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Schweiz

Amtliche Zahlen: Über 80 Prozent der nordafrikanischen Migranten sind in Strafverfahren verwickelt

Eine interne Auswertung des schweizerischen Staatssekretariats für Migration zeigt, dass mehr als 80 Prozent der Asylbewerber aus Marokko, Algerien und Tunesien in Strafverfahren verwickelt sind. Bei den Asylsuchenden aus allen übrigen Herkunftsstaaten liegt der Anteil gerade einmal bei 12,3 Prozent.

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Regelt alle ausländer- und asylrechtlichen Belange in der Schweiz: Das Staatssekretariat für Migration SEM (imago images/Pius Koller)

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Eine interne Auswertung des Schweizerischen Staatssekretariats für Migration (SEM) zeigt erhebliche Unterschiede bei der Straffälligkeit von Flüchtlingen aus den Maghreb-Staaten und anderen Herkunftsländern. Nach Zahlen für das Jahr 2024, die dem Blick vorliegen, wurden 80,5 Prozent der Flüchtlinge aus Marokko, Algerien und Tunesien während ihres Asylverfahrens oder nach einem negativen Entscheid einer oder mehrerer Straftaten beschuldigt.

Rechtskräftige Verurteilungen bilden diese Zahlen ausdrücklich nicht ab. Die Auswertung, die der Blick auf Grundlage des Öffentlichkeitsgesetzes erhielt, liefert erstmals ein genaueres Bild vom Ausmaß der Beschuldigtenquote in dieser Gruppe.

Zum Vergleich lag der Anteil der Asylsuchenden aus allen übrigen Herkunftsstaaten, die mindestens einer Straftat beschuldigt wurden, bei 12,3 Prozent. Die Differenz zwischen den beiden Gruppen ist damit erheblich. Das SEM verweist zugleich darauf, dass die überwiegende Mehrheit der gesamten Asylbevölkerung nicht strafrechtlich auffällt: 2025 wurden nach Angaben der Behörde 96 Prozent der Asylbevölkerung überhaupt keiner Straftat beschuldigt.

Auch im Vergleich mit anderen Bevölkerungsgruppen fallen die Unterschiede deutlich aus. Nach den in der Auswertung genannten Zahlen wurden 0,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung und 1 Prozent der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung einer Straftat beschuldigt. Bei Flüchtlingen aus der Ukraine mit Schutzstatus S lag der Anteil bei 1,9 Prozent, bei vorläufig Aufgenommenen bei 3,8 Prozent.

Die hohe Beschuldigtenquote bei Asylsuchenden aus den Maghreb-Staaten geht zudem mit einer äußerst geringen Anerkennungsquote einher. Rund 99 Prozent der Asylgesuche aus diesen Ländern werden abgelehnt. SEM-Sprecher Daniel Bach erklärte dem Blick, dass junge Männer aus dem Maghreb hauptsächlich für die Zwischenfälle in Bundesasylzentren verantwortlich seien und den größten Teil der Straftaten begingen, die Asylsuchenden zugerechnet würden. Zugleich betonte er, dass sich die allermeisten Asylsuchenden korrekt verhielten.

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Nach Darstellung des SEM sind viele der Betroffenen ohnehin nicht dauerhaft schutzberechtigt. Bach sagte, praktisch kein Asylsuchender aus den betroffenen Ländern habe Anspruch auf den Schutz der Schweiz. Die Personen, die straffällig würden, müssten demnach vielfach ohnehin wieder ausreisen.

Die Veröffentlichung der drastischen Zahlen zur Straffälligkeit nordafrikanischer Migranten hat inzwischen parteiübergreifend Forderungen nach politischen Konsequenzen ausgelöst. FDP-Ständerat Damian Müller bezeichnete die Beschuldigtenquote von 80,5 Prozent gegenüber dem Blick als „massives Sicherheitsproblem“. GLP-Ständerätin Tiana Moser kritisierte aus ihrer Sicht, viele Männer aus dem Maghreb nutzten das Rechtssystem aus. Wiederholte Straftäter müssten deshalb bis zur Ausschaffung inhaftiert werden können. Auch Mitte-Nationalrat Nicolò Paganini warnte vor den Folgen für die Akzeptanz des Asylsystems. Wenn der Eindruck entstehe, der Staat habe die Situation nicht unter Kontrolle, leide darunter letztlich auch die Bereitschaft, tatsächlich Schutzbedürftigen zu helfen.

Bei der Frage nach schnelleren Rückführungen herrscht außerhalb der politischen Linken Einigkeit. Müller forderte, Personen ohne Schutzanspruch oder solche, die die Bevölkerung gefährdeten, müssten die Schweiz rasch verlassen. Er kritisierte zudem, dass ein beschleunigtes Asylverfahren wenig nütze, wenn sich die Rückführung anschließend über Monate hinziehe.

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Aus dem linken Spektrum fielen die Reaktionen dagegen deutlich zurückhaltender aus. Vom Blick auf die drastischen Unterschiede zwischen den Herkunftsländern angesprochen, wollte keiner der fünf angefragten SP-Parlamentarier eine Einschätzung abgeben. Die Grünen äußerten sich zwar, suchten die Verantwortung aber ausdrücklich nicht bei den nordafrikanischen Migranten. Eine Parteisprecherin erklärte, es sei bedauerlich, dass das derzeitige System Asylbewerber in einer Situation der „Perspektivlosigkeit“ zurücklasse. Die Partei fordere daher mehr Arbeitsmöglichkeiten sowie einen Ausbau der internationalen Zusammenarbeit, um globale Ungleichheiten abzubauen und größere Chancengerechtigkeit zu schaffen.

mmx

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15 Kommentare

  • Es gibt Gerüchte, die nordafrikanischen Staaten hätten ihre Gefängnisse geöffnet und den Insassen nahe gelegt, nach Europa zu gehen. Da scheint was dran zu sein.

  • …und das sind nur die, die erwischt worden sind, mit Dunkelziffer müsste das nach meiner Meinung dann so eine ungefähr 95%+X ergeben.

  • Marokko ist ein für afrikanische Verhältnisse hochentwickeltes Land. Tunesien und Algerien sind keine Problemzonen…

  • „Asylbewerber aus Marokko, Algerien und Tunesien“
    Kranke Welt.

  • Eine solche Auswertung habe ich bei uns in Deutschland noch nicht gesehen. Warum wohl?

    • Aber, aber …. Wir haben doch diese Probleme gar nicht. Uns geht lediglich die Empathie für diese Leute ab….

  • Das Asylsuchende aus der Mittelafrika und mittleren Osten deutlich abweichen kann ich mir aber auch nicht vorstellen. Denn diese Gruppen sind in allen anderen Ländern des Europäischen Kontinents deutlich oben bei Kriminalität

  • In meiner Heimat sind auch die Grünen und Linken auf beiden Augen blind und idelogisch verblendet. Unfassbar.

  • Diese Fakten sind Hass, Hetze, Rassismus, Verfassungsbruch (wg Menschenwürde), Desinformation und Faschismus. In der EU steht darauf der Bademantel um 6 Uhr, Entzug des passiven Wahlrechts und fristlose Kündigung. Unsere Demokratie siegt!

  • Nordafrikaner sind wahre Fachkräfte in ihrem „Gewerbe“.

  • Sind wahrscheinlich auch die Leute, die über die jährlich stattfindende Amnestie der Maghreb-Staaten, zu uns finden.
    Ist doch bekannt, dass dies 2015 im
    Zuge der „Flüchtlingskrise“ auch stattfand.
    Die sind sie los und wir dürfen unser Leben mit diesen Gestalten täglich aushandeln und vor allem finanzieren oder mit unserem Leben bezahlen,
    Es ist einfach alles nur noch zum Kotzen!

  • Es kommen eh nur die Leute die ihre Heimat hassen.
    Und ich halte nichts von Menschen die ihr Mutterland und ihre Heimat verraten.
    Wenn die Regierung wie hierzulande gegen den das eigene Volk agiert ist Verrat natürlich in Ordnung.

  • Nicht nur kriminelle Asylsuchende müssen das Land verlassen, auch alle anderen, die weder Anspruch darauf haben oder bei denen der Fluchtgrund (Krieg) weggefallen ist. Sie müssen gehen. Nicht irgendwann sondern umgehend. Das ist nicht ungerecht. Das ist fair. Alles andere lässt ein Land im Inneren auseinanderbrechen.

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