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Rücktritt nach fünf Monaten: Sönke Rix hinterlässt eine noch linkere Bundeszentrale für politische Bildung

Nach nur fünf Monaten endet die Amtszeit von Sönke Rix an der Spitze der Bundeszentrale für politische Bildung. Unter seiner Führung rückte die parteipolitisch neutrale Behörde noch weiter nach links – er wollte lieber vor der AfD warnen als an die RAF erinnern.

Der SPD-Politiker Sönke Rix leitete die Bundeszentrale für politische Bildung nur wenige Monate (IMAGO/Future Image)

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Sönke Rix (SPD), der vor Kurzem zum Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) ernannt wurde, wird zum Ende des Monats nach lediglich fünf Monaten im Amt zurücktreten. Darauf habe er sich mit dem Bundesinnenministerium verständigt, verkündete Rix auf Instagram. Der dringend notwendige Erneuerungsprozess der linken Behörde blieb unter seiner Präsidentschaft wie erwartet aus.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ernannte den SPD-Politiker am 1. März zum Nachfolger des langjährigen Leiters Thomas Krüger. Über 25 Jahre leitete dieser die BPB, bis er im August 2025 in den Ruhestand ging. Es folgte eine siebenmonatige Vakanz und die Suche nach einem passenden Nachfolger.

Im Zuge der Koalitionsverhandlungen einigten sich die Koalitionspartner nach längerem Ringen darauf, den Posten des Präsidenten erneut der SPD zu überlassen; die Union beanspruchte im Gegenzug das Amt des Vizepräsidenten. Die Entscheidung fiel auf den ehemaligen Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sönke Rix, dem aufgrund seiner langjährigen politischen Laufbahn Erfahrung attestiert wurde.

Rix‘ politische Haltung war jedoch früh erkennbar. Das stellte der SPD-Politiker in seinen mehr als zwei Jahrzehnten als Bundestagsabgeordneter mehr als nur einmal unter Beweis. Bereits 2016, also noch bevor die AfD überhaupt im Deutschen Bundestag vertreten war, sprach Rix im Plenarsaal triumphierend davon, dass ihr Gastwirte in seinem norddeutschen Wahlkreis den Zutritt zu ihren Gaststätten untersagt hätten, berichtete die Neue Zürcher Zeitung.

Drei Jahre später legte Rix erneut nach und bezeichnete Politiker der AfD als „Nazis“, die man durch die Wahl in wichtige Ämter „salonfähig“ mache. Später bekräftigte er diese Aussage noch einmal.

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Obwohl sein linker Aktivistenhintergrund bereits im Vorfeld Kritik auslöste, übertrug man Rix die Verantwortung für die parteipolitisch neutrale Bundeszentrale. Der Behörde wird seit Jahren ein politischer Linkskurs vorgeworfen. Dabei genoss die Bildungsbehörde lange Zeit einen vergleichsweise guten Ruf und galt vielen als überparteiliche Einrichtung der politischen Bildung.

Unter Krügers langer Amtszeit änderte sich das jedoch. Der Bundeszentrale wird zunehmend vorgeworfen, politisch zu agieren und gegen die Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses zu verstoßen, der unter anderem Bildungseinrichtungen dazu verpflichtet, politische Inhalte ausgewogen zu vermitteln. Insbesondere das Überwältigungsverbot sehen Kritiker als verletzt an.

Vor allem Krügers politische Einmischung hinterließ einen faden Beigeschmack. So riet er 2019 in einem Interview im Vorfeld der Landtagswahl in Thüringen öffentlich davon ab, die AfD zu wählen. Auf der Internetseite der Bundeszentrale wirken Inhalte zum Thema Rechtsextremismus zudem stark überrepräsentiert.

Mit Rix als neuem Präsidenten änderte sich seit März wenig. Im Gegenteil: Die Vorwürfe wurden durch einzelne Entscheidungen der Leitung weiter befeuert. So entschied sich Rix in einer seiner ersten Amtshandlungen dafür, die BPB von der Plattform X zurückzuziehen. Auf Bluesky und Mastodon blieb die Behörde hingegen weiterhin vertreten (mehr dazu hier).

Im Zentrum der Kritik stand zuletzt Rix‘ Umgang mit dem Gedenken an die Opfer des RAF-Terrors. Seit 2020 war die Bundeszentrale damit beauftragt, eine Dauerausstellung rund um das Wrack der Lufthansa-Maschine „Landshut“ zu entwickeln.

Die „Landshut“ wurde Ende der 1970er Jahre von palästinensischen Terroristen gekapert, um inhaftierte Mitglieder der linksterroristischen Organisation Rote Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Insgesamt fünf Menschen starben bei der Entführung. Zudem sollte die BPB einen Erinnerungsort für die Opfer des RAF-Terrors schaffen. Nichts davon geschah unter Krüger, obwohl sich der Etat der Behörde von 2015 bis 2023 verdoppelte, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete.

Auch unter Rix änderte sich daran nichts – im Gegenteil: Die konkreten Pläne wurden weitgehend über Bord geworfen. Der SPD-Politiker teilte dies den noch lebenden Zeitzeugen in einem Brief mit. Statt einer Dauerausstellung werde es lediglich einen temporären „Lernort“ geben – für etwa sechs Monate. Trotz eines Etats von mehr als 100 Millionen Euro. Hinzu kommt: Im März wurde bekannt, dass Spitzenbeamte der Behörde künftig deutlich mehr verdienen würden. Rix erhielt ab Mai ein monatliches Grundgehalt von mehr als 14.000 Euro (mehr dazu hier)

Als Nachfolger war Rix von Beginn an ungeeignet. Gerade weil die Bundeszentrale nach Jahren der Kritik an ihrer politischen Ausrichtung eine grundlegende Rekalibrierung dringend benötigt hätte, wirkte seine Ernennung wie ein Schritt in die entgegengesetzte Richtung. Wer ihm nun auf dem Chefposten folgen soll, ist völlig offen. Das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Stelle liegt jedoch weiterhin bei der SPD – jener Partei, unter deren Verantwortung die Bundeszentrale ihren umstrittenen politischen Kurs einschlug.

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47 Kommentare

  • 1/2
    Fünf Monate Sönke Rix – und schon ist die politische Fehlbesetzung beendet.

    Der SPD-Politiker gibt seinen Posten als Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung wieder auf. Viel bewegt hat er in dieser kurzen Amtszeit ohnehin nicht – vor allem keine dringend notwendige Kurskorrektur.

    Dabei hätte die BPB nach Jahren der Kritik an ihrer politischen Schlagseite genau das gebraucht: weniger Parteipolitik, mehr politische Bildung.

    Stattdessen blieb der alte Kurs bestehen. Der Rückzug von X und der Umgang mit dem geplanten Erinnerungsort für die Opfer des RAF-Terrors passen kaum zum Anspruch einer wirklich ausgewogenen politischen Bildungsarbeit.

    Rix war für einen Neustart von Anfang an die falsche Besetzung. Nun ist er nach fünf Monaten wieder weg.

    Das eigentliche Problem bleibt: Wer politisch auf Linie ist, ist nicht automatisch geeignet, politische Neutralität zu organisieren.

    • 2/2
      Jetzt darf die SPD erneut jemanden vorschlagen.

      Die nächste Fehlentscheidung?

      Sie wäre dann keine Überraschung mehr, sondern Vorsatz.

      • Hier bewahrheitet sich das Peter-Prinzip wieder einmal. In der Politik ist der Nachfolger fast immer schlechter, inkompetenter als der Vorgänger. So wird sich die Fehlbesetzung fortsetzen.

    • Wird nicht für die Esken noch ein Platz gesucht? 🫣🤡

  • Was würde dem normalen Bürger fehlen, wenn sich diese Behörde morgen in Luft auflösen würde? Meine Meinung: gar nichts!

    • Die Luftqualität wäre weit unter EU Normen. Wir hätte grüne Masseproteste wegen Weltuntergang. Ich würde es aber in jedem Fall riskieren.

  • Bildung ist wichtig für gute Politik,
    Politik aber nicht für gute Bildung ☝️

  • Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) war noch nie neutral, sondern schon immer links.

    • ich muss das bestätigen, bereits in den 1980/90er Jahren „tickte“ diese Institution, hatte damals Studienbedingt zu tun damit, deutlich mit linker Schlagseite hinsichtlich der poitischen Denke.
      Der 68er Marsch durch die Institutionen hatte hier ein Habitat gefunden.

  • Politische Bildung gab es schon in den Schulen der DDR, nannte sich Staatsbürgerkundeunterricht.
    Frage: „Warum brauchen immer nur die Linken solche Institutionen?“
    Antwort: „Die haben Angst vor selbstständig denkenden Menschen.“

  • Ein Erzieher als Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.
    Was war da die Expertise?

  • Liest sich als spreche man über eine Unterabteilung des Bildungsministeriums der DDR. Margot Honecker als Chefin….

    Und in diese Richtung geht das auch bei der heutigen Bundeszentrale für politische Bildung.

    Es geht um politische Erziehung im Sinne des linksgrünen Sozialismus. Bildung ist nur die Tarnbezeichnung und soll politische Neutralität vorgaukeln.

  • Ein SPDler, der von sich aus zurück tritt? Glaube ich das?

    • Die SPD geht der CDU 😂 immer voraus….

  • Ich frage mich, ob Deutschland überhaupt eine BPB braucht. Die politische Bildung an unseren Schulen erstreckt sich von Links-/Grün Idealismus bis zum unsäglichen Adenauerbus. Das hat mit politischer Bildung nichts zu tun.

  • Was hat der denn mit Bildung zu tun, ich sehe in seiner Vita keine Leistungen, welche begründen könnten, dem einen so wichtigen Posten anzutragen.

  • Passender Bewerber von der SPD 5 Monate im Amt. Das wünschte ich mir als Grundregel. Unser Leben wäre deutlich lustiget!

  • Er hat sowas Steinmeierhaftes. Kein Wunder.

  • „Parteipolitisch neutral“ das war diese Behörde vor Jahrzehnten einmal. Ein Blick nur auf die vier, fünf ersten Themen auf deren Website, und man erkennt unschwer, welch Geistes Kind die seit langem ist. Mit „Bildung“ hat die am wenigsten zu tun, sehr wohl aber mit gezielter Indoktrination.

  • Der Artikel verschweigt, warum der Herr sein Amt nicht weiter ausübt. Das sollte man aber erwarten können.

  • All diese Zentralen lügen die Wahrheit zurecht.

  • Wie wöre es mit Annalena als Nachfolger:in? In Sachen Bildung kann es ihr doch keiner vormachen 😎

    • Das wäre eine 360 Grad-Wende in der politischen Bildungspolitik.

    • Wenn, dann eine paritätische Besetzung bitte. Kerkeling hat Zeit. 😂

    • Däumchen runter fürs Gendern.

      • Die Trulla*In muss man gendern, einfach aus genüsslicher Respektlosigkeit😉

  • „ Der SPD-Politiker Sönke Rix leitete die Bundeszentrale für politische Bildung.“

    Ausgerechnet „politische Bildung.“ Gab es denn nichts standesgemäßes wie die Leitung einer Frittenbude oder auch Teammanager im Facility-Management?

    Was soll denn auch rauskommen wenn man Böcke zu Gärtnern macht.

  • Ganz ehrlich? Den Laden dicht machen, aber sofort. Das ist einfach nur Ofen für Steuergeld. Niemand fragt politische Belehrung nach. Das einzige Interesse kommt von Schulklassen die da durchgeprügelt werden, letztendlich aber nur Altpapier entsorgen.

  • Bundeszentrale für politische Missbildung.

  • Oooooooooooooooh der rechte Rand jubelt

    -24
    • Ich schlage vor…HALT DEINEN RAND!

      • Schwester schnell Oppah topt schon wieder

        -12
        • Welche von Deinen Schwestern sollen wir den rufen? Grüne oder rote Burka?

          4
    • Herzlichen Glückwunsch, sie haben das Niveau eines Kindergartenkindes schon erreicht

    • BooomerEx, alter Schlingel. Willst Du uns jetzt auch noch weismachen Du könntest rechts und links unterscheiden? Köstlich 😃

    • Ja, weil dir das stinkt😉

  • Neue Besetzungsvorschläge von der SPD? Da würden mir schon einige Namen einfallen, die zur politischen Ausrichtung passen! Die politische Besetzung von Behörden, die neutral agieren sollten, ist von Übel!

  • Wenn man Sönke heißt, weiß man doch schon im Vorfeld, wozu ein Mensch taugt. Das ist bei den Mate Maltes, Tofu Torbens ja auch nicht anders.

  • Tja, war schon lange zum Bundeszentralkomitee für sozialistische Verbildung und Antifa mutiert.
    Mir graut schon vor dem Vorschlag, wer NachfolgerIN werden wird. Da wird mit Sicherheit aus allen linken Ecken wieder gekreischt werden, das muss jetzt unbedingt eine Frau machen….

  • Die SPD ist inzwischen von Linksextremen unterwandert. Solange SPD-Politiker in Führungsämtern sind, wird sich nichts zum besseren ändern.

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