Werbung:

Eine Partei als Brandmauer-Stein und Steigbügelhalter: Niemand wählt ein solches BSW

Max Roland Max Roland

Das BSW wurde als Anti-Establishment-Alternative zur AfD gegründet. Katja Wolf hat diese Glaubwürdigkeit in Thüringen mit einem Establishment-Kurs verspielt – und ihre Wähler betrogen. Das Thüringer BSW war von Anfang an eine Mogelpackung.

Ein Kommentar •

Werbung

Selbstverständlich werden wir keine gemeinsame Sache mit der AfD machen. Wir bringen eine Partei an den Start, damit all die Menschen“, die AfD wählen, „eine seriöse Adresse haben“, kündigte Sahra Wagenknecht 2023 vor der Gründung ihrer Partei BSW an. Eine politische Alternative gegen die etablierten Parteien, aber auch in Brandmauer-Logik gegen die AfD. Ein Ritt auf Messers Schneide, ein Balanceakt, der kaum zu vollbringen war. Und auch nicht zu vollbringen ist, wie das BSW gerade zeigt.

Die Partei zerlegt sich – der Landesvorstand in Thüringen befindet sich jetzt in absolut offener Rebellion gegen den Bundesvorstand. Das BSW zerbricht an seiner Gretchenfrage: Wie hältst du es mit der AfD?

Dass man diese Frage von Anfang an nicht so wirklich klar beantworten wollte, wurde der Partei zum Verhängnis. Schon im vergangenen Jahr analysierte Apollo News diese Bruchlinie, als das BSW vom aufsteigenden Stern langsam zum ausgebrannten Zwerg wurde (mehr dazu hier). In Thüringen zeigt sich das jetzt besonders deutlich, wo es nicht nur auf-, sondern bereits zerbricht.

Thüringen ist ein Fall, der Klarheit schafft – ein Labor der Brandmauer-Politik. Nirgendwo sind die etablierten Parteien so am Ende wie in dem mitteldeutschen Freistaat. Nirgendwo sind die Antworten darauf und die Politiker, die sie geben, so geist-, farb- und kontrastlos wie dort. Das alles läuft in der Person Mario Voigts zusammen.

Mario Voigt: ein Ministerpräsident, der nur wegen der Brandmauer Ministerpräsident wurde; in einem Kabinett aus drei Parteien, das nur durch die Brandmauer irgendeinen Anschein von politischer Sinnhaftigkeit bekommt. Er selbst wirkt immer wieder wie eine Karikatur des Politikbetriebs. In einem normal funktionierenden System wäre jemand wie Mario Voigt, der als Person wirklich in keiner Weise herausragt, niemals in eine so herausragende Position gelangt.

Lesen Sie auch:

Sachsen-Anhalt

Schicksalstage der Brandmauer

33

Aber in Erfurt ist Politik ad absurdum geführt worden. Und so kann auch Mario Voigt absurder Ministerpräsident einer absurden Koalition sein, denn das BSW hat sich unter der dortigen Chefin Katja Wolf nahtlos als roter Backstein in das Brandmauerwerk eingereiht. Diese Brandmauer ist jetzt eine tragende Wand, die irgendwie noch verhindert, dass das Kartenhaus mit König Mario seinen berechtigten Einsturz erlebt. In Mario Voigts Plagiatsaffäre zeigt sich das. Nach allen Regeln der politischen Öffentlichkeit in Deutschland müsste der Mann zurücktreten – aber die Brandmauer setzt das außer Kraft.

Der viel beschworenen „Glaubwürdigkeit von Politik“ tut das natürlich nicht gerade gut. Und es dürfte BSW-Wähler, die das Bündnis auch als Alternative zu den etablierten Parteien und solchen Spielchen verstanden, gehörig irritieren. Ohnehin sind nur noch wenige da, denn mehr als die Hälfte der ehemaligen Wähler hat die Partei in Thüringen inzwischen verlassen.

Sahra Wagenknecht hat diese Situation verstanden – und wirbt deshalb, wenn auch etwas zaghaft, für einen Brandmauer-Bruch. Sie will eine „Experten-Regierung mit einem überparteilichen Ministerpräsidenten“, der dann auch mithilfe von AfD-Stimmen regiert. Ihr BSW in Thüringen will das nicht – und beschimpft Wagenknecht für diesen Vorschlag sogar.

Das ist strukturell angelegt: Das BSW um Katja Wolf und die dortigen Minister sehen ihre Partei als Steigbügelhalter für die Etablierten, als Zugangsschein zum Establishment. So wollten es die Gründer des dortigen Landesverbandes von Anfang an. Man wollte einfach mit am Tisch – am Kabinettstisch – sitzen und sah diese Möglichkeit in der Linken nicht mehr. Katja Wolf selbst jedenfalls hat das immer ehrlich so beschrieben: Ihre Motivation war nie eine „andere Politik“, sondern das Ziel, mit den Parteien von gestern auch heute noch die AfD zu verhindern.

So begründete sie ihren Wechsel von der Linken ins BSW. Die Linke habe sich negativ entwickelt – im Kern sei es ihr 2024 aber darum gegangen, wie man einen Ministerpräsidenten Björn Höcke verhindern könne, wenn sich die CDU doch weigere, mit der Linken zu koalieren. „Es ging um eine politische Kraft, die das Thüringer Dilemma auflöst“, betonte Wolf damals im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Diese damals wenig beachteten Worte zeigten schnell: Für Katja Wolf war das BSW immer nur eine umlackierte Linke. Ihr Exit bei den Linken und der Eintritt in das BSW war nur ein taktischer Schritt, um sich selbst Regierungsmacht zu sichern und einen frischen Ziegelstein in die Brandmauer zu stecken. Wer die prorussische Außenpolitik der AfD gut findet, sonst mit der Partei aber nichts anfangen kann, der würde sich vom aktuellen BSW in Thüringen tatsächlich vertreten fühlen. Das Bündnis bietet sozusagen Brandmauer-Politik mit einer russischen Kirsche auf der ansonsten sehr nach Establishment riechenden Sahnetorte.

Der große Anti-Establishment-Wahlkampf war letztlich nur Betrug am Wähler: Die BSW-Wähler in Thüringen haben sich mehrheitlich ganz offensichtlich etwas anderes erwartet. Allein mit dieser Art von Politik hat Katja Wolf das BSW zur jüngsten „Altpartei“ aller Zeiten gemacht. Alle Mechanismen und Handlungen, die man unter diesem Schmähbegriff Parteien wie der CDU vorwirft – chronische Unehrlichkeit, windiges Taktieren und stetes Irreführen der Wähler – hat Frau Wolf zu ihrer Politik gemacht.

In Thüringen zeigt sich, dass es so ein BSW in der politischen Landschaft nicht braucht. Die 15,8 Prozent der Wähler, die 2024 dort das BSW wählten, sehen das mehrheitlich genauso, weshalb von diesen 15,8 Prozent in jüngsten Landesumfragen nur noch sieben geblieben sind – und das war vor dem aktuellen Streit. Das zeigt: Steigbügelhalter werden schnell selbst vom Sattel geholt, wenn sie die Zügel nicht in die Hand nehmen.

Das BSW polarisiert, man muss es nicht gut finden. Unstrittig ist, dass die Partei bei ihrer Gründung einen Nerv traf, auf jeden Fall in den ostdeutschen Bundesländern. Diesen Niedergang des einst kometenhaft aufgestiegenen BSW kann sich Katja Wolf ans Revers heften.

Mit ihrem Politikverständnis hat sie aus dem BSW eben genau das gemacht – einen Steigbügelhalter für die etablierten Parteien. Dass das BSW mittlerweile eine politische Leiche ist, hängt vor allem damit zusammen. Ja, einen Ministerpräsidenten Höcke hat sie 2024 noch einmal verhindert. Aber dabei hat sie nichts gelernt: „Höcke verhindern“ ersetzt Politik nicht – und ist auch keine Alternative zu irgendetwas.

Wer „Höcke verhindern“ will, kann in Thüringen schon diverse Brandmauer-Parteien wählen. Das aber zum zentralen politischen Element von Politik zu machen, ist genau diese hysterisch-unseriöse Art, die einen Höcke und seine Partei ja erst groß gemacht und stetig bestärkt hat.

Wer in Thüringen eine „Alternative zu Höcke“ sein wollte, hätte diesen Umstand zuallererst verstehen müssen – Wolf verstand es nie. Deswegen ist sie gescheitert. Die Menschen interessiert, wie Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Abstieg, Masseneinwanderung und Terroranschläge verhindert werden – „Höcke“ ist für niemanden ein akutes Problem, das seinen Alltag beeinflusst und bestimmt.

So war auch das Ende des Weges, auf den Wolf ihr Thüringer BSW führte, absehbar – eine Sackgasse. Wie viel alternative Aura bleibt einer Partei, die mit der müden Dauer-Regierungspartei SPD und der müden CDU unter dem kontur- und charakterlosen Mario Voigt regiert? Und dabei keine sonderlich alternative Politik durchsetzt? Gar keine – nur der Mief der „Altparteien“, von denen man sich doch so abgrenzen wollte, umgibt einen dann noch.

Den Aufstieg der AfD hat das BSW nicht aufgehalten oder beendet – so hatten es sich manche Journalisten und Kommentatoren erhofft und lautstark gewünscht, als das Bündnis 2023 an den Start ging. Mit Menschen wie Katja Wolf in den Reihen des BSW ist das kein Wunder. Solange solche Leute dort Entscheidungen treffen, können sich Björn Höcke und die AfD diesbezüglich auch entspannt zurücklehnen – und der einzigen ernsthaften Konkurrenzpartei beim gemeinsamen Untergang mit Mario Voigt zugucken.

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

84 Kommentare

  • Wer Veränderung will, kann BSW nicht wählen. So einfach ist das.

    Das BSW verkaufte sich als Anti-Establishment – und Katja Wolf machte daraus im Rekordtempo eine Versorgungseinrichtung für genau jenes Establishment. Erst die Stimmen der Unzufriedenen einsammeln, dann CDU und SPD damit die Regierung retten und sich selbst an den Kabinettstisch setzen. Chapeau: So effizient wurde Wählertäuschung selten organisiert.

    Das BSW ist keine Alternative, sondern eine Altpartei im Kostümverleih: neues Logo, alte Reflexe, dieselbe Brandmauer, derselbe Machterhalt. Opposition wurde bestellt, Regierungskitt geliefert.

    Wer einen Politikwechsel wollte, bekam Mario Voigt. Wer das Establishment abwählen wollte, durfte es mit Katja Wolf stabilisieren.

    Das BSW wollte Protestwähler von der AfD zurückholen. Katja Wolf hatte eine originelle Idee: ihnen zu beweisen, warum sie überhaupt Protestwähler wurden.

    152
    • Volle Zustimmung. Der Vergleich mit Regierungskitt und dem BSW gefällt mir am besten. Dies ist ein ganz besonders schmieriger Kitt.

      78
    • Das ist falsch. Bleiben wir bei den Tatsachen: das BSW Sachsen verhandelte nach der Wahl, sah kein inhaltliches Entgegenkommen und ging sehr zügig in die Opposition. Das BSW Brandenburg verhandelte gut, die SPD kam entgegen und dachte, man bekäme die unerfahrene Fraktion schon eingenordet – die bieb aber bei wichtigen Themen wie ÖRR auf Kurs (und bereitet gerade jetzt eine Studie zu Corona-Amnestie und -Unrechtsbereinigung weltweit vor), so daß die SPD zunächst Spielchen spielte und dann die Messer zückte. Allein Thüringen ist ein Landesverband, der durch Opportunisten und Maulwürfe übernommen wurde und gegen die Partei agiert. Das ist extrem unschön und das BSW muß dieses Problem lösen. Netterweise hat Herr Höcke hier Unterstützung geleistet, denn zuvor berichteten die Medien stets so, daß eine „konstruktive“ Katja Wolf ein achtbares BSW vertrete, während Wagenknecht diktatorisch törichte Radikalenpolitik machen wolle. Jetzt wissen aber mehr Leute, was hier gespielt wurde.

      16
      • Wenn das Pferd tot ist, sollte man absteigen.
        (Alte Rothaut-Weisheit)

        39
        • Mehrere Millimeter werden die Millionen von Maden das Pferd noch tragen!

          8
    • Voll auf den Punkt! Hervorragende Analyse.

      16
    • Vollste Zustimmung, das BSW ist „tot“, nicht nur in Thüringen, sondern Bundesweit.
      Wer jetzt noch BSW wählt… ich finde keine Worte!

      19
  • Eine Linke (Abspaltung), die fast komplett in die BSW ging, ändert doch über Jahrzehnte eingeprägte Denk- und Handlungsweise nicht.

    Das wusste man vorher, währenddessen und bis heute hat man jeden Beweis dafür geliefert mit ALL den Handlungen einer lupenreinen Altpartei in neuem Gewand, würden manche hinweisen.

    69
    • Dr. Weidel hatte nicht umsonst  ausdrücklich vor dem BSW gewarnt:

         das BSW ist ein trojanisches Pferd der Altparteien! 
                        
        Die  linke Altpartei Neugründung BSW hat die alleinige Funktion das regierungskritische Lager in Deutschland zu SPALTEN !
           short     und auch sonst sehr zu empfehlende youtube- Suche :
                                              
             BSW ist keine Alternative

      https://www.youtube.com/watch?v=BKD9ta93T0s

      17
  • Wer braucht schon eine Linke light?

    42
  • BSW: Eine linke NGO, oder „Partei“???

    29
  • Linkes Denken bei Frau Wagenknecht: Der Laissez-Faire-Führungsstil funktioniert nur bei Sonnenschein wenn eine Firma neu aufgebaut wird. Wenn der Regen kommt wird dieser Führungsstil eingestampft bevor die Firma pleite geht, funtioniert aber oft nicht rechtzeitig genug.

    28
  • Mir tuen die Akademiker leid, die monate-,sogar jahrelang an Ihrer Doktorarbeit sitzen oder saßen. Ich denke vor allem an die technischen Fachrichtungen. So politische „Plagiats-Leute“ müssten gesetzlich verpflichtet werden, nicht nur zurück zu treten, sondern auch endlich hart bestraft zu werden. Wie kann jemand an einer Universität als Professor herum laufen und uns Studenten soooo verar……? Werden die ehrlichen Akademiker noch ernst genommen? Meine Kommilitonen fragen heute nur noch : Ist mein Professor auch politisch bekannt geworden? Allerdings gibt es auch Ehrliche darunter. Ich jedenfalls bin sauer, was z.B. in Thüringen abläuft.

    67
    • Na Hauptsache die politische Haltung passt. Das ist mittlerweile das Wichtigste an Unis.

      18
    • @Breuer: Es ist ja nicht nur das. Mit dem erschlichenen Akademikertitel ist in aller Regel ja auch ein signifikanter Gehaltsvorteil verknüpft.

      57
  • Der Deepstate baut ein paar „Anti-Establishment-Figuren“ auf.
    Faszinierend zuzusehen wie das mit dem BSW wie am Schnürchen klappt. Die Afd ist noch (!) nicht ganz eingenordet, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

    16
  • Ob APOLLO das jemals verstehen kann, verstehen will? Die AfD ist nicht prorussisch, auch nicht proamerikanisch. Nein, die AfD ist prodeutsch. Daher, um unser Land zu schützen und zu fördern, ist sie für Diplomatie und Handel.

    Ich kann das permanente Fremdeln der APOLLO-Redakteure, mit diesem wichtigen Prinzip, einfach mit jedem mindestens zu sprechen, nicht nachvollziehen.

    109
    • Danke, daß Sie das mal klarstellen. Auch, daß Handel dem Frieden nützlicher ist als aktivistische Aufrüstung und – überkommene – beschworene Feindbilder (die Strategie hinter dem Feindbild beschreibt Michael Crichton in „Welt in Angst“, in Englisch doppeldeutig „State of fear“).

      28
      • Nie,nie nie wieder….allen Kriegshetzern und Rüstungfördernden sollte ein Feldkurs (Soldaten Gräber ausheben+ sichern) bei der Deutschen Kriegsgräber Fürsorge zu Pflicht gemacht werden. Dort liegen die Beweise gegen jeden Krieg.

        17
    • Ich gebe dir vollkommen Recht….

      21
    • die AFD ist ein Putinkuschler, die will uns an den Russen verkaufen

      -12
      • Dafür hast du Beweise oder willst du nur deinen linken Gestank absondern?
        Die AfD will von Russland nur wieder günstige Rohstoffe. Dazu muss man eben mit Russland reden.
        Das versteht du Bürgergeldempfänger einfach nicht.

        11
  • Wie verliebt Frau Wolf den Voigt anstrahlt…..

    9
  • Im BSW vereinen sich Kommunisten. Wagenknecht war und ist schon immer eine Kommunistin gewesen. Mit 18 Jahren freiwillig in diese SED der DDR eingetreten.
    Diese Leute haben es geschafft sich mit der heutigen CDU zu verbünden. Das beruht auf Gegenseitigkeit und zeigt im besten Beispiel das Land Thüringen.
    Um auf den Punkt zu kommen, wer CDU wählt, wählt Kommunismus. Punkt.

    48
    • Verdammt noch eins – jetzt gründen „Kommunisten“ schon strikt marktwirtschaftliche Parteien, verteidigen Bürgerrechte gegen einen übergriffigen Staat, bekämpfen linkische NGOs und setzen sich stark für KMU und Wettbewerb (ergo: Privatwirtschaft) ein … Die Schweinebande! (Wer Ironie findet darf sie behalten – es ist noch genügend davon da.)

      -21
      • Inwiefern soll eine Abspaltung von der Stasi-SED plötzlich zu einer „marktwirtschaftlichen Partei“ mutieren??

        23
  • Sylvia Winkelmann-Witkowsky ist zwar Direktkandidatin für das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) in Halle, aber sie will nicht gewählt werden. Wie es scheint, beginnt sich das Kartell der Altparteien – ich zähle das BSW dazu – so langsam aufzulösen. Das ist das sicherste Anzeichen dafür, dass es für das Kartell bald zu Ende gehen wird.

    22
    • Der Grund, warum sie nicht gewählt werden will, ist einfach: sie ist ausgetreten. Winkelmann-Witkowsky gehörte letztlich ins Lager der Brandmauerfreunde, welche den einen recht hinterhältigen Spaltungskurs in der Partei vorantrieben aber die Machtprobe haushoch verloren, da weder die aktuelle Landesführung noch die Parteibasis den AfD-Verhinderungskurs mitgehen will. Diese Leute haben nach Monaten der Sabotage und Beschäftigungstherapie schließlich hingeworfen.

      5
  • „Das Thüringer BSW war von Anfang an eine Mogelpackung.“
    Die Wölfin im Schafspelz sozusagen.

    20
    • Die Wölfin im „Mettpelz“.

      22
  • Und alles nur, weil man Demokratie nicht Demokratie sein lässt.

    Ihnen geht es jetzt nur um den Futtertrog. BSW – den neuen Parteinamen kennt keiner mehr – und CDU müssen noch bis Dezember durchhalten. Sie wollen ihre Bezüge sichern. Wenn da nicht die kommenden Wahlen einen Strich durch die Rechnung machen. Aussitzen darf nicht belohnt werden.

    18
  • Oskar Lafontaine sprengte die SPD, Seine Frau, Sarah Wagenknecht, die Linke. Letzten Endes sind beide Luxus-Sozialisten, denen es in erster Linie um eines geht. Sie selbst. Um Privilegien, Status und Macht. Und ihre Gefolgschaft ist genau so gestrickt. Aufpassen! Ein paar ihrer Wähler haben es immerhin schon gemerkt.

    33
  • Schon in Sachsen konnte man doch die Verlogenheit des BSW sehen. Wer denen glaubt, glaubt auch dem Merz. Niemals BSW.

    14
  • Mit dem Einstieg des BSW in die Mett-Mario-Koalition, begann auch gleichzeitig der Abstieg des BSW. Das weiß Wagenknecht auch. Einem Ministerpräsidenten der sich mit einem betrügerische Doktortitel ins Amt wählen lassen hat, jetzt durch das BSW immer noch zu stützen, zeigt dass es dieses BSW auch nie gebraucht hat. Mehrheitsbeschaffer für Betrüger haben in einer Regierung nichts verloren. Diesen Steigbügelhaltern vom BSW des Schaukelpferd-Plagiator, geht es nur noch um die lebenslange Alimentation durch den Steuerzahler.

    83
    • Perfekt auf den Punkt gebracht.👍🏼
      Es ist ein einziges Trauerspiel.

      39
    • Korrekt. Die BSW-Führung wußte immer, daß das, was Frau Wolf sich anschickte in Thüringen zu tun, blanker Wählerverrat war, weshalb man massiv gegen den Abschluß einer Koalition auftrat – aber Wolf tat es trotzdem. Innerparteilich ist sie damit isoliert, denn obwohl die U-Boote im BSW versucht haben, den Laden zu übernehmen, ist dieser „Mainzer Kreis“ praktisch Geschichte und mehrere seiner Protagonisten wieder ausgetreten. Die Partei fängt sich, hat aber einiges zu verdauen.

      15
      • Na dann wähle mal schön das BSW….das Bündnis sozialistischer Wendehälse.

        13
    • Juerge…der Vergleich mit der FDP ist zwingend.

      8
  • Thüringen hat fertig
    Willkommen im kommunistischen Bundesland der Stalinisten

    6
  • Links bleibt Links Hauptsache Land und Leute plündern und belasten.

    0
  • „Wer die prorussische Außenpolitik der AfD gut findet, …“: Das ist Unsinn. Die AFD betreibt keine prorussische Politik, sie fordert Diplomatie statt Kriegstreiberei, mehr nicht.

    14
    • Korrekt, da werden Narrative aus dem Mainstream ungeprüft übernommen und deswegen habe ich große Bedenken dieser Seite überhaupt zu unterstützen.

      1
  • Frau Wolf, die einst von der judäischen Volksfront zur Volksfront von Judäa wechselte steht offenbar kurz vor der Rückkehr zu ersterer. Machtgierige Opportonist*innen werden immer gebraucht, und das BSW Thüringen hat sich spätestens nach dem Sonderparteitag im September erledigt….

    14
  • Ich glaube, die Gründung des BSW geht ursprünglich auf die Idee Lafontaines zurück, der der CDU eine Möglichkeit aufzeigen wollte, mit einer linken Partei zu koopieren, ohne dass die CDU ihren Unvereinbarkeitsbeschluss, mit der LINKEN nie zusammenzuarbeiten, brechen muss. Und dafür wurde das linke Model Sahra eingesetzt. Mit der Losung „Gefährlich ehrlich“ grinst Sahra von den Wahlplakaten in Sachsen-Anhalt. Dämlicher kann man sich nicht entblöden. Und auch der angebliche Zickenkrieg zwischen Sahra und Katja ist nur ein schlechtgespieltes Theaterstück. Wenn der Zickenkrieg echt wäre, hätte man die Wolf schon längst aus der Partei gefeuert.

    1
  • Herr Roland, Sie übersehen wesentliche Punkte. Das BSW zerlegt sich so wenig wie die AfD es bei ihren vielen Übergängen (Lucke->Petry->Meuthen->Weidel/Chrupalla) getan hat, die auch nicht schön und mit viel Drama abliefen. Wir sehen einen Akt der Klärung und politischen Hygiene, der in jungen Parteien unvermeidlich ist. In Thüringen haben sich Maulwürfe tief eingegraben und segeln unter falscher Flagge. Das ist eines von zwei Hauptproblemen des BSW, weil viele Leute nicht wissen, daß der LV faktisch gekapert wurde. Das zweite Problem ist der ehrliche Wille zur Umsetzung des Programms, weshalb das System das BSW mit schäbigsten Mitteln vorerst aus dem Bundestag heraustrickste, die für UnsereDemokratie geradezu typisch sind. Die Frage der Nähe zur AfD läßt sich derzeit nicht bundesweit beantworten – das braucht Zeit. Aber diese „Leiche“ ist quicklebendig.

    -5
  • Ab welchem Datum im Amt hat Mario Vogt Anspruch auf damit verbundene Rentenzahlung in welcher Höhe?

    18
    • Ab dem 12. Dezember 2026. Aber auch die Wolf.

      1
  • Frau + Mann mit Kopf kann nur vor dem
    BSW gewarnt werden, solch einen Haufen
    nicht zu wählen !

    Wir werden im nächsten Monat unsere Stimmen
    der AfD geben.
    Die AfD soll mit absoluter Mehrheit regieren, den Dreck säubern, vor allen Dingen in den personellen Bereichen und somit wichtige Zeichen schnell
    setzen !!!

    13
  • Wagenknecht, SED Mitglied. Wolf, SED Mitglied. Was, außer einer Abspaltung von der Mutterpartei war den zu erwarten gewesen ?
    Für zwei kommunistische Parteien ist Thüringen einfach zu klein und zweimal das Land verraten kommt auch nicht gut an.

    34
    • Moin, @Seeber wenn man mal abgesehen von Bernhard Vogel die MPs von Thüringen beleuchtet stößt man immer auf’s System des Sozialismus. Ob Althaus der den Sozialismus in seiner Karriere bis 89 nicht offen in Frage gestellt hat. Lieberknecht hat alle Organisationen der DDR als Teenager abgelehnt ,war aber im Studium FDJ Sekretärin. Wie passt das zusammen. Die Krönung war Bodo Ramelow der hat seine Minister alle mit SED Vergangenheit aus den östlichen Bundesländern zusammengeführt. Das Interessante daran ist dass viele von Ihnen Verbindungen zur Rosa Luxemburg Stiftung haben.Und jetzt Mario tut genau das gleiche. Er hat die zweite Reihe der Linken mobilisiert. Für Macht gibt man den Charakter an der Garderobe ab,.

      12

Werbung