Erdgas-Verband schlägt Alarm: „Echte Knappheit“ bei Kälteperiode wie im März 2018 – Füllstand unter 25 Prozent
„Haben wir ein strukturelles Speicherbefüllungsproblem?“ Diese Frage stellt der Bundesverband Erdgas gegenüber Apollo News in den Raum und warnt: Bei einem März wie 2018 mit einer wochenlangen Kälteperiode droht eine „echte Knappheit“ an Gas.
Deutschland und Europa gehen weiterhin mit Siebenmeilenstiefeln auf einen Gasmangel zu. Die deutschen Erdgasspeicher waren am Donnerstag laut der Initiative Energie Speichern nur noch zu 24,7 Prozent gefüllt. Das lässt auch immer mehr Verbände und Unternehmen der Branche aufhorchen und Alarm schlagen, denn wenn das Gas nicht bis zum Ende der Heizperiode ausreicht, könnte es zu Abschaltungen von Industrieanlagen kommen.
Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie e. V. (BVEG), Dr. Ludwig Möhring, erklärte gegenüber Apollo News, sein Verband gehe davon aus, „dass es nicht zu einer echten Knappheit kommt, wenn es nicht gerade – wie in 2018 – im März eine wochenlange Kälteperiode kommt.“
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Mit anderen Worten: Sollten die Wetterverhältnisse im kommenden März ähnlich ausfallen wie vor acht Jahren, stünde die Bundesrepublik vor einer „echten Knappheit“. Aktuell bringen die Gaspreise laut Möhring „nicht zum Ausdruck, dass am Markt große Unruhe ist. Aber wenn es knapper wird, mögen auch die Preise noch einmal steigen – das sind normale Marktentwicklungen.“ Der BVEG vertritt unter anderem die Erdgasproduzenten und Speicherbetreiber.
Der Verband weist auch darauf hin, dass global genügend LNG-Tanker zur Verfügung stünden, um mehr Flüssiggas zu importieren. Wie viel LNG in Europa lande, sei „letztlich eine Preisfrage“. Nicht alle deutschen LNG-Terminals waren in den letzten Tagen gleichermaßen ausgelastet. Eine Umlenkung von Tankern, auch aus Asien, wäre aber „natürlich grundsätzlich möglich“, so der BVEG.
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Die Preisfrage wird auch für die Wiederauffüllung der Speicher über den Sommer entscheidend sein. Ob diese Wiederauffüllung angesichts der niedrigen Ausgangsfüllstände absehbar gesichert sei, „werden unter anderem die Marktbedingungen zeigen“, so Möhring. Er stellt offen die Frage: „Haben wir ein strukturelles Speicherbefüllungsproblem?“
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Kritisch ist die Versorgungslage in Bayern: Dort liegt der Gesamtfüllstand nur noch bei 18,1 Prozent. Da der Transport von Gas in den Süden aufwendig ist, muss in Bayern eigentlich ein höherer Füllstand vorgehalten werden als in den norddeutschen Speichern. Doch statt 40 Prozent zum 1. Februar fasst Bayerns größter und Deutschlands drittgrößter Speicher Breitbrunn jetzt sogar nur noch 12,7 Prozent seiner Kapazität.
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Die große Entfernung zu den LNG-Terminals im Norden könnte sich zu einer neuen „Revierferne“ für den Freistaat auswachsen. Damit bezeichnet man die Schwierigkeit, Kohle aus dem Ruhrgebiet in die rohstoffarmen Gebiete, etwa des Südostens der heutigen Bundesrepublik, zu bringen. Daraus resultierte ab der Zeit der Industrialisierung bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein erheblicher Standortnachteil.
Doch auch im Nordwesten gibt es Unwägbarkeiten in der Versorgung. Sämtliche niederländischen Speicher haben laut Gas Infrastruktur Europa seit Mittwoch die Marke von 26 Prozent gerissen und liegen damit tief im roten Bereich. Der Gesamtfüllstand liegt landesweit sogar unter 18 Prozent. Die Niederlande sind nach Norwegen das wichtigste Lieferland für die Bundesrepublik. Ein Großteil des Erdgases wird als „regasifiziertes“ Flüssiggas durch das Königreich an der Nordsee hindurchgeleitet, bevor es zu uns gelangt.
Ein relativer Lichtblick bleiben die Zahlen aus Österreich: In der Alpenrepublik sind die Speicher noch zu fast 41 Prozent gefüllt. Etwa die Hälfte dieser Menge ist als strategische Reserve der Republik Österreich bevorratet und aus Bundesmitteln bezahlt worden. Der von der in Deutschland verstaatlichten SEFE (früher Gazprom Germania) betriebene Speicher Haidach, der zur Versorgung Bayerns und Süddeutschlands beiträgt, steht aktuell bei 30,6 Prozent.
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Am 12.2. waren die Gasspeicher in den Niederlanden nur noch zu 17,6% gefüllt. Es ist überall in der EU und Großbritannien das gleiche.
Wie mag es denn wohl sein, daß auch die Gasspeicher-Krise, wie alle anderen Krisen, gleichzeitig in jedem EU-Staat auftritt???
Weißer, Krisenmanagement ist dann, und die Regierenden können schalten und walten wie sie wollen.
Man muss einfach mal klarstellen dass der Gasmangel nicht die Schuld unserer spitzen Politiker ist . Man hat alles getan um die Industry zu dezimieren !
Niemand in Berlin hat damit gerechnet das Anfang 2026 noch soviel Industrie in Deutschland überhaupt überlebt haben konnte .
Es ist nicht zu wenig Gas vorhanden gewesen ! Die Energieintensive Industrie stirbt nur trotz massiver Eingriffe der Regierung eben immer noch nicht schnell genug !!
Und wenn dann noch die LNG-Häfen vereisen, dann wird’s richtig lustig!
„Haben wir ein strukturelles Speicherbefüllungsproblem?“
Die Frage ist selbstverständlich rein rhetorisch zu verstehen. Erstens entfällt durch den freiwilligen Verzicht auf russisches Erdgas die Gelegenheit, im Sommer günstiges Gas einzuspeichern.
Zweitens sind infolge der Trennung zwischen Gashändlern, Netzbetreibern und Speicherbetreibern die Risiken so verteilt, dass es in der Regel unwirtschaftlich ist, auf gut Glück Gas einzuspeichern.
Übrigens sind wegen Unwirtschaftlichkeit in den letzten Jahren viele Spieler stillgelegt worden und weitere zur Stilllegung angemeldet.
De wissen alle das es knallt, die sagen nur nichts damit nicht sofort Unruhe ausbricht, jede Wette. Und es wird noch mal kalt und wir haben Mitte Februar, der Merz ist lang, ob das nun Minus-grade sind oder nicht, es muss geheizt werden werden, und im April auch, ich kann mich nicht dran erinnern jemals im April schon die Heizung abgestellt zu haben.
Jedes Eichhörnchen ist schlauer als unsere Experten in Berlin.
Das Eichhörnchen weiß noch, es gibt 4 Jahreszeiten – im Winter und Frühjahr bei Mangellagen lebt man von den angelegten Vorräten.
In Gysis DDR kam man für folgenden Witz nach Bautzen: „Der Sozialismus hat vier Feinde: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.“
Warum steht gerade ein Wartburg vor meiner Tür?
Die deutsche Industrie baut ohnehin Werke ab, da braucht sie auch kein Gas mehr. Woher dann aber Steuern für die Versorgungsposten linksgrüner Minderleister*innen erwirtschaftet werden sollen…..
Die Schlagzeile triggert Alarmismus, doch die Substanz ist weniger dramatisch. Fakt ist: Speicherstände unter 25 % im Februar verringern den physikalischen Druck in den Kavernen, was die Entnahmegeschwindigkeit verlangsamt. Das macht das System anfälliger für Spitzenlasten, etwa bei einer extremen Kältewelle. Das ist ein bekanntes physikalisches Risiko, kein plötzlicher Versorgungs-Kollaps.
Der entscheidende Unterschied zu früheren Krisenjahren: Die LNG-Infrastruktur steht. Gas ist auf dem Weltmarkt verfügbar. Die Warnung des Verbandschefs bezieht sich auf ein spezifisches „Worst-Case-Wetter-Szenario“. Tritt dieses nicht ein, reichen die Mengen völlig aus. Tritt es ein, muss teures LNG kurzfristig umgeleitet werden.
Das Risiko ist also primär ökonomisch (Preisspitzen), nicht existenziell (kalte Heizungen). Dass Apollo News daraus pauschal „echte Knappheit“ macht, blendet die globalen Marktmechanismen aus. Wir haben ein Logistik- und Kosten-Thema, keine nationale Notlage.
Bis jetzt haben sie wohl recht . Sie vergessen nur den Umstand das es erst gar nicht zu der Gefahr einer Mangellage hätte kommen dürfen oder müssen wenn Verantwortungsvolle und vor allem Kompetente Politiker an den richtigen Stellen sitzen würden . Den so oder so werden werden die Verbraucher und Industrieunternehmen das Versagen der Politik am Ende ohne echte Not bezahlen müssen .
Denke mal das ist wieder mal der eigentliche Skandal „unserer Demokratie „Altparteien Volksvertreter .Ihre Permanente Inkompetenz Ignoranz und Verantwortungslosigkeit dem wohl des Staates und dem Bürger gegenüber !
Zum selber Denken und Verfassen hat es wohl nicht gereicht?
Die Energie im Bundestag und den Landtagen abschalten!
Damit diese Politiker mal selber merken was sie angerichtet haben. Dazu noch die Dienstwagen alle abschaffen und sie sollten zu Fuss gehen!
Elende Defätisten! Der Kanzler hats doch befohlen: Darüber darf nicht gesprochen werden!
Es ist genau so gewollt. Wir brauchen einen „Notstand“, für den sämtliche Gesetze außer Kraft gesetzt werden dürfen – legal, weil „Notstand“.
Keine Landtagswahlen, sofortige Einführung des digitalen Euro einschließlich Überwachung, Impfpflicht gegen „Aufmüpfigkeit und Widerspruch“ oder eine schnell ins Leben gerufene Pandemie, Lockdown, Zusammenbruch der Infrastruktur.
Und das Beste: Die Regierung hat die Lösung! Freuen wir uns drauf… Es wird dann alles gut. Wir werden nichts besitzen, aber glücklich sein.
Ich habe den Niedergang der DDR erlebt. Aber wir hatten es wenigstens bis zur letzten Minute des Honecker-Regimes warm in der Bude. Das derzeitige Regime unter Merz schafft es anscheinend nicht einmal, trotz Milliarden geraubter Steuergelder und Sozialbeiträge, das Notwendigste am Laufen zu halten.
Wir steuern auf eine Katastrophe zu und keiner von den Verantwortlichen fühlt sich zuständig.
Ignoranz und Inkompetenz feiern fröhlich Einstand.
Warum sitzen Habeck und seine Mittäter für den Flurschaden, den sie angerichtet haben, noch nicht im Knast?
Sie leben heute im Exil!
Stellt einfach das Gas bei den Grünen und Linken ab,dann reicht’s auch für uns Normalbürger.
Diese Bundesregierung macht aus jedem Schnupfen eine Krise und weil euch das nicht genug ist wollt ihr jetzt noch eine Krise erfinden???
Bei wem, auch nur einem Einzigen, ist die Heizung kalt geblieben, weil kein russisches Gas mehr da war?
Es ist unqualifizierte, unhaltbare Panikmache für Ahnungslose die sich die Nordstream zurückwünschen, weil Deutschland bei der Gasrechnung aufhört.
Ihr ekelt mich an.
Sie haben in ihrer Rechnung den Preis vergessen! In meiner Nachbarschaft sind Nachzahlungen von bis zu 2000€ für Fernwärme angesagt. Und das sind Menschen die das selbst bezahlen müssen und nicht das Amt!
Fernwärme= ausgeliefert, da kein Anbieterwechsel möglich!
Also erst genau überlegen!
In Tübingen sind jetzt pro Haus 3000 Euro Gasnetzzerstörungskosten anfällig. Trotzdem werden in Tübingen wieder 150% der Wählernden linksgrün wählen.
Ihr Job ist sicherlich kein Industriearbeitsplatz. Und was genau ist Apollo oder den Lesern ’nicht genug‘? Sie verbreiten inhaltsloses Geschwätz.
Wie wahr, aber solche Kommentare kommen immer wieder durch, auch wenn sie beleidigende Inhalte enthalten.
Denken war noch nie ihre Stärke
„Bei wem, auch nur einem Einzigen, ist die Heizung kalt geblieben…“
Das entscheiden „Vulkangruppen“ und andere Linksextremisten, die vom Staat gepampert werden! Das ekelt mich auch an!