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Grüner Kanzlerkandidat

Habeck bei Miosga: „Kann und will nicht mehr für die Grünen sprechen“ – aber keine neue Partei

Robert Habeck meint, er schaue „vom Nordpol“ auf Deutschland, kritisiert Cem Özdemir für dessen konservativere Migrationspolitik und „kann nicht mehr für die Grünen sprechen“. Eine neue Partei will er dennoch nicht gründen – darüber war im Vorfeld seines Miosga-Auftritts spekuliert worden.

Robert Habeck bei Caren Miosga (Screenshot via ARD-Mediathek)

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„Zerbricht die politische Ordnung, Herr Habeck?“, wollte Caren Miosga am Sonntag in ihrer gleichnamigen ARD-Sendung vom früheren Bundeswirtschaftsminister und Kanzlerkandidaten der Grünen wissen. Im Vorfeld hatte es Spekulationen gegeben, Robert Habeck könnte die Gründung einer neuen Partei ankündigen. In der ausnahmsweise vorab aufgezeichneten Ausgabe machte er nun klar, dass er solche Pläne nicht verfolge.

Miosga stellte Habeck im gut 60-minütigen Einzelinterview als „Berater und Dozenten“ vor, der nach einem Jahr Abwesenheit von außen auf die deutsche Politik schaue. Von dort habe er die Parallelen der politischen Entwicklung in vielen Staaten gesehen, meinte Habeck. Er schaue „jetzt immer vom Nordpol“.

Als er nach Amtsende kein Politiker mehr gewesen sei, habe er „mal die Wahrheit“ sagen können, erzählte er in Bezug auf eine Interviewäußerung über Julia Klöckner. Eine Rückkehr in die Politik könne er sich hingegen „im Moment nicht vorstellen“. Dafür gebe es „keine Pläne, keine Strategien und kein Verlangen“, erklärte er in einer einstudiert wirkenden Verdichtung. Er werde demnächst ein Buch veröffentlichen und „diesen Diskurs dann auf vielen Bühnen darstellen“ – anschließend schreibe er „vielleicht das nächste“.

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt hätten ihn auch nicht überrascht, erklärte Habeck. Die Gefährdung des politischen Systems werde aber nicht durch Modifikationen des Heizungsgesetzes oder der Rente mit 63 gelöst. Stattdessen müsse das „Wachstumsversprechen“ wieder eingelöst werden, um das „Demokratieversprechen“ garantieren zu können.

Merz sei von den Medien „hochgeschrieben“ worden, erklärte Habeck in aufgebrachtem Ton über den letzten Bundestagswahlkampf. Dessen „fehlendes handwerkliches Geschick“ sei schon damals „kein Geheimnis“ gewesen. Man habe sich keine Gedanken darüber gemacht, was das Alternativangebot zur Ampel wirklich sei. Habeck war an der vorherigen Bundesregierung als Minister und Vizekanzler beteiligt und führte die Grünen als „Kanzlerkandidat“ erfolglos in die Bundestagswahl 2025.

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Er könne zwar nicht mehr für die Grünen sprechen und wolle das auch nicht, so Habeck. Seiner Partei bleibe er aber treu. Gleichzeitig widersprach er dem Bild, das Cem Özdemir von den Grünen prägen will: Menschen, die fänden, dass zu viele Menschen mit Migrationshintergrund nach Deutschland kämen, wendeten sich „trivialerweise“ nicht an diese Partei. Den „Vorwurf von Übermoral“ finde er schwierig. Es könne nicht immer nur darum gehen, den Status quo zu verteidigen.

Vor allem von linken „Fundis“ vorangetriebene rot-rot-grüne Regierungen lehnt Habeck nicht ab. Die sich anbahnenden Landesregierungen mit der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin seien „weder eine gute noch eine schlechte Nachricht“. Den Vorwurf eines „völlig enthemmten Antisemitismus“ in der Berliner Linken wollte Habeck nicht als berechtigt bezeichnen und nutzte ihn stattdessen, um vor der AfD zu warnen (mehr dazu hier).

Die Idee einer neuen Partei hatte Gordon Repinski von Politico Deutschland schon vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern in der Welt geäußert. Dort forderte er eine „Revolution der deutschen Politik“. In den etablierten Parteien blieben „die spannenden Personen der Gesellschaft außen vor“. Daher brauche es „mindestens eine neue Partei“ für Wähler, die „in einer postideologischen Welt“ lebten – „ein Wahlbündnis der Mitte“ ohne „Ewigkeitsanspruch“.

Am Morgen nach der MV-Wahl legte der scheidende FAZ-Herausgeber Gerald Braunberger nach. Ihm geht es mit seinem Vorschlag einer „neuen bürgerlichen Partei“ ausdrücklich auch darum, bisherige AfD-Wähler zu erreichen. Diese müsse „für einen längst überfälligen Rückzug des Staates aus Überregulierung und Bevormundung eintreten“ und „technischen Fortschritt als Chance“ betrachten.

Konkret wurden die Spekulationen um eine neue Partei „der Mitte“ dann im Podcast Machtwechsel. Dort nannte Robin Alexander die Namen Robert Habeck (bisher Grüne) und Volker Wissing (früher FDP, nun parteilos). Ferner könnte sich „jemand, der in der CDU eine Rolle spielt“, an der Neugründung beteiligen. Dem Linkstrend vieler grüner Parteien in verschiedenen Ländern werde die neue Partei sich nicht anschließen. An diesen Gerüchten sei jedoch „nichts dran“, sagte Habeck bei Miosga auf Nachfrage.

Von der Idee einer neuen Partei halte er „gar nichts“, erklärte Habeck. Stattdessen brauche es eine „moderierte Konsensfindung“, an der sich die bestehenden Parteien und die Wähler beteiligen müssten. Mit der Diskussion um eine neue Partei kreise das „politische Berlin“ hingegen „irgendwie um sich selbst“.

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190 Kommentare

  • ‚Stattdessen müsse das „Wachstumsversprechen“ wieder eingelöst werden…‘ Ganz mein Humor, nachdem er die Wirtschaft möglichst ausgebremst hat, Energie teurer machte und genug Geld mit Utopien in den Sand gesetzt hat.

    303
    • Ich gönne Ihnen ihren Humor, wirklich-aber ich finde humorvoll ist das schon lange nicht mehr was in diesem Land passiert, es ist zum heulen!

      • Genau, todtraurig ist das!
        Beim besten Wirtschaftsminister aller Zeiten bin ich mir nicht ganz sicher, ob der Typ, aka „Schwarzkopf Professional“, einfach nur Pech beim Denken hat oder doch eher rotzfrech ist … wahrscheinlich eine Mischung aus beidem?

        • Zumindest hat er die Haare immer so schön 😉

          10
    • „Unternehmen sind nicht insolvent, sie hören nur auf, zu verkaufen.“

    • @Nico-1
      Nicht nur im Sand versenkt, sondern in den Geldbeuteln. Ich habe einmal gelesen, dass viele Politiker an Windkraft beteiligt sind oder waren.

    • wachstum unter utopischen verhaeltnissen zieht immer neue laender an.

      Ausgerechnet der Ölstaat Saudi-Arabien steigt in den Bau von Elektroautos ein. Unter der neuen Marke Ceer wurden eine Limousine und ein SUV mit dem Namen „Exobot“ vorgestellt. Beide starten mit 850 PS, 112-kWh-Akku und Technik internationaler Partner.

      https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/saudi-arabien-baut-elektroautos-mit-technologie-aus-deutschland/

      -34
      • Merkst selbst – SUV mit 850PS als Kronzeuge für Habeck 😂

        • Dieser Typ mit seinen brunzdummen Nicks merkt gar nix mehr. Der hat einen IQ kleiner als der eines handelsüblichen Toastbrots.

          27
      • Und der verbaute Akku hält dann von 12 bis Mittag?🤔

      • Naja die Saudis wissen, dass man zur Erzeugung von Strom auch Gas nutzen muss, wenn man die Atomkraft abgeschaltet hat. Insofern dürfte es ihnen so ziemlich egal sein ob Elekro- oder Verbrenner. Sie verdienen immer.
        Hinzu kommt, dass in der Wüste die Sonne immer scheint. So sehr, dass man damit sogar den Tank füllen kann.

      • 850PS (625kW) und ein Akku mit 112 kWh Kapazität? Was macht man denn damit? Kurzstreckenrennen in Riad? Vergolden lassen und dann neben Bentley, Rolls Royce und Lamborghini in den privaten Show-Room stellen?

    • Nö, es hat heute keine Grundlast mehr, brauchts nicht, ist veraltet…..
      Frage an den Großen Meister:
      Wie viel Milliarden € pro Jahr müssen für die Steuerung des Stromnetzes von den Stromkunden aufgebracht werden müssen, damit denen die Umspannwerke nicht um die Ohren fliegen und der Blackout unser ist!?!
      Waren es derzeit 2 Milliarden €?
      Und bei der befürchteten langen Dunkelflaute im Winter bei Gasnotstand??

    • Habeck ist ein Blender, mehr steckt da nicht dahinter. Auch wenn jetzt sein äusseres auf Professor Look stylt. Da kommt nur warme Luft.

      • Peter W.: Für Miosga als Erklärbar reicht es immer noch. Bei ihr kann er sich bekanntlich nach Herzenslust ausschwafeln…. . Schön allerdings seine Bemerkung „Als er nach Amtsende kein Politiker mehr gewesen sei, habe er „mal die Wahrheit“ sagen können.“ Als würden wir nicht ohnehin wissen, dass Politiker – besonders die im Amt – Probleme mit der Wahrheit haben ……..

    • “ Stattdessen müsse das „Wachstumsversprechen“ wieder eingelöst werden…“ sagt einer dessen Partei doch immer ‚ degrowth ‚ , also negatives Wachstum = Schrumpfung = weniger Wohlstand (aber nur für die anderen, man selber hat schon mal einen wichtigen Termin zum Eisessen in Kalifornien oder zum Pinguin fotografieren in der Antarktis ) gefordert hat und das immer noch tut ! – Was für ein Lügner – typisch grün halt .

    • Ja der Robert, ist nicht der HELLSTEN EINER . NATÜRLICH wird er von Miosaga NICHT auf die Schneisen, die er als Superminister in die Wirtschaft mit der Kettenraupe größte, angesprochen.

      Man ist ja bei seinesgleichen , in den Schwurbelshows des ÖRR. 😆😆

    • der windkraft mörder…er, merkel und altmaier haben genug menschen auf dem gewissen. richtig tote menschen, menschen die nicht mehr atmen oder sich über die heuchelei hier exaltieren können.

      wenn die apollo redaktion nur nicht zu feige wäre, die folgen und opfer der energiewende für ihre leser zu recherchieren. und es werden immer mehr.
      glaubt man wirklich gegen physik imun zu sein weil man jude ist oder fehlt einfach nur der verstand?

      oder hatte ford recht? man tut hier alles dafür es so aussehen zu lassen.
      da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn zorn der erkenntnis folgt.

  • Wachstumsversprechen 🤣💙👍

    132
    • Mir wächst der Hals…

    • Ich hab Miosga die ganze Sendung intensiv beobachtet. Sie klimperte praktisch durchgehend mit ihren Augendeckeln, und ich bin ziemlich sicher dass sie mutmaßlich eine wasserdichte Windelhose trug. So wie sie Robert anhimmelte, das kennt man sonst nur von Teenagern. man kann das gar nicht erfinden. Der Ruinator Deutschlands löst bei Miosga ein solches Verhalten aus, Deutschland ist völlig am Ende.

  • „Kann und will nicht mehr für die Grünen sprechen“…
    Der angerichtete Schaden ist auch groß genug.

    • Ich warte immer noch auf das Klimageld was er den Bürgern versprochen hat.

    • Für ihn aber noch nicht groß genug!

    • direkt im studio den verbrecher verhaften,,,,
      Art. 20 GG II. Der Bund und die Länder (Art. 20 – 37)
      (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
      (2) ¹Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. ²Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch
      besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
      (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung
      sind an Gesetz und Recht gebunden.
      (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum
      Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

  • Habeck habe „nachgedacht“.
    Wie witzig!!

  • „Die Medien haben Merz hochgeschrieben“ – stimmt. Aber auch Herr Habeck ist doch ein reines Medienphänomen … zum Glück gewesen.

  • Was hat er jetzt eigentlich gesagt? Wo ist der Faden?

    • Genau mein Gedanke. Ich hab´ den Faden auch nicht gefunden. Weder in Habecks Gelaber, noch in dem Geschwätz der weiteren „Talking Heads“! Der ganze Artikel ist m.M. nach ein sog. Geschwurbel. Aber ich schaue Miosga & Co. schon lange nicht mehr und hätte mir das Lesen einfach verkneifen sollen. Irgendwie geht mir der Sinn und Zweck der „deutschen Politik- und Medienlandschaft“ täglich weiter verloren, es sei denn, das ist die eigentliche Absicht dahinter. Dann bin ich wohl ein „Abgehängter“…

  • In Dänemark ist es sowieso viel schöner. Ich wünsche Robert Habeck dort einen angenehmen Aufenthalt. Vielleicht bekommt er Einblicke darin, was Parteienvielfalt für die Demokratie bedeutet.

  • Vom Nordpol? Der Mann hat seine Familie und sich oft auch in Dänemark untergebracht. Aber hat Sorge darum dass Özdemir bei der Migration zu konservativ sei.
    Der übliche Doppelstandard.

  • Er meinte nicht den Nordpol sondern Northvolt.

  • Er wohnt doch in Dänemark oder? Die haben doch eine restriktive Migrationspolitik. Wieso beschwert er sich nicht über die dänische Regierung?

    • Soweit konnte Habeck nicht denken, das ehemalige Politikgenie.

    • @Wiedersprüche
      Er wartet evtl. darauf, dass die Auswirkungen des Handelns die Menschen weiter verarmen lässt und er mit seinem AG in Dänemark, eine Immobilienheuschrecke, zu Spottpreisen deutsche Immobilien aufkaufen kann. Eine Vermutung in diese Richtung äußerste Frau Weidel vor Monaten. Ich muss zugeben, dass das alles schon ein G’schmäckle hat.

  • Rooobert – ist das der Geissen?
    Der Reality Star?

    • der roy black von berlin…hahahah oder besser ein politidiot seines gleichen….

  • Wenn ich das für mich subsummiere, war diese Sendung ein einstündiger PR-Spot für sein neues Buch finanziert durch die GEZ-Zwabgsabgabe…

  • Er muss immer sinnbildlich sprechen. Um den Hang zum philosophisch- literarischen zu unterstreichen.
    Ansonsten sehe ich da einen alten Mann.

    • Ich würde eher sagen er spricht unsinnbildlich!

      • Apropos sprechen ,daß ist immer so Gepresst !

    • Einen alten „gescheiterten“ Mann !

  • wie war das mit dem Shampoo?

    • Hat dem Hersteller einen Rekordumsatz beschert!

  • Warum ist dieser Mann wegen Steuergeld-Veruntreuung noch nicht vor dem Richter?

  • Mannomann.
    Vom Nordpol?
    Und was ist mit Mioschkas Südpol?

  • Gebt dem Mann endlich ein Einreiseverbot für Deutschland.

    • nein falsch .. noch einmal – und ab in den knast….

  • Habeck ist besorgt, dass Özdemir in Sachen Migration zu konservativ ist. Sagt der Mann, der selbst nach Dänemark ausgewandert ist. 🙈

  • Das sie das nicht unterdrücken kann, zu zeigen, wie toll sie ihn findet, ist schon auch irgendwie niedlich.

    • Wohl eher peinlich

  • Wir brauchen keine Autofirmen.» Der heutige Wirtschaftsminister und damalige Grünen-Fraktionschef plapperte munter davon, dass Deutschland «weniger Autos» brauche. Und er meinte: «Vermutlich werden weniger Autos noch nicht mal zu weniger Wirtschaftswachstum führen, sondern zu neuen Branchen. Ganz sicher aber nicht zu weniger Wohlstand.🤣🤣

  • Wirtschaftsversprechen von Habeck… die Wirtschaft komplett zu zerstören?

    Und als Politiker könne man nicht die Wahrheit sagen. Doch, Blau kann das

  • Wenn so ein AFD Politiker über Israel geredet hätte, na dann wäre aber ganz schön was los.

  • Dass dieser Herr Apollo News überhaupt noch Artikel wert ist, verwundert.

  • Niemals würde ich eine neue Partei mit Habeck und Wissing wählen. Aber macht mal. Umso mehr linke Parteien es gibt, desto besser. Dann klauen die sich gegenseitif die Stimmen.

  • Herr Habeck ist nach eigenen Aussagen ganz oben auf dem Nordpol?
    Toller Standort. Kann so bleiben.
    Da gibts wenigstens permanente Temperaturen. Da kann er seine persönliche grüne Erderhitzung abkühlen. Um mindestens 10 Grad. Satire

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