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Suraj Mailitafi

Für Engagementpreis: Widersetzen-Sprecher tritt wegen Rechtfertigung von Gewalt gegen Apollo News-Reporter zurück

Um weiterhin am Deutschen Engagementpreis teilnehmen zu können, legt Suraj Mailitafi nach einer Apollo News-Recherche seine Rolle als Widersetzen-Sprecher nieder. Auch seine Rechtfertigung der gewaltsamen Angriffe auf Apollo News-Reporter widerruft er plötzlich.

Zieht sich von Widersetzen zurück und räumt „Fehler“ ein: Suraj Mailitafi (IMAGO/Paul-Philipp Braun)

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Widersetzen-Sprecher Suraj Mailitafi zieht sich aus dem Antifa-Bündnis zurück und distanziert sich von seinen früheren Aussagen im Kontext des AfD-Parteitags in Erfurt, in denen er Gewalt gegen Pressevertreter legitimiert hatte. Das verkündete der Aktivist auf Instagram. Damit will er die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) überzeugen, ihn weiterhin am staatlich finanzierten Deutschen Engagementpreis 2026 (DEP) teilnehmen zu lassen. Diese hatte nach Anfragen von Apollo News eine Prüfung eingeleitet (mehr dazu hier).

Damit hat Mailitafi nun Erfolg: Wie die Stiftung am Mittwoch auf Anfrage von Apollo News mitteilte, ist er weiterhin im Rennen um den Engagementpreis. Das sei das Ergebnis einer internen Prüfung der politischen Aktivitäten Mailitafis auf einen möglichen Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen des Preises. Durch Mailitafis Distanzierungs-Statement auf Instagram habe die Überprüfung „ihre Grundlage“ verloren. Seine Teilnahme am Publikums-Voting werde fortgesetzt.

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Auslöser der Prüfung war eine bereits Anfang Oktober an die DSEE gerichtete Anfrage von Apollo News zu Mailitafis Rolle als Sprecher von Widersetzen im Rahmen der Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Diesen hatte das linke Bündnis im Vorfeld als „faschistische Zusammenrottung“ bezeichnet und wollte ihn mit illegalen Blockadeaktionen und anderen Mitteln des „zivilen Ungehorsams“ verhindern.

Im Nachgang der Proteste, bei denen es Anfang Juli vonseiten linksextremer Demonstranten zu massiver Gewalt gegen ein Team von Apollo News kam, bezeichnete Mailitafi die angegriffenen Reporter als „rechte Provokateure“ und solidarisierte sich unmissverständlich mit den Gewalttätern aus den eigenen Reihen. „Sie wollen eine Distanzierung von mir, die kann ich Ihnen aber nicht liefern, weil die Leute, die sich haben provozieren lassen, ebenfalls zur antifaschistischen Bewegung gehören“, erklärte er damals in einem Interview mit dem Stern.

Vor diesem Hintergrund wollte Apollo News vom Schirmherr des Engagementpreises, dem Staatsminister für Sport und Ehrenamt, sowie von dessen Ausrichter, der Bundesstiftung DSEE, wissen, inwiefern das politische Engagement von Mailitafi mit den Teilnahmebedingungen des Preises vereinbar ist. Darin ist ausdrücklich festgelegt, dass das ausgezeichnete Engagement „auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ erfolgen müsse.

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Nach mehrwöchiger interner Prüfung und wiederholten Nachfragen erklärte ein Sprecher des öffentlich-rechtlichen Ausrichters des Engagementpreises am Mittwoch gegenüber Apollo News: „Suraj Mailitafis Teilnahme am Publikumsvoting wird fortgesetzt. Das Publikumsvoting läuft planmäßig bis zum 29. Oktober 2026.“

Der Aktivist habe „sich heute öffentlich von seinen im Stern veröffentlichten Aussagen vom 10.07.2026 zu gewalttätigen Übergriffen auf Pressevertreter distanziert. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hat die Prüfung der Einhaltung der Teilnahmebedingungen für die Teilnahme am Deutschen Engagementpreis, die aufgrund dieser Distanzierung ihre Grundlage verliert, beendet.“

Mailitafi selbst spricht mit Blick auf seine Rolle als Widersetzen-Sprecher im Rahmen der Anti-AfD-Proteste in Erfurt in einem Instagram-Post von einem „Fehler“, aus dem er nun persönliche „Konsequenzen“ ziehen wolle. Zugunsten seiner weiteren Teilnahme am Deutschen Engagementpreis ziehe er sich mit „Wirkung zum heutigen Tag“ aus dem Aktionsbündnis Widersetzen zurück.

Zwar halte er es vor dem Hintergrund des Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt „nach wie vor für essentiell wichtig, sich gegen den Rechtsextremismus in Deutschland zu engagieren“. Gleichzeitig habe er sich jedoch „intensiv“ mit seiner eigenen Haltung und Rolle „innerhalb der Bewegung auseinandergesetzt.“

Zu den gewalttätigen Übergriffen auf Pressevertreter erklärt Mailitafi nun, sich „nach diesen Vorfällen nicht klar und eindeutig genug „positioniert“ zu haben. Nach den Protesten „seien diese Vorfälle innerhalb der Bewegung kritisch diskutiert“ worden. Dabei sei es allerdings „nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame, eindeutige Haltung gegen Gewalt zu verständigen und diese auch öffentlich zu vertreten. Genau diese klare Positionierung hätte ich mir gewünscht“, so Mailitafi.

Und weiter: „Deshalb möchte ich meine Haltung heute unmissverständlich deutlich machen: Ich lehne Gewalt ab und verurteile die Angriffe auf Pressevertreter ausdrücklich. Die Pressefreiheit ist ein hohes, durch das Grundgesetz geschütztes Gut.“

Grundrechte und die demokratischen Werte unserer Gesellschaft „gelten uneingeschränkt, auch für Medien, deren Berichterstattung ich kritisch sehe und bei denen ich erhebliche Zweifel habe, ob sie den journalistischen Standards des Pressekodex gerecht werden“, erklärt Mailitafi in Richtung Apollo News. Seine ablehnende Haltung ändere jedoch „nichts daran, dass Gewalt gegen ihre Vertreter in keiner Weise zu rechtfertigen ist.“

Nach der finalen Entscheidung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt darf der ehemalige Widersetzen-Sprecher nun weiterhin am Publikumsvoting des staatlich finanzierten Deutschen Engagementpreises 2026 teilnehmen. Mailitafi, der in den sozialen Medien mehrfach dazu aufgerufen hatte, für ihn abzustimmen, liegt dabei gegenwärtig mit etwas mehr als 14.000 Stimmen und einem komfortablen Vorsprung auf seine Verfolger auf dem ersten Platz und hat damit realistische Aussichten, zu den prämierten Preisträgern zu gehören.

Für den Sieger gibt es neben einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro außerdem ein professionell produziertes Imagevideo. Der zweite Platz ist mit 7.500 Euro dotiert, der dritte Platz mit 5.000 Euro. Mailitafi hat bereits angekündigt, sein Preisgeld im Falle eines Gewinns vollständig zu spenden – unter anderem an antirassistische und palästinensische Organisationen (Apollo News berichtete).

Neben dem Publikumspreis vergibt der Deutsche Engagementpreis auch Auszeichnungen in fünf Jury-Kategorien. Zur elfköpfigen Jury gehört in diesem Jahr unter anderem die Klimaaktivistin und Fridays-for-Future-Mitorganisatorin Luisa Neubauer, die auch an Sitzblockaden in Erfurt teilgenommen hat.

Der Deutsche Engagementpreis versteht sich als „Dachpreis für Engagementpreise in Deutschland“ und wird seit 2024 von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), einer Stiftung des öffentlichen Rechts des Bundes, ausgerichtet. Schirmherr ist der Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt. Gefördert wird der Preis durch das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Postcode-Lotterie. 

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73 Kommentare

  • Es geht ihm nur um das Preisgeld.

    • Widersetzen wird sich nun einen neuen Farbtupfer suchen müssen.

      • Da seh ich aber schwarz.

        • Sie meinen braun, denn seine Hautfarbe ist braun.
          Er/sie ist also ein/e PoC*in.

          2
    • Vielleicht haben ihm ja einige autochthone Patrioten erklärt, was sie von ihm halten.

      Mehr will ich nicht schreiben…………..

    • Wäre ja das erste Mal in seinem Leben, dass er abseits der Sozialhilfe Geld bekäme.

      Und nachdem er das eingestrichen hat, gibt er sich bei seinen Schätzchen als geläutert und ist wieder Sprecher dieser Terrororganisation.

  • Dann könnte man den nun abschieben?

    Darauf einen Lumumba.

  • Herr Pistorius, ist das einer für die Kriegstüchtigkeit?

  • So geht das:

    Er sagt einfach das, was sie hören wollen und schon tanzen sie wieder nach seiner Pfeife.

  • Trotzdem dürfte ihm kein Preis verliehen werden.
    Gesagt ist gesagt.

  • Ein Opportunist ist ein Prinzipienreiter, der nur schnell das Pferd wechselt.

  • Was ist denn dieser Engagementpreis, Dauerurlaub in Afrika?

  • Die Auszeichnungen des Deutschen Engagementpreises sind in den Hauptkategorien mit einem Preisgeld von jeweils 10.000 Euro dotiert.
    Die Verteilung der Preisgelder gliedert sich wie folgt:
    • Jury-Kategorien: Die Gewinner der fünf regulären Jury-Kategorien (Anstoßen, Verbinden, Verändern, Bewahren, Ich für uns) sowie eines eventuellen Sonderpreises erhalten jeweils 10.000 Euro.
    • Publikumspreis (Platz 1): Der Hauptgewinner des öffentlichen Online-Votings erhält ebenfalls 10.000 Euro.
    • Publikumspreis (Platz 2): Ist mit 7.500 Euro dotiert.
    • Publikumspreis (Platz 3): Ist mit 5.000 Euro dotiert.
    Zusätzlich zum Preisgeld erhalten die erstplatzierten Projekte ein professionell produziertes Imagevideo, um ihre Arbeit sichtbarer zu machen. Insgesamt wird im Rahmen des Dachpreises ein Preisgeld von 72.500 Euro an acht ausgezeichnete Projekte ausgeschüttet.

    • Das ist kein Preisgeld sondern aus dem Fenster geschmissenes Steuergeld.

  • Die Abschiebung ist bereits eingeplant.

    • „Der Konig van Zamunda“; Eddy Murphy.

  • Juristen kennen die „Güterrechtsschaukel“, ist das nun die „Engagementpreisschaukel“?

  • Ich überlege gerade, ob es noch peinlicher ginge …

    • Das fragt man sich doch mittlerweile jeden Tag aufs Neue.

  • Für 10000 € kann er sich ein schönes Baumhaus bauen.

  • Wahrscheinlich werden die französischen Randalierer und Plünderer auch bald ausgezeichnet…

  • Ist das der Sohn von Hamado Dipama???

  • So etwas gibt es nur in guten Diktaturen. Zuerst haut man etwas raus, dann distanziert man sich aber nur um einen Preis zu erhalten. Die Auftraggeber wollen sich schließlich sauber halten.

  • Taqiyya – vom Koran empfohlene Verstellung
    frei nach dem Taqiyya-Surenvers 3,28
    Und nimm dir keine Kuffar zu Freunden!
    Aber lüge, wenn du dich vor ihnen fürchtest
    oder wenn es dem Islam Nutzen bringt.

  • Wirklich glaubwürdig. Es geht um viel. Nach Erhalt des Geldes kommt das nächste Statement. Ganz sicher…

  • Ganz schön berechnend, der Knabe! Blöd nur, dass er seine Motivation für die Rolle rückwärts gleich mitgeliefert hat.

  • Ich finde es gut, wenn jemand seine Fehler reflektieren und zugeben kann. Ich hoffe, es gelingt ihm auch, seine Positionen zu Palästina/ Israel objektiv zu überprüfen, am besten, bevor er das Preisgeld an womöglich terrorverherrlichende Organisationen spendet.

  • Muß ja ein ganz doller Preis sein, wenn man dafür seine (wohl weiterhin vorhandenenen?!!) Überzeugungen verleugnet. Wann Abschiebung?

    • Lügt wie gedruckt. Ob der hier rechtmäßig ist…

  • Jetzt ist es soweit, ich gebe meinen Klarnamen auf. Und gebe dem Bundesinnenminister noch einen Ratschlag: GRENZEN ZU!!! Natürlich wird er nicht darauf hören, aber hoffentlich der nächste. Was mich betrifft? Aus die Maus.

    • Nimm bitte Atlas, Pustekuchen, HumptyDumpty auch gleich mit.
      Danke!

  • Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…aber die Jury fällt drauf rein….ich fasse es nicht.

  • zieht sich zurück
    10.000 eur
    dann wird man weitersehen
    vielleicht rückzug vom rückzug?

  • dieses Foto ist Sodom und Gomorrha!

  • Hier werden aber ganz schöne Ressentiments gefrönt. Ich behaupte ja z.B. auch nicht, dass jeder Chemiker gefährlich ist, nur weil er sich im mischen von leicht entzündlichen Ingredienzien auskennt.

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