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Wahlausschluss in Niedersachsen: So geht Martin Sichert juristisch gegen die Entscheidung vor

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert geht mit einem Eilantrag gegen seine Nichtzulassung zur Landratswahl in Friesland vor. In der Klageschrift kritisiert er vor allem ein neues Verfahren, das den Ausschluss möglich macht. Das sind Sicherts Argumente.

Martin Sichert ist AfD-Bundestagsabgeordneter und will Landrat in Friesland werden. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Der Bundestagsabgeordnete Martin Sichert wurde als erster AfD-Politiker von der niedersächsischen Kommunalwahl ausgeschlossen. Gegen diese Entscheidung geht Sichert nun juristisch vor. Auf 45 Seiten erhebt der AfD-Politiker schwere Vorwürfe gegen den Wahlausschuss, der ihn nicht zur Wahl zuließ, und greift das Verfahren an (Apollo News berichtete). Vertreten wird Sichert dabei von dem Rechtsanwalt und Parteikollegen Christian Wirth.

Sichert, der für die AfD im Deutschen Bundestag sitzt, wollte bei den kommenden niedersächsischen Kommunalwahlen im September dieses Jahres antreten. Er wollte für einen Landratsposten in seinem Landkreis Friesland kandidieren. Dies wurde ihm jedoch durch einen Wahlausschuss verwehrt, weil begründete Zweifel an seiner Verfassungstreue bestünden.

Möglich wurde dieses Vorgehen durch eine Änderung des niedersächsischen Kommunalwahlrechts. Vorangetrieben wurde die Reform durch das von der SPD-Politikerin Daniela Behrens geführte Innenministerium (Apollo News berichtete). Genau gegen diese Neuregelung richtet sich nun Sicherts juristische Argumentation. Zwar klagt er konkret gegen seinen Wahlausschluss. Im Kern greift er in seiner Klageschrift jedoch die rechtlichen Grundlagen des neuen Verfahrens an.

„Das Demokratieprinzip (Art. 20 Abs. 2 GG) verlangt, dass demokratische Wahlen ohne staatliche Eingriffe in den Vorgang oder das Ergebnis der Wahl durchgeführt werden.“ Mit diesen Worten eröffnet Martin Sichert seine Klageschrift. Daraus leitet der AfD-Politiker den zentralen Vorwurf seiner Argumentation ab: Der Ausschluss eines Kandidaten bereits vor der Wahl stelle einen unmittelbaren Eingriff des Staates in den demokratischen Wettbewerb dar.

Nach Auffassung der Klage werde dadurch die Entscheidung darüber, wer zur Wahl antreten darf, zumindest teilweise den Wählern entzogen und auf staatliche Stellen verlagert. Sichert sieht darin einen Verstoß gegen das Demokratieprinzip sowie gegen das passive Wahlrecht. Eingriffe in freie Wahlen seien seiner Auffassung nach nur in eng begrenzten Ausnahmefällen zulässig.

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Nach Ansicht Sicherts werde mit dem neuen Verfahren eine zusätzliche Hürde für Kandidaten geschaffen, die mit den verfassungsrechtlichen Grundsätzen freier und gleicher Wahlen nicht vereinbar sei. Der AfD-Politiker spricht von einem „Parteiverbot durch die Hintertür“. Da die AfD nicht durch das Bundesverfassungsgericht verboten worden sei, dürften ihre Funktionsträger nach seiner Auffassung nicht allein aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit oder der Einschätzung des Verfassungsschutzes von Wahlen ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus kritisiert die Klageschrift das Vorgehen des Wahlausschusses deutlich. Nach Auffassung Sicherts habe dieser die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht eigenständig geprüft, sondern sich im Wesentlichen auf die Einschätzungen der Kommunalaufsicht und des Verfassungsschutzes gestützt.

Der AfD-Politiker geht mit seiner Klage einen schwierigen juristischen Weg. Denn er ist nicht der erste AfD-Politiker, dessen Kandidatur für eine bedeutende Wahl verhindert wurde. Bereits 2025 wurde AfD-Mann Joachim Paul von der Wahl zum Oberbürgermeister von Ludwigshafen ausgeschlossen. Paul wehrte sich damals juristisch gegen die Entscheidung, blieb damit jedoch erfolglos. Mehrere Gerichte bestätigten den Ausschluss und verwiesen auf Zweifel an seiner Verfassungstreue. Auch der Verfassungsgerichtshof lehnte schließlich Pauls Verfassungsbeschwerde ab (mehr dazu hier).

Für Sichert hängt nun viel vom weiteren Verlauf des Verfahrens ab. Sollte das Gericht seinem Eilantrag stattgeben, könnte er nachträglich zur Landratswahl zugelassen werden. Wird der Antrag abgelehnt, kann Sichert die Entscheidung von weiteren Gerichten überprüfen lassen. Er betonte, dass er notfalls bereit sei, den Rechtsweg vollständig auszuschöpfen und bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen.

Martin Sichert war nicht der einzige AfD-Politiker, dem die Teilnahme an der niedersächsischen Kommunalwahl am 13. September verwehrt wurde. Insgesamt wurden vier AfD-Kandidaten nicht zur Wahl zugelassen. Neben Sichert traf dies den Landratskandidaten Stephan Bothe, dessen Kandidatur ebenfalls am letzten Tag der Zulassungsfrist abgelehnt wurde. Zudem wurden Thorsten Moriße von der Oberbürgermeisterwahl in Wilhelmshaven sowie der AfD-Kommunalpolitiker Justin Vogel von der Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Herzberg am Harz ausgeschlossen.

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22 Kommentare

  • Herr Sichert ist seit vielen Jahren im öffentlichen Dienst. Er ist integer, es liegt nichts gegen ihn vor. Die sogenannten „Etablierten“ sollten sich schämen!!!

    • Es ist diese Machtlosigkeit mit der man der Abschaffung ausgeliefert ist, die diesen in einem Hass schürt. Das Volk hat solch eine Macht, aber es gibt sich resilient, genießt das Demokratenlob der Antidemokraten und ignoriert den Untergang.
      Das Kartell der Unehrlichkeit könnte gestürzt werden, alles ist offensichtlich, aber viel zu wenige sehen hin, lieber gibt man sich spätrömischer Dekadenz hin. Die Gerichte sind bereits gleichgeschaltet, Sichert wird keine Chance haben.
      Wenn wir nicht auf die Straße gehen, sind wir verloren.

      • Sorry, Wortsalat…der Hass halt;)

    • Das reicht nicht, wer so das Recht beugt, um Konkurenz zu eleminieren, benötigt eine blutige Nase von den Gerichten.

  • Die Spezialdemokraten und unsere Demokratie – gut dass wir sie haben.
    Ohne sie hätten wir sogar eine Opposition, nicht auszudenken, wie gefährlich sowas sein kann…

  • Gegen den SPD Politiker und Richter mit den 1,7 Millionen Dateien wurde nie ein Wahlausschluss gefordert.

  • Es ist richtig und gut, dass es das Verfahren selbst angreift und nicht nur einzelne Punkte im Ablauf dieses unwürdigen Schauspiels.

    • Es ist kein „Verfahren“, es ist reine, totalitäre Willkür.
      Niedersachsen ist ein rotgrüner höchstkorrupter Clan-Moloch.
      Lost place.

  • Deutschland ist keine Demokratie mehr da können sie noch tausendmal rufen „UnsereDemokratie“ es ist „UnsereDiktatur“

    • Der Schlüssel ist das Wahlrecht für Bundes- und Landtage

  • Gut das Sichert den Weg geht. Die SPD in Niedersachsen und der Verfassungsschutz setzen faschistische und undemokratische Methoden ein. Der Verfassungsschutz in Niedersachsen fühlt sich der gewalttätigen und terroristischen Antifa verbunden. Die Gerichte werden aber bestimmt Entscheidungen zu Sichert wie im Fall Paul (Ludwigshafen verschleppen. Ein Bananenstaat.

    • Es läuft darauf hin, das alle Parteien verboten werde und eine freie Wahl nicht mehr möglich ist.
      Wie in Diktaturen bleibt nur das herrschende Management übrig.
      Ich WAR Mitglied der SPD, habe mein Parteibuch mit dem Hinweis abgegeben dass man es sich dahin stecken kann wo nie die Sonne hin scheint.
      Was sind das nur für Gestalten, die sich anmaßen, uns vorschreiben wen wir wählen dürfen und wen nicht.

      • Hera, dito

  • Die Motivation dieser undemokratischen Ausschlussverfahren liegen offen auf dem Tisch und wer das nicht sieht, will es nicht sehen. Die Bevölkerung muss sich gut überlegen, wenn sie wählt, weil mit diesen Linkswoken wird Deutschland zunehmend zu einer sozialistischen Diktatur und wo die enden wird, wissen wir alle. Da fragt man sich: wer will die DDR zurück?

    • Es ist ja noch nicht mal die DDR.
      Es ist eine DDR, in der Migranten AMG fahren.
      Denn der Sozialismus wird nur für Deutsche gelten.
      Das ist dann Islamosozialismus.
      Schlimmer geht immer.
      Wir können wahrscheinlich wählen, wen wir wollen.
      Betrogen wird in Bezug auf AfD-Ergebnisse wohl seit 2013.
      Die Blauen bleiben seit Gründung immer etwas hinter den durch Umfragen bereits gesenkten Erwartungen zurück, anfänglich 4,7%, wer glaubt denn heute noch so was? In der schlimmsten Flüchtlingskrise, nach unzähligen Attentaten, Silvester und steigender Kriminalität 2017 nur 12,6%, „unsere Demokratie“ war damals schon deutlich wehrhafter als wir wahr haben wollten.
      Ein gigantisches Betrugskonstrukt zur Sicherung der Abschaffung.

  • Schauen wir mal. Aber wahrscheinlich wird vor der Wahl kein Urteil mehr fallen. Sowas aber auch…
    Er kann dann ja die Wahl anfechten.

  • Wer glaubt denn noch an einen funktionierenden, neutralenRechtstaat? Zimindest in erster Instanz wird es keinen Richter geben, der gegen die Interessen der SPD ein Urteil fällt. Und dadurch der SPD-Innenminsterin ihre perfide Methode zur Unterdrückung einer Partei versauen würde.

  • Stade ist in Niedersachsen
    Thomas Notzke war in Niedersachsen tätig
    Besserwisserei und Rechthaberitis kommen aus Niedersachsen
    und und und

    Es sind eben die niederen Sachsen, darunter geht es wohl nicht mehr

  • +++ Achtung! Meine Meinung +++ Vom NS Bundesland kommt nichts Gutes. Ich erinnere an den „Totmacher zu Stade“, der Türke, der 6 Menschen erschoss und die „Fluchthelferin“, die Fahrerin des Fluchtfahrzeuges, nicht einmal in U-Haft wanderte und bis heute frei rumläuft. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die „Fluchthelferin“ nicht nur für den LandesVS? des Bundeslandes NS tätig war, jedoch aufgrund von Spionage Verrat zu Lasten des VS an islam. Organisationen untragbar und letzlich entlassen wurde, sondern über einige Ecken mit der Sozen-Genossin Behrens VERWANDT ist. Niedersachsen, in „bester“ Tradition des NS-Regimes. Nicht Umsonst wurde die Partei in NationalSOZIALISTESCHEdeutschearbeiterpartei, kurz NSDAP, umbenannt. Nach dem WK2 machten viele NSDAP und SS-Schergen Hüben wie Drüben politische Karriere. Die AfD ist die einzige Partei OHNE NSDAP und SS Vergangenheit. Und die Sozen schwurbeln was von GG und FDGO Pfui Deibel. Diese Bande hat wirklich jedwegen Anstand verloren. 🤢🤮

  • Gegen die Altparteien Diktatur ist schwer anzukommen. Wir leben in einer Scheindemokratie. Wer nicht Links Wählt ist kein Demokrat. Wir müssen endlich auf die Straße gehen , gegen diese Verbrecher aus Altparteien

  • Da liegt der Verdacht nahe, mit Behrens hat man nicht die hellste Kerze auf der Torte berufen. Bei der SPD scheint das Programm zu sein, Klingbeil, Bas, Hubig, Hubertz, Radovan, … Merz hat diese „Macher“ absichtlich so installiert.

    Kein patriotischer Kanzler hätte Nullen als Minister zugelassen.
    Haltung und antidemokratisches Verhalten ohne Widerspruch benötigt nur ein selbst völlig verunsicherter Mensch.

    Um das abzurunden, wieso interveniert Merz nicht bei dem Unrecht ?
    Hat er ein seichtes System ohne Substanz geschaffen ?

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