Milliardenplan bei der Tabaksteuer droht zum Eigentor zu werden – den Schwarzmarkt freut es
Die Bundesregierung will Zigaretten und andere Tabakprodukte bis 2030 massiv verteuern und damit zusätzliche Milliarden einnehmen. Doch diese Rechnung geht nicht auf: Der legale Absatz schrumpft – und am Ende sind es vor allem organisierte Kriminelle, die von dieser Entwicklung profitieren könnten.
Die Bundesregierung steht kurz davor, ein weitreichendes Steuerpaket im Konsumbereich durchzusetzen. Ab 2028 soll eine neue Zuckersteuer auf Getränke eingeführt werden. Außerdem steht zum 1. Januar 2027 eine Anhebung der Steuern auf Spirituosen, Schaumwein und Alkopops um 20 Prozent ins Haus. Ab nächstem Jahr sollen darüber hinaus jährliche Tabaksteuererhöhungen umgesetzt werden – und diese könnten gravierende Folgen haben.
Bis 2030 könnte der Preis für eine Schachtel in vier Schritten auf fast zwölf Euro steigen (Apollo News berichtete). Neben der zusätzlichen finanziellen Belastung, die den Verbrauchern damit auferlegt wird, droht ein Erstarken des Schwarzmarkts und des Schmuggels. Genau davor warnt nun der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) in seinem Monatsbericht.
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„Nutznießer der Tabaksteuererhöhungen scheint vorrangig der illegale Markt zu sein“, erklärte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke. Weiter führte er aus, dass hinter dem Schwarzmarkt organisierte kriminelle Banden stünden, die auf höhere Preise und größere Preisunterschiede regelrecht warten würden. Jeder zusätzliche Anreiz für illegalen Handel und illegale Produktion lande „am Ende in den Kassen der organisierten Kriminalität“.
Denn wenn die Tabaksteuer steigt, werden legal versteuerte Zigaretten teurer. Illegale Anbieter umgehen dagegen Tabaksteuer, Umsatzsteuer und teils auch Zollabgaben – und können ihre Ware deshalb deutlich billiger verkaufen. Je stärker die Tabaksteuer steigt, desto attraktiver wird der Kauf illegaler Tabakprodukte für preissensible Raucher.
Dass der illegale Markt schon jetzt ungebrochen wächst, lässt sich deutlich beobachten: In jüngster Vergangenheit wurden vermehrt illegale Produktions- und Vertriebsstrukturen zerschlagen sowie große Mengen unversteuerter Zigaretten und Tabakwaren sichergestellt. Ein besonders eindrücklicher Fall: Im Oktober 2025 stellten Zollfahnder in Nordrhein-Westfalen bei einem einzigen Zugriff fast 21 Millionen unversteuerte Zigaretten einer armenisch-deutschen Tätergruppe sicher – der Steuerschaden allein hier: über 3,6 Millionen Euro.
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Laut Angaben des BVTE war der Anteil unversteuerter Zigaretten, die im Jahr 2025 geraucht wurden, sogar auf den höchsten Wert seit über zehn Jahren gestiegen. Wie der Verband bei der Vorstellung der Jahresergebnisse zeigte, erhöhte sich der bundesweite Anteil gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte auf 20,9 Prozent.
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„Heute ist wieder jede fünfte Zigarette, die in Deutschland geraucht wird, nicht hier versteuert“, erklärt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke in einer Stellungnahme: „Diese Entwicklung ist ein deutliches Warnsignal an die Politik.“
Ein weiterer Kritikpunkt des BVTE ist, dass die milliardenschweren Mehreinnahmen, die man sich in Berlin von der sukzessiven Anhebung der Tabaksteuer bis 2030 erhofft, am Ende möglicherweise gar nicht realisiert werden könnten. Angesichts der bereits jetzt rückläufigen Steuereinnahmen – eine Entwicklung, die sich durch weitere gezielte Verteuerungen wohl noch verschärfen dürfte – könnte die geplante Tabaksteuererhöhung letztlich ins Leere laufen.
Die Vorwürfe kommen nicht von ungefähr – der BVTE stützt sich dabei auf Zahlen des Bundesfinanzministeriums selbst. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht des Ministeriums hervorgeht, beliefen sich die kassenmäßigen Einnahmen aus der Tabaksteuer zwischen Januar und Juli 2026 auf nur 8.542 Millionen Euro. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet das einen deutlichen Rückgang um 11,5 Prozent.
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Besonders stark fällt die Entwicklung bei Zigaretten aus, die den wichtigsten Steuerträger der Tabaksteuer darstellen. In den ersten sieben Monaten des Jahres sank der versteuerte Zigarettenabsatz um 13,5 Prozent auf 35,4 Milliarden Stück. Gleichzeitig verringerten sich die daraus resultierenden Tabaksteuereinnahmen um 9,9 Prozent auf 6,29 Milliarden Euro. Eine rückläufige Entwicklung zeigte sich auch beim Feinschnitt: Hier nahm der Absatz um 7,7 Prozent ab, während die Steuereinnahmen 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen.
Diese Entwicklung ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass mehr Konsumenten auf den Schwarzmarkt ausweichen, sondern auch darauf, dass aufgrund der hohen Preise beziehungsweise eines gestiegenen Gesundheitsbewusstseins insgesamt weniger Menschen rauchen – insbesondere in bestimmten jüngeren Jahrgängen.
„Wenn die wichtigsten Steuerträger der Tabaksteuer schwächeln, stellt sich zwangsläufig die Frage: Woher sollen die Milliarden kommen?“, erklärte Mücke bei der Vorstellung des aktuellen BVTE-Monatsberichts. Die aktuellen Zahlen lieferten jedenfalls keinen Beleg dafür, dass sich die erwarteten Mehreinnahmen ab 2027 tatsächlich erzielen lassen würden.
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Kommt eben davon wenn man die Folgeerkrankungen durch die Krankenkassen behandeln lässt.
Ich bin für eine 50%ige Idioten und Erpresser-Steuer ! Dann verdienen 80% im Bundestag nur noch die Hälfte !
Milliarden, die fehlen werden, um Muslime, Afrikaner und „Sinti und Roma“ zu unterstützen.