Werbung:

Werbung:

Fällt Merz? Vier Szenarien für ein Kanzler-Ende

Genau ein Jahr nach seiner Wahl zum Bundeskanzler steckt Friedrich Merz mitten im Endkampf. Könnte der Kanzler stürzen, gestützt werden? Wahrscheinlich nicht. Falls doch, gäbe es vier denkbare Szenarien.

IMAGO/IPON

Werbung

Für Friedrich Merz ist jede Woche im Amt inzwischen eine neue K.-o.-Runde. Sein politisches Kapital hat er, da sind sich so ziemlich alle Beobachter einig, innerhalb eines Jahres völlig aufgebraucht. Dass der Kanzler eher früher als später gehen wird, glauben viele. Nicht das Ob, sondern das Wann ist die Frage, die Berlin und das Land umtreibt. Wie aber sollte das funktionieren – den Kanzler austauschen? Ein politischer Putsch?

Szenario 1: Einsicht, Rücktritt, Willy Brandt

Das Unwahrscheinlichste vorweg: Friedrich Merz könnte immer noch eine Eingebung ereilen, die ihm sagt: Du kannst es nicht. Ob aus Einsicht oder durch innerparteilichen Druck – nähme er seinen Hut selbst, wäre das wohl das stabilste Kanzlerwechsel-Szenario. Die Koalition müsste sich bloß auf einen Nachfolger aus den Reihen der Union einigen.

Es wäre ungewöhnlich, aber kein Novum: Willy Brandt schied so zugunsten Helmut Schmidts aus dem Amt. Vordergründig war die Guillaume-Affäre der Grund: Günther Guillaume, der enge Vertraute und Bürochef von Brandt, war als DDR-Spion enttarnt worden. Tatsächlich spielten aber auch die persönlichen Probleme Brandts eine Rolle, der an schweren Depressionen gelitten haben soll, mit Frauengeschichten auffiel und dem Amt wohl insgesamt nicht mehr gewachsen war. Schließlich war es maßgeblich SPD-Fraktionschef Herbert Wehner, der Brandt zu Fall brachte. Jens Spahn könnte sich Notizen machen.

Wer aber wäre in so einem Szenario der Helmut Schmidt – der Merz-Nachfolger, der aus dem Kabinett ins Kanzleramt aufrückt? Es müsste jemand sein, dem auch der Koalitionspartner vertraut – und jemand mit Erfahrung. Zum Vergleich: Als Schmidt 1974 Kanzler wurde, hatte er bereits als Finanz- und Verteidigungsminister Regierungserfahrung im Bund gesammelt, ganz zu schweigen von dem Mythos, den er als Hamburger Innensenator während der Sturmflut 1962 um sich geschaffen hatte.

So einen gibt es im Kabinett Merz kaum. Unter den Unionsministern ist es einzig und allein Alexander Dobrindt, der überhaupt auf nennenswerte Regierungserfahrung verweisen kann – im Kabinett Merkel war Dobrindt ab 2013 Verkehrsminister.

Lesen Sie auch:

Szenario 2: Die Fraktionsrevolte

Wer an einen (halb-)freiwilligen Rücktritt des Friedrich Merz nicht glauben mag, muss an einen Putsch glauben – und so ein Putsch müsste direkt über die Fraktion verlaufen. Sie ist das entscheidende Machtzentrum in solchen Fragen – Merz steht und fällt mit seiner Fraktion. Sie kann ihm im Zweifel das Vertrauen entziehen, seine Vorhaben zerschießen, ihn völlig blockieren und schließlich auch absägen. Die kritische Masse an Abgeordneten, die dafür nötig ist, ist nicht groß – 13 müssten es sein, um die Stimmenmehrheit von Schwarz-Rot zunichtezumachen.

Es könnte eine Intrige der Fraktionsführung geben – oder aber auch einen Aufstand von Abgeordneten. In der CDU/CSU-Fraktion sitzen jedenfalls diejenigen, deren politische Karriere durch drei Jahre weiteres Merz-Herumwursteln gefährdet werden würde. Bereits nach aktuellen Umfragen würden Dutzende Unionsabgeordnete bei den nächsten Wahlen ihren Job verlieren. Das kann motivieren.

Gleichzeitig ist die Unionsfraktion, wie jedenfalls auch die CDU, eigentlich nicht für Revolten, für Aufstände oder für eigenständiges Handeln gegen den Kanzler bekannt. Eigentlich. Die Vorgänge rund um die Richterwahl und die Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf haben gezeigt, dass genügend Merz-Starrsinn und die strategisch-politische Blindheit des Kanzlers solche Aufstände doch erzeugen können.

Szenario 3: Der Bayern-Sturm

Niemals sollte die Rechnung ohne die CSU gemacht werden: Der bayerische Teil der Union liebt seine Eigenständigkeit, hegt und pflegt seine eigenen Machtzentren und natürlich das eigene, bayerische Selbstbewusstsein. An der Spitze steht der – um ein anderes Wort zu vermeiden – besonders selbstbewusste Markus Söder.

Doch der ist auch in seiner CSU längst nicht mehr unumstritten oder restlos sicher im Sattel. Der Unmut, so hört man, werde auch mit ihm immer größer. Seine Landtagswahlergebnisse waren eher mau, für die CSU gar historisch schlecht. Söder fällt vor allem mit Klamauk, mit Sprüchen und Selbstinszenierung auf.

Dass er davon jetzt Abstand nimmt, jedenfalls teilweise, indem er beispielsweise seinen Nebenjob als Food-Blogger in den sozialen Medien einstellt, könnte man als Signal für neue Ambitionen werten. Dass Söder sich selbst im Kanzleramt sieht, ist jedenfalls unstrittig. 2021 hat er das unter Beweis gestellt – inklusive fieser Attacken auf den damaligen CDU-Chef und Kanzlerkandidaten Armin Laschet.

Söder kann jedenfalls Machtpolitik – und er hat seine CSU in den Koalitionsausschüssen immer wieder in einer dritten Position platziert. Eher zwischen CDU und SPD als klar aufseiten der Schwesterpartei, im Zweifel auch in Zweckallianzen mit den Sozialdemokraten zulasten der Merz-CDU, um eigene Anliegen durchzusetzen – Stichwort Mütterrente.

Sollte Merz‘ Schwäche weiter offensichtlich werden, könnte Söder als lohnenswerte Alternative dastehen – inklusive eigener Machtbasis mit seiner CSU. Auch das Verhältnis zu Unions-Fraktionschef Jens Spahn, so hört man, soll gut sein. Man müsste eine Intrige schmieden, an deren Ende Merz zugunsten Söders den Stuhl räumt. Das müsste über die Fraktion laufen.

Rechtlich gesehen wäre es möglich, Söder direkt aus der Staatskanzlei in München ins Bundeskanzleramt nach Berlin zu schicken – solange er denn durch den Bundestag gewählt werden würde. Es wäre ein Novum: Erstmals würde ein Kanzler gewählt, der nicht gleichzeitig Mitglied des Bundestags ist.

Szenario 4: Über die Brandmauer

Friedrich Merz mag das eine Problem sein: Die Koalition mit der SPD würde aber auch unabhängig von ihm ein Problem darstellen. Es lohnt nicht, den Kapitän auszutauschen, nur um den Untergangskurs dann beizubehalten. Die einzige Alternative dazu wäre jedoch die Alternative für Deutschland.

Es mag das unrealistischste Szenario sein: Zu groß sind die Pflöcke, die man als CDU zum Stützen der Brandmauer eingeschlagen hat. Zu frenetisch war der Applaus bei den radikalen Anti-AfD-Bekenntnissen des Friedrich Merz. Es ginge wahrscheinlich nur ohne ihn. Für einen Putsch müssten sich genügend Unionspolitiker finden, einer von ihnen müsste sich im Rahmen eines Misstrauensvotums mit AfD-Stimmen zum Kanzler wählen lassen.

Doch in der Union ist man sich bewusst, dass eine Regierung mit der AfD keinesfalls ein Selbstläufer wäre. Zu viele in der Partei wollen lieber radikal und grundsätzlich handeln, anstatt mit der CDU Kompromisse zu machen. Viele Fragen wären auch zwischen AfD und Union eher offen als geeint. Und: Das Zeitfenster, günstig mit der AfD regieren zu können, hat die Union unter Merz sehenden Auges vorbeiziehen lassen.

Mittlerweile ist die AfD nicht nur stärker als die Union in den Umfragen, sondern CDU und CSU quasi meilenweit enteilt. Viele in der AfD werden sich vor diesem Hintergrund fragen, warum sie in so einer Lage ihrem größten Konkurrenten politische Erfolge ermöglichen sollten, indem sie als Juniorpartner in eine Koalition mit ihm eintreten. Parteipolitisch wäre es sicherlich klüger, die Union weiter abwirtschaften zu lassen – und bei den nächsten Wahlen dann an der Spitze zu triumphieren. Es wäre zum Schaden des Landes, aber zum Vorteil der AfD.

Darüber hinaus ist ernsthaft infrage zu stellen, ob die Union und die sie führenden Persönlichkeiten überhaupt die strukturelle und persönliche Stärke besitzen, einen Brandmauer-Bruch zu vollziehen – schon die linken Aufstände im Januar 2025 brachten die CDU nervlich an ihre Grenzen. Ganz zu schweigen von dem Riss, der durch die CDU gehen würde, wo „Merkelianer“ und Vertreter des linken Parteiflügels sicher Zeter und Mordio schreien würden, sollte man mit der AfD auf die eine oder andere Art zusammenarbeiten.

Das wahrscheinlichste Szenario: Weiter bis zum bitteren Ende

So muss man konstatieren: Dass alles so weiterläuft wie bisher, ist im Vergleich noch das wahrscheinlichste Szenario. Zu groß und mächtig sind Mantras von „Stabilität“ und die Angst vor politisch unwegsamen Pfaden. Wer sollte Merz auch ersetzen – und mit welchem Ziel? Fraktionschef Jens Spahn hätte vielleicht die Machtbasis – aber er ist zu unbeliebt, politisch zu umstritten und links wie rechts (seine attestierte Trump- und AfD-Nähe für die einen, seine Coronapolitik für die anderen) ein rotes Tuch.

Einem Hendrik Wüst werden Ambitionen nachgesagt. Aber was soll er, der die Merkel-Politik des linken „Mitte“-Kurses hegt und pflegt wie kaum jemand sonst, bitte politisch ändern? Und auch ein CSU-Aufstand gegen Merz zugunsten von Markus Söder könnte an der CDU scheitern. Dass Söder an seiner Stelle Dobrindt ins Kanzleramt schicken würde und so ein innerparteiliches Machtzentrum gegen sich unendlich vergrößern würde, kann man wohl ausschließen.

Insgesamt bleibt so der Eindruck: Das wahrscheinlichste Szenario ist ein Weiter-so. Um eines der beschriebenen Szenarien Realität werden zu lassen, müsste der Leidensdruck der Union in Umfragen und Stimmung wohl erst einen unerträglichen Grad erreicht haben. Und dieser Punkt ist – trotz allem – noch nicht ganz erreicht.

Werbung

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

51 Kommentare

  • Es wird auch bei uns das passieren, was in Österreich passiert ist. Die Situation der Wirtschaft, die Inflation welche den Menschen immer weniger lässt, die permanent steigenden Steuern und Abgaben, die Lächerlichkeit und Unverschämtheiten des ÖRR welcher als Beiboot mitfährt, eine Politik welche die Menschen nur noch mit dem Kopf schütteln und jeglichen Respekt gegenüber den Regierenden verloren gehen lässt, wird dafür sorgen, dass sich die Mehrheiten noch mehr verschieben. Der Tag, wo eine Bevölkerung aufsteht und das erste Landesparlament in die Hände einer AfD Führung legt, ist nicht mehr fern.
    Noch kämpfen sie um den Erhalt ihrer Pfründe. Dabei setzen sie immer häufiger Mittel ein, welche einer Demokratie nicht mehr gerecht werden. Voller eigener Gier und vollkommen blind dafür, dass auch das ihren Ruf ruiniert

    • @Lotti…….Ich als Österreicher und jahrzehntelanger FPÖ-Wähler darf Ihnen aus erster Hand erzählen, auch bei uns besteht die Einheitspartei aus einem linksradikalen 4-Parteien-Kartell, bestehend aus ÖVP/SPÖ/GRÜNEN/NEOS. Auch die KPÖ geistert immer wieder zwischen 2 und 4% in den Umfragen herum (bei uns in Österreich ist die Schwelle 4%, in Deutschland 5%…..), dies wäre dann die 5. linksradikale Partei im Parlament. Es ist also der Kampf FPÖ allein gegen das Links-Kartell. In Wahrheit existieren mittlerweile in Österreich nur mehr 2 Parteien, die FPÖ und das Links-Kartell. Unsere FPÖ gewann im September 2024 sowohl die EU-Wahlen als auch die Nationalratswahlen, trotzdem gelang es Herbert Kickl nicht, eine Regierung zu bilden. Das linke Macht-Kartell, bestehend aus EU-Kommission (VdL, Weber), grünem Bundespräsidenten VdB und dem linken Einheits-Kartell verhinderten eine FPÖ-geführte Regierung und putschten sich stattdessen wieder an die Macht, seither leiden wir unter ÖVP/SPÖ/NEOS.

  • Es wäre durchaus kein Novum, wenn jemand (Söder) ohne Bundestagsmandat Bundeskanzler würde – genau so war es bei Kurt-Georg Kiesinger, der vor seiner Wahl zum Bundeskanzler Ministerpräsident gewesen war und dementsprechend ebenfalls kein Bundestagsmandat hatte.

  • ,,Um eines der beschriebenen Szenarien Realität werden zu lassen, müsste der Leidensdruck der Union in Umfragen und Stimmung wohl erst einen unerträglichen Grad erreicht haben. Und dieser Punkt ist – trotz allem – noch nicht ganz erreicht.“

    30% Zustimmung (in Umfragen) für die AfD, nur noch 20% für die CDU: Das wäre wahrscheinlich der neuralgische Punkt. Dann werden Panik und Ratlosigkeit in der CDU ausbrechen. Die Perspektive wäre dann nämlich: Rien ne va plus!

  • Vielleicht wäre ja Daniel Günther ein passender Merz-Nachfolger – als Privatmann, versteht sich.

    • Machen Sie bitte keine schlechten Witze … 🙂

  • Eine sehr gute Analyse der aktuellen Situation…

  • Ein realistisches Szenario für einen „Putsch“ der CSU wäre ein weiterer Absturz in der Zustimmung der Wähler in Bayern durch den Einfluß der Bundespolitik, explizit durch Kanzler Merz: erreicht die CSU bundesweit nicht mehr 5% der Stimmen, wird das Ganze sehr wackelig. Die Grundmandatsklausel (Einzug bei 3 Direktmandaten, auch wenn die 5% Hürde nicht erreicht wurde) wurde im Wahlgesetz 2023 abgeschafft! Aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2024 gilt die Grundmandatsklausel allerdings vorerst in bisheriger Form weiter. Sehr beruhigend ist dies für die CSU aber sicherlich nicht.

  • Fazit: weiter bis zum bitteren Ende. Die Frage ist warum macht Merz das? Was ist nicht in Ordnung mit ihm? Das frage ich mich die ganze Zeit. Warum lässt er sich von der SPD so gängeln? Wird er bedroht? Ist es Der gewaltaffine und steuerfinanzierte Mob ist es der, der ihm Sorge macht? Aber vielleicht betrachte ich das alles aus einer falschen Richtung.
    Nein mit ihm wird das nichts mit unserer Wirtschaft. Nichts wird sich zum besseren wenden. Wir scheinen in einer Art Depression, und die Geschichte von Timmy wirkt wie eine Zustandsbeschreibung unseres Landes. Der Versuch es zu retten kommt von privat und sehr wahrscheinlich zu spät,

    • ,,Die Frage ist warum macht Merz das?“
      Eine kurze Recherche zu seinem früheren Arbeitgeber könnte Aufschluss geben.
      Die Ziele von Larry Fink und der Politik von Merz haben aufschlussreiche Parallelen!

      ,,Warum lässt er sich von der SPD so gängeln?“
      Lässt er das wirklich?
      Seit mehr als einem Jahrzehnt, macht die Union linksgrüne Politik. Daß dazu keine Gängelung der SPD notwendig ist, zeigt Bayern.
      Dort regiert keine SPD. AKWs werden trotzdem gesprengt,die Abschiebeflieger bleiben am Boden. Auch die NGO-Gelder werden nicht den Schulen zugeführt!

      Abschiebung und Bildung sind Ländersache!

    • @Matilde —–Wenn Herr Roland meint „und dieser Punkt ist – trotz allem – noch nicht ganz erreicht“, dann untertreibt er wohl wissentlich. Mit diesem in der Pendeluhr schlafenden Dumm-Michel, welcher praktisch bei jeder Wahl zielsicher die falschen Parteien wählt, kann man diese Spielchen noch unendlich lang fortsetzen. Sie haben völlig recht und ich möchte mich Ihnen anschließen, es wird weitergehen bis zum bitteren Ende. Diese linke Union ist zwar in ihrem Endstadium angelangt, aber leider macht der Dumm-Michel immer noch in viel zu großer Zahl sein X bei Pinocchio, Söder und Co. Und so wird es weitergehen, auch in Sachsen Anhalt und in Mecklenburg Vorpommern. In SA dieser linke CDU-Nobody Schulze, im MV die unsägliche rote Schwesig. Sie kriegen immer noch viel zu viele Stimmen, jeder normaldenkende Mensch greift sich da an den Kopf. Nachdenken darf man da nicht……………..

    • Wie die EU planmäßig in den Krieg mit Russland getrieben wird
      https://anti-spiegel.ru/2026/wie-planmaessig-die-eu-in-den-krieg-mit-russland-getrieben-wird/
      […]Ende 2025 wurde die durchschnittliche Staatsverschuldung der Länder der Eurozone auf 88,5 Prozent
      des BIP geschätzt, obwohl der Stabilitäts- und Wachstumspakt eine Obergrenze für die Staatsverschuldung von 60 Prozent des BIP festlegt. Die Aufnahme neuer Schulden kann diese Obergrenze in den nächsten Jahren auf 100 Prozent treiben.
      Sollte es vor diesem Hintergrund zu einer auch nur geringfügigen Herabstufung der Kreditwürdigkeit der EU-Länder und steigenden Kosten für den Schuldendienst kommen, wäre das der finanzielle Kollaps. Und externe oder internen Ressource, um den zu bekämpfen (wie etwa während der globalen Finanzkrise 2008/09 und der darauffolgenden Euro-Staatsschuldenkrise 2010–2013) hätte Europa keine mehr.
      Dafür würde es viele Waffen und Arbeitslose geben, die zur Armee gehen können – zur Infanterie.[…]

  • „Aber was soll er, der die Merkel-Politik des linken „Mitte“-Kurses hegt und pflegt wie kaum jemand sonst, bitte politisch ändern?“
    Das sich mit diesem Grünling mit CDU-Parteibuch nichts ändern würde, könnte ihn ja aus Sicht vieler CDUler besonders attraktiv machen. Schließlich führt er NRW schon in der 2. Legislaturperiode geräuschlos in den Abstieg.

  • Da es keine wirklichen Politiker mehr gibt in dieser Koalition, sehe ich das Nichtstun als sehr reell an.
    Die Karre ist bereits an die Wand gefahren, nur leider sitzt das Volk und nicht die Verursacher darin.
    Linksgrün steht wie paralysiert daneben und zeigt auf die AFD.
    Ein wirklich schlechter Film der hier seit Jahren dem Steuerzahler vorgeführt wird.

  • Einerlei was in der Neuwahl gewählt wird, die bunte SED bleibt an der Macht. Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf. Denn sie ziehen und sie schieben ihn, durch den zähen Totalitarismus-Sumpf, glücklich. Der elendige Abgrund ist noch nicht erreicht, wo alles blökend und kreischend hinabstürzt.

  • Tatsächlich fehlt noch ein Szenario: das BSW schafft es doch noch, sich in den Bundestag einzuklagen und damit schwarzrot zu einer Minderheitsregierung zu machen.

    • Das wird das Harbarth-Gericht zu verhindern wissen.

  • Die einzige Rettung, zwar nicht für Deutschland aber wenigstens für die Union, besteht in der Rückkehr von Madame Merkel.

    -29
    • ??? Ganz offensichtlich war die doch nie weg…

    • Merkel war nie weg.
      Sie hat noch immer 9MA die für sie im Hintergrund arbeiten und einen Dienstwagen.
      Wacht endlich auf!

  • Die öffentlichen Rechtlichen Propagandamedien werden schon dafür sorgen, dass D direkt in den totalen Ruin weitermarschiert.

    • Das machen nicht die Propagandamedien, die veröffentlichen nur…
      Verantwortlich sind die gut ausgebildeten Politiker samt ihrem Gefolge.

      • Die Politiker haetten ohne diese Medien keine Chance die Leute in die Irre zu fuehren. Wuerden diese Medien ihren Job anstaendig machen, waere gar das Gegenteil der Fall: man wuerde diese Politiker zum Teufel jagen…
        Der verstorbene @Freeman von „Alles Schall und Rauch“ sagte es schon vor an die 20 Jahren: „Die Medien sind unser Feind!“ und so sehe ich das auch.

        • Ach wissen Sie, „Medien“ machen die Klugen klüger und die Dummen dümmer.

          2
      • @Satis est am 06.05.2026 um 10:31 Uhr
        Ich weiss nicht, die Menge an gebildeten Akademikern, die den unglaublichsten Bloedsinn von sich geben, ist nicht zu unterschaetzen…

  • Nichts von den im Artikel ausgeführten Szenarien wird eintreten!

    Deutschland ist nach wie vor ein besetztes Land und zwar unabhängig von irgendwelchen alliierten Besatzungsstatuten: Seit der Öffnung des deutschen Kapitalmarktes Anfang der 2000er Jahre unter der rot-grünen Regierung Schröder/Fischer ist der größte Finanzverwalter weltweit, Blackrock, mehrheitlich größter Anteilseigner der im Dax vertretenen Unternehmen. Und Merz ist ihr Statthalter in Deutschland, d.h., ausländische, anglo-amerikanische Finanzkonzerne bestimmen de facto die Politik in Deutschland. Und diese werden niemals einer wie auch immer gearteten Politik mit der AfD zustimmen, weil die AfD sich in Regierungsverantwortung sofort für eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland einsetzen würde. Und dies wiederum darf aus Sicht von Blackrock niemals geschehen, damit Blackrock seine in der Ukraine in der Vergangenheit bereits getätigten Billionen-Dollar Investitionen nicht verliert.

    So einfach ist das.

    • Naja, noch immer bestimmen die ANLEGER, wo und wohin ihr Geld fließt und nicht Blackrock. Die sind nur Verwalter. Begreifen Sie wirklich die Dimension Ihrer Aussage: „Billionen“? Überschätzen Sie nicht auch den Einfluß Deutschlands in der Ukraine? Wir als Bürger sollten einen klaren Kopf bewahren.

  • Achtung Ironie: Ich bin für 1. Und dann das Bübchen Daniel ran an die Macht… 🙂

  • Merz klebt fester an seinem Amt, als Klima-Shakira am Asphalt. Den wird man mit dem Presslufthammer losmachen müssen. Das Schlimme – selbst wenn man ihn tatsächlich ausbooten würde, welcher CDU Leichtmatrose wäre denn dann eine Verbesserung?

  • Der fällt nicht, dazu ist seine narzisstische Machtgeilheit zu groß und das Deutsche Volk interessiert den überhaupt nicht!

  • Der larmoyante Merz stolpert so oft über seine eigenen Beine, dass er es möglicherweise bald einfach nicht mehr aushält, wenn man ihm ständig einen Spiegel vorhält.

    • Das ständige Stolpern und Hinfallen hat den Riesenvorteil, dass die aus unerfindlichen Gründen viel zu lange Nase nicht noch länger wird 🙂

  • Merz will nur den Krieg mit Russland und zeigen was für ein ganzer Kerl er ist.
    Leute passt auf, lasst euch von einem Dauerlügner nicht verarschen.

    • Das ist nach meiner Wahrnehmung der gefährlichste Punkt. Die „Alternativen“ scheinen da wenig interessiert, dem entgegenzuwirken.

  • Eigentlich sollte Merz selber merken, dass er für die Position des Kanzlers nicht der richtige Mann ist.

    Wer nach einem Jahr im Amt ein solch miese Bilanz vorlegt, sollte erkennen, dass er kein Problemlöser und Macher ist. Eher fast schon das Gegenteil…

    • Das ist bei Menschen mit seiner Persönlichkeitsstruktur nicht angelegt.
      Dunning-Kruger-Effekt?!

    • Tja, Martin, wenn Sie und ich auf die Autobahn auffahren und zuviel Gegenverkehr haben, kommen wir selbst auf den Gedanken, dass wir die Geisterfahrer sind.

      Nicht so Herr Merz.
      Er merkt es nicht.

      Schuld aus Sicht dieses Kanzlernden (habe ich das korrekt gegendert?) ist keinesfalls dessen übermenschliches Ego, sondern selbstverständlich der rechtsradikale Wähler, welcher die Demokratie nicht versteht.

      Und da die gesamte CDU zu keiner Zeit ein Programm hatte, kann diese immer behaupten, dass man das durchgesetzt hat, für was man stand.
      Finde den Fehler.

  • Also weiter siechende Agonie, bis Deutschland endgültig auseinanderfällt… Liebe Mitbürger, es gäbe eine Alternative dazu, ihr müsstet sie nur wählen …

  • Die AfD ist die einzige Partei, der wir beim Versagen noch nicht zuschauen durften.

    Ein „Weiter so“ ist in meinen Augen sehr viel weniger schlimm als Neuwahlen, die zu 100% die Grünen in der Regierung zur Folge hätte. Das wäre definitiv die Höchststrafe, das ist wohl fast jedem klar.
    Ein „Weiter so“ ließe der AfD Zeit sich möglicherweise im Osten in Regierungsverantwortung zu etablieren und endlich dem Wähler beweisen zu können, ob hinter all den Worten tatsächlich Substanz steckt oder nur dieselbe abstoßende Geldgier ihrer Konkurrenten.

    Wenn sie dann in 3 Jahren bis zur nächsten Wahl gezeigt hat, was von ihr „in Aktion“ zu halten ist, CDU und SPD ihre Unsäglichkeiten bis dahin auf immer höhere Gipfel getrieben haben wird, dann wird halt regulär gewählt.

    Das wäre mein Wunschszenario.

    Aber, man kann sich ja mal in die eine Hand was wünschen und in die andere schei**en, mal gucken, welche schneller voll ist! 😉

    • Die „Höchststrafe“ ist bereits im Amt. Die Grünen sind wenigstes auf breiter Front ihres Personals von dermaßen schlichter Struktur, dass selbst so mancher Michel schon was merkt. Gefährlicher sind Personen wie Linnemann, Kubicki etc., die den Leuten besser ein X für ein U vormachen können.

  • „Es wäre zum Schaden des Landes, aber zum Vorteil der AfD.“

    Merkwürdige Aussage. Ich verstehe natürlich die Richtung, die gemeint ist. Also dass es für das Land der Schaden ist, wenn die AfD weiterhin zusieht, wie alles den Bach runter geht.

    Aber das stimmt doch gar nicht.

    Den Leuten im Land geht es immer noch zu gut, sonst wäre die AfD bereits bei 60%.

    Würde die AfD der abartigen Spahn-CDU nun als Krümel zur Seite springen, obwohl sie in der Bevölkerung bereits der Kuchen ist und es schaffen den Karren aus dem Dreck zu ziehen, würde die CDU und der ÖRR es wieder so darstellen, als hätte die CDU das alles geschafft – schließlich stellte sie ja dann den Kanzler.
    Dann können die Korrupten wie Spahn und Söder ihr intrigenhaftes Spiel weiterbetreiben, die AfD verlöre wieder etliche Stimmen und danach koaliert die CDU wieder mit der SPD und betreibt den Raubbau am Land weiter.

    Von daher:
    Es ist kein Schaden am Land, wenn die AfD nicht hilft, solange die Wähler weiter den Abgrund wählen

  • Der tritt erst ab, wenn er Dtld ganz zerstört hat. Sein WEF Auftrag ist noch nicht erfüllt.

  • Merz hat sein Rückgrat entdeckt und ist in das Durchhalten-Lager
    „sich den Problemen stellen“ gewechselt.
    Von Problemen lösen ist die Regierung weit entfernt.

Werbung