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Schwarmkraftwerke

„Energyfish“-Projekt in Rheinland-Pfalz: Jetzt sollen schwimmende Mini-Turbinen die Energiewende retten

Die grüne Umweltministerin von Rheinland-Pfalz preist „Schwarmkraftwerke“ im Rhein als Lösung des Energiewende-Problems an. Doch eine einfache Rechenaufgabe zeigt, wie absurd die Idee ist.

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Dieser „Energyfish“ soll im Rhein Strom erzeugen. (Foto: Energyminer GmbH)

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Die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Katrin Eder von den Grünen, will mit einer neuen Idee die Energiewende retten. Schwimmende Mini-Turbinen in Flüssen sollen auch dann Strom liefern, wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint.

Begeistert verkündete Eder: „Eine Art der Stromgewinnung, die auch bei Nacht und ohne Wind unabhängig von anderen Ländern, erneuerbar, klima- und umweltfreundlich Strom produziert, die gibt es mit den Schwarmkraftwerken jetzt – und zum allerersten Mal wird sie hier bei uns in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen.“

Das „weltweit erste Energyfish-Schwarmkraftwerk“ wird im Rhein bei St. Goar installiert. Es soll aus insgesamt 124 „Energyfishen“ bestehen; so hat die Firma Energyminer ihre schwimmenden Turbinen getauft. Die einzelnen Anlagen sollen mit einem Seil im Flussbett verankert werden und dann frei in der Strömung schweben. Dadurch sollen sie sich laut dem Hersteller automatisch dem Wasserstand anpassen und so Fische und Wassersportler schützen.

Drei „Energyfishe“ sind bereits in Betrieb, im nächsten Schritt sollen 21 weitere folgen. „Die Genehmigung macht klar: Wir können diese neue erneuerbare Energiequelle erschließen. Unsere Kraftwerke können gebaut, betrieben und skaliert werden und grundlastfähige, erneuerbare Energie produzieren“, freute sich der Co-CEO von Energyminer, Richard Eckl.

Grünen-Politikerin Eder schwärmt: „Schwarmkraftwerke können unsere Stromversorgung also zuverlässig sichern, unsere Gewässer erhalten und unser Klima schützen.“ Sie hoffe, dass an geeigneten Stellen noch viele weitere Schwarmkraftwerke dem Beispiel aus Sankt Goar folgen werden, sodass möglichst viele Menschen „von dieser effizienten Art der Stromgewinnung“ profitieren können.

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Wie effizient diese Art der Stromgewinnung wirklich ist, zeigt eine einfache Rechenaufgabe. „100 Energyfishe produzieren pro Jahr 1,5 Gigawattstunden Strom“, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Das vor drei Jahren stillgelegte Kernkraftwerk Isar 2 in Bayern lieferte jährlich 11.000 bis 12.000 Gigawattstunden Strom. Wie viele „Schwarmkraftwerke“ bräuchten wir, um allein dieses eine Kernkraftwerk zu ersetzen?

mra

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42 Kommentare

  • Für die Stromversorgung der Schrebergartensiedlung wird es wohl reichen.

  • Puh…da bin ich aber froh, das Klima wird doch noch gerettet !!! 🙂

  • Das kann nur ein etwas vorgezogener Aprilscherz sein.

  • Mal abgesehen von der geringen Energieausbeute würde sich durch sowas doch sicher die Strömungsgeschwindigkeit der Flüsse verlangsamen, was Einfluss auf die Sedimentation hätte?

    • Ja. Energieerhaltungssatz.
      Führt damit implizit zu höherem Wasserstand und „besserer Überflutung“.
      Man sollte die E-Fishe vllt. mal in der Ahr aussetzen …

      Windräder erwärmen entsprechend das Mikroklima, da die entnommene Energie theoretisch zwar zur Abkühlung führt, praktisch aber v.a. zur Senkung der Luftgeschwindigkeit.

  • Bis auf den Hinweis auf das „böse“ CO2 finde ich das gut und innovativ, ohne welches die Pflanzenwelt nicht existieren könnte, siehe Photosynthese. Billiger Strom wird meiner Meinung nach dank grünroter Misswirtschaft leider weiter auf sich warten lassen.

  • Hoffentlich gibt’s davon auch eine vegane Variante von Nestlé.

  • „Die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Katrin Eder von den Grünen preist an“
    Geschichten aus dem Paulaner Garten.

  • Es handelt sich sicher um eine seriöse Erfindung Daniel Düsentriebs! Interessant wäre zu erfahren, wie die Erprobung in Entenhausen ausgefallen ist?

    • Die Erprobung hat ergeben, dass mehrere Millionen dieser Dinger ein eher kleineres Dorf versorgen könnten, wenn sie sich nicht gegenseitig die Energie des Wasserlaufs klauen würden.

  • Wieviel Energie entzieht eines dieser Turbinen dem Rhein? Ich glaube, das ist eine Milchmädchenrechnung!

    • … aber bitte, mit dem Energieerhaltungssatz sollte man die breitere Bevölkerung erst konfrontieren, wenn der Rhein ein fast stehendes Gewässer ist und dessen mittlere Temperatur um einige Grad Celsius gesunken sein wird und man vielleicht von Oktober bis April Schlittschuh fahren kann … stromabwärts werden Schiffe dann soviel Treibstoff brauchen wie stromaufwärts, bis jemand auf die Idee kommt, die Energyfishes vor die Schiffe zu spannen, damit sie das Schiff ziehen und gleichzeitig E-Energie liefern …

      • Die Schiffe ziehen und gleichzeitig Strom erzeugen 😉👍. Das klingt noch viieel besser als das herausragende Modell des Strom erzeugenden Fernsehers.
        Mein Physiklehrer war seiner Zeit der Meinung ein Perpetuum mobile funktioniert niemals, aber er war eben Physiklehrer und kein Linksgrüner vom Schlag „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“

  • Wieso man Grüne solche Positionen überlässt ist absolute Geldverschwendung .
    Habeck war bisher die Krönung , aber es werden weitere folgen weil es viele einfach nicht verstehen mal vernünftig zu wählen .

    • Wenn diese Projekte an die Börse gingen, dann könnte man sie als Privatmensch wenigstens shorten.

  • Mein Gott. Schon wieder diese Pseudowissenschaftler mit ihren Baukastenprojekten, die vorne und hinten gegen die Gesetze der Physik verstoßen. Sie merken es nicht einmal, da kein naturwissenschaftliches Studium mit entsprechender Ausbildung hinter all dem steckt (aber Märchenbuch Erfahrung ?). Was für ein Unsinn mit unserem Steuergeld finanziert wird ! Was soll das Ganze? 500 Tonnen CO2 im Vergleich zum Iran Krieg oder Ukraine Krieg oder einem harmlosen Vulkan Ausbruch oder einem Waldbrand. Was bringt das?

    • Zusätzlich wär zu fragen: Was kostet das?
      Die Dinger müssen gebaut, angeschlossen (wie eigentlich?), gewartet, Netz-synchron gesteuert werden.
      Und wenn man bedenkt, was so alles im Fluß treibt, werden die sicher auch immer mal wieder beschädigt.
      Was kommt da am Ende für ein Preis pro kWh rum?

  • Nach Vogelschreddern kommen jetzt auch noch Fischschredder.

  • 😂😂😂…die ganze Welt wird uns kopieren.

  • Feministische Ingenieurskunst. „Energyfish“. Hauptsache auf englisch, dann wird es schon klappen.

  • alles Kinderkram, wir brauchen Atomkraft als Basis.

  • …oder wir bauen einfach ausreichend viele Atomkraftwerke. Es gibt da ja genug Technologien die nicht explodieren können

  • Mir tun einfach die Kabarettisten leid. Wie soll man das noch für ein Kabarettstück übertreiben ? Die Realität ist bereits so überzeichnet. Da geht nichts mehr.

  • Die größte Ausbeute hätten diese Kraftwerke im Stromstrich. Da fahren aber die Schiffe. Zudem sehe ich die ersten Generatoren flussabwärts schwimmen, wenn die Kabel von Schiffsschrauben gekappt werden. Auf so eine Idee können nur Grüne kommen.

  • Gehe ich recht in der Annahme … daß die Grünen in RhP Geschichte sind?!
    Dann ist ja gut.

    AKW Isar 2 = 1 Million „Fishe“ = 10.000 x „St. Goar“, 1 E-Fish = 1700 W, na ja.

  • Jeder „Migrant“ soll 8 Stunden am Tag per Dynamobike Strom Erzeugen
    8*30Watt= 0,240KW/h mal 3 Millionen = 720.000 KW/h am Tag
    bei 6 Wochen Urlaub ca 144.000.000 KW/h = 0,144 Milliarden kWh

    Ein Atomkraftwerk schaft: 11 bis 12 Milliarden kWh

    Diese 3 Mio Migranten verbrauchen privat dagegen ca 32,760 Milliarden kWh.
    Also ca soviel Strom wie 3 Kernkraftwerke verbrauchen.

    Einfach mal Nachgedacht.

    • Also wie viel Strom verbraucht jetzt so ein Kernkraftwerk? Schaffen es die Migranten, das am Laufen zu halten? Denken Sie noch mal nach.

      • Wir brauchen meeeehr Migranten!

  • Lt. Pressemitteilung liefern 100 Energyfishes mickrige 1,5 GWh pro Jahr. Ein kurzer Blick auf den Taschenrechner entlarvt den Realitätsverlust der Umweltministerin:

    Um nur ein abgeschaltetes Kernkraftwerk wie Isar 2 (12.000 GWh) zu ersetzen, bräuchte man rechnerisch 8.000 solcher Schwärme. Das hieße 800.000 einzelne Mini-Turbinen im Rhein!

    Wer dieses nette Gadget als „skaliebare Lösung“ für ein Industrieland verkauft, hält die Bürger für dumm. Man müsste den Rhein mit fast einer Million Ankerseilen zupflastern, bis kein Schiff mehr durchkommt. Wir brauchen echte Grundlast, keine ministerielle Bastel-Folklore auf Kosten der Steuerzahler!

  • Nun, man kann diesbezüglich ja verschiedener Ansicht sein …

    Entweder glaubt man an den Erfolg von Grönemeyers Forderung „Kinder an die Macht“.

    Ober man erkennt, daß „Kinder an die Macht“ evtl. ein schwerer Fehler war.

    Aber, das Problem dabei sind nicht „die Kinder“, sondern die Dummen, die das glauben, was „die Kinder“ sagen und sie – womöglich deswegen – auch noch wählen.

  • Mit dem Rechnen haben die Grünen sehr oft Probleme…

    • Wohl mit dem Denken generell …

  • wenn ich so einen Schwachfug lesen muß, habe ich „WONDERWOFFEN“-vibes. Echt, das ist das letzte Aufgebot der „Erneuerbaren“? Immer mehr Materialaufwand, immer mehr Flächenverbrauch für immer weniger gesicherten Ertrag?
    Ach ja, die behaupten, mit einer mittleren Leistung von 1.8 KW pro „Fisch“ würden nur 100 ausreiche, um 470 Haushalte zu versorgen – aber als „Grüne“ schluckt man auch den Schwachsinn.

  • Vielleicht sollte die bald Ex-Ministerin noch schnell ein paar Millionen TVs des genialen „Erfinders“ aus Afrika importieren. Die Dinger produzieren angeblich Strom, statt den zu verbrauchen. Einen Versuch ist es wert, ist ja nicht ihr Geld.

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