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Demo in Leipzig: Der endgültige Dammbruch des linken Antisemitismus

Bei der heutigen Demonstration in Leipzig droht auch die letzte Hochburg linker Antisemitismuskritik an die Israelhasser zu fallen. Damit wäre die endgültige Anbiederung der Linken an den antisemitischen Zeitgeist besiegelt.

Antiisraelische Antifa-Demo in Berlin. (IMAGO/IPON)

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Am heutigen Samstag findet in Leipzig eine Demonstration der palästinasolidarischen Szene statt, die ein enormes Gewaltpotenzial birgt. Die unter dem Motto „Antifa means: Free Palestine“ angekündigte Veranstaltung dient dabei vor allem als gesamtdeutsche Machtdemonstration der antiisraelischen Linken. Der Protest der beteiligten autonomen Gruppen richtet sich zur Abwechslung nicht gegen vermeintliche oder tatsächliche Rechte, sondern gegen israelsolidarische Linke.

Zur Demonstration hatte ein Bündnis rund um die israelfeindlichen Gruppierungen „Handala Leipzig“, „Students for Palestine Leipzig“ sowie „Migrantifa Leipzig“ aufgerufen. Handala ist ein Ende 2025 aufgelöster Verein, der seitdem als informeller Zusammenschluss fortexistiert. Er wurde zuvor bereits seit 2004 vom sächsischen Verfassungsschutz beobachtet und von diesem als „erwiesen extremistisch“ eingestuft. Alle beteiligten Organisationen sprechen dem Staat Israel kategorisch das Existenzrecht ab und befürworten die von Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah ausgeübte Gewalt.

Nach dem brutalen Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 postete Handala auf Instagram die Zeichnung eines stilisierten palästinensischen Jungen mit einem Paraglider und dem Slogan „From the river to the sea“. Im Begleittext kommentierte die Gruppierung, Gaza habe „sich selbst aus dem Gefängnis befreit“. Die Zeichnung war eine Anspielung auf die von Hamas-Kämpfern begangenen Gräueltaten an israelischen Zivilisten. Die Terroristen überquerten unter anderem mit Paraglidern die Grenze zu Israel und töteten in unmittelbarer Nähe zu Gaza etwa 400 Personen auf dem Musikfestival Nova; insgesamt kamen bei den Angriffen etwa 1.200 Israelis ums Leben.

Die Demonstration richtet sich in erster Linie gegen israelsolidarische Kräfte innerhalb der Linken, den sogenannten „Antideutschen“, für die die Bekämpfung des Antisemitismus ein zentrales Anliegen ist. Insbesondere der Leipziger Stadtteil Connewitz gilt mit dem Kulturzentrum „Conne Island“ als Bastion der antideutschen Szene. Der bereits seit der Jahrtausendwende bestehende Konflikt zwischen antideutschen und propalästinensischen Linken kreist um die Frage, welche Haltung zum Nahostkonflikt am ehesten mit linken Maßstäben vereinbar ist.

Gruppierungen wie Handala oder die Migrantifa behaupten, dass jede Form der Solidarität mit Israel im Kern rassistisch sei und werfen den in Leipzig agierenden „Antideutschen“ Gruppen vor, „rassistische No-Go-Zonen“ errichtet zu haben. Ihre Demonstration zielt daher gegen das Conne Island und das Linxxnet-Büro, dem Abgeordnetenbüro der als israelsolidarisch geltenden Linken-Abgeordneten Juliane Nagel.

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Vor dem brutalen Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg gab es noch in mehreren deutschen Städten größere antideutsche Strömungen. Im Verlauf des Kriegs haben die antiisraelischen Kräfte, in der Regel begleitet durch gewalttätige Überfälle und Einschüchterungen, vielerorts die Oberhand gewonnen. Entsprechende Vorgänge ereigneten sich beispielsweise auch in Hamburg oder Berlin.

In Anlehnung an die auch in Leipzig zunehmende Hegemonie der linken Israelhasser schreibt die Gruppe Handala: „Das alte Connewitz ist nicht mehr. Doch seine Gespenster – und es sind keine des Kommunismus – irren noch in den Straßen des Stadtteils und Leipziger politischen und kulturellen Institutionen umher.“ Es müsse jetzt darum gehen, ein „neues, ein wirklich antifaschistisches Connewitz“ zu etablieren.

Daher droht mit Leipzig auch die letzte Bastion der antisemitismuskritischen Linken in Deutschland endgültig in die Hände von Gruppen wie der Migrantifa zu fallen. Damit würde sich die deutsche Linke dem antiisraelischen Konsens anschließen, der in der westlichen Linken bereits seit Jahren besteht. Handala und Migrantifa werfen den „Antideutschen“ vor, aufgrund der staatspolitisch verordneten „deutschen Staatsräson“, also dem deutschen Bekenntnis zur Sicherheit Israels, ein befangenes Verhältnis zum jüdischen Staat zu haben. Aus diesem Grund neige man dazu, dem Israelhass muslimischer Migranten „rassistisch“ zu begegnen.

Die Entstehung einer dezidiert antisemitismuskritischen Linken in Deutschland war international betrachtet ein Sonderfall, der vor allem auf die Reflexion des nationalsozialistischen Antisemitismus zurückgeht. Wesentliche Ideen der Antideutschen gehen zudem auf eine Kritik des Realsozialismus zurück, der sich unter den westlichen Ländern lediglich in Deutschland ereignet hat.

Ein wichtiges Motiv der „Antideutschen“ ist deshalb eine pro-westliche und pro-amerikanische Ausrichtung in Abgrenzung zum Traditionsmarxismus, dessen Grundannahmen demnach Elemente „deutscher Ideologie“ aufweisen; daher in Abgrenzung dazu der Begriff „antideutsch“. Vor diesem Hintergrund vertreten viele antideutsche Gruppen auch islamkritische Positionen.

Das nun in der deutschen Linken hegemonial werdende israelfeindliche Milieu pflegt hingegen eindeutig anti-westliche Ressentiments und betrachtet neben Israel vor allem die USA als ideologischen Hauptfeind. Daher überrascht es nicht, dass Migrantifa und Co. nun auch von Rechtsextremisten Unterstützung erhalten. Die Partei Freie Sachsen bezeichnete den Aufmarsch der Israelhasser auf Telegram als „begrüßenswertes Anliegen“. Man würde das „Geschehen konstruktiv-kritisch im Auge behalten“.

Die Säuberung der Linken von antisemitismuskritischen Kräften ereignete sich parallel seit dem 7. Oktober 2023 auch auf Parteiebene. Gab es zuvor mit Katja Kipping noch Parteispitzen, die sich klar zum Existenzrecht Israels bekannten, biedert sich die Partei seitdem verstärkt an den antiisraelischen Zeitgeist an und versucht vor allem in muslimischen Einwanderermilieus zu punkten. Prominente Gesichter dieser Strategie sind vor allem Ferat Kocak oder Cansin Köktürk.

Die heutige Veranstaltung in Leipzig dürfte den Triumph der Israelhasser somit auch in der Linkspartei symbolisch abrunden. Sicherte sich die Partei hier noch 2021 durch ein Direktmandat trotz der Unterschreitung der Fünf-Prozent-Hürde den Verbleib im Bundestag, ist sie durch Anbiederung an antizionistische Positionen hierauf laut Umfragen längst nicht mehr angewiesen.

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25 Kommentare

  • Ayn Rand
    „Faschismus, Nationalsozialismus, Kommunismus und Sozialismus sind nur oberflächliche Variationen desselben monströsen Gedankens – Kollektivismus.“

    • Die dekadenten Dummbeutel und Volltrottel könnten ihre Deutungshoheitsdispute doch beim Schlammcatchen in Gaza austragen, wo sie sich dann gegenseitig eine auf die Zwölf markieren können.

    • schriebt der Oberflächliche!

  • Ich empfinde wirklich schlimmen Weltschmerz,der mich belastet.
    Dort wo zu erwarten ist,dass es an Sicherheit grenzend zu Straftaten kommen wird( Volksverhetzung etc.. aggressiv kämpferisch gegen die Verfassung),haben die Länder das Recht,im Einzelfall Demo’s zu verbieten. Wie viele Rechtsbrüche mit Ansage brauch es denn noch bevor man der Realität ins Auge sieht? Es geht mir nicht darum, wie schnell sowas bei „anderen“ Veranstaltungen fadenscheinlich passiert.
    Kurzum:
    Diesem unverhohlenden Antisemitis widerspruchslos die Straße zu überlassen beschämt mich Deutscher zu sein!

    • Dieser HASS auf Deutschlands Straßen ist politisch gewollt.

  • Und dass Übelste am linksradikalen Antifa-Rassismus, die linken Strafttaten werden in PKS als Rechte Straftaten eingeordnen…

  • Mir sind Fanatiker jeglicher Couleur höchst unsympathisch; ihr unterkomplexes Weltbild, in dem alles und jeder in ein Schwarz-Weiß-Schema gepresst wird, finde ich so abstoßend wie ihre skrupellose Gewaltaffinität.

  • Der BT hat einstimmig GEGEN ein Verbot der Antifa gestimmt, jetzt können sie unbekümmert aufmarschieren und DAS werden sie tun, nicht nur in Leipzig!

    • ….und das ist auch gut so.

  • Linksextremisten und Antisemitische Palästinenser aller Hams und Hisbollah sind die zwei Seiten einer Medaille und bilden heute den Militanten Grundstock der SED Nachfolgeorganisationen. Auch die Linke Alis Grünen Genannt !

    Und deren politische Ziele haben sich seid dem 7. Oktober 1949 nicht einen Millimeter gegenüber dem Westen dem Kapitalismus einer Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung geändert .
    Seid der Ampel haben sie erschreckende Fortschritte auch mit Massiver Hilfe von SPD und Union in ihrem Kampf erreichen können . Seid der Ampel ist der Antisemitismus erstmals nach 1945 wieder offen zurück auf den Straßen Deutscher Städte !

  • Schämt euch…aber ich will nicht verschweigen…bei uns ist es auch im Argen.. traurige Welt…😪

  • Linker Extremismus der Antifa „verbrüdert“ sich jetzt mit den Antisemiten der Israel Hasser.
    Da es in Leipzig keine „rechten“ mehr gibt, können sie den Kampf gegen „rechts“ jetzt in den eigenen Reihen weiterführen. Die Omas gegen „rechts“ können als Schiedsrichter und Ordner fungieren.

  • Da werden die Rechten links überholt.
    Faschismus war schon immer links, man will es nur nicht wahrhaben.

  • Es gibt lediglich einen einzigen Hauptverantwortlichen, welcher für dieses erneute Heranwachsen des hochgefährlichen Antisemitismus verantwortlich ist. Es ist ganz eindeutig und unmissverständlich die Union. CDU/CSU ließen es zu, indem sie aus reiner Angst vor dem Machtverlust auf die linke Seite kippten und jegliche bürgerliche Politik aufgab. Das wird böse enden, Deutschland ist bereits jetzt ein Failed State.

  • Die Linken sind von Islamisten unterwandert und merken es nicht einmal.

    • Die WOLLEN ES SO !

  • Es irritiert und verwundert mich sehr, dass man seinen Antisemitismus in Deutschland auf Demonstrationen offen ausleben darf.
    Ich würde weiter kommentieren, habe aber gerade wenig Lust mich um die KI Zensur herum zu schlängeln.

  • Gerne würde ich diesen NegationsBegriff aus deutscher methaphsischer Sicht erklären und zwar mit einem Link, doch denke ich dies ist auch hier nicht mö#glich.
    Jedenfals ist Antisemitismus noch vor NAZI und Rassist der wirkungsvollste gesellschaftlicxhe VernichtungsBegriff!

  • Jetzt strömen sie schon regelmäßig zu tausenden zusammen, da könnte ein einziger Warthog so viel Förderliches tun…

  • Scheinbar gibt es Linke, die in einzelnen Positionen vernünftige Ansichten haben. Die werden nun von ihren Judenhasser-Genossen auf die Plätze verwiesen.

    • Ja, die gibt es in der Tat, es sind die seltenen vernünftigen Perlen in diesen Parteien.

  • Moin, ihr linken Vögel….! Warum immer so destruktiv..? Wieso nicht mal lösungsOrientiert..?..Orient…Da war doch was…Da gibt es doch dutzende , muslimisch reine Länder. Eure geliebten Antiarier sozusagen…..Die könnten doch locker alle aus Gaza aufnehmen …und alimentieren..So wie wir seit Jahrzenten Millionen aufgenommen haben und alimentieren….Ihr könnt ja mal dafür demonstrieren..Und eure Wut könnt ihr , auch wenn ihr geschichtlich blind und taub , aber leider nicht stumm durch die Welt torkelt , mal zur Abwechslung am Britischen Empire entladen…Dort sitzen die Leute , die all den Schlamassel der letzten 200 Jahre hauptsächlich zu verantworten haben…und überall Öl ins Feuer gossen , um ihr Imperium zu halten…..

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