Ein sozialdemokratisches Feuerwerk aus heißer Luft – und am Ende bluten alle
Im Koalitionsausschuss einigen sich die Regierungsparteien auf steuerpolitische Minimalkorrekturen. Auch der politische Klassiker des Bürokratieabbaus wird einmal mehr unter die dünne Reformsuppe gerührt. Auf den Punkt gebracht: Merz und Klingbeil kratzen nicht einmal an der Oberfläche der Probleme.
War es das schon? Mit großem Tamtam hatte die Bundesregierung eine wirtschaftspolitische Wende vor der parlamentarischen Sommerpause angekündigt. Am Donnerstag war es dann so weit. Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Finanzminister Lars Klingbeil haben die Ergebnisse des Koalitionsausschusses präsentiert.
Unterm Strich: eine dürre Bilanz. Eine Mini-„Entlastung“ von zehn Milliarden Euro soll es für untere und mittlere Einkommen geben – im Wesentlichen Inflationsanpassungen der Tarife und Sozialleistungen. Gegenfinanziert, wie es so schön heißt, wird die Entlastung im Ameisenformat über höhere „Reichensteuer“-Sätze. Das muss so sein, da wir in einer Zeit leben, in der der Staatsapparat immer weiter wachsen muss, um sein Sedativum über den Umverteilungsapparat in die Bevölkerung zu injizieren.
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Dazu gesellt sich die altbekannte Bürokratieabbauprosa. Man wolle die Unternehmen entlasten und Berichts- sowie Dokumentationspflichten reduzieren, so der Bundeskanzler. Selbstverständlich ist das blanker Unfug. Politische Macht wächst vor allem über den regulativen Zugriff auf ökonomische Handlungen. Diese Macht hat sich mit dem Aufstieg der Brüsseler EU-Kommission zum zentralen Regulator europäischer Wirtschaftspolitik weiter verdichtet.
Was Union und Sozialdemokraten hier präsentieren, ist keine steuerpolitische Reform im eigentlichen Sinne. Eine solche Reform wäre jedoch notwendig, um an den Stellschrauben der wirtschaftlichen Erneuerung zu drehen. Stattdessen erleben wir ein Feuerwerk aus heißer Luft und verzweifelt inszenierter Betriebsamkeit der Berliner Verantwortlichen.
Neben höheren Steuersätzen für Leistungsträger und Unternehmer – darüber herrschte von Beginn an Einigkeit in der Koalition – sollen Anpassungen beim Grund- und Kinderfreibetrag vorgenommen werden. Das konkrete Zahlenwerk wird in den kommenden Wochen folgen. In der Detailarbeit wird dann die SPD wie gewohnt den Takt vorgeben und noch für manche steuerpolitische Überraschung sorgen.
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Das Reformpaket der Bundesregierung sollte der große Wurf werden – doch es ist bestenfalls Makulatur. In Wahrheit wird der Bürger mehr belastet. NiUS-Politikchef Ralf Schuler mit der Analyse.Auch der Arbeitnehmer-Pauschbetrag wird wohl angehoben: Beschäftigte können so einen größeren Teil ihrer Werbungskosten pauschal steuerlich geltend machen und müssen keine Belege mehr einreichen. Alles schön und gut. Auch die Erhöhung des Kindergeldes wird manchem ein wenig helfen, ebenso wie der flachere Verlauf bei den Einkommensteuertarifen in den unteren Einkommenssegmenten.
Berlin präsentiert eine medial vielfach aufgeführte Regierungskomödie. Sie dient im Kern nur einem Zweck: Es muss der Status quo des gesellschaftlichen Umbaus verteidigt werden. Ganz gleich, was es den Steuerzahler auch kosten mag. Um dies nachvollziehen zu können, lohnt es sich, eine politische Ebene nach oben zu klettern. Es sind gerade die ideologischen Vehikel wie die CO₂-Bepreisung, die sowohl die Wirtschaft als auch die Haushalte erheblich belasten. Letztere tragen in zunehmendem Maße die Kosten des ideologischen Alleingangs der EU über ihre Energierechnungen und die allgemein steigenden Lebenshaltungskosten. Das ist der eigentliche sozialpolitische Skandal unserer Zeit.
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Deutschlands wirtschaftliche Probleme sind hausgemacht und struktureller Natur. Es handelt sich beileibe nicht um einen normalen Konjunkturverlauf, sondern um den schrittweisen Abbau industrieller Kapazitäten. Unternehmen reagieren auf hohe Energiekosten am Standort, auf Klimaregulierung und auf die im internationalen Vergleich hohe fiskalische Abgabenlast.
Dass Volkswagen in den kommenden Jahren rund 100.000 seiner 657.000 Mitarbeiter entlassen wird, ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Probleme, die eine ideologisch-fanatische Politik mit dem Green Deal initiiert hat, reichen deutlich tiefer. Und die Bundesregierung versucht, diesen Zusammenhang systematisch zu überdecken. In Berlin glaubt man fest an den Erfolg der grünen Transformation, weshalb niemand bereit ist, an diesem ideologischen Fundament zu rütteln.
An die Steuerzahler zurück gibt der Staat derweil keinen einzigen Euro. Er wächst weiter, während der private Sektor unter dieser Entwicklung an Substanz verliert. Freiheitliche Spielräume werden weiter verengt, während der dreiste Zugriff des Fiskus zur Norm wird. Selbstständige sollen künftig in die gesetzliche Pflichtversicherung einbezogen werden. Ein Schritt, der ins Gesamtbild passt. Die Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen werden gleichzeitig immer weiter angehoben.
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Die Gesamtbelastung explodiert, und die wirtschaftliche Substanz wird weiter ausgedünnt. Immer neue Mittel werden in die bereits weit überdehnten Sozialsysteme umgelenkt. Diese werden unter dem beschleunigten Niedergang des Wirtschaftsstandortes Deutschland schon in nicht allzu ferner Zukunft einer immensen Belastungsprobe ausgesetzt sein.
Was Merz und Klingbeil unerwähnt lassen, was aber die Spatzen längst von den Dächern Berlins pfeifen: Die Zeche zahlt die Mittelschicht. Es hat den Anschein, als seien die fiskalischen Spielräume längst ausgeschöpft. Alles deutet darauf hin, dass die Lücken künftig über höhere Grundabgaben, steigende Steuern auf Kapitalerträge, möglicherweise eine neue Vermögensteuer sowie stärkere Eingriffe in vererbte Firmenvermögen geschlossen werden sollen.
Dieser Staat ist nicht einfach fiskalisch überfordert – er befindet sich in einem zivilisatorisch bedenklichen Ausbau seiner Einflusssphäre. Dieses System ist so stark in sich selbst verfangen, dass nur noch grundlegende Strukturreformen helfen würden – allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Eine Prise Milei würde dem Land guttun, verbunden mit einer schmerzhaften, aber notwendigen Schrumpfung des Staatsapparats.
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Irgendwo hatte ich heute schon mal gelesen und gehört, dass die Reform gar keine ist. Wo war das bloß?
Bei der Tagesschau?
Ne, da war das nicht. Warte, ich komm gleich drauf…
Aber bei der tagesschau sagte Pinocchio:
„Wir finden uns mit den nach Corona exorbitant gewordenen Krankenständen in den Unternehmen nicht ab. Wir schaffen die telefonische Krankschreibung ab und führen die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag ein. Das ist eine harte Entscheidung, das wissen wir, aber wir können uns diesen Wettbewerbsnachteil durch lange Abwesenheiten in den Unternehmen nicht länger leisten.“
Corona…so, so. Sicher leiden alle an Long-Covid, denn die Gen-Spritze war ja praktisch frei von Nebenwirkungen…
Ach komm, der Gedanke, dass eine Prise Milei helfen könnte, ist total neu und war hier noch nie zu lesen! Und bestimmt liest der FF das und setzt es dann um, jetzt wo er davon weiß!
Beim ZDF Lügenjournal ?
Ich hab heute erst sechs Mal bei Apollo News gelesen, dass die Reform scheiße ist und bin immer noch totaaaaal überrascht. Vielleicht hilft mir das siebte Mal über den Schock hinweg?
Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, dass die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist.
– Stanislaw Jerzy Lec
Im September findet die IAA statt.
„Sand im Getriebe“ macht schon Pläne, gegen die Automobilausstellung zu demonstrieren.
Zitat: Die Zeit des Forderns ist vorbei. Wir stellen uns dem Autokapitalismus in den Weg. Für eine sofortige Verkehrswende. Gerechte Mobilität für alle.
Für uns ist radikaler Klimaprotest deshalb alternativlos.
Man will gar keine Autos. E-Autos zerstören die Umwelt…….
In Deutschland gibt es niemanden, der klare Leitplanken zieht.
NGOs und Klimaklagevereine haben mehr Macht als unsere links schwarz-(rote ) Regierung. Und wenn nach jedem Vorschlag irgendwoher der linke SPD-Flügel neue Forderungen stellt—ich kann nicht mehr.
Deutschland isch ouwer.
Warum wohl machen so viele Firmen dicht?
Den ganzen Artikel kann ich Wort für Wort unterschreiben.
Sehr gut!
Die gute Nachricht ist, die Einsicht ist durchaus da, es ist nur die Frage wie lange es noch dauert, bis aus Einsicht Tat wird.
Die Kohlendioxidbesteuerung nimmt der EU die Wettbewerbsfähigkeit, weil niemand unter unseren Konkurrenten dieses System so gründlich umsetzt.
Die vermurkste Energiewende verschlimmert die Situation.
Und die auf Grund von Massenmigration ruinierten deutschen Sozialkassen machen Arbeit in Deutschland unbezahlbar.
Keiner der drei Punkte wird in erforderlichem Maße durch die Reformen gebessert, es reicht also maximal für Stagnation.
Es bleibt nur die Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung der AfD.
Hahaha, die Einsicht ist da, jetzt muss nur noch die AfD an der Regierung beteiligt werden!
So wird es kommen, ganz bestimmt!
Larsi, Fritze und Bärbele müssen nur endlich Apollo News lesen, dann wird alles gut!
Na der Philoktet ist bestimmt Vorsitzender des Parlamentskreis Mittelstand und was der unterschreibt, das bedeutet wirklich was. Der ist nicht einfach ein bedeutungsloser Loser im Internet.
Wie kommt eigentlich ein Kanzler-Darsteller darauf, eine Krankschreibung bereits ab dem ersten Tag per Gesetzesbeschluss einzufordern? Das sind Maßnahmn, die von Arbeitgeberseite ausgehen können, aber nicht in den Zuständigkeitsbereich einer Regierung fallen.
„Das muss so sein, da wir in einer Zeit leben, in der der Staatsapparat immer weiter wachsen muss, um sein Sedativum über den Umverteilungsapparat in die Bevölkerung zu injizieren.“
Großartig analysiert und formuliert. DAS gehört eingerahmt und in JEDES Abgeordneten- und Beamtenbüro gehängt. Und sei es nur, um immer wieder daran zu erinnern!
ja, das ist mal wirklich eine sehr vernuenftige aussage hier.
aber wieso nur eine prise milei?
2 milei waeren das mindeste, um hier aufzuraeumen.
andererseits, lohnt es sich eigentlich, sich ueber den ganzen klamauk aufzuregen?
gerade hier, im sog. alternativmedium, sollte man doch auf leser stossen, die wissen, was es gelaeutet hat.
welche agenda hat merz, bzw. die regierung?
doch nicht die, den einwohnern des landes gutes zu tun ?
gar wohlstand und prosperitaet zu schaffen?
ist er nicht eher dafuer zustaendig, auftraege blackrocks umzusetzen, geld fuer den umbau der EU und der ukraine zu lukrieren, zugunsten der ukraine und im sinne der agenda 2030 zu handeln?
merz arbeitet fuer supranationale interessen, ganz wie merkel es bereits tat.
alle albernheiten auf der unteren ebene des nationalstaates kann man getrost als spiegelfechterei und reine ablenkung fuer den poebel abtun.
verschwendete lebenszeit, den mist zu analysieren.
das ziel sei: weg mit der kartellpartei
„Bürokratieabbauprosa“
Mittlerweile kann man hier schon fast von einem Gebet sprechen 😔
Ein feuchter Furz verursacht heißere Winde.
Schön formuliert. Und so wahr.
Meisenkaiser1 ist King.
Er braucht sechs Wörter, wofür AN sieben Artikel/Videos (Stand jetzt) braucht.
Das ist Energieverschwendung, stell dich vor eine Wärmepumpe.
Das ist jetzt der Doppel-Doppel-Doppel-Wums…
Aber jeder blamiert sich so gut er kann.
Was soll man von den Altparteien anderes erwarten? Es hilft nur noch Auswandern!
Steuerliche Entlastung knapp 10 Euro in der Woche .
Da bekommen die linken NGO´s oder auch die „Omas gegen Rechts“ wesentlich mehr.
Also ein Feuerwerk, dann heiße Luft, dann doch von solchem Gewicht, dass es Alle „bluten“ lässt.
Man merkt wirklich oft, dass Apollo Autoren einen üblen Lesemangel haben und die deutsche Sprache schlicht nicht verstehen können.
Ich kann nur an alle jungen leistungsbereiten Menschen appellieren, verlasst dieses Land so lange es noch geht, Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.
Genau, werdet selber der nervige Ausländer.
So sieht das kaum einer, der fürs Auswandern trommelt. Außerdem, die meisten kommen wieder zurück.
Richtig, ich habe als Dolmetscher täglich mit De. Auslandsrentner o.ä. Auswanderern in BG zu tun. Sie wollen ihr klein DE ins Ausland übertragen. Sprache lernen, Sitten Gebräuche und Mentalität des Gastlandes akzeptieren und sich integrieren. Fehlanzeige. Der Klassiker „Aber in DE. ist das so. Oder rein deutschsprachige Expats. Darum auch die Höhe Rückwanderung.
Als erstes haben Sie sich wieder einmal selbst gelobt „Wir sind Stolz auf uns “ ,kommt mir irgendwie bekannt vor !!!
Merz Post zum ausscheiden von Deutsch-Südwest-Afrika bei der WM „Wir sind Stolz auf euch“. 🤣🤣🤣