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Rente mit 63

Regierung diskutiert über abschlagsfreie Rente nach 47 Beitragsjahren

In der Regierung wird diskutiert, wie es mit der abschlagsfreien Rente weitergehen soll. Eine mögliche Maßnahme: die Anhebung der Beitragsjahre auf 47 Jahre. Die Streichung der bisherigen Regelung gilt als zentraler Pfeiler der Rentenreform.

Von

Bundeskanzler Friedrich Merz, Arbeitsministerin Bärbel Bas und Finanzminister Lars Klingbeil. (IMAGO/Mauersberger)

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In der Bundesregierung wird diskutiert, wie man die sogenannte „Rente mit 63“ unter bestimmten Umständen fortführen könnte. Aktuell gilt, dass Arbeitnehmer 45 Jahre ununterbrochen eingezahlt haben müssen, damit sie vorzeitig abschlagsfrei in Rente gehen können. Wie Bild berichtet, wird nun überlegt, die Anzahl der Beitragsjahre auf 46 oder 47 Jahre zu erhöhen. Dann müsste bis zu zwei Jahre länger gearbeitet werden, um die abschlagsfreie Rente in Anspruch nehmen zu können.

Eine andere Option sieht laut Bild vor, dass die abschlagsfreie Rente nur noch für Personen gelten soll, die einer harten körperlichen Arbeit nachgehen. Der CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte gegenüber der Zeitung: „Wir haben in der Koalition eine klare Vereinbarung: Härtefälle ja, Regelfälle nein. Ohne eine Änderung des Regel-Ausnahme-Verhältnisses bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren kann es keine Rentenreform geben.“

Auch eine Kürzung der Erziehungszeiten, die auf die Rente angerechnet werden, steht im Raum. Bisher werden Erziehungszeiten von der Geburt des ersten Kindes bis zum zehnten Geburtstag des letzten Kindes angerechnet.

Die Streichung der abschlagsfreien Rente gilt als wichtiger Teil der Rentenreform. Durch diese Maßnahme könnten kumuliert bis zu 9,5 Milliarden Euro pro Rentnerjahrgang gespart werden, wie eine Berechnung des DIW Berlin im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt. Außerdem würde es bis zu 125.000 zusätzliche Vollzeitarbeitskräfte geben. Allerdings weist die Bertelsmann Stiftung auch auf die Notwendigkeit einer Härtefallregelung hin.

Die Rentenkommissionschefin Constanze Janda verteidigte gegenüber dem Tagesspiegel die Abschaffung der „Rente mit 63“: „Sie ist wirklich zentral, weil diese Rentenart jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe mit sich bringt und das Geld dringend anderweitig gebraucht wird.“

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Doch unter den Landesregierungen löste das Thema Streit aus. So sprachen sich vor allem die Ministerpräsidenten ostdeutscher Bundesländer für die Beibehaltung der Rente nach 45 Jahren aus. In einem gemeinsamen Brief forderten Sven Schulze, Mario Voigt und Michael Kretschmer die Bundesregierung Anfang August dazu auf, die Streichung zu kippen. Auch Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, kritisierte die Maßnahme.

mra

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59 Kommentare

  • Man sollte nie vergessen warum wir überhaupt die meisten Reformen brauchen !
    Wo all unser Steuergeld eigentlich hin verschwindet und wer das politisch zu verantworten hat !
    Wir brauchen in erster Linie keine Reformen . Wir brauchen eine andere Politik mit Grundsätzlich anderen Parteien mit Politiker mit anderem Mindset !

    • „Was in der Politik noch fehlt, ist ein Machthungerstreik.“
      – Werner Finck

      • Am Ende stammt eben alles Geld für diese Politik Orgie der letzten Jahre ausnahmslos von den derzeitigen und zukünftigen Rentnern ! Sprich den Arbeitern und Angestellten der Wirtschaftlichen Wertschöpfungskette hier in Deutschland !

    • Richtig!

    • Reform = Abgabenerhöhung oder Leistungskürzung, meistens beides ☝️

      • 🕊️💙🇩🇪🇮🇱🇺🇸🦅
        Das ist auch haargenau so. Denn niemand wird mit 63 im aktuellen Deutschland noch ein Job finden. Also heißt das Rente mit Abschlag und zwar heftigem Abschlag. 0,3% pro Monat, also 14,4% Rentenkürzung für die 4 Jahre bis zur Rente mit 67. Genau so kommen die Milliarden zusammen, in dem man die, die ohnehin nur eine Armutsrente bekommen, noch weiter schröpft.

        Dazu sei auch gesagt, das jeder über 60 vom nutzlosen Jobcenter zwangsweise in Rente geschickt wird, wenn kein Job kurzfristig in Aussicht steht um auch kein Arbeitslosengeld zahlen zu müssen.

        Die hingegen, die niemals eingezahlt haben und nicht 1 Cent eingezahlt haben, bekommen vollen Anspruch auf Grundrente, Wohngeld & diverse Hilfsgelder.

  • Bitte führt doch endlich die Rente in Höhe der Grundsicherung ab 80 Jahren, nach mindestens 60 Beitragsjahren ein. Warum immer diese Tippelschritte?

  • Ich diskutiere über abschlagsfreie Grundsicherung nach 47 Beitragsjahren.

  • Die kleinen Renten und dagegen die fetten Politikerpensionen – die Verhandlungen werden von denen geführt, die am meisten profitieren. Alles klar!

  • Rente ist eigentlich der Lohn für für Lebensleistung. Beitragszahlungen an Kassen, zzgl. Steuern und Abgaben an den Staat, damit er funktioniert. Konsumausgaben zur Lebenserhaltung und Qualität des Lebens finanzieren zusätzlich Gewinne und Steuern des Binnenmarktes. Lebensjahre sind eigenes Kapital des Menschen, nicht des Staates. Maschinen zeigen schon heute, dass sie den Staat nicht wirklich dauerhaft finanzieren. Nur der Mensch ist die Garantie, mit ihm zustehender Lebensqualität, die der Staat garantieren muss. Ruhestand zu vermarkten, oder als Almosen zu gewähren, ist verachtend und anmaßend.

  • Der wichtigste Punkt bei der Rente ist die Anpassung des Renteneintrittsalters an die geschlechtsspezifische Lebenserwartung. Das derzeitige sexistische System ist nicht mehr tragbar.

  • Warum nicht gleich in Höhe der durchschnittlichen Lebenserwartung von Frauen und Männern.
    Es könnte so einfach sein!

  • Während der normale Arbeitnehmer nach 45 Jahren Knochenarbeit um seine verdiente Rente bangen muss, verabschieden sich im Staatsdienst so manche mit skurrilen Begründungen wie einer „Papierallergie“ frühzeitig in den Vorruhestand. Sicher ist der Stress in Schulen real. Doch es bleibt das Gefühl einer Zweiklassengesellschaft: Wer jahrzehntelang einzahlt, wird mit 46 oder 47 Pflichtjahren drangsaliert. Wer im Dienst des Staates steht, fällt oft weich in eine Pension, von der Durchschnittsverdiener nur träumen können.

    Das Signal ist fatal: Wer früh anfängt und sich an die Regeln hält, ist am Ende der Dumme. Und das Bitterste daran ist, dass ausgerechnet solche Politiker über diese Pflichtrentenjahre beschließen, die selbst noch nie effektiv in der freien Wirtschaft gearbeitet haben, aber später monatlich Tausende von Euro an sicherer Altersentschädigung kassieren!

  • Die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren gibt es ja schon lange nicht mehr. Ich bin zum 01.02.2021 nach 45,5 Jahren Beitragszahlungen mit 63 Jahren in Rente gegangen und habe ca. 10% Absshläge. Seitdem wurde das Eintrittsalter immer weiter nach oben verschoben.
    Die Rente mit 63 gibt es nicht mehr, abschlagsfrei gibt es diese auch schon lange nicht mehr. Man will also etwas abschaffen was es gar nicht mehr gibt, kurios!

  • was mal aus gutem Grund zur Absicherung im Alter zweckgebunden vom Staat zurückgelegt wurde, verkehrt sich nun ins Gegenteil und verkommt zur Selbstbedienungstheke

  • Warum nicht nach 50 Jahren? Oder 46,3?

  • ..und das Geld dringend anderweitig gebraucht wird – Rente ist kein allgemeines Steuerressort sondern extra für die Rente zurückgelegtes Geld

  • Das ist dann offensichtlich eine weitere Rentenkürzung.
    Für mich heißt das, so schnell wie möglich in die Rente, sollen andere doch für diesen gierigen Staat arbeiten!

  • Die sogenannte Sozialversicherung ist mittlerweile weder Sozial noch eine richtige Versicherung, sondern nur noch ein weiterer Verwaltungsapparat für leistungsneutrale Bürokraten 🧐

  • Ein bisschen Kosmetik im Sinne der SPD, damit der Lange weiterhin von Reformen faseln kann.

  • Ja, natürlich. So ist es nun mal im besten Deutschland aller Zeiten: Geld, das denen, die es erwirtschaften, zugute käme, braucht der Staat grundsätzlich woanders dringender.

    Der Staat hat offenbar die Auffassung, dass grundsätzlich alles ihm gehört und seinem Zugriff unterworfen ist. Der Mensch und Bürger ist lediglich ein Produktionsmittel, das zur Erreichung der Staatsziele dient, seien es Impfquoten oder die Finanzierung von Radwegen in Peru, und dazu beliebig herangezogen und verpflichtet werden kann. Ich glaube nicht, dass das noch verfassungskonform ist. Der Begriff Menschenwürde besagt ja das genaue Gegenteil. Der Mensch darf nicht zum bloßen Werkzeug eines übermächtigen Staates werden.

    Es ist obszön, wenn sich dieses Politpersonal, da über die Köpfe seiner Bürger und bürgerfeindlich hinweg entscheidet, was dringend zu sein hat, sich selbst als demokratisch, freiheitlich usw usw feiert.

  • „Regierung diskutiert über abschlagsfreie Rente nach 47 Beitragsjahren“.

    Das geht mir nicht weit genung. Ginge es nach mir, würde eine abschlagsfreie Rente erst nach 55 Beitragsjahren greifen. Das Optimum wäre natürlich ein „sozialverträgliches Frühableben“, wie einst vom Präsident der Bundesärztekammer Karsten Vilmar in einem Radiointerview vorgeschlagen.

    Wörtlich sagte er damals: „Dann müssen die Patienten mit weniger Leistung zufrieden sein, und wir müssen insgesamt überlegen, ob diese Zählebigkeit anhalten kann, oder ob wir das sozialverträgliche Frühableben fördern müssen.“

    • Schauen Sie nur einmal nach Kanada, dort wird bereits damit begonnen es einzuführen (Sterbehilfe für Pflegefälle).

  • Die Wahlen in Ostdeutschland sind durch, ich glaube nicht, dass diese MP Ihre Forderungen wiederholen werden.
    Wäre ja ganz neu, dass jemand aus der Union mal Rückgrat beweist.

  • Früher war die staatliche Rente vergleichsweise dick. Heute wird sie dünner. Irgendwann wird es sie in dieser Form gar nicht mehr geben. Und die alten Menschen von heute verlieren also am meisten. Die Jungen wissen bereits jetzt, dass sie nichts bekommen werden. Alles eine Einstellungssache. Denn wer hohe Erwartungen hatte, wird nun bitter enttäuscht.

    Und aus meiner Sicht kann ich den Generationen, die hart gearbeitet, unseren Wohlstand aufgebaut und damit die Grundlage für vieles geschaffen haben, was heute selbstverständlich erscheint, nur eines sagen: Danke. Danke dafür, dass ihr euch habt ausbeuten und verarschen lassen und nun nicht einmal angemessen für eure Lebensleistung entlohnt werdet. Danke.

    • Da kommt doch glatt mal was vernünftiges von Atlas. Dafür Daumen hoch.

  • Ich zweifele stark an, dass die Genossen überhaupt wissen, wovon sie reden. So lese ich kaum von einer Differenzierung zwischen Versicherungsjahren und Beitragsjahren. Uns wird hier die Rente nach 47 Jahren praktisch ein „Gratisrente“, oder Privileg verkauft. Dabei ist es äusserst selten, dass mal ein Renter 47 Jahre Beiträge in die Rentenversicherung „eingezahlt“ hat. Die Masse der Rentner geht im Schnitt nach 40 Jahren in Rente, allein, weil er dann schon das Renteneintrittsalter erreicht hat. Da ist also überhaupt kaum noch Luft nach oben. 47 Jahre Beitragszahlung sind nicht die normale „Regelbiografie“, sondern eine sehr lange Erwerbsbiografie. Und wenn 47 Jahre als Voraussetzung für einen „früheren“ Renteneintritt diskutiert werden, ist das nochmals etwas anderes als die reguläre Altersrente. Die Neuzugänge sollen sogar bis 67 Jahre arbeiten? Will man die Alten zur Arbeit zwingen? Die Debatte ist die eines Verschiebbahnhofs. Dann heisst die Rente halt mal Sozialhilfe.

  • ● meine Meinung ● Heißt es nicht RentenVERSICHERUNG? Von einer Versicherung profitiert nur, wer auch Beiträge zahlt, oder? Ein Unding, dass DIE etwas zu sagen haben, die es gar nicht betrifft: Politiker. Das sind nämlich BEAMTE. Es ist eine bewusste Entmachtung, Enteignung und Entmündigung der Betragszahler: die „dürfen“ zusammen mit den Arbeitgebern blechen, über die Verweundung der Gelder jedoch nicht entscheiden. In Wirtschaft und Justiz ist solch eine Methode von strafrechtlicher Relevanz. Es ist Betrug! So verhält sich das auch mit der Versorgung der sog. „Flüchtlinge“. Der Bund holt die ins Land, zahlen sollen Städte, Gemeinde, Kommunen, Länder! Die (Gesundheits)vorgung von Bürgergeldbeziehern muss grundsätzlich vom Bund getragen werden und NICHT von den Beitragszahlern! Das wäre so, als wenn mein Nachbar meine KfZ-Versicherung zahlt!

  • Ich frage mich die ganze Zeit, wer heute noch eine abschlagsfreie Rente mit 63 bekommt? Das ist doch alles längst angehoben worden. Ich bin 63 Jahre, habe 47 Jahre in die DRV eingezahlt und werde am 1.12.26 in Rente gehen. Da ich das Mindesalter für die Rente ab 63 MIT Abschlägen noch nicht erreicht habe, werde ich nur die Rente für langjährig Versicherte bekommen – ebenfalls MIT 13,8% Abschlägen wohlgemerkt. So sieht die Realität nämlich jetzt schon aus. Mittlerweile denke ich, dass die Leute die von einer abschlagsfreien Rente mit 63 überhaupt keine Ahnung haben und auch die Medien stellen das nicht richtig- einschl. der Alternativen.

    • Kleine Anmerkung: Stand ist aktuell, dass ich (63 Jahre) abschlagfrei erst ab 2028 in Rente für besonders langjährig Versicherte (ab 45 Beitragsjahren) gehen könnte. Das ich diese bereits jetzt schon erreicht habe, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

    • Lady Mary. einschl. der Alternativen. Wer sind den die Alternativen? Die AFD kann es nicht sein, da sie nie in einer Regierungsverantwortung waren.

  • Es wird laufend berichtet, dass man mit 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen kann. Das ist falsch. Zusätzlich muss man 65 Jahre alt sein.
    Es geht um zwei Jahe früheren Renteneintritt für Leute, die sehr lange Beiträge bezahlt haben. Nicht um einen Renteneintritt mit 63.
    Ohne das ist es eine grob irreführende Berichterstattung.
    Wäre es so schwierig zu schreiben „nach 45 Beitragsjahren und 65 Lebensjahren“?

  • Es war für alle, die auch nur eine Plancklänge weiter denken können, als von der Wand bis zur Tapete, klar, dass die Heerscharen von Fachkräften unsere Rente nicht erarbeiten werden. Das Gegenteil ist der Fall. Wir werden länger arbeiten müssen, damit die Raketenforschenden weiterhin leistungsfrei rundum versorgt werden können.

  • Überall Geld freisetzen für Ukraine und Krieg und Migration. Das ist das Einzige, was bei denen im Kopf ist.
    Merz muss wech und Bas und Klingbeil gleich mit.

    • Kommen die Nachfolger aus den gleichen Parteien, wird sich daran aber nichts ändern!

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