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Sachsen-Anhalt

Falls die absolute Mehrheit verfehlt wird: AfD in Sachsen-Anhalt plant, mit einzelnen CDU-Abgeordneten zusammenzuarbeiten

Falls die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine Alleinregierung stellen kann, soll es einen Plan B geben. Die Partei wolle dann mit einigen CDU-Abgeordneten zusammenarbeiten, um eine Mehrheit zu erreichen.

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AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt die absolute Mehrheit bei der Wahl an. (IMAGO/Christian Schroedter)

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In Sachsen-Anhalt strebt die AfD nach der absoluten Mehrheit. Um eine Alleinregierung stellen zu können, braucht die Partei bei der Landtagswahl am 6. September nach aktuellem Stand mindestens 45 Prozent. Sollte die absolute Mehrheit verfehlt werden, werde bereits an einem Plan B gearbeitet, berichtet Welt. Aktuell steht die Partei bei 41 bis 42 Prozent in den Umfragen. Ansonsten wären noch die CDU, die SPD und die Linke im Landtag vertreten.

In der AfD gehen einige Politiker davon aus, dass es nach der Wahl innerhalb der CDU zu Diskussionen über eine Zusammenarbeit mit den Linken kommen würde. Das würde zu Problemen führen, denn die Christdemokraten haben auch einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linken getroffen. Hochrangige AfD-Politiker sollen deshalb überlegen, die CDU-Fraktion zu spalten, wie die Welt berichtet.

Denn um eine Mehrheit zu erreichen, bräuchte die AfD nur wenige CDU-Abgeordnete auf ihrer Seite. Ein bis drei Politiker, die lieber mit der AfD als mit den Linken zusammenarbeiten würden, würden ausreichen. Vor allem „Hinterbänkler“ der Christdemokraten seien nach Vermutung der AfD offener für eine Zusammenarbeit als prominente CDU-Politiker. Denn diese seien weniger parteisoldatisch eingestellt. Allerdings könnte den möglichen Überläufern dafür ein Parteiausschluss drohen. Dann könnte sich eine Gruppe unter neuem Namen bilden.

Auf Anfrage der Welt teilte der Sprecher der AfD mit, dass er diesen Plan nicht kenne und sich daher nicht dazu äußern könne. Öffentlich hat der Landesverband von Sachsen-Anhalt bisher eine Koalition mit der CDU ausgeschlossen. Das betonte der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auch am Wochenende erneut, nachdem ein Foto viral gegangen war, das ihn und den CDU-Fraktionsvorsitzenden Guido Heuer im lockeren Austausch zeigte.

Heuer hatte auf einer Veranstaltung gesagt, dass er den Begriff Brandmauer ablehne, aber gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD sei. Siegmund hatte im Nachhinein auf X geschrieben: „Das alles ist Teil der Show, um unsere absolute Mehrheit zu verhindern.“ Heuer hatte sich nachträglich von dem Foto distanziert und sprach von einer „unglücklichen Aufnahme“.

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Er begründete das Zustandekommen des Fotos damit, dass „es nur zwei Mikrofone gab und ich bei einer Falschaussage von Herrn Siegmund intervenieren musste“ (Apollo News berichtete). Ein Video, das jedoch kurz darauf veröffentlicht wurde, zeigt, dass diese Darstellung nicht stimmt. Denn das Video zeigt, dass die beiden Politiker Witze darüber machen, dass Heuer angeblich noch nie etwas mit der Bundesregierung zu tun gehabt hätte (mehr dazu hier).

mra

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102 Kommentare

  • Immerhin gibt’s einen Plan B. Haben die anderen Parteien überhaupt (einen) Plan? Außer sich verzweifelt an der Brandmauer festzuhalten?

    143
      • Und bei der nächsten Wahl werden es 19%.
        Werde ich was von lachen.
        Ihr hapt die Kontrolle über euer Leben verloren.

        -10
        • 19%, meinen Sie für die CDU ?

          10
        • Armer Linker , leidet offensichtlich an Wahnvorstellungen und hat Probleme die Realität sehen zu wollen ! Der Bildungsnotstand wird immer deutlicher 😎

          0
    • Das ist was ich immer sage. Ganz ohne Sicherheiten wird es nicht gehen. Ich kenn nur den S.-Anhaltinischen LT nicht, die infrage kommenden Abgeordneten, ob sie dann auch >gewählt + bereit< sind, den Worten, auch Taten folgen zu lassen.

      • Es gab vor einigen Wochen schon Nachrichten von einigen unserer CDU Landtagsabgeordneten, die eine Zusammenarbeit mit der AfD forderten. Leider haben diese Nachrichten es nur sporadisch über unsere Landesgrenzen hinaus geschafft. Ich kenne einige MdL der CDU – das könnte tatsächlich funktionieren. (auch weil es sicher einige gibt, die lieber parteilos im Landtag bleiben, als mit der CDU unterzugehen).

    • So hat die CDU sicher kein Sommerloch.

      • Har, har, har …

      • Weidel ist Deutschlands Sommerloch und im Herpst ist es dann aus.

    • Briefwahl + SED

  • Liebe Sachsen-Anhalter,bitte gebt der AfD 52%.

  • Wird sich zeigen, wer wirklich etwas für das Land tun will.

  • Wenn ich mir Siegmund ansehe und dann seine Konkurrenz, wird mir sofort klar, dass die AfD keinen Plan B mehr benötigt. Die Union wird am 6. Sept. ein krasses „Waterloo“ erleben.

    • Egal wie überzeugend Sigmund ist, es gibt immer noch die Briefwahl. Solange die nicht abgeschafft ist, wird kein getreues Abbild des Wählerwillens ausgezählt werden.

      • Das mag für die Stimmabgabe leider zutreffen, Herr Jean –

        und was die Auszählung angeht: Machen Sie es wie etliche meiner Bekannten und ich: Stellen Sie sich für die Auszählung den ehrenamtlichen Ausschüssen zur Verfügung. Die suchen immer(!) Mitglieder.
        Und dadurch sinkt die Gefahr der ‚Fehler‘ oder gar der Manipulation dramatisch!

    • …hoffentlich !!!!!

    • Schön wärs aber ich da bin ich skeptisch. Der Wähler ist Jahrzehnte lang nicht aufgewacht und läßt sich immer wieder durch Fakedrohungen einschüchtern. Auch denke ich daß es einen guten Anteil von Leuten gibt die ihren Ärger bei Umfragen luftmachen und behaupten die Afd wählen zu wollen. In der Wahlkabine zittert die Hand dann so stark daß man mit zur nächsten Zeile ausrutscht. Der normale Deutsche hatte noch nie ein Rückrad

  • Die „Überläufer“ könnte ja auch bei einem drohenden Parteiausschluß selber aus der CDU austreten und in die AfD eintreten.

  • Vor dem Filmchen mit Herrn Heuer hätte ich über diese Debatte gelacht. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Wenn sich die Fraktionschefs duzen und Witze machen, kann ein Abgeordneter der CDU in seiner letzten Legislaturperiode das Thema ganz entspannt angehen.

  • Ich würde das gar nicht so darstellen, als würde die AfD gezielt an der Zersetzung der CDU arbeiten. Das macht die CDU ganz von alleine. Wenn irgendwann wirklich die Frage in Raum steht, ob sie mit rechtsaußen oder mit linksaußen geht (und keine dritte Alternative mehr existiert), dann wird sie daran natürlich zerreißen, weil es darüber – in der jetzigen Konstellation CDU als Teilweise Merkel-Günther-Wüst-Truppe und teilweise liberal-konservativ – niemals Einigkeit geben wird. Die CDU wird immer mehr zum Kartenhaus. Da müssen wenn es soweit ist AfD und Linke nur noch gegenpusten. Und dann bricht entweder rechts oder links ein Teil ab oder der Laden zerfällt vollkommen.

    • Sehe ich ebenso. Und: Je eher, desto ehrlicher und desto besser!

      Diese ‚Union‘ braucht kein vernünftiger Mensch … und tschüss!

    • Zumindest in Neufünfland

  • „Hochrangige AfD-Politiker sollen deshalb überlegen, die CDU-Fraktion zu spalten, wie die Welt berichtet.“

    Eine innerlich bereits so zerrüttete Partei wie die CDU muss man nicht spalten.

    Das hat sie bereits selbst getan – und zwar in dem Moment, wo sich ihre Führung dafür entschied, die Werte der Partei aufzugeben, sich den Grünen und Roten anzudienen und die eigene wertkonservative Mitgliederschaft faktisch kalt zu stellen.

    Vor allem im Osten ist aber das Bürgerlich-Konservative in der CDU noch sehr viel stärker ausgeprägt als im Westen. Deshalb wird sich die Spaltung der CDU auch im Osten eher nach außen vollziehen, weil dort die Schnittstellen mit der AfD wesentlich größer sind als bei der West-CDU.

  • Ich bin beeindruckt und erleichtert, wie professionell die AfD mittlerweile denkt und auftritt, zumindest punktuell. Der „gärige Haufen“, der sich sich an seiner Gärigkeit ergötzte, ist Geschichte.

    Der Plan ist gut. Auch bei der CDU wird es Leute geben, die nicht bereit sein werden, sich sehenden Auges auf die falsche Seite der Geschichte zu stellen. Die AfD sollte diesen Leuten maximal entgegenkommen.

  • divide et impera – guter Ansatz, einen Keil in die „C““D“U zu treiben

  • Ich bin kein Fan der AfD, muß aber zugestehen, dass diese angenehm pragmatisch ihr politisches Handwerk versteht. Es tut der Demokratie gut, wenn unkonventionelle Lösungen gesucht werden. Wie sich dereinst Holger Börner überwunden hat und mit den Grünen koalierte, obwohl er die Grünen und ihre Politik verabscheute.

  • Und dann kommt das Ergebnis der Briefwähler……

    • Stellen Sie sich den ehrenamtlichen Briefwahlausschüssen zur Verfügung!

      Damit tun Sie aktiv etwas gegen ‚Fehler‘ bei der Auszählung.
      Und ja: als Freund der Demokratie geht es nicht ohne Mindestanstrengung.

      Nur Mut: Ihre Kreis- oder Stadtverwaltung sucht dringend Ehrenamtliche!

      • Diese Aufgabe müssen leider Andere übernehmen, nachdem ich bereits vor fast 30 Jahren das Elend in D verlassen habe. Es war alles schon sehr lange absehbar …

  • Jetzt schon einkalkulieren, dass es nicht klappt mit der absoluten Mehrheit? Schlau ist das nicht. Was soll der Wähler davon halten, wenn man selbst nicht an sich glaubt?

    -21
    • Was heißt »nicht an sich glaubt«?
      Die eindeutige Aussage der Parteitage war: »Wir erreichen die absolute Mehrheit. Wir stellen den Ministerüräsidenten.«
      Ich finde es politisch eher klug, schon jetzt bekanntzugeben, dass man einen Plan B hat. Es gibt sicher so manchen, der sich denkt: »Ich würde schon die AfD wählen, aber wenn die keine Regierungsverantwortung schafft, habe ich meine Stimme verschwendet, dann lieber eine Kleinpartei.«
      So aber ist eindeutig klar, dass es einen unbedingten Willen gibt, Verantwortung zu tragen. Die AfD Stimme ist also keinesfalls verschwendet.

    • Einen Plan B zu haben ist immer besser, als unvorbereitet von unangenehmen Ereignissen überrascht zu werden.

  • Auch in der CDU gibt es Politiker, die den extremen Linksdrall ihrer Partei, nicht vertreten möchten. Von daher wäre der Plan B eine Option.

  • Eine absolute Mehrheit soll und muß es werden. Der Plan B ist hoffentlich nicht notwendig. Herr Siegmund ich drücke alle Daumen das es klappt und von Sachsen aus geht dann hoffentlich die Wende bzw. die Rettung Deutschlands los.

  • Warm sollte die AfD soetwas verbreiten? Ich gehe fest davon aus das alles nur dazu dient und gesteuert ist um die Wähler zu verunsichern.

  • Bloss nicht. Liebe AFD, keine Zusammenarbeit mit antidemokratischen, verfassungsfeindlich Kräften. Und die von der CDU sind bekanntermassen die schlimmsten Deutschlandvernichter.

    • Von einer „Zusammenarbeit“ kann dabei keine Rede sein.

    • Naja: es ginge wohl um die Unterstützung von noch zurechnungsfähigen CDUlern.
      Wenn die die AFD stützen würden, warum nicht? Und es wäre ein Anfang, dass sich die Hunde vermerkelter Politik, sich langsam mal un-einig geworden sind.

      • Völlig richtig und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass Abgeordnete bei Sachfragen nach ihrem eigenem Ermessen abstimmen, wie das Grundgesetz es vorsieht. Die Zweitstimme und die 5%-Hürde sind undemokratisch und müssen weg!

      • … wäre für einige Leute zudem eine Chance, das in S.-Anh. sinkende Narrenschiff namens „CDU“ zu verlassen.
        Irgendwie eine gute Idee, dünkt mir.

  • Geraune von den hinteren Plätzen…Die Angst vorm Volk ist für manche berechtigt….

    • Gerdolfo merkt nicht, daß er hier nichts zu melden hat 🤣

      • Deshalb: Nicht den Troll füttern. Einfach nicht beachten.

  • Ich sehe die Brandmauer zunehmend etwas anders als bisher.
    Das Kartell erscheint mir immer mehr wie eine ansteckende Krankheit von der alle Parteien befallen sind und die Brandmauer wirkt eher wie ein Infektionsschutzschild der die AfD vor Ansteckung schützt.
    Vielleicht macht es mal auf Bundesebene Sinn aus einer Position der Stärke mit mutmaßlich Genesenen über Inhalte zu reden und vorsichtig nach Anzeichen von zurückkehrender Vernunft zu untersuchen aber auf Länderebene eine Infektion zu riskieren scheint mir fast etwas gewagt. Zumal die Erkrankung offensichtlich noch in einem akuten Stadium ist.

  • Auf ihr Sachsen-Anhalter, werdet mal zu richtigen Revoluzzern!
    Verschafft der AfD die absolute Mehrheit, auch um mal zu sehen, ob die ganzen Schwätzer, die jetzt groß verkünden, ihre Heimat nach einem AfD-Sieg zu verlassen oder vom Rücktritt schwadronieren, zu ihrem Wort stehen!

  • Nette kleine Reserveüberlegung.

    3 Überläufer als Staatssekretäre und die Sache läuft.

    • Einer reicht schon. Der LT hat 83 Sitze. Die AfD bekäme beim derzeitigen Umfrageergebnis 41 Sitze.

  • Ja suuuuuper, diesen Plan gkrichcä wieder Monater vor der Wahl in die Welt hinauszuposaunen! Den Altparteien muss doch unbedingt Gelegenheit geboten werden mit dem Alten Parlament noch Beschlüsse fassen zu können, die solche Möglichkeiten dann im vornherein verhindern…

    • Was ist eigentlich mit Aiman Mazyek von einem gewissen Zentralrat? Der hatte schon 2017 versprochen, D zu verlassen, wenn die AfD in den Bundestag kommt.

  • Die Zensur hat schon wieder zugeschlagen, Zensor oder KI erkennen Sarkasmus nicht

    • Der Löschwahn ist schon erbärmlich hier.
      Mit dem Erkennen von Sarkasmus haben auch einige Leser hier Schwierigkeiten.

      • Das kann sein, Herr/Frau Tellll –

        und manchmal hilft es schon, wenn der Schreiber seinen ‚Sarkasmus‘ erkennbar formuliert.

  • Sicherlich wird es Planspiele bei der AfD geben, aber das ausgerechnet „Welt“ über einen „Plan B“, informiert wurde, bezweifele ich, zumal „Welt“ überhaupt keine eigenen Journalisten in Sachsen/Anhalt hat.

    Die kommunalen Journalisten der Springer-Presse arbeiten bei „BILD“ für den Lokalteil, wo man ausgehen kann, das sie auch zur AfD vernetzt sind, – aber was man von „BILD“ halten kann, überlasse ich jedem selber.

    Das aufklärende Video zu dem Bild (Siegmund/Heuer) wurde auch nicht „BILD“ (Springer Presse) angeboten, sondern NIUS.

    Deshalb nehme ich diesen Welt-Artikel zur Kenntnis, aber nicht ernst.

  • Ah, Gänsehaut. Da ist Freddy Schindler von der WELT wieder einer ganz großen Sache auf der Spur!

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