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Landgericht Berlin

Correctiv legt Berufung ein – Streit um „Geheimplan“-Story geht in die nächste Instanz

Nach der veröffentlichten Urteilsbegründung im Fall Gerrit Huy gegen Correctiv geht der Konflikt weiter. Die linke Rechercheplattform hat Berufung eingelegt und wehrt sich gegen zentrale Verbote ihrer Berichterstattung zum Potsdamer Treffen.

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Correctiv hat nach dem Urteil des Landgerichts Berlin Berufung eingelegt. (IMAGO/Mike Schmidt)

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Nach der vor wenigen Tagen veröffentlichten Urteilsbegründung im Fall Gerrit Huy gegen Correctiv geht der Streit nun in die nächste Runde: Die linke Rechercheplattform hat Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Berlin eingelegt. „Die Bewertung der Pressekammer verharmlost den rechtsextremen Gehalt des in Potsdam vorgestellten Konzeptes von Martin Sellner“, sagte Chefredakteur Justus von Daniels der dpa. Die Rechercheplattform wehrt sich dagegen, zwei Aussagen aus der Recherche nicht mehr veröffentlichen zu dürfen.

Im März siegte die AfD-Politikerin Gerrit Huy gegen Correctiv – das Landgericht Berlin untersagte der Redaktion zentrale Teile der Berichte rund um das sogenannte „Geheimtreffen“. Jetzt hat das Gericht die Urteilsbegründung veröffentlicht. Darin wird mit der Arbeit von Correctiv in aller Härte abgerechnet.

Das Gericht bezeichnet weite Teile der Correctiv-Geschichte als „unwahr“ und sogar als „aus der Luft gegriffen“. So sei es etwa unwahr, dass der radikale Aktivist Martin Sellner im Rahmen seines Remigrationskonzeptes eine „Verpflichtung von Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft zur Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschland“ angestrebt oder vertreten habe. Dass Herr Sellner im Rahmen seines Vortrags weder den Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft noch die Ausweisung und Abschiebung deutscher Staatsbürger gefordert habe, sei unstrittig.

Auch Correctiv hatte diese Tatsachenbehauptung nicht verteidigt – die Darstellung sei gar keine Tatsachenbehauptung, sondern vielmehr eine Meinungsäußerung. Das Gericht untersagte diesen zentralen Teil der Potsdam-Geschichte als Falschaussage.

Auch die Wertung von Correctiv, der angebliche „Masterplan“ von Potsdam sei „ein Plan, um die Art. 3, Art. 16 und 21 des Grundgesetzes zu unterlaufen“, untersagte das Gericht konkret. Die Tatsachengrundlage, also die sachliche Rechtfertigung für eine solche Wertung, fehle völlig. Nichts, was in Potsdam gesagt wurde, erlaube diese völlig aus der Luft gegriffene Einordnung, erklärte das Gericht.

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Die Behauptung Correctivs, all das sei nur eine Wertung, zerpflückte das Gericht ebenfalls. Auch als Meinungsäußerung wäre das, was das Portal etwa dem Aktivisten Sellner unterstellte, „aus der Luft gegriffen“, da ihr „wegen des abweichenden tatsächlichen Geschehensverlaufs jeder tatsächliche Anhalt fehlte.“

Die Klägerin Gerrit Huy feierte mit ihrer Klage auch einen persönlichen Erfolg. Correctiv hatte in der Potsdam-Geschichte behauptet, die AfD-Abgeordnete habe darüber gesprochen, Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft die deutsche Staatsbürgerschaft „wieder wegzunehmen“. Auch diese Behauptung sei unwahr, da Frau Huy unstreitig keine Empfehlung zum Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft erteilt habe.

Mit dem Urteil aus dem März und dessen Begründung hat das Landgericht Berlin die Erzählung von Correctiv in den zentralen Punkten dekonstruiert und verboten – von der Geschichte über „Deportationspläne“, die im Januar 2024 Tausende Menschen mobilisierte, bleibt im Kern nichts mehr übrig.

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38 Kommentare

  • Correctiv auf der Suche nach dem „richtigen“ Richter. Die scheinen mir recht hoffnungsfroh zu sein. Es bleibt spannend.

    • War auch mein erster Gedanke…

    • Richtig so! Oder gelten Gesetze nicht für hier ungeliebte „Linke“?

      -30
  • Die Linke Rechercheplattform zieht vor das Linke Kammergericht.
    Warten wir es mal ab: Die Fakten liegen aber auf dem Tisch, das KG kann nur noch juristische Spitzfindigkeiten nutzen.

    • In der Justiz muss sich doch für linke Bazillen Beistand finden, je höher die Instanz desto eher. Die Seilschaften gehen bekanntermassen bis nach Karlsruhe, passend zu den roten Roben.

  • Also übersetzt meint Correctiv, dass eine Lüge genau dann gerechtfertigt ist, wenn man sie als Meinung ausgibt? Und jetzt suchen sie ein Gericht, dass das bestätigt? Sachen gibt’s in Deutschland.

    • Ich kann mich noch gut erinnern, dass einer der Correctiv-Schmutzfinken (der Name ist mir leider im Moment entfallen) damals auf seiner Homepage stehen hatte: „Ich erfinde Geschichten“ (Zitat) und versuche mit diesen die Meinungsbildung zu beeinflussen (sinngemäß).
      Als dies jemand auf Twitter postete, habe ich mir dies umgehend angeschaut.
      Am nächsten Tag waren die Formulierungen auf der Seite entfernt und umgeschrieben.
      Ärgerlicherweise habe ich mir fürs Archiv keinen Screenshot gemacht…….

  • Macht unbedingt weiter, CORRECTIV, nicht nachlassen! Ihr schafft es wieder, ins Fernsehen zu kommen. In die Hauptnachrichten von ARD und ZDF!

  • Eine hervorragend recherchierte Zusammenfassung über die Correctiv-„Berichterstattung“ und die unkritisch sekundierenden Medien fasst Alexander Wendt in Publico zusammen:
    https://www.publicomag.com/2026/04/ende-legende-die-pleite-von-correctiv-und-begleitjournalismus/
    Längerer Artikel, unbedingt lesen!

    Correctiv gibt natürlich nicht auf, denn Geld ist (noch) genug da, um in Berufung zu gehen. Geld von anderen.

    • Danke für den Link.

      Aus o.g. Text:
      „Der NDR gab übrigens in einem presserechtlichen Verfahren ausdrücklich an, er habe zu dem Potsdam-Komplex keine eigenen Recherchen angestellt, der SWR erklärte in einem anderen Prozess, er habe „Correctiv“ eben geglaubt.“

      Unfassbar, mit was die „Untadeligen“ sich rausreden.
      Mal wieder eine der „Sternstunden“ des ÖRR…
      Ein weiterer Baustein, dem man für eine Klage gegen die Zwangsgebühren hinzuziehen kann.
      Was muss eigentlich noch alles passieren, damit die Unausgewogenheit und Schlampigkeit dieser Anstalten endlich zur Beendigung der Zwangsabgabe führt?

  • Warum verbietet die niemand??? Dieselben wollen das doch auch mit der AfD machen …

  • Tja, Linksextremisten geben nicht so schnell auf, zumal sie ihre Prozesse auf Kosten der Allgemeinheit führen, de facto…

    Macht aber nix. Gut Ding will Weile haben.

    • Warum aufgeben wenn man auf der richtigen Seite steht?

      -11
  • Correctiv ist Manipulativ

  • ZWEITMEINUNG: Willkommen in einer neuen Ära des „Post-Truthism!“

  • Man sollte solchen nützlichen Vereinen wie Correctiv die Möglichkeit einräumen, selbst den Richter zu bestimmen, um das Urteil wunschgemäß ausfallen zu lassen. Oder gibts bereits diese Möglichkeit für alles, was links ist?

  • Hamse n’en Richter jefunden, der die für Jeld aus der Sch….holt.
    Korrupter Staat!

  • Mit Steuerzahlers Geld kann man klagen und lügen und klagen und lügen und Klagen…

  • Wird Zeit das der Geldhahn schnellstens abgedreht wird.
    Nur noch AfD.

  • Noch haben sie zu viel Geld aus der Staatskasse und könne Berufung einlegen. Aber irgendwann sollte der Sumpf trocken sein – dann müssen sie dafür arbeiten gehen!

  • Das war mir klar.
    Sie werden sich noch schlimmer blamieren und noch lauter zetern und noch mehr lügen.

  • Ich denke , wir sollten das mit einer Strafanzeige gegen den Hauptverantwortlichen verbinden , damit es zu einem endgültigen Abschluss kommen kann !!

  • Die wollen also vor Gericht erstreiten, dass sie weiter lügen dürfen, da es ja „unserer Demokratie“ dient. Sicherlich wird sich irgendwann dann auch ein Richter finden, der dabei mitmacht, auch wenn es zum Himmel schreit.

  • So werden die Steuergelder verschleudert

  • Wäre es nicht dringend angeraten und im Sinne der Steuerzahler diese gesamte Lügenplattform zu verbieten?
    Denn diese bewusste Täuschung ,von Millionen Wählern mit Unterstützung des ÖRR und deren gesellschaftlichen Auswirkungen müßten doch Anlass genug dafür sein .

    • Den Geldhahn abdrehen, dann wird dort von selbst Ruhe einkehren.

      • Davon träumst du nur

        • Und du schläfst natürlich im Tiefschlaf bullshit, aber niemand wundert das!

          0

  • Correctiv legt Berufung ein – Streit um „Geheimplan“-Story geht in die nächste Instanz“

    Wer bezahlt das eigentlich?🤔

  • AN: Nicht dekonstruiert, sondern destruiert. Ihr versteht Fremdwörter nicht.

  • Verlierer kapieren halt nicht wenn sie verloren haben.

    • Solange es noch eine weitere Instanz gibt, ist zum Glück nichts verloren

  • Richtig muss es heißen: Die linke Fake-News-Plattform.

  • Correctiv die Plattform für Vollzeit-Almans

  • Ohne Staatsknete würde es diese Dreckschleuder überhaupt nicht geben. Es wird dringend Zeit, dass man ihnen diesen Hahn zudreht. Dann hat sich das erledigt.

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