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Bart De Wever

Abkehr von Kernenergie sei „Dummheit des Jahrhunderts“ – Belgischer Premier rechnet mit Europas Energiepolitik ab

Der belgische Premierminister hat mit der grünen Energiepolitik in Europa abgerechnet. Er nannte die Abkehr von der Kernenergie die „Dummheit des Jahrhunderts“. Man treffe immer noch „dogmatische Entscheidungen“. So drohe die „Dekarbonisierung“ zum „Synonym für die Deindustrialisierung Europas zu werden“.

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Bart De Wever im belgischen Parlament (IMAGO/Photo News)

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Die „Dummheit des Jahrhunderts“ – das sei die Abkehr von der Kernenergie gewesen, so der belgische Premierminister Bart De Wever. Er schoss bei der Veranstaltung „The Future of Europe“ Ende Januar gegen die gesamte grüne Energiepolitik und die „extrem komplizierten“ Umweltregeln, die man sich selbst auferlegt habe. Während China seine Einflusssphären immer weiter ausbreite, sei man selbst handlungsunfähig.

Im Interview mit der Moderatorin Isabel Albers führte De Wever konkret aus, dass wir uns in Europa „das Leben extrem verkompliziert“ hätten – durch die „Umweltregeln, die es unmöglich machen, unseren eigenen Energiebedarf zu decken, die es unmöglich machen, in Europa nach seltenen Mineralien zu graben“. Außerdem habe Europa auch keine „militärische Kapazität“. China hingegen tauche an immer mehr Orten auf, an denen es keine europäische Präsenz gebe, etwa in Afrika und Südamerika.

An diesem Punkt führte er an, dass man „dogmatische Entscheidungen“ gegen Kernenergie getroffen habe und dass das „die Dummheit des Jahrhunderts“ gewesen sei. Man versuche zurückzukommen, sei aber „weit davon entfernt“. Die Moderatorin unterbricht ihn kurz danach mit den Worten: „Wenn wir über Kernenergie reden, sind manche Dinge irreversibel“. Darauf entgegnet De Wever, dass Belgien die Kapazität seiner beiden jüngsten Reaktoren beibehalten könne. Es gebe außerdem auch neue technologische Möglichkeiten, wie kleine modulare Reaktoren (SMRs).

Zudem könnte Belgien laut De Wever auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern anstreben – hier nennt er die Niederlande und Frankreich, die er für seine „intelligenten Energieentscheidungen“ lobte. Es gebe Möglichkeiten, zur Kernkraft zurückzukehren, aber das brauche „sehr viel Zeit“. Wir hätten „dogmatische Entscheidungen“ getroffen, aber was noch schlimmer sei: „Wir treffen immer noch dogmatische Entscheidungen“ in Europa. Es gebe immer noch keine technologische „Neutralität“ in der Politik.

De Wever widmete sich in seinen Ausführungen auch ganz konkret den erneuerbaren Energien. Er führte etwa aus, dass Offshore-Energieprojekte extrem teuer und zunehmend schwer zu finanzieren seien. Bei einem Gespräch mit Windenergiemanagern habe man ihm zudem offen gesagt, dass die Produktion „unvorhersehbar“ sei und es eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage gebe. Die Manager hätten ihm gegenüber angegeben, mit der überschüssigen Energie grünen Wasserstoff herstellen zu wollen.

Das habe er „brillant“ gefunden. Doch als sie sagten, Politiker müssten in Europa einen Markt dafür schaffen, habe er sich „wie in der Sowjetunion“ gefühlt. „Wenn Politiker Märkte schaffen müssen, bedeutet das in der Regel endlose Subventionen“, so De Wever. Zuletzt sprach er auch noch an, dass Unternehmen angesichts der hohen Energiepreise nicht mehr in Europa investieren würden. Man bräuchte immer mehr Subventionen, könne so aber nicht „wettbewerbsfähig sein“. Zuletzt sagte er: „Die Dekarbonisierung Europas droht, zum Synonym für die Deindustrialisierung Europas zu werden“.

ps

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34 Kommentare

  • Hab mir gestern mal den Spaß gemacht zu recherchieren wieviel Uran es weltweit gibt, wieviel Energie aus 1kg Uran gewonnen werden kann. Fazit: die Abschaffung der Kernkraft kann nur mit mutwilliger Bösartigkeit begründet werden.

    • Naja, Kernkraft ist nicht komplett ohne Risiken.
      Und der Müll ist (noch) ein Problem.
      Aber das Problem sollten wir doch langsam mal lösen können.

      • Kann man. Neueste Reaktortechnologie nutzt sogar den Atomabfall zur Energiegewinnung bis Nix mehr strahlt. Alleine die deutschen Atomabfälle würden reichen um für 200 Jahre den deutschen Strombedarf zu decken.

        • @Papst Pius
          Es ist ne Weile her, wo ich die KI zu dem Thema mal befragt hatte.
          Der Tenor war, neues Uran kaufen ist (noch) billiger.
          Und es gab weitere Bedenken bzgl der Nutzung von Atomabfällen.
          Der Bot kann falsch liegen.
          Ich kann falsch liegen.

          1
      • Die technische Entwicklung steht nicht still; mittlerweile sind zur Wiederaufbereitung von Brennstäben und anderer Bestandteile des „Brennstoffabfalls“ verfügbar, in Entwicklung oder stehen in Aussicht.
        Davon abgesehen, verfügt die Bundesrepublik über ein praktisch fertiges Endlager in Gorleben, was mindestens als Zwischenlager hätte dienen können; dieser Verwendung aber endgültig entzogen wird, indem es derzeit zugeschüttet wird; die zuständige Bundesgesellschaft für Endlager (BGE) hat vor kurzem freudig mitgeteilt – die Verträge seien dazu erteilt – ein neuer (Standort?) sei bis 2050 gefunden; was ich, angesichts der bisher herausragenden Leistung der Behörde, eine Nutzung der Kernenergie möglichst zu hintertreiben, als Verdunklung der wahren Absichten werte.

  • Auf den Punkt gebracht. Es gibt noch Realisten.

    • Abkehr von Kernenergie sei „Dummheit des Jahrhunderts“
      Was ist dann erst der Umstand nicht wieder in die Kernenergie einsteigen zu wollen ?
      Hat das noch etwas mit Dumm oder noch Dümmer zu tun ?

      Oder sind wir da schon in ganz anderen Bereichen wie Sabotage Hochverrat Korruption usw ?

    • Der Herr ist bald arbeitslos und wohnunglos.

  • Da hat er Recht.

    Der Abbau der Atomkraftwerke hat Deutschland 120 Milliarden Euro in Summe gekostet.

    Ausgegebenes Geld um hinterher weniger Strom am Netz zu haben.

    Für 300 Milliarden hat man dann die Solar und Windkraftlobby gepampert.
    Aufgefangen ist der Stromwegfall bis heute nicht, wir produzieren 13% weniger Strom als im Jahr 2000.

    • Eine Universität in Norwegen hat die Kosten des überstürzten Ausstieges aus der Kernenergie auf 600 Milliarden EUR geschätzt !
      Der Ausbau des Stromnetzes in Deutschland um E-Autos und Wärmepumpen überhaupt betreiben zu können (Unabhängig von der Stromerzeugung ) geht in die Billionen und wird ca 30-40 Jahre dauern .

  • Guter Mann, qualifiziert (Bürgermeister Antwerpen) und gebildet.

  • Der Mann hat recht.

    Es ist auch richtig, dass sich „Europa“ nicht von der Kernenergie abgewandt hat. Das waren im Kern nur Deutschland, Spanien und Österreich.

    Viele Länder hatten keine Kernenergie (Italien, Dänemark, Griechenland, Zypern, …) und haben das beibehalten.

    Andere Länder aber haben schon vor Jahren eine Kehrtwende gemacht und bauen die Kernenergie aus ( Frankreich, Polen Großbritannien, Slowakei, Ungarn, …)

    Vermutlich wollte er sagen, dass Deutschland einfach in der Kernenergiefrage eine zu große Klappe hat. Aber auch das interessiert in Europa ja kaum noch jemanden.

    • Italien hatte vor Tschernobyl 3 Kernkraftwerke und Österreich eines im Bau. Beide Länder sind dann in Folge dieser Katastrophe ausgestiegen.

  • Wie Dr. Harald Marquardt als stellvertretender Vorsitzender des Verbands der Arbeitgeber in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie längst zuvor schon kritisiert, sind heute von Staats wegen unzählige Praktiken bevorzugt, welche das Beste „abtöten“ (Wirtschaftswoche v. 28.12.2024). Es kommt dann nicht von ungefähr, wenn gegenwärtig ein zunehmend beschleunigter Prozess der Deindustrialisierung sich gesellschaftlich vollzieht. Zwar erklärte spätestens am 2. April 2025 insbesondere Donald J. Trump, dass es alles entscheidend ist, „reversing these trends“. Aber in Europa stößt das weiterhin unter den Politikern auf taube Ohren.

  • Pflichtprogramm, auch für unsere Regierung.
    Und für unsere ÖRR „Medien“.
    Für die Klima NGO Unterstützer.
    Eigentlich für alle in Deutschland.

  • Inzwischen hat die Klimalobby viel zu viele Verflechtungen mit der Politik. Sie sichern ihre Pfründe und interessieren sich nicht für den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Niedergang. Warum denn auch? Die Bürger lassen sich doch sehr einfach lenken!

  • Dass unsere Nachbarn gegen den deutschen energiepolitischen Amoklauf, der sie selbst zunehmend in Nöte bringt, einschreiten werden, darf eine unserer ganz großen Hoffnungen sein.

  • Die Kartellparteien sind dann somit auch die „dümmsten“ Parteien Europas des Jahrhunderts

  • Auch so ein echter Blitzmerker. Jeder mit drei Cent Schmalz im Kopf wusste das schon zu Beginn der „grünen Wende“.

  • wenn er mal die wirkliche Katastrophe Europas sehen will muss er nur nach Molenbeek gehen.

  • Das wird die Co2 Kirche nicht erschüttern und sie werden ihr Grab weiter zuschütten!

  • Wieso redet Herr de Wever bezüglich der Kernenergie von Europa? DEUTSCHLAND!!! Nur Deutschland ist so bescheuert. Alle anderen beziehen Kernenergie in ihre Energieerzeugung mit ein.

  • WEF Agenda 2030. Die CDU ist nur deren Vollstrecker.

  • Davon wird mit Sichergeit nicht in unseren Leit (Leid)-Medien berichtet.
    Könnte den Bürger verwirren.

  • Die Einsicht kommt recht spät!
    Vor dem links-grünen Schaden klug sein.

  • https://youtu.be/Q0C5li8PVxs

    „ÖLKATASTROPHE VOR DER DEUTSCHEN OSTSEEKÜSTE? BUNDESREGIERUNG BISHER UNTÄTIG!

    Aufgrund der Untätigkeit der deutschen Bundesregierung kann sich eine Ölkatastrophe vor der deutschen Ostseeküste bei der Urlaubsinsel Rügen anbahnen. Dort liegt seit einem Jahr der Öltanker „Eventim“ mit 100.000 Tonnen Öl auf Reede. Das Eis der Ostsee hat den Tanker mittlerweile erreicht.
    Warum wird der Tanker nicht freigegeben oder in Sicherheit gebracht? Muss erst eine Katastrophe ihren Lauf nehmen? Mittlerweile scheint nun schon so weit, das AfD-Politiker im Zuge des Wahlkampfs zu Anschlagszielen werden!“

  • Ist es Dummheit oder Bösartigkeit wenn man das Offensichtliche des grünen Schwachsinns erst viele Jahre später erkennt?

  • Recht hat er.

    Schade, dass man als Bürger und Wähler so elend genau aufpassen muss, was man über extrem dumme Politik und diejenigen, die sie machen, sagt. Laut Gesetz darf man nämlich nichts sagen, was diesen Leuten ihre Dummheiten erschweren könnte.

  • So ist das. 75 % in der BRD, wollen zurück in die Steinzeit. Bekleidet mit Fellen aus Polyester und Elastan. Wohnen in Erdlöchern und Höhlen, danach sehnen sie sich. Und sammeln von Nüssen ( arme Eichhörnchen), und Sauerampfer. Mmmmmhhhh, lecker.

  • Die Dummheit des Jahrhunderts wurde aber wettgemacht, dies sollte nicht unerwähnt bleiben, durch den Zuzug von hervorragenden gut ausgebildeten Fachkräften aus Arabien und Afrika…

  • Studienabbrecher, Schwurbler und Schmarozer in der Politik und wir wundern uns was dadurch raus kommt!
    Lobbyisten und NGO´s kommen dazu und fertig ist der tödliche Trank!

    EU und Deutschland hat fertig!

  • Das hat die ganze Welt erkannt und wirklich niemand sieht Deutschland als Vorbild. Im Gegenteil, Deutschland wird regelmäßig international als schlimmstes Beispiel für Wirtschaft und Energiepolitik erwähnt. Viele sagen nur: Deutschland zeigt, wie fatal falsch man es machen kann.
    England gilt dagegen als schrecklichstes Beispiel für Migration. Spanien und Frankreich schließen sich dem an. Polen hingegen wird für viele als neues Europa gesehen.
    So, aber das ist die Realität, die wahrscheinlich aus dem ÖRR genau ins Gegenteil gedreht wird. Oder wie hieß es jüngst, der Januar im Norden wäre zwar eisig gewesen, aber viel zu warm. Wer es glaubt, hat die Kontrolle über sein Hirn verloren.

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