier dargestellt, kann man damit wieder mehr spekulieren, wenn man Verluste verrechnen darf. Wie auch immer, ich glaube hieraus werden keine signifikanten Steuerträge generiert (siehe Österreich).
„Währungsgewinne sind keine Kapitalertäge und werden nicht besteuert.“
Jein, wenn ich eine gewisse Menge Aktien in USD kaufe und diese, ohne dass die Aktie ihren Kurs verändert hat, und keinerlei Ertrag entstanden ist, diese in EUR bei gefallenen Dollarkurs später verkaufe, dann fallen ebenfalls Kapitalertragssteuer an – obwohl es ein reiner Gewinn durch Währungsunterschiede war.
Erstens stellt sich die Frage, warum Währungsgewinne anders versteuert werden als Kapitalerträge. Zweitens ist Bitcoin keine Währung, sondern ein Zockerinstrument. Ich kenne niemanden, der Bitcoin gekauft hat, um damit zu bezahlen.
„Zweitens ist Bitcoin keine Währung, sondern ein Zockerinstrument.“
Was ist denn ein Zockerinstrument?
Ich bin zwar kein Musiker, aber eigentlich kenne ich alle Instrumente, die es so gibt. Hab früher nämlich viele Kreuzworträtsel gelöst. Blasinstrument (mit 4 Buchstaben)? Oboe, Tuba? Kein Problem. Aber Zockerinstrument…?
Kapitalgewinne sind Gewinne.
Nicht erst nach 12 Monaten
„Warum sollen Kryptogewinne anders besteuert werden als Aktiengewinne und andere Kapitalerträge?“
——–
Eigentlich eine total unsinnige Frage…
Können Sie auch begründen, warum?
Nein kann er nicht, weil er Cryptowährungen mit ausgegebenen Währungen eines Staates wie den USD in einen Topf wirft und nicht anerkennen will, das Crypto ein reines Spekulationsgeschäft ist. Vielleicht auch, weil er an das Märchen der Unabhängigkeit von Crypto geglaubt hat. Ich bin für die Abschaffung der Besteuerung von Kapitalerträgen und Bitcoin per se für den privaten Gebrauch. Es heißt ja immer, man soll privat vorsorgen. Dann soll der Staat davon auch gefälligst seine Finger davon lassen. Soll er doch froh sein, dass man aus eigener Leistung für sich vorsorgt.
Sehe ich auch so.
Deswegen sollten Aktiengewinne nach einem Jahr Haltedauer oder die Anlage in Aktienfonds steuerfrei sein.
Richtig.
Aber erklären Sie das mal den Heinis hier.
Sind sie wirklich so unterbelichtet? Ist ja gruselig
Na, wenn Sie so intelligent sind, dann erklären Sie es mir doch. Die Bitcoin-Freaks halten sich ja immer für besonders intelligent. Das ist bekannt.
Ich habe bitcoin, weil ich dem Fiat Geld weniger traue.
Fair finde ich es persönlich nicht, wenn Spekulationsgeschäfte mit Cryptowährungen – was sie nunmal sind – nicht bzw. anders besteuert werden, als Aktien. Dann entweder alles oder nichts. Da die gesetzliche Rente sowieso nix bringt, währe es viel sinnvoller, wenn man eine Reihe von ETFs wie den MSCI World steuerfrei machen würde. Dann hätten beide Arten von Investitionen ihre faire Regelung. Dass diese Abgaben auf Crypto kommen werden, war mir schon immer klar. Ich habe es auch einigen gesagt, welche dort investieren. Man hat mich nur belächelt mit den üblichen Floskeln „ist ja alles dezentral, hat ja niemand Kontroller drüber“. Naja, jetzt wisst ihr es hoffentlich besser…
Vor allem diese vielen jungen Leute, welche ohne Sinn un Verstand ihr Geld dort reingepumpt haben, nur weil irgendein Heini auf Youtube einen auf Finanzguru macht. Damit will ich nicht sagen, dass es falsch ist, dort zu investieren, aber man sollte dabei einfach mal nachdenken, was technisch denn potentiell möglich ist. Das haben viele aber ausgeblendet, weil sie das große Geld gewittert haben – und jetzt ist die Wut groß. Aktionäre wusste schon immer, dass sie einen Teil irgendwann abdrücken müssen. Die machen sich nichts vor. Das einzige, was du vor dem Staat wirklich verbergen kannst, wäre beispielsweise der regelmäßige Goldankauf unterhalb der Registrierungspflicht. Dabei gibt es natürlich das Problem der sicheren Lagerung, aber es gibt dann keinen elektronischen Nachweise darüber, dass du jemals Gold gekauft hast. Bei Bitcoin bswp. war schon immer klar, dass die Transaktionen als Kette fest gespeichert werden.
Es geht doch schon lange bei den Steuern nicht um sinnvolle Steuerungen, sondern um Kapital für die Politiker zum Verteilen und das kann eben nicht genug sein. 🙂
Wohl dem der ein „echtes“ Wallet hat, wo die Steuerspezialisten keinen Einblick haben,
was übrigens v.a. bei Kriminellen und Terroristen der Fall ist,
in der Hauptsache trifft es wieder einmal nur die ehrlichen Leute 😕
Kauft alle sofort den SPD-Coin! 🎢
Ich habe diesen Krypto-Hype nie verstanden. Wer glaubt, daß das anonym abläuft, irrt gewaltig. Wer glaubt, die Kurse seien nicht manipuliert, der irrt genauso.
Und was machen all die Krypto Besitzer wenn Strom und Netz (welch Zufall aber auch) nicht mehr da sind? Dann hilft es gar nicht zu wissen, daß man ja Krypto besitzt.
„Ich habe diesen Krypto-Hype nie verstanden. “
Merkt man…
Ja, ja. Die superintelligenten Krypto-Jünger. Bitcoin ist solange etwas wert, solange es genügend Dumme gibt, die daran glauben und der Staat den Besitz und Handel von Bitcoin nicht unter Strafe stellt. Gut, ist bei Gold auch nicht anders. Nur ist es etwas schwieriger, Gold als Zahlungsmittel für illegale Geschäfte zu verwenden. Mal sehen, was passiert, wenn Quantencomputer die Blockchain hacken.
Was machen alle Firmen in Deutschland ohne Strom und Internet?
Frage ich mich auch immer. Bei uns ist beides nicht so stabil.
Ich habe seit 1989 auf Gold gesetzt und immer mal bissel in Hoch-Zeiten verkauft, wenn es sich rechnete und gleich später wieder günstig nachgekauft. Hat sich gelohnt. Gold im Moment eher schwach, kann aber nur nach oben. Und die Masse macht es. Bissel über 9 Kilo im Ausland deponiert, hilft meinen Erben vielleicht irgendwann mal beim Brötchenkauf, wenn echte Werte wieder zählen. Ich selbst habe ja keine großen Ansprüche. Viele haben Lebens oder Rentenversicherungen damals abgeschlossen. Ich setzte immer auf Aktien und Gold. Ratet mal, wer heute der Gewinner ist…
Krypto ist übrigens kein Geld. Nur Gold ist Geld – seit Jahrtausenden.
Bitcoin kann nicht gepfändet oder enteignet werden. Auf deiner Bank kann alles gemacht werden. Du kommst im Ausland an deine Bitcoins ran, an alle.
Also die Betroffenen tun mir etwas 🤪 leid, aber warum sollen die besser wegkommen als alle anderen, die Kapitalerträge generieren.
Währungen generieren keine Kapitalgewinne, sondern nur Inflationsgewinne ☝️
Wenn man das lange genug runter bricht, sind Aktiengewinne auch nur Inflationsgewinne. Zumindest teilweise.
Ich hab mal ganz Dumme Fragen:
1) BitCoins, o.ä. werden über einen Primzahlen basierenden Algorithmus errechnet, erbrütet, richtig?
Wer bekommt davon was mit, wenn man selbst brütet?
2) Wenn ich BitCoins kaufe, ist der Erwerb In- wie Ausland anonym, oder?
3) Wenn 1) oder 2) zutrifft, wie will der Fiskus hiervon erfahren, wenn ich in dieser digitalen Währung Waren, also Sachwerte kaufe, es muß ja nicht alles übers Internet gehen?
In Berlin haben die Erpresser der verschlüsselten Berliner Verwaltunsdaten im Gegenwert von 2.000.000 € BitCoins gefordert, wenn dies vom Fikus ohne weiteres aufgeklärt werden können, hätte man doch locker zahlen können und dann wäre die Falle zugeschnappt.
Man bekommt die Kohle zurück und die Hacker auf dem Silbertablet zum Einbuchten….
Wäre nett, wenn man mich nicht dumm sterben läßt.
Danke schön.
Ich kenne mich da zwar auch nicht so gut aus aber ich versuch es mal
der automatische Steuerabzug durch inländische Plattformen und Banken ab dem 1. Januar 2028 greifen.
Ich vermute er will das über die Plattformen machen. Es würde also nur Spekulanten bzw Händler betreffen bei denen der Handel eben nicht anonym ist. Auf den Plattformen wird Bitcoin wohl gekauft und verkauft (roundturn) ohne das Wallet sondern eben wie bei einem Wertpapierdepot.
Den Handel im Darknet zB kann er natürlich nicht besteuern und das Mining auch nicht aber das ist dank unserer Stromkosten hierzulande sowieso unrentabel.
Um Bitcoin in € zu tauschen wird man wohl eine Plattform brauchen und die wird er wohl reglementieren und entanonymisieren.
Aber vielleicht schreibt ja noch jemand der genaueres weiß.
Danke für den Kommentar, ich hab da auch ein leeres Feld auf dem Radar: Es würde mir jedenfalls nicht im Traum einfallen, irgend einem Staat irgendetwas über meine möglichen Kryptoverhältnisse zu berichten.
Für Kleinanleger oder Selbständige die für ihre Rente sparen nur 1000 € Freibetrag?
50000 € wäre korrekt.
Aber von denen, die sich beim Staat, also bei uns Steuerzahlern, bedienen, so gut wie keinen Beitrag zur Enlastung und nur weil man das Bürgergeld umbenannt hat, ist dadurch auch nichts besser geworden.
Wieso, hattest du das von der CDU vor der Wahl erwartet???
wenn man verluste gegenrechnen kann wird immerhin wenigstens der echte gewinn versteuert. keine steuer wäre besser! aber vorher konnte man nichts gegenrechnen – das sollte man bei aller kritik nicht unter den tisch fallen lassen.
Das, und den Bestandschutz haben die nur in dem Referentenentwurf, weil es sonst Klagen hageln würde, die sich gewaschen hätten. Und jede einzelne hätten die verloren.
Das Regime verzockt und verschenkt unsere Steuergelder und will sich auch noch den Rest holen.
Steuergeldraushauen eine linke Mentalität. Sparen ist ibäää.
Warum sollte man sparen? Es ist doch völlig egal, ob man sein Geld jetzt an die Ukraine verschenkt oder über Umwege der Steuer in den nächsten Jahren?
Ich dachte Klingbeil wollte Investitionsminister sein und nicht Ausbeutungsminister.
Wie kann man so etwas denken?
Wieviel Jahre hast du Geschlafen?