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Ost-Verbände

Ex-Bundespräsident Wulff fordert Verbot einzelner AfD-Landesverbände

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat sich für das Verbot einzelner AfD-Verbände ausgesprochen. Auch plädierte er für die Brandmauer.

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Christian Wulff war von 2010 bis 2012 der zehnte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. (IMAGO/STEINSIEK.CH)

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Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat sich für Verbotsanträge gegen einzelne AfD-Landesverbände ausgesprochen. Aus seiner Sicht seien „alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Verbot der Partei in Thüringen und in Brandenburg gegeben“, so der ehemalige Bundespräsident gegenüber dem evangelischen Magazin Evangelische Perspektiven. Ein Verbot einzelner Verbände hätte „sicher auch Auswirkungen auf die gesamte AfD“, so Wulff.

Er verwies in seinen Ausführungen auf ein aktuelles Gutachten, mit dem er sich nach eigenen Angaben intensiv auseinandergesetzt habe. In der AfD gebe es ein „gegen die Demokratie und gegen die Rechtsstaatlichkeit verfasstes Programm“, so die Einschätzung des 67-jährigen Rechtsanwalts. Menschen würden „hierarchisch unterteilt in angeblich richtige und weniger richtige Deutsche“, so Wulff. Auch Vielfalt und Pluralismus würden von der AfD bekämpft. Problematisch sei das Programm auch, „weil es einseitig um eine Diktatur der Mehrheiten statt um den Schutz der Minderheiten geht und weil dieses Programm von einer negativen Zukunftserzählung getrieben ist“.

Er warnte im Interview ebenfalls vor einer AfD-Landesregierung, wie sie nun in Sachsen-Anhalt denkbar ist: Die Auswirkungen auf Wissenschaft, Forschung und Kultur würden „mit Sicherheit dazu führen, dass Sachsen-Anhalt wirtschaftlich und rechtsstaatlich extrem zurückfallen würde“, so Wulff. „Jeder sollte sich bewusst machen, dass eine Ideologie wie die der AfD letztlich jeden treffen kann: Heute richtet sie sich gegen Zugewanderte, morgen möglicherweise gegen Menschen, die heute noch glauben, nicht betroffen zu sein.“

Er plädiert für eine Brandmauer: „Ich erwarte, dass man sich ganz differenziert und gut informiert mit der AfD auseinandersetzt und erklärt, warum man mit dieser AfD, der heutigen Programmatik und der jeweiligen Person nicht zusammenarbeiten kann und nicht zusammenarbeiten darf“, so Wulff, gerichtet an die anderen Parteien.

Schon im März hatte Wulff sich gegen die AfD starkgemacht: Beim Jahresempfang der „Queerbeauftragten“ der Bundesregierung in Berlin hielt er eine Rede gegen die AfD. In seiner rund 25-minütigen Ansprache attackierte er die AfD scharf. Die Partei greife die Lebensweise vieler Menschen an, so Wulff. Er behauptete, die AfD greife „unsere Art zu leben“ bundesweit an, indem sie „Qualitätsmedien als ’Lügenpresse’ bezeichnet, von ’Kartellen’ und ’Systemparteien’ spricht und das Meinungsklima verächtlich“ mache – „in der Erwartung, dass keiner weiß, wohin es eigentlich führt“. Diese Form der Politik würde hetzen, spalten, das politische Klima vergiften und das Land „immer weiter in die falsche Richtung“ verändern, sagte Wulff weiter.

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Auch international zog Wulff Parallelen. Die Neue Rechte übernehme Taktiken aus der amerikanischen MAGA-Bewegung. „Aus dem MAGA-Lager in Amerika wird strategisch auch nach Europa gewirkt. Der unbändige Hass auf uns, die Anhänger einer offenen, liberalen, pluralen Gesellschaft – in Vielfalt vereint –, ist das, was diese Bewegung zusammenhält“, sagte Wulff.

jw

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140 Kommentare

  • Ich fordere ein Anzeige für Wulff, zu seine Aussage zum Islam.

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    • Eine offene, liberale, plurale Gesellschaft ist genau das, was ich in meiner Stadt immer weniger wahrnehme. Dank der Partei von Herrn Wulff.

    • Wulf sollte sich einfach aus solchen Diskussionen heraushalten. Er hat mit seiner Aussage: der Islam gehört zu Deutschland! Genug Schaden angerichtet. Wulf hatte schon früher keine Ahnung und seine Erkenntnisse sind nicht besser geworden Punkt also einfach abhaken.

      • Wenn dieser Mensch einen Funken Anstand hätte, würde er sich in seine befestigte Villa zurückziehen, seinen „Ehrensold“ für Kaviar und Sekt ausgeben und schweigend hoffen, dass seine peinliche Vorstellung als Bundespräser möglichst schnell und vollständig aus der Erinnerung der Allgemeinheit verschwindet.

        • Ich fasse es nicht. Glaubt der Mann, ausgerechnet er habe tatsächlich noch etwas zu fordern?
          Und dann noch so durchsichtig: Die Altparteien sind jeden Tag mehr am abschmieren, die Angst schaut ihnen aus allen Knopflöchern. Und immer noch fällt ihnen nichts anderes ein als „verbieten, verbieten, verbieten“. So geht Demokratie heute – in Deutschland.

          5
      • könnte mal bitte jemand seinen Pfleger rufen!

    • Ich fordere, diese riesigen jährlichen Zahlungen an Bundespräsidenten und andere Ex-Mandatsträger sofort einzustellen.

      Die verhöhnen die Bürger bis zu ihrem Tode einfach weiter und mag nicht dafür aufkommen müssen. Sie sollen sich wie jeder andere auch um ihre Altersbezüge kümmern und nicht aus Steuern bezahlt werden.

    • Zitat: „Der unbändige Hass auf uns, die Anhänger einer offenen, liberalen, pluralen Gesellschaft – in Vielfalt vereint –, ist das, was diese Bewegung zusammenhält“
      Er wird doch nicht etwa den radikalen Islam gemeint haben, nein, den Mut hat er nicht.

    • Hey, der „Koof mich!“ is wieder da 😅

    • bloedsinn.
      das ist nicht justiziabel.

    • Helmut Kohl sagte eins über diesem Mann:
      „Wulff ist eine Null“

  • Herr Wulff – ein Merkelianer wie er im Buche steht – ist zum Glück kein BP mehr und hat auch sonst nicht mehr viel Einfluss in seiner Partei.

  • Das Volk bestimmt, wen es als Regierung haben möchte, nicht die Regierung wen das Volk wählen darf.

    • Die lassen den Bürger wählen gehen damit Der denkt er kann wählen gehen!

    • Diese Leute haben sich längst ein anderes Volk erwählt, merkt ihr das nicht?

  • Nun, es haben sich zwei Vorgehensweisen bewährt: Entweder sind führende Persönlichkeiten lebenslänglich im Amt, oder man trifft Vorsorge, was nach einer Resignation zu geschehen hat.

    #1: Von – bisher zwei Ausnahmen abgesehen – amtieren Päpste lebenslänglich, ähnlich wie viele andere kirchliche Obere. Wo diese aber nur auf Zeit bestellt sind, wird Vorsorge getroffen, daß sie ihren Nachfolgern nicht „in die Parade fahren“ können: Äbte, Ordensobere, entpflichtete Pfarrer und Bischöfe müssen idR. ihren früheren Wirkungsbereich verlassen und sich verpflichten, sich zu ihren Nachfolgern nicht zu äußern.

    #2: Die Abdankung von Regenten hat nur Unruhe hervorgerufen – zuletzt bei Eduard VIII., der die Herrschaft seiner Nichte über Jahrzehnte beeinflußt hat.

    #3: Bei den Bundespräsidenten wirkt die „Weimarer Angst“ nach: Lebenslänglich will man sie nicht im Amt haben, aber zu „klaren Schnitten“ am Ende der Amtszeit (ou la fin de la vie) wollte man sich doch nicht durchringen.

  • Wenn die Absicht ein Bobby-Car ist, dann läuft die Spekulation sicher ins Leere.

  • Ich möchte Herrn Wulff einmal empfehlen, sachlich und unvoreingenommen, auf die politische Vorgehensweise der SPD in Niedersachsen zu schauen oder auf Dobrindts ‚Stasi-Gesetzentwurf‘. Spätestens dann müsste jedem Demokraten klar sein, wer hier verboten werden sollte.

  • Wulffs Worte zu seiner Vereidigung als Bundespräsident waren:

    👉 „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
    (Deutsches Grundgesetz, Artikel 56)

    Wieviel Eide von Regierenden in Deutschland wurden auf dieselbe Art gebrochen wie Wulff es tat, als er zu seiner Präsidentschaft vereidigt wurde???

    Wieviel Wert hat unsere Nationalhymne, wenn wir heute singen 👉 „…blühe Deutsches Vaterland“???

  • Wow! Eine demokratische Wahl ist also eine „Diktatur der Mehrheit“? Darauf muss man erstmal kommen! Eines muss man den Vertretern von UnsereDemokratie™ lassen: Es gebricht ihnen nicht an Perfidie.

    • … ähnlich „in der Geiselhaft der Ungeimpften“ … das ist die Art einer sozialistischen Minderheit, sich als „Opfer“ darzustellen

    • Da muss man nicht darauf kommen, sondern man muss nur richtig links sein. Die hatten nämlich auch schon mal eine Losung, die da hinein passt. Die Diktatur des Proletariats ist die beste Demokratie (Spruchband in der DDR).

    • Das muss uns aber besser erklären (Achtung Sarkasmus)

    • @ Martinus
      Das schlimme ist, das nur das Umfeld „Honig im Kopf“ feststellt, und darunter dann zu leiden hat. Der Patient muß zum eigenen Schutz einer Einrichtung zugeführt werden.

    • wollt ihr mal was richtig widerliches ueber siegmund lesen?

      ein pamphlet des in oestereich beliebten und bekannten robert misik ueber die ultrarechte (!) AFD.

      grenzt auch schon an hetze.

      **Wenn die Rechtsextremisten in Ostdeutschland siegen, wird es gefährlich. Aber sie können noch gestoppt werden.**

      interessant die frage eines lesers, wie man denn gedenkt, das noch zu stoppen.

      vielleicht uschi fragen?

      https://zackzack.at/2026/08/20/wohin-treibt-deutschland

  • Ich plädiere für eine 5te Ehe mit drei Muslim*Innen.

    • Der kriegt doch nicht einmal eine gebändigt. Ein Waschlappen durch und durch. Jedenfalls kein Mann.

  • Ist Qeer Halal?

  • 30+xx% sehen das anders! Schönes Wochenende Herr Wulff.

  • „Menschen würden „hierarchisch unterteilt in angeblich richtige und weniger richtige Deutsche“, so Wulff.“

    Und der Lauterbach erklärt im Juli 2026 fröhlich, „man könne auf die jungen Talente hier im Land verzichten, die wegen der hohen Rentenkosten auswandern wollen, falls es sie denn überhaupt gibt.“ – Denkste Dir alles nicht aus. Dieses Land und die hiesigen Politiker sind nur noch Realsatire. 🤣

    • Hätte sich Christian Wulff ganz differenziert und gut informiert mit dem Islam auseinandergesetzt, dann hätte er sich bewusst machen können, dass eine Ideologie wie die des Islams, die die Menschen hierarchisch unterteilt in richtige und weniger richtige Ungläubige und Gläubige, letztlich jeden treffen kann:

      „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören … bis sie kleinlaut Tribut entrichten.“ – Sure 9:29

      „Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf.“ – Sure 9:5

      Da hat das Christian Wulff aber nicht im Geringsten interessiert.

      „Der Islam gehört zu Deutschland.“ – Christian Wulff (CDU) am 03.10.2010

  • Ich fordere nicht jedem ehemaligen, nun vergreisenden Persönlichkeit ein Mikrofon hinzuhalten.

    • Zumindest sieht er besser aus als unser Frank Walther.
      Geistig spielen sie aber in einer Liga.

    • Dieser Typ bekommt seit Jahren jährlich rund 276.000 Euro von unseren Steuergeldern. Der soll einfach seine Fre… halten.

    • Doch, lass ihn labern, die CDU ist am Rande der Spaltung, das beste was der AfD passieren kann.

    • Der war schon immer vergreist.

  • Wie wäre es, wenn mal jemand von den Figuren Sicherheit, Ordnung und die Einhaltung von Gesetzen fordert ? Nur so eine Idee.

  • „Ich erwarte, dass man sich ganz differenziert und gut informiert mit der AfD auseinandersetzt . . .“ Ach ja?????? Welche Parteien haben denn bitteschön das Grundgesetz zu einer teils wirkungslosen Rechtsnorm werden lassen?

  • Der Islam gehört NICHT zu Deutschland, Herr Wulff und wer das Gegenteil behauptet, sollte sich schämen eine Partei verbieten zu wollen.

    • Wie die Kripo Weilheim mitteilte, wurden die Gottesdiensttafeln erneut mit Farbe übersprüht. Bei einem vorausgegangenen Vorfall am 31. Juli wurde das Hinweisschild ebenfalls mit Farbe bis zur Unkenntlichkeit übermalt.
      Zudem war das Symbol der laut der Bundeszentrale für politische Bildung als rechtsextrem und neonazistisch eingestuften Kleinstpartei „Der III. Weg“ zu sehen.
      Bitte um konsequente Ermittlungen
      Die Islamische Gemeinde bedauert und verurteilt die erneute Beschädigung ihrer Hinweisschilder.
      aus https://www.br.de/nachrichten/bayern/gebetsschilder-wieder-beschmiert-imam-fordert-eingreifen,VT1xX6K

  • Auch ehemalige Bundespräsidenten sind nicht gegen politische Irrtümer gefeit.
    Wer den Islam gleichsetzt mit dem Christentum, denn nichts anderes hat Wulff gesagt, dem kann man nichts mehr glauben.

  • Für Wulff gilt „der Islam gehört zu Deutschland“. Das Wohl der Deutschen, repräsentiert durch die AfD, gehört nicht zu seinen Zielen.

    Was für eine Schande.

  • Welche Qualitätsmedien meint denn der Islamfreund. Die vom ÖRR können es nicht sein, die lügen wenn sie den Mund aufmachen. Also können es nur Apollo, Tichy, Achgut, Nius und andere sein.

  • „Unsere Demokratie“ fordert scheinbar Gefallen bei all denen ein, die irgendwann mal in irgendeiner Weise vom System „Selbstbedienung auf Steuerzahlerkosten“ profitiert haben. Man darf gespannt sein, wer noch so alles aus den Löchern kriecht. Was jetzt noch fehlt, ist eine offene Schlammschlacht der Geheimdienste aus den verschiedenen Hemisphären des Planeten. Iran und Türkei sind schon mal am Start.

  • Das war doch der Bundespräsident, der die Probezeit nicht überstanden hat.
    Hat sich trotzdem gelohnt für ihn, bis Heute.

  • Liebe Deutsche, glaubt diesen Altparteienvertreter kein Wort. Wer Meinungsfreiheit unterdrücken will und Parteien verbieten will mit fadenscheinigen Anklagen gehört nicht mehr in die Parlamente und Regierungen, sondern vor Gericht wegen Missachtung der Verfassung. So sieht es aus.

  • Das schlimmste für mich an solchen Altpräsidenten ist, dass der deutsche Steuerzahler sowas auch noch durchfüttern muss.

  • „Er verwies in seinen Ausführungen auf ein aktuelles Gutachten, mit dem er sich nach eigenen Angaben intensiv auseinandergesetzt habe.“ … sie haben sich also nicht mit der AfD auseinandergesetzt, sondern mit einem Gutachten von voreingenommenen Linksextremen. Finden Sie den Fehler Herr Wulff?

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