Ein bisschen Terror muss man ja verstehen
Alles gar nicht so schlimm, heißt es jetzt über die Linkspartei in Berlin. Seit Jahrzehnten hat man in der Linken eine beeindruckende Wegseh- und Achselzuck-Kompetenz entwickelt. Stasi-, RAF-Verbindungen oder die Frage, ob Juden nun unbedingt weiter ausgerechnet in Berlin-Neukölln wohnen müssen – im Prinzip ist es ihnen einfach egal.
Locker-flockig twittert „Solarpapst“ Stefan Krauter über die Ermordeten der RAF. Gut finden will er den linken Terror nicht, er gibt sich aber viel Mühe, ihm etwas abzuringen, das man verteidigen kann. Linker Terror richte sich nur gegen den „vermeintlichen Unterdrückungsapparat“, nicht gegen die Bevölkerung. Auf einen Leserkommentar antwortet er: „Wer von der Zivilbevölkerung wurde von der RAF umgebracht?“
Hanns Martin Schleyer, Siegfried Buback, Wolfgang Göbel, Jürgen Ponto, Heinz Marcisz – die Liste könnte man über den ganzen Artikel fortsetzen. Kürzer wäre die Liste der Opfer der RAF, die nicht Teil der „Zivilbevölkerung“ waren – vielleicht könnte uns Herr Krauter aber dabei erklären, warum die getöteten US-Soldaten und Polizisten ihren Tod irgendwie mehr verdient haben sollten.
Als diese Woche herauskam, dass Elif Eralp Mitglied der Roten Hilfe war, einer linksradikalen Organisation, die noch in diesem Jahrtausend Solidaritätsadressen an untergetauchte RAF-Terroristen sandte, reagierte die Partei umgehend. Linken-Fraktionschef Sören Pellmann konterte die Empörung damit, dass er kurzerhand selbst der Organisation beitrat. Elif Eralp unterzeichnete noch 2020 einen Aufruf, dem zufolge Migranten als Verbündete gewonnen werden sollten, „mit denen wir gemeinsam das kapitalistische System stürzen“. All das hindert auch SPD und Grüne nicht daran, „Vorsondierungen“ zu führen, auch wenn man sich zum „Thema Antisemitismus“ noch nicht einigen konnte.
Immerhin sind die Anwohner an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln aktuell in Nachbarschaftsinitiativen engagiert, man will gegen Menschenfeindlichkeit kämpfen. Dass jüngst angekündigt wurde die Chanukkia aus dem Neuköllner Rathaus abzuziehen, weil der 300.000 Menschen starke Bezirk von der islamolinksradikalen örtlichen Linkspartei politisch erobert wurde, interessiert sie allerdings wenig. Es geht natürlich wieder einmal darum, Apollo News aus unseren Büroräumlichkeiten zu vertreiben.
Selbst wenn der jüdische Chefredakteur des Zeit-Magazins einen rein subjektiven Artikel darüber schreibt, dass ihm empfohlen wurde, seine Kinder lieber an eine andere Schule zu bringen, finden im Netz viele Genossinnen lieber Argumente dafür, warum das technisch gesehen ja nicht unbedingt Antisemitismus sei. Auch die neue Linkspartei-Ikone Martha Kleedörfer mit modischem Foulard in Kufiya-Farben um den Hals findet in einem englischen Podcast mit größten intellektuellen Anstrengungen Argumente dafür, warum „Death to the IDF“ zwar nicht auf Linkspartei-Bühnen stattfinden soll, aber dennoch kein Antisemitismus wäre.
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Die Linke sondiert in Berlin mit Sozialdemokraten und Grünen. Es sind die verrücktesten Sondierungsgespräche der bundesrepublikanischen Geschichte. Auf den Punkt gebracht lauten die drei zentralen Streitfragen: Was halten wir von Juden? Wie stehen wir zur Clankriminalität? Wen enteignen wir?Die linke Radikalität war dabei nie lustig. Mit mörderischer Häme kämpfte man gegen die SPD in der Weimarer Republik und die bürgerliche Mitte in der neuen Bundesrepublik. Die linksterroristische Gruppe „Tupamaros West-Berlin“ unter Führung des späteren Abgeordneten Dieter Kunzelmann platzierte am 9. November 1969 eine Bombe mit Zeitzünder im jüdischen Gemeindehaus. Hätte der Zünder nicht versagt, wären zahllose der 250 Teilnehmer an der Gedenkveranstaltung zur Reichskristallnacht – die als Anlass bewusst gewählt wurde – ermordet worden. Wir wissen nicht, ob Solarpapst Krauter diese nun als zivile Opfer gewertet hätte. In der linken Szene wurde der Anschlag jedenfalls als Auftakt einer „Kampagne gegen den Zionismus“ gefeiert, unter anderem in der legendären Zeitschrift Agit 883 des späteren deutschlandpolitischen Sprechers der Grünen-Bundestagsfraktion Dirk Schneider.
Ulrike Meinhof wies Anfang der 70er Jahre darauf hin, dass die Deutschen vom Holocaust ja gar nichts gewusst hätten, und erklärte den antikapitalistischen Gedanken des Antisemitismus. Wenige Jahre später selektierten deutsche Weltverbesserer der Revolutionären Zellen in der nach Entebbe entführten Air-France-Maschine israelische und jüdische Passagiere.
Angesichts all dieser Traditionen der Linken gerade in Berlin ist es fast nebensächlich, darauf hinzuweisen, dass Gregor Gysi im deutschen Fernsehen aktuell in jeder zweiten Sendung als Stimme des Ostens und allseits anerkannter Elder Statesman verkauft wird – ein Bundestagsausschuss kam einmal zu dem Schluss, dass seine Tätigkeit als IM Notar für die Stasi „erwiesen“ sei. Auch die Witwe des DDR-Bürgerrechtlers Robert Havemann erhob schwere Vorwürfe gegen Gysis Rolle als Stasi-IM. Aber wen interessiert all das?
Die Symbiose dieser Kräfte will in Berlin regieren. Bindemittel der neuen Linken ist das große Achselzucken und das Achselzucken über die Achselzucker. Stasi, RAF oder die Frage, ob Juden nun unbedingt weiter ausgerechnet in Berlin-Neukölln wohnen müssen – im Prinzip ist es ihnen einfach egal. Das gute Gewissen lässt sich von so etwas doch nicht stören.
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Ich gönne es Gregor Gysi mit seinem Wirken in hohem Alter mit anzusehen, was er Berlin mit seinem Einsatz und seiner Partei in Zukunft anrichten wird!
Das klingt danach, als wüsste er nicht was er tut.
Das weiß er doch und es ist sein Wille.
In seinen Gehirnwindungen spukt auch kein anderer Geist als bei Kökdings.
Und ich gönne dem gar nichts.
„Alles gar nicht so schlimm, heißt es jetzt über die Linkspartei in Berlin. Seit Jahrzehnten hat man in der Linken eine beeindruckende Wegseh- und Achselzuck-Kompetenz entwickelt. Stasi-, RAF-Verbindungen oder die Frage, ob Juden nun unbedingt weiter ausgerechnet in Berlin-Neukölln wohnen müssen – im Prinzip ist es ihnen einfach egal.“
Weder noch!
DAS ist denen ihre Agenda!
Wie kann man nur auf die Idee kommen, dass die Linke wegsieht und ihr irgendwas egal wäre?
Die linke als solche ist nicht das Problem !
Die Unwilligkeit und Unfähigkeit unserer politischen Kaste dieses zu erkennen und zu unterbinden ist das Problem !
Die Brandmauer war und ist die Ablenkung und die Steuergelder aus dem Projekt „Demokratie Leben “ der Brandbeschleuniger für den Siegeszug der neuen Linksextremistischen Gewaltherrschaft in Deutschland !
Im Grunde bedarf es nicht vieler Extremisten oder Fanatiker um eine Demokratie zu stürzen ! Man muss nur die richtigen Stellen eigenen Leuten besetzen und die anderen kaufen !
Endscheidend waren vielleicht max 100 Leute in CDU/SPD/Grüne/FDP ! Und Merkel !
Warum wirkt auf mich die Ideologische Brandmauer von heute wie der reale Antifaschistische Schutzwall von Gestern !
Nicht mehr all zu lagen und auch die Brandmauer wird ihre Opfer fordern !
Und warum denkt man mittlerweile als Westdeutscher das wohl so in etwa die politischen Verhältnisse in der ehemaligen DDR gewesen sein müssen wie sie sich hier und heute im ganzen Land immer weiter Manifestieren !
Seid Merkel entwickeln wir uns Demokratisch Freiheitlich und Gesellschaftlich unaufhaltsam zurück in dunklere Zeiten !
„All das hindert auch SPD und Grüne nicht daran, „Vorsondierungen“ zu führen, auch wenn man sich zum „Thema Antisemitismus“ noch nicht einigen konnte.“
Na weil SPD und Grüne selbst ausgemachte Antikapitalisten sind und für diese Parteien gewisse jüdische Kreise eben auch die größten Kapitalisten sind, die sie schon für Hitler waren. Rockefeller, Rothschild usw. sind die Vorbilder für jüd. Kapitalismus, an denen man sich in den sozialistischen Parteien der gesammelten linken Politelite ebenso orientiert wie es schon die Nazis taten. Auch Netanjahu ist für sie ein korrupter Kapitalist.