Deutschland als abschreckendes Beispiel: Warum Spanien die Laufzeit des Atomkraftwerks Almaraz verlängert
Die spanische Regierung verlängert die Laufzeit eines Atomkraftwerks um drei Jahre. Präsident Pedro Sánchez hat damit deutlich gemacht, dass er nicht willens ist, den Deutschen in den energiepolitisch bedingten Niedergang zu folgen.
Bekommt Spanien in der Energiepolitik noch einmal die Kurve? Im Gegensatz zu Deutschland hat man sich in Madrid offenkundig entschlossen, fürs Erste weiterhin auf Kernkraft zu vertrauen.
Die Regierung von Präsident Pedro Sánchez teilte am Freitag mit, dass das Kernkraftwerk Almaraz bis Ende 2030 am Netz bleiben wird. Ursprünglich war geplant, den ersten Reaktor des AKW im November 2027 vom Netz zu nehmen; der zweite Reaktor sollte im Oktober 2028 folgen. Nun folgte also der Kurswechsel. Beide Blöcke bleiben vorläufig in Betrieb.
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War es möglicherweise das abschreckende Beispiel Deutschlands, das seit seinem Atomausstieg eine beispiellose Energiekrise und Deindustrialisierung erlebt, das zum Umdenken beitrug? Oder versetzte der Blackout, der die Iberische Halbinsel im April 2025 erschütterte, der Regierung den notwendigen Denkanstoß, die Energiepolitik noch einmal neu aufzurollen?
Kernenergie ist die wichtigste grundlastfähige Energieform Spaniens – ein energiepolitisches Kriterium, das die deutsche Politik bis heute in seiner Bedeutung intellektuell nicht erfasst hat. Der Blackout im vergangenen Jahr war die direkte Folge jener hohen Volatilität, die erneuerbare Energien automatisch erzeugen. Externe Spannungsschwankungen, unzureichende Blindleistungsregelung und fehlende Schutzabschaltungen können auch weiterhin im spanischen Netz jederzeit zu massiven Störungen der Stromversorgung führen.
Das AKW Almaraz liefert mit seinen beiden Reaktoren rund sieben Prozent der gesamten spanischen Stromversorgung. Insgesamt gibt es in Spanien noch sieben Atomkraftreaktoren, die etwa ein Fünftel der Stromproduktion des Landes ausmachen – für den zuletzt wegen der Ceuta-Invasionskrise unter Druck geratenen Präsidenten Sánchez ein Balanceakt: Bis 2035 plant die sozialistische Regierung den Atomausstieg, stets angelehnt an das deutsche Modell. Dennoch hat man sich offenbar ein wenig Realitätssinn bewahrt, verschiebt nun den Atomausstieg, um in Energiespeicher und Reservekapazitäten zu investieren, bevor man eine der tragenden Säulen der Stromversorgung des Landes endgültig zerstört.
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Neben der Kernkraft liefert Erdgas mit einem Anteil von 15 Prozent an der Stromversorgung zusätzliche grundlastfähige Energie. Etwa 56 Prozent des erzeugten Stroms im sonnenverwöhnten Spanien stammen aus erneuerbaren Energien.
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Spaniens ursprünglicher Fahrplan sah vor, die Kernkraftwerke schrittweise zwischen 2027 und 2035 abzuschalten, beginnend mit Almaraz. Die Laufzeitverlängerung verschiebt diesen Plan, hebt ihn aber nicht auf. Genau daraus entsteht der politische Konflikt: Die Regierung will formal am langfristigen Atomausstieg festhalten, Betreiber und Regionen verweisen auf Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze, die konservative Opposition fordert den Erhalt der Kernkraft.
Während Deutschland seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit mit einem beispiellosen energiepolitischen Alleingang schwer beschädigt hat, wird Spanien für energieintensive Unternehmen in dem Moment interessanter, in dem Madrid in der Energiepolitik noch die Kurve kriegt. Der Nachbar im Norden bietet hierfür Anschauungsunterricht.
In Frankreich stammt der überwiegende Teil der Stromerzeugung traditionell aus der Kernkraft. Präsident Emmanuel Macron setzt zudem auf den Neubau weiterer Reaktoren, darunter Druckwasserreaktoren des Typs EPR2. Steigt Spanien nicht aus der Kernenergie aus und kehrt der deutschen Ideologie den Rücken, könnte die Bundesrepublik bald allein dastehen.
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Auch in Mittel- und Osteuropa erlebt die Kernkraft einen zweiten Frühling. Polen plant den Aufbau einer eigenen Kernkraftindustrie, zunächst mit großen Reaktoren. Warschau will von der Kohle loskommen, ohne sich vollständig von importiertem Gas abhängig zu machen.
Nachbar Tschechien hat das Tempo beim Ausbau angezogen und treibt den Bau eines neuen Reaktorblocks in Dukovany voran. Perspektivisch soll die nationale Kernkraft mit kleinen modularen Reaktoren der neuesten Generation zügig ausgebaut werden.
Energiepolitische Agnostiker wissen: Wer seine Industrie dekarbonisieren und zugleich wettbewerbsfähig halten will, ist gut beraten, die neuesten Innovationen der Kernkraft in seine Kalkulationen aufzunehmen.
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Das ambitionierteste Beispiel des Kernkraftbooms liefert in dieser Zeit China. Das Land baut Reaktoren in großer Zahl, standardisiert die Technik und verkürzt dadurch Bauprozesse in einem Tempo, das dem westlichen Genehmigungsdenken fremd ist. Bei kleinen modularen Reaktoren, den sogenannten SMR, liegt der Unterschied zum Großkraftwerk in der industriellen Fertigung: Komponenten werden standardisiert hergestellt, die Module anschließend zur Baustelle transportiert. China behandelt Kernkraft nicht mehr als einmaliges Großprojekt, sondern als industrielle Serienproduktion von zeitgleich bis zu 35 Reaktoren.
Spanien hat den Atomausstieg nicht endgültig abgesagt – aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ändern sich die Mehrheitsverhältnisse in Madrid, kommen die Konservativen unter Führung der spanischen Patrioten von Vox an die Macht, dürfte der Atomausstieg vom Tisch sein. Ein ähnlicher Umschwung ist in Deutschland noch lange nicht in Sicht. Noch immer herrscht in Berlin mit großer Mehrheit der Aberglaube vor, man könne technische Probleme und naturwissenschaftliche Axiome mit ideologischer Sturheit und moralinsaurer Entschlossenheit überwinden.
Fürs Erste wird also alles darauf hinauslaufen, dass das irrlichternde Deutschland den Atomstrom bei Bedarf aus Frankreich, bald vermehrt aus Tschechien und möglicherweise künftig aus Polen importieren wird. Sollte sich die deutsche Industrie derweil auf die Suche nach neuen Geschäftsmodellen begeben, könnte sich der Blick nach China lohnen. Skalierbare Produktion modularer AKWs, möglicherweise der Aufbau einer ganzen Wertschöpfungskette am Heimatstandort – wäre das nicht etwas? Wäre das nicht eine heiße Wachstumsstory auch für Deutschland?
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Wir sind die einzig Verwirrten , die diesen Weg in den Abgrund gewählt haben. Richtungswechsel gibt es nur mit der AFD.
Tja, die Spanier sind eben so schlau, aus Fehlern zu lernen.
Der überstandene Blackout hat zum Nachdenken geführt, könnte in Deutschland sicher nicht passieren.
Den Spaniern reicht es, die „heiße Herdplatte“ einmal kurz zu berühren, um danach nicht nochmal anzufassen.
In Deutschland wird die „heiße Herdplatte“ kurzerhand auf ewig unbrauchbar gemacht.
Allerdings ohne sicher zu sein, wie man in Zukunft zuverlässig(!) warme Mahlzeiten zubereiten will …
„Den Spaniern kommt in diesem Falle entgegen, dass sie keine manisch-ideologische Anti-Atomkraft-Bewegung wie die Grünen in Deutschland im parlamentarischen Betrieb in Schach halten müssen.“
Ääääähm…. NEIN!
Warum MÜSSEN wir in Deutschland den Grünen entgegenkommen? Sie sind von der Mehrheit der Wähler nicht gewählt und damit nicht gewollt. Das heißt, die Wähler wollen nichts Grünes.
Dass man sie hier „in Schach halten muss“ bzw. ihnen ständig Zugeständnisse macht, obwohl sie einflusslos in der Opposition sitzen, liegt einzig am System „Einheitspartei“.
Oh je … Nicht einmal die sozialistische Schwesterpartei in Spanien folgt dem Wahn der vier hiesigen sozialistischen Parteien.
Das versteht ja auch kein Mensch: Auf elektrische Mobilität setzen und Kernkraftwerke abschaffen.
Ich brauche keine Atomkraftwerke, bei mir kommt der Strom aus der Steckdose!
(Sarkasmus)
Bei mir kommt der Strom vom Dach. Und das beste ist dass ich weder Steuern zahlen noch den Energiekonzernen Geld hinterherwerfe. Selbst im Winter komme ich fast alleine mit der PV hin. Herrlich!
Das ist sehr gut. So geht echter Widerstand, nämlich dem Regime das Geld vorenthalten. Super!
Genau, grüne Logik eben……
Es gipt so vieles was du nicht verstehst. Jetzt geh wieder Flaschen sammeln deine tägliche Computer Zeit ist um.
„Den Spaniern kommt in diesem Falle entgegen, dass sie keine manisch-ideologische Anti-Atomkraft-Bewegung wie die Grünen in Deutschland im parlamentarischen Betrieb in Schach halten müssen.“
Den Spaniern kommt auch entgegen, dass man dort ohne Klimaanlagen nicht aus kommt. Auch des nachts. Die Touristen schmoren ja gerne am Strand, aber wenn die Temperatur im Hotelzimmer über 21 Grad steigt, naht der Kreislaufkollaps.
Die Spanier brauchen Energie für Ihre importieren Gäste
Die kommen doch alle sofort zuns, Spanienwird doch quasi im Vorbeigehen von den Invasoren in Schutt und Asche gelegt.
Die reine Angst, dass die Leute es am eigenen Leib spüren werden und dann niemand mehr Sozialisten wählt.
Angst oder simple Erkenntnisfähigkeit?
Trotzdem ist und bleibt Sánchez ein Sozialist, also ein Linker!
Abschreckende Beispiele: Ein französischer Journalist, gerade aus Polen kommend, fragte im TV: Ist das noch Frankreich? Erst jetzt erkannte er den Unterschied. Europa (außer Ost-Europa) wandelte sich seit 2015 schneller als gedacht. Schmelztiegel verlorener Identitäten. Experimenttierfeld für fremde Kulturen und Religionen. Die Frage muss lauten: Ist Europa verloren? Polen ist noch Polen. Gott Erhalt´s.
Egal, wie es weitergeht, mir kommt KEIN ATOMKRAFTWERK vor die Haustür, basta !
Viel Spaß mit dem Infraschall der Vogelshredder.
Dann kriegst du auch keinen billigen ATOMSTROM BASTA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die deutsche Energiepolitik ist weltweit eine Warnung und ein abschreckendes Beispiel. Wenn ein Land auf Sonne und Wind setzt, dann Entwicklungsländer die dadurch eine zusätzliche Energiequelle, finanziert mit deutschen Steuergeldern, bekommt. Wirtschaftlichen und damit sozialen Suizid, am Ende folgt immer eine Revolution oder ein (Militär)Putsch, will kein Land dieser Welt. Das Unvermeidliche wird dann früher oder später, definitv eintreten. Das weiß man in Berlin und daher auch der Weg in den totalen Überwachungsstaat. Aber das ist nur eine zeitliche Fristverlängerung. Diesen Weg meidet Spanien.
nun in Spanien existiert sehr wohl eine Dame an der SolarWindFront im Amt ..die will eben wie hierzulande die AKWs abschalten .
Der Punkt wo Spanien auf die „harte Tour “ dazulernt bzw eben solchen Hardlinierinnen Parolie bieten kann – ist die Realität der bekannten 2 Stromausfälle.
Man hat auch -siehe YT diese Stromausfälle analysieren können und diese Leitstellen waren geradezu machtlos ,dass es „knallte“ . Bis nach Südfrankreich rein
Hinzu kommt die „Randlage“ Spaniens, so daß man eben nicht mal Schnell „Rundrum“ was „loswird“ bzw eben zukauft wie hierzulande .
Die Probleme in Spanien sind genau dieselben wie hierzulande ..nur meinen Zuviele noch mit 5x mehr Windkraft etc können man sowas lösen .
Der halbe Wind senkt um 3. Potenz -man ist also schnell bei 0 Stromoutput
Die echte MINT-Elite würde hier jetzt noch einige wissenschaftliche Quellen nennen um ihre Thesen zu untermauern.
Vergiss es. AfD-Fan und echtes MINT-Wissen schließt sich gegenseitig aus.
Die industrielle Produktion von Kraftwerken, wie China das macht, ist genau richtig, so kommt man auf hohe Stückzahlen, die damit einhergehende Effizienz und Routine, Zuverlässigkeit und Erkenntnisgewinn. Auch können die Reaktoren dann ohne großes Tamtam bei Erreichen des Laufzeitendes ersetzt werden.
Allerdings werden bei dem chinesischen System deutlich weniger entscheidende Beamte, Bürokraten und Gerichtsverfahren benötigt, daß das System in Europa angewendet wird, ist also nahezu ausgeschlossen. Wie soll denn die Feudalklasse sonst ihre Posten rechtfertigen?
Vielleicht mal ein etwas systematischer Blick auf die globale SMR-Landschaft: USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, China und Russland sind die führenden Länder in der Entwicklung von Small Modular Reactors (SMR).
China und Russland haben derartige Reaktoren aktuell in Betrieb, der argentinische Reaktor ist zu ca. 90 % fertig und soll nächstes Jahr anlaufen.
Der Vorteil liegt in der Herabskalierung der Bau- und Wartungskosten: die kritischen Komponenten werden fabrikmässig erstellt statt in Einzelfertigung. Nach Ablauf der Nutzungsphase wird der Reaktor komplett demontiert und durch einen neuen ersetzt.
Und ja: ohne Atomkraft keine KI – aber Doofland tut sich ja bereits mit konventioneller Intelligenz schwer …
Nirgendwo in Europa gibt es soviele ahnungslose und dumme Politiker wie in Deutschland.
Doch: In Brüssel sammeln sich die, die sogar für Deutschland zu tumb waren.
Solange dieses Land von Idioten regiert wird ist keine Besserung in Sicht.
Frau Bundeskanzler Dr. Weidel wird am ersten Tag ihrer Amtszeit verfügen, dass die AKWs in Deutschland sofort wieder in Betrieb genommen werden. Dann haben wir innerhalb von Stunden wieder billigste Energie im Überfluss.