Finanzministerium
Klingbeil möchte Kryptowährungen stärker besteuern: Entfällt jetzt die Haltefrist?
Finanzminister Lars Klingbeil nimmt Krypto-Anleger ins Visier und plant eine stärkere Besteuerung der digitalen Währung. Hauptsächlich um die Lücken im Bundeshaushalt zu schließen. Dafür könnte das Finanzministerium die einjährige Haltefrist abschaffen.
Die nächste Steuerreform rollt an. Dieses Mal wird es Krypto-Anlegern an den Kragen gehen: Lars Klingbeil (SPD), Bundesfinanzminister und Vizekanzler, hat angekündigt, Gewinne aus Krypto-Anlagen künftig stärker besteuern zu wollen. Ziel ist es, zusätzliche Einnahmen zu generieren, um die massiven Lücken im Bundeshaushalt zu schließen. Konkrete Details zu den geplanten Änderungen nannte die Koalition bislang jedoch nicht. Theoretisch könnte jedoch die einjährige Haltefrist abgeschafft werden, nach deren Ablauf Gewinne aus Kryptowährungen derzeit steuerfrei sind.
Wer künftig Bitcoin verkauft, müsste dann unabhängig von der Haltedauer den persönlichen Einkommensteuersatz zahlen. Für Anleger mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von mehr als 68.480 Euro würde damit der Spitzensteuersatz von 42 Prozent greifen. Hinzu kämen Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer.
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Der Vorstoß der Bundesregierung wird auch von Teilen der Opposition unterstützt. Die Grünen haben am 5. Mai einen fertigen Gesetzentwurf mit dem Titel „Gesetz zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke bei der Besteuerung von Kryptowerten“ vorgelegt. Der Entwurf sieht vor, die einjährige Haltefrist für Kryptowerte im Rahmen von § 23 des Einkommensteuergesetzes ersatzlos zu streichen.
Die fiskalische Tragweite des Vorschlags wäre erheblich. Die Grünen beziffern die staatlichen Mehreinnahmen, die durch die Abschaffung der Haltefrist realisiert werden könnten, auf mindestens fünf Milliarden Euro pro Jahr. Tatsächlich könnten die Einnahmen sogar noch höher ausfallen. Co-Pierre Georg, Direktor des Blockchain Center an der Frankfurt School of Finance, hatte vorgerechnet, dass Deutschland allein im Jahr 2024 rund 11,4 Milliarden Euro zusätzlich eingenommen hätte, wenn sämtliche Kryptogewinne dem regulären Einkommensteuersatz unterlegen hätten.
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Auch Die Linke fordert vergleichbare Maßnahmen. In einem Antrag sprach sich die Partei dafür aus, Krypto-Gewinne künftig mit der Abgeltungsteuer zu belegen – pauschal mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag. Dasselbe Modell gilt bereits heute für Aktiengewinne, Zinsen und Dividenden.
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Die AfD-Bundestagsfraktion hatte bereits Ende 2025 einen Antrag in den Bundestag eingebracht, in dem steuerliche Zurückhaltung sowie klare und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für Bitcoin gefordert werden. Die aktuellen Pläne von Lars Klingbeil bezeichnete der AfD-Finanzpolitiker Dirk Brandes, Mitglied im Finanzausschuss, in einer Stellungnahme als einen „Frontalangriff auf Eigentum und Eigenverantwortung“. Die Haltefrist sei kein Steuerschlupfloch, sondern „ein bewusst gesetzter Anreiz für langfristiges Sparen“. Wer sie abschaffe, bestrafe jene Bürger, die eigenverantwortlich vorsorgen.
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Das Argument der AfD ist wie folgt: Deutschland habe kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Statt Leistungsträger immer stärker zu belasten, müsse die Bundesregierung ihre Prioritäten überdenken und die Staatsausgaben reduzieren. Angesetzt werden könnte beispielsweise bei den Auslandshilfen, die sich jährlich auf hohe Milliardenbeträge summieren. Allein 2025 flossen 26 Milliarden Euro ins Ausland.
Letztlich dürfte diese Position im Bundestag jedoch nur wenig Unterstützung finden. Da ein Großteil der deutschen Politik – insbesondere die Regierungskoalition – eine stärkere Besteuerung von Kryptowährungen befürwortet, dürfte diese früher oder später tatsächlich auch umgesetzt werden. Dass in der Bundesrepublik nun eine Verschärfung der Krypto-Steuerlast im Raum steht, wiegt schwer, denn schon heute zählen die deutschen Abgabensätze, die auf Digitalwährungen entfallen, zu den höchsten weltweit.
In Frankreich zahlen Anleger auf Krypto-Gewinne grundsätzlich 30 Prozent Steuern. In Spanien liegt die Besteuerung – abhängig vom Einkommen bzw. der Höhe der Gewinne – zwischen 19 und 30 Prozent. Die Niederlande besteuern nicht realisierte Krypto-Gewinne über eine fiktive Vermögensabgabe, die bei 36 Prozent liegt. In den Vereinigten Staaten werden Kryptowährungen in der Regel je nach Haltedauer und Einkommensteuerklasse mit 10 bis 37 Prozent besteuert. Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 48.350 US-Dollar für Einzelpersonen bzw. 96.700 US-Dollar für Ehepaare kann der Steuersatz auf langfristige Kursgewinne sogar bei null Prozent liegen. In Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Singapur oder El Salvador werden Kryptowährungen hingegen überhaupt nicht besteuert.
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Neben Kryptowährungen sollen auch Alkohol, Tabak und Zucker höher besteuert, die Erbschaftsteuer reformiert sowie die Einkommensteuer angehoben werden (mehr dazu hier).
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Enteignungen gabs schon mal. Auch damals waren es LINKE!
Wie soll das gehen? Meine Bitcoin habe ich über Jahre hinweg verteilt gekauft. Ich könnte unmöglich herausfinden, welche Sats ich wann, wo und zu welchem Preis gekauft hatte. Hab alles in Eigenverwahrung.
Genauso erginge es mir, wenn die Haltefrist auf Gold- und Silbermünzen abgeschafft werden würde. Und das wird sie, verlasst euch drauf. Die hören nicht auf. Die machen weiter, immer weiter. Einfach so. Weil niemand sie aufhält.
Hättest du tatsächlich BTC in Eigenverwahrung, würdest du nicht so eine dämliche Frage stellen, sondern brauchst nur im BTC-Scanner deine Adresse eingeben und du kriegst jeden eingezahlten Sat mit Datum und Uhrzeit angezeigt.
Sozen kennen nur eine Antwort auf die Probleme, die sie selber geschaffen haben…
Aber der Dumm-Michel checkt es nicht. Der Dumm-Michel wählt weiterhin seinen eigenen Untergang, und das wird ohne Zweifel gelingen………..
Genau so ist es, so traurig das ist…
Was denken Sie, wenn ich morgens die ersten Meldungen lese, welche Wut ich mittlerweile auf die ca. 70% Hochintellegente entwickelt habe…
Nun, wie sagte schon Franz Josef Strauß so treffend:
Eher legt ein Hund Wurstvorräte an, als daß Sozialisten am Geld anderer Leute vorbeigehen, ohne sich daran zu bedienen.
Auch Lars der sensible wird sich noch zu verantworten haben 💯❤️
Kennt er überhaupt den Unterschied eines Euros zur Krypto?
Der kennt nicht mal seine Kleidergröße.
Der Dieb meint, alle stehlen.
Arisierung (abgeleitet von „Arier“) oder Entjudung nannten die Nationalsozialisten die Verdrängung von Juden und „jüdischen Mischlingen“ aus Handel, Gewerbe, Wohnungen, Häusern und Wissenschaft im Sinne der Nürnberger Gesetze. Sie fand von 1933 bis 1945 im Deutschen Reich sowie angeschlossenen und besetzten Ländern statt.