Deutschlands Landesmedienanstalten spielten lange eine eigentlich kaum beachtete Rolle: Sie waren mit den Formalien des privaten Rundfunks beschäftigt, etwa der Vergabe von Sendelizenzen und Jugendschutzvorgaben. All das änderte sich im Jahr 2020 schlagartig – aber zunächst geräuschlos. Mit dem neuen Medienstaatsvertrag bekamen diese Behörden vom Staat eine völlig neue Machtfülle: Auf einmal erhob man sie zu staatlichen Wächtern über die Einhaltung einer „journalistischen Sorgfaltspflicht“ aller im Netz angebotenen Medien.
Die offiziell „staatsfernen“, aber staatlich besetzten und mit staatlichen Befugnissen ausgestatteten Medienanstalten haben seitdem per Gesetz den Auftrag, zu entscheiden, welche Medien solchen journalistischen Pflichten entsprechen und welche nicht. Und sie können im Zweifel Sanktionen bis hin zur Sperrung verhängen. Das spüren jetzt neue Medien wie etwa der Podcaster „Ben Ungeskriptet“, der nun ins Visier der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen geraten ist.
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Weil ihr die Fragestellung des Hosts in einem millionenfach angeklickten Video-Interview mit AfD-Politiker Björn Höcke nicht gefiel, erhielt er ein sogenanntes „Hinweisschreiben“ der Landesmedienanstalt, das ihn zu Änderungen am Video auffordert. Es ist der erste Schritt vor einem formellen Verfahren der Behörde gegen ihn.
Wird der Fall weiterverfolgt, steht als Nächstes eine förmliche Anhörung an, danach ein medienrechtliches Verfahren und am Ende ein Bescheid, bei dem im Extremfall sogar die entsprechende Veröffentlichung, also das Video oder der Artikel, oder gar das gesamte Medium verboten werden kann. Gegen eine solche Entscheidung gibt es dann keine Widerspruchsmöglichkeit mehr, sondern nur noch die Option der Klage.
Vor dem Bundesverfassungsgericht wurde die Verfassungskonformität eines solchen Eingriffs in die Pressefreiheit bisher noch nie geprüft. Er ist auch deshalb so massiv, weil eine staatliche Behörde hier faktisch entscheidet, was Wahrheit ist und was nicht, was Journalismus ist und was nicht – und basierend darauf sanktioniert. Es ist eben gerade anders als etwa bei zivilrechtlichen Verfahren nach dem gängigen Presserecht, wo sich Betroffene selbst gegen verleumderische Falschbehauptungen vor Gericht wehren können: Hier greift stattdessen der Staat von sich aus ein, eine Behörde, kein Gericht, trifft erst einmal die Entscheidung, welche Berichterstattung erlaubt ist oder nicht.
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Nicht effektiv
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Bereits jetzt arbeiten die föderal organisierten Landesmedienanstalten an mehreren Instrumenten, um zu steuern, welche Medien und welche Inhalte Bürger im Netz sehen sollen. Allen voran etwa mit dem „Public-Value“-Modell, über das Apollo News bereits ausführlich berichtete. Der Plan ist, bestimmte staatlich ausgewählte Medien als „verlässlich“ und mit „öffentlichem Mehrwert“ („Public Value“) auszuzeichnen – und soziale Netzwerke dann dazu zu verpflichten, deren Inhalte bevorzugt anzuzeigen. Dies wäre ein tiefer staatlicher Eingriff in die Algorithmen der Online-Plattformen zugunsten ausgewählter Medien, aber alles andere als undenkbar: Denn bereits jetzt gelten „Public-Value“-Vorgaben für App-Stores, wonach entsprechende Apps von solchen „Public-Value“-Medien bevorzugt auftauchen müssen.
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Für den nächsten Medienstaatsvertrag plant man nun eben die Ausweitung dieses Prinzips auf Social Media. Es würde verändern, was Nutzer in ihren Feeds auf X, Facebook, YouTube und Co. sehen – staatlich bestimmt.
Das sind dabei nicht die einzigen Ideen: Der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Thorsten Schmiege, brachte zuletzt gar eine Art KI-Vorzensur gegen „Hetze“ ins Spiel. Nach seinen Vorstellungen würde ein KI-gesteuerter Uploadfilter „Hetze“ erkennen und dann ihre Veröffentlichung im Netz verhindern.
Anders jedenfalls kann man seine Aussagen in einem Interview mit dem Münchener Merkur kaum deuten. Dort erklärte er: „Dieselben Algorithmen, die Feeds hochindividuell ausrichten, können auch erkennen, ob ein Inhalt eine Beleidigung, eine Straftat oder Hetze darstellt.“ Weil YouTube etwa auf Copyright-Verletzungen durch Musik-Uploads filtere, meint er, dass die Plattform auch „Hetze“ erkennen und verhindern soll.
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Schmieges Papier zur „Weiterentwicklung“ des „Public-Value“-Ansatzes sieht jedenfalls vor, „desinformierende, polarisierende oder lediglich aufmerksamkeitsstarke Inhalte“ faktisch zurückzudrängen. Bisher würden sie angeblich durch Algorithmen bevorzugt. „Dies ist keine technische Randnotiz, sondern eine demokratische Kernfrage“, heißt es in dem Plan des Vorsitzenden der Direktorenkonferenz der Medienanstalten.
Inzwischen kam nach Welt-Informationen sogar heraus, dass die „staatsfernen“ Landesmedienanstalten die Ergebnisse ihrer Suche im Netz an Geheimdienste, nämlich die Verfassungsschutzämter, weitergeben. Demnach prüft das KI-Tool „KIVI“, über das Apollo News ebenfalls bereits berichtete, soziale Medien und Internetseiten automatisiert auf Verstöße gegen den Medienstaatsvertrag. In manchen Bundesländern ist man gar Teil eines „Behördenkompetenznetzwerks gegen Rechtsextremismus“, gemeinsam mit dem Verfassungsschutz.
Es wird damit einmal mehr deutlich: Die Medienanstalten sehen sich selbst zunehmend in einem Kampf um die medial-politische Deutungshoheit im Netz, den sie mit den hoheitlichen Instrumenten des Staates – Mahnungen, Verfahren, Sperrungen – führen. Vorbei sind die Zeiten, als es bei jenen Behörden primär um Jugendschutz oder Sendelizenzvergabe ging. Inzwischen durchforstet man das Internet auf der Suche nach Medien, Videos und Artikeln, die dem eigenen Verständnis von Journalismus, von „demokratischer Gesellschaft“ oder „verlässlichen Medien“ widersprechen. Und zimmert derweil daran, auch Social Media auf Linie zu bringen und dort jene ausgewählten Medien „mit öffentlichem Mehrwert“ zu bevorzugen.
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Das föderale Netz der Medienaufsicht scheint längst in einer Art Machtrausch zu sein: Während man öffentlich „Der Meinungsfreiheit verpflichtet“ plakatiert, nimmt man unliebsame Medien ins Visier – sei es durch Einschüchterung, Sanktionen oder Vorhaben zur Bevorzugung anderer Medien in sozialen Netzwerken. Besonders grotesk: Man begründet das alles dann mitunter mit der Verteidigung der Meinungsfreiheit. So meint die Justiziarin der Landesmedienanstalt NRW etwa gegenüber t-online, das zuerst über das Schreiben an „Ben Ungeskriptet“ berichtete: „Wer die Menschenwürde verletzende oder sonst rechtswidrige Äußerungen hinnimmt, riskiert ein Klima der Einschüchterung, in dem freie Meinungsäußerung faktisch verstummt.“
Weil der Host, Benjamin Berndt, nicht stark genug gegen vermeintlich menschenunwürdige Äußerungen von Höcke in seinem Interview vorgegangen sei, müsse er am Video nun Änderungen vornehmen, verlangt die Medienanstalt. Dass gerade solche Forderungen – nämlich einem Interviewer seine Fragestellung vorzuschreiben – selbst ein „Klima der Einschüchterung“ darstellen, einen Eingriff in die freie Meinungsäußerung, das kommt der Behörde nicht in den Sinn.
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Je mehr solche Kontrollmechanismen eingeführt und gefordert werden, umso mehr wächst auch die Spaltung der Gesellschaft. Man kann nicht alles kontrollieren. Gefährlich wird Medienkontrolle, wenn einseitige Meinungsvorgaben als das Maß aller Dinge, als „die Wahrheit“ verkauft werden. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Wer richtet über die Nuancen? Wo verläuft die Grenze des Sagbaren? Wer definiert sie auf welcher Grundlage?
Das Korsett der Meinungsvielfalt wird derzeit immer enger geschnürt. Irgendwann ist es so fest gezurrt, dass der Vielfalt die Luft ausgeht.
Was wäre der edle Feudalherr im Berliner Regierungsschloss nur ohne seine treuen Stadt- und Landvögte? Früher trieben die Schergen den Zehnten ein, heute sichern die Medienanstalten die geistige Leibeigenschaft. Ein herrlicher Dienst am Hofe!
Wenn der Untertan ungebührlich murmelt oder gar ketzerische Gedanken im digitalen Dorfrund verbreitet, reitet der moderne Medienvogt hoch zu Ross herbei. Mit dem Pranger der „Zensur“ – Verzeihung, der „Desinformationsbekämpfung“ – wird das vorlaute Fußvolk im Netz augenblicklich mundtot geknechtet. Es ist eben eine Frage der inneren Sicherheit: Nur wenn die Vögte den Informationsraum eisern sauberhalten, kann der Fürst im Elfenbeinturm ungestört regieren. Gehorcht, Pöbel, sonst setzt es Bußgelder!
Was dann gleichzeitig der Startschuss für den Bürgerkrieg bedeuten wird. Das haben sie nämlich vor. Dann können sie den Ausnahmezustand ausrufen und auch noch die Armee für ihre hinterlistigen Aktivitäten missbrauchen………
Die „Mächtigen“, die Machthungrigen, schufen sich (weil man nur eine Parlamentsarmee zu überteuren PR-Zwecken auf fremden Kontinenten missbraucht),
1. ganze Kampftruppen (Milizen) aka Antifanten,
2. schufen sich „Wirtschaftszweige“ aka ngos von Migranten, Energie bis Medienwelten,
um ausschließlich Kontrolle über Menschen und deren Gelder zu haben, würden manche hinweisen.
Was dann zu „regeln“ ist, erfolgt als Diktate und Kampfansagen aus den Parteizentralen.
DENKSTE? DENKELSTE? ICH DENKE: „Klarer Fall von „german fear-engineering!“
In Deutschland wimmelt es vor willigen Helfern. Man muss sich keinerlei Illusionen über die deutsche Geschichte machen.
Sehe ich ähnlich. Allerdings wird der Anteil der freiheitsliebenden Demokraten in immer kürzeren Zeitabständen erfreulich größer.
Nein. Es ist keine Überraschung, denn Menschen entwickeln sich in Phasen – auch in Behörden. Nach der Pubertät folgt die Konformität. Quelle: Ich-Entwicklung
In der Konformität bestimmt das Gefühl Zugehörigkeit den Selbstwert. Dazu wird kontinuierlich die in- und out-group als ‚wir‘ und ‚die Anderen‘ definiert.
Seit Jahrtausenden wird Macht von Zuträgern, die beispielsweise Zensur durchsetzen, aufrecht erhalten, weil in der Konformität die Zugehörigkeit den Selbstwert bestimmt. Erst dem Ketzer einer Gesellschaft gelingt es, seine Zugehörigkeit zu riskieren, um gegen das Gruppendenken seiner Bezugsgruppe vorzugehen.
Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Verknüpfung von Zugehörigkeit und Selbstwert nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.
So sieht es aus.
Die und der ÖR.
Ein Staat im Staate.
Und mit Merkel Habarth eine “ Justiz“ die dafür sorgt,dass es so bleibt.
Merkel wurde aufgehängt… Im Bundeskanzleramt!
Gemalt vom „Künstler“ Jeremie Queyras (28)
mit Hintergrund…
https://pbs.twimg.com/media/HMKcC4yWMAAZq8L?format=jpg&name=medium
Und das alles unter dem Deckmantel der Demokratie…
Tja, gibt ihnen ein Instrument, wie hier die KI, in die Hand, die eigentlich ein Segen sein sollte, und diese Menschen verwandeln sie garantiert in einen Fluch, natürlich ‚demokratisch‘. Augen auf bei den nächsten Wahlen.
Bald dürfen wir nur noch arbeiten gehen danach nach Hause um dort brav zu sitzen und posten wie toll unsere Demokratie funktioniert. Das muss wohl diese viel beschworene Freiheit sein von der man so hört!
Nach nordkoreanischer Art. 🙂
Einen Mangel hat dieses Land ganz sicher nicht !
Vom Steuerzahler bezahlte “ Vorfeld Truppen “ unserer “ Polit Darsteller “ !
Ein System , verkommen mindestens und in Teilen schwer kriminell !
Medien fürs Staatswohl (MfS)
Es ist und bleibt der zwangsfinanzierte Staatsfunk…
Alles was in diesem System mit ‚M‘ beginnt, stellt ein Grundübel dar.
Merkel, Merz, Medien, Macht ………
Aus der Amigo-Partei CSU kommt der Zensurmeister also.
https://www.blm.de/files/pdf2/lebenslauf_schmiege_sept_22.pdf
Ich habe einen tollen Job für Landesmedienanstalten und Regulierungsbehörden! Es gibt richtig etwas zu tun! Bundesweit! Denn es wird versucht, mit KI Lokaljournalismus zu fabrizieren!
Menschenjagd im Journalismus beginnt!
https://www.berlin-mitte-zeitung.de/menschenjagd-im-journalismus-beginnt/
Nachdem DENIC sich weigert, die DOMAINANMELDER bekannt zu geben, gibt es nun einen MORDSSPASS im INTERNET!
Wer wird siegen?
O News-Aggregatoren in Redaktionssystemen
O AGI-Humanoids am Redakteursarbeitsplatz
O Humanoids mit Teleassistenz
O Chatbots mit journalistischen Trainings
O ChatGPT in Volltextbeiträgen
O Mensch, dauerbeobachtender Lokaljournalist
Zutreffendes bitte selbst ankreuzen!
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»
Man möchte also „desinformierende, polarisierende oder lediglich aufmerksamkeitsstarke Inhalte“ faktisch zurückdrängen. Wie wär’s, wenn man damit beim ÖRR und all den anderen Hofschreiberlingen anfangen würde. Ich erinnere nur an so offensichtliche Lügen wie die „nebenwirkungsfreie Impfung“, den zweifellos „natürlichen Ursprung“ des SARS-COV2-Virus, die „Wannsee-Konferenz 2.0“-Lüge, die verlogene Hetze über Charlie Kirk und Elon Musk, die „virtuelle Vergewaltigung“ von Collien Fernandes mit dem Ziel, die Internet-Zensur weiter zu verschärfen – aber es gibt noch so viel mehr davon. Das wären doch mal sinnvolle Betätigungsfelder für die angeblich wahrheitssuchenden Landesmedienanstalten!