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„Empowerment“-Ansatz

10,5 Millionen Euro gegen anti-schwarzen Rassismus: Berlin eröffnet das erste „Black Communities Center“

In Berlin wurde das erste „Black Communities Center“ gegen „anti-Schwarzen Rassismus“ eröffnet. Die Kosten belaufen sich auf über zehn Millionen Euro und wurden größtenteils öffentlich finanziert.

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Pressetermin zur Eröffnung des „Black Communities Center“ in Berlin-Wedding

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Am Mittwoch ist das erste Black Communities Center Deutschlands in Berlin eröffnet worden. Laut Senatsverwaltung soll die im Stadtteil Wedding gelegene Einrichtung ein Ort für „Austausch, Integration und Kompetenzerwerb“ sowie ein „bundesweiter Leuchtturm“ für schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft sein. Betreiber ist der Verein Each One Teach One (EOTO). Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 10,5 Millionen Euro und wurden zum Großteil aus öffentlichen Mitteln getragen.

Wozu genau die Einrichtung dienen soll und welchen praktischen Nutzen sie für schwarze Menschen haben wird, blieb auch nach der etwa halbstündigen Pressekonferenz zur Eröffnung mit Sozialsenatorin Cansel Kızıltepe (SPD) größtenteils unklar. Welche konkreten Beratungsleistungen dort angeboten werden sollen und was mit den angekündigten „rassismuskritischen Empowerment-Ansätzen“ gemeint ist, wurde ebenfalls nicht näher erläutert. Die anwesenden Pressevertreter schienen daran auch weitgehend uninteressiert.

Stattdessen schienen sich alle Beteiligten darin einig zu sein, dass das multikulturelle Berlin kein sicherer Ort für schwarze Menschen sei und es eines Rückzugsortes bedürfe, in dem Schwarze vor Diskriminierung durch die weiße Mehrheitsgesellschaft sicher seien. So dozierten ohne nähere Erläuterung und in kaum unterscheidbarem Gleichklang neben Kızıltepe auch EOTO-Vertreterin Lina Mitschke, Peggy Piesche und Maisha M. Auma aus dem „Expert*innenkreis zu anti-Schwarzem Rassismus“ sowie Katja Kinder von RAA Berlin über „anti-Schwarzen“ und „strukturellen Rassismus“.

„Der Druck und die Gewalt, denen schwarze, afrikanische und afrodiasporische Menschen in ihrem alltäglichen Leben in Deutschland ausgesetzt sind, steigen“, beklagte etwa Mitschke. Auf welche Datengrundlage sie sich dabei stützt, erklärte sie nicht. Entsprechend blieb offen, ob ihrer Einschätzung belastbare amtliche Zahlen zugrunde liegen oder vor allem Auswertungen von Beratungs- und Meldestellen, deren Geschäftsmodell lediglich darin besteht, eine Zunahme an Rassismus festzustellen und damit mehr Fördergelder abzugreifen.

Auch die anderen Wortbeiträge blieben diffus und allgemein. „Berlin versteht sich als eine plurale, eine internationale und vor allem progressive Stadt. Gleichzeitig existiert struktureller, anti-schwarzer Rassismus“, sagte Kinder. Dieser zeige sich angeblich in den Institutionen sowie im mangelnden Zugang zu „Ressourcen und Teilhabe“.

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Ohne diese Einschätzung näher auszuführen, präsentierte sie zugleich einen Lösungsvorschlag: zusätzliche öffentliche Mittel für zusätzliche Stellen. Neben den zahlreichen Antidiskriminierungsstellen, die es in Berlin bereits gibt, brauche es mindestens einen weiteren Beauftragten für antischwarzen Rassismus, so Katja Kinder. „Wenn Berlin es ernst meint, muss diese Stelle kommen.“ Auch weitere Stellen im akademischen Betrieb, etwa im noch zu etablierenden Fach „Black Studies“, begrüße sie.

Von den insgesamt 10,5 Millionen Euro für den Erwerb und die Sanierung des Black Communities Centers stammt mit 5,2 Millionen Euro der größte Teil aus Bundesmitteln. Das Land Berlin beteiligte sich mit weiteren 3,6 Millionen Euro an dem Vorhaben. Die verbleibenden rund 1,7 Millionen Euro wurden über die Lotto-Stiftung Berlin finanziert, eine gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts.

Das Projekt steht im Zusammenhang mit der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft. Die Vereinten Nationen hatten die Jahre 2015 bis 2024 unter das Leitmotiv „Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung“ gestellt; seit Januar 2025 läuft eine zweite Dekade bis Ende 2034. Berlin hatte sich bereits 2019 per Senatsbeschluss zu deren Umsetzung bekannt.

ahz

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22 Kommentare

  • Darauf einen Lumumba.

    • …..und darauf einen Negerkuss – aber nicht in echt!

  • Ist Dipama im Vorstand?

  • Das ist natürlich hochprioritär. Bei unserer langen Kolonial- und Sklavereigeschichte und Millionen von ihren Nachfahren in unserem Land ist anti-schwarzer Rassismus ja auch täglich zu erleben.🫣

  • Wären wir doch einfach in Bonn geblieben

  • Ich greife auf Grund meiner Fassungslosigkeit mal einen Usernamen auf der hier drei Kommentare über oder unter mir steht: es wird eindeutig immer irrer….

  • Die Stadt zieht die Stadt runter – zum Wiehern!

  • In welchem Gesetz ist definiert wer Schwarz ist und mit welchem Messverfahren wird dies gemessen?
    Werden schon Geheimtreffen in Nürnberg geplant?

  • Nennt man das nun schwarzen Rassismus?

  • „Die“ wissen nicht mehr, etwas Konstruktives mit dem Geld anzufangen, bzw. fast niemand aus den entspr. „studierten humanen Eliten“ hat heutzutage noch mit „Arbeit“, viel am Hut.
    War aber schon immer so. „Blah-blah-Bestmenschen“ eben. Weiter brav Steuern zahlen.

  • Der Länderfinanzausgleich ist in Berlin eindeutig gut angelegt.

  • Die Deutschen zahlen für den Rassismus, der gegen sie geht, sowas kann man sich nicht ausdenken, das gibt es nur im Blödland.

  • Blanker Rassismus!

  • Nun, es existieren – soweit ich weiß – südlich der Sahara Millionen Quadratkilometer Land, wo Neger unter sich sein können, ohne daß dafür deutsche Steuergelder aufgewendet werden müssten …

  • Ist doch toll, auf was für Ideen man kommen kann, wenn es darum geht, Fördergelder abzugreifen, um weitere völlig unnütze Stellen zu finanzieren. Der NGO-Sumpf wird immer größer.

    • Dafür wird weiter CDU gewählt!

    • „Fördergelder abzugreifen, um weitere völlig unnütze Stellen zu finanzieren“ – das ist vermutlich der Hauptgrund für diese Aktion.
      Mehr schreib ich dazu jetzt nicht – aus Gründen…

  • ZEHN KOMMA 5 MILLIONEN EURO !!!!
    Ohne Worte…..🥴😵‍💫😡

  • Esel packen und ab nach Hause. Wenn die AfD regiert, müssen die sowieso gehen.

  • Warum nur, warum wollen diese Leutchen unbedingt in Deutschland leben, wo es hier doch so entsetzlich ist?
    In einer früheren Epoche ist man (aus gutem Grund) aus Deutschland geflüchtet!

  • AN, hört bitte, bitte, bitte auf zu gendern.
    Es verursacht heftigste Anfälle von Nausea mit Emesis gepaart mit akuter Diarrhö.
    Schanke Dön

  • Betr.: Repatriierung nach Zuid-Afrika

    Als Elon Musk noch gut‘ Freund mit Donald Trump war und im Weißen Haus aus- & ein ging, lief eine Aktion an: Afrikaners, Nachfahren der niederländischen Boeren die Zuid-Afrika kolonisierten, durch die Zwangs-Expropriation ihres Eigentums am Kap von der dortigen schwarzen Regierung diskriminiert, in den USA Schutz gewähren. So trafen dann viele Familien in den USA ein, denen die Wertsachen vor dem Flug abgenommen worden waren.

    Diese Berliner mit ihrem Fimmel und Verschwendung deutscher Steuergelder sollten sich an einem nie zustande gekommenen Human-Projekt der weißen Ritter des Ku Klux Klan orientieren; Die Klansmen wollten ihre afro-amerikanischen Mitbürger nach Afrika in deren Shangri-La repatriieren: den heimeligen Kral bei ihrem Medizinmann der die bösen Geister vertreibt, die Vielweiberei, usw.

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