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Schon jetzt Hunderttausende Stellen gestrichen – von der Automobilindustrie ist bald nichts mehr übrig

Tausende Jobs sind bereits weg – Hunderttausende Streichungen sind in Planung. Der deutschen Automobilbranche droht in den nächsten Jahren der totale Zusammenbruch. Am Ende könnte vom einst so erfolgreichen Industriezweig kaum etwas übrig bleiben.

Produktion eines E-Autos im Volkswagen-Werk Zwickau (IMAGO/Chris Emil Janßen)

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Die deutschen Autobauer befinden sich in einer Krise, deren Ausmaß kaum noch in Worte zu fassen ist. Ein Blick auf die Geschäftszahlen für 2025 genügt – und es wird einem schwindelig: Bei Volkswagen halbierte sich der Gewinn im Vergleich zu 2024. Mercedes-Benz erwirtschaftete 57 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei Porsche brach der Gewinn sogar um drastische 98 Prozent ein (mehr dazu hier).

Am Ende trifft das vor allem die Beschäftigten. Denn um wieder profitabler zu werden, greifen die Hersteller zu strikten Sparprogrammen, die mit massiven Stellenstreichungen einhergehen. Allein in den nächsten paar Jahren könnten mehr als Hunderttausend Jobs in der Automobilindustrie wegfallen.

Am radikalsten will Volkswagen kürzen. Wie Konzernchef Oliver Blume kürzlich in einem Brief an die Aktionäre deutlich machte, sollen bis 2030 insgesamt 50.000 Jobs in Deutschland wegfallen. Das ist eine deutliche Ausweitung der ursprünglichen Pläne. Ende 2024 war man in Wolfsburg noch davon ausgegangen, dass etwa 35.000 Stellen in Deutschland gestrichen werden.

Der Großteil der Kürzungen soll auf die Kernmarke VW entfallen. 7.500 Jobs sollen laut der Deutschen Welle bei Audi wegfallen, bei Porsche 3.900 – inklusive Leiharbeitern. Insgesamt beschäftigt Volkswagen in Deutschland derzeit rund 293.000 Mitarbeiter.

Blume verwies bei der Bilanzvorlage am 10. März darauf, dass es vor allem um Kostensenkungen und eine grundlegende Überarbeitung des Geschäftsmodells gehe, das in seiner bisherigen Form nicht mehr funktioniere. Konkreter wurde der CEO jedoch nicht. Die gescheiterte Elektrostrategie fand keine Erwähnung.

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Neben Einsparungen beim Personal sollen Kostensenkungen vor allem durch Effizienzsteigerungen bei Beschaffung, Entwicklung, Material, Produktion und Vertrieb erreicht werden. „Wir werden jeden Stein umdrehen“, kündigte Blume an.

Auch Mercedes-Benz greift zum Sparhammer. Beim Premiumhersteller aus Stuttgart werden in den kommenden Jahren ebenfalls deutliche Einschnitte beim Personal vorgenommen – wenn auch in geringerem Ausmaß als bei Volkswagen.

Im Rahmen des Sparprogramms, das unter dem Namen „Next Level Performance“ läuft, könnten bis 2027 rund 20.000 Stellen in Deutschland wegfallen. Schon jetzt wurden erste Kürzungen umgesetzt. Angaben des Handelsblatts zufolge sollen bis Oktober 2025 bereits 4.000 Beschäftigte das Unternehmen über Abfindungen verlassen haben.

Von künftigen Streichungen könnten Medienberichten zufolge besonders Stellen im indirekten Bereich betroffen sein, also außerhalb der Produktion. Das Unternehmen setzt vor allem auf „freiwilliges Ausscheiden“, Abfindungsprogramme und natürliche Fluktuation, da es in Deutschland Beschäftigungssicherungen gegen betriebsbedingte Kündigungen gibt.

Abgesehen von den genannten 20.000 Stellen plant Mercedes derzeit keine weiteren Kürzungen. Angesichts der gravierenden Krise der Automobilindustrie ist es jedoch denkbar, dass der Konzern – ähnlich wie Wettbewerber Volkswagen – künftig mehr Stellen abbauen könnte als ursprünglich vorgesehen. Insgesamt beschäftigt Mercedes-Benz in Deutschland derzeit rund 175.000 Mitarbeiter (Stand: 2024).

Besonders schwer wiegt, dass nicht nur die großen deutschen Autobauer Personal abbauen wollen. Bedingt durch die Finanzkrise, in der sich Volkswagen, Mercedes & Co. befinden, sieht sich auch die heimische Zulieferindustrie zunehmend unter Druck gesetzt.

Das liegt daran, dass die großen Autobauer ihre Aufträge und Bestellungen bei den Betrieben reduzieren. Da die Zulieferer jedoch in großem Maße von diesen Aufträgen abhängig sind, geraten auch sie wirtschaftlich in Schwierigkeiten und setzen infolgedessen ebenfalls Einsparungen beziehungsweise Stellenstreichungen um.

So plant etwa Continental, bis Ende 2026 weltweit 3.000 Stellen in Forschung und Entwicklung abzubauen, davon 1.450 in Deutschland. Noch rigider kürzen will ZF Friedrichshafen. Der Stiftungskonzern plant, bis 2028 bis zu 14.000 Jobs in Deutschland zu streichen. Außerdem wird die Abspaltung der Antriebssparte diskutiert.

Der Technologiekonzern Bosch plant ebenfalls harte Einschnitte. Rund 13.000 Stellen sollen in den nächsten Jahren in Deutschland wegfallen, vor allem an den deutschen Standorten der Mobility-Sparte. Weltweit hatte Bosch seine Mitarbeiterzahl bereits im Jahr 2024 um mehr als 10.000 Stellen reduziert. Auch eine Vielzahl klein- und mittelständischer Zulieferer hatte in jüngster Vergangenheit Jobs gekürzt.

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) waren in der deutschen Automobilindustrie im dritten Quartal 2025 mit insgesamt 721.400 Beschäftigten so wenige Menschen angestellt wie zuletzt im zweiten Quartal des Jahres 2011. Allein binnen eines Jahres gingen 48.000 Arbeitsplätze verloren.

Besonders stark von diesem Rückgang betroffen waren die Zulieferer. In diesem Segment brach die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum dritten Quartal 2024 um 11,1 Prozent auf rund 235.400 ein. Bei den Autobauern verringerte sich die Belegschaft um 3,8 Prozent auf etwa 446.800 Mitarbeiter.

Die Zukunftsaussichten sind ernüchternd. Laut einer Studie des IW Consult, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführt wurde, könnten in der deutschen Autobranche bis 2030 weitere 98.000 Stellen wegfallen. Blickt man jedoch auf die rigiden Sparpläne der großen Autobauer und Zulieferer – allein VW will ja 50.000 Jobs streichen –, ist zu erwarten, dass die tatsächliche Zahl der Kürzungen deutlich höher ausfallen wird. Wohl jenseits der 100.000-Marke. Vielleicht sogar eher in Richtung 150.000 oder 200.000.

Es stellt sich zunehmend die Frage, was langfristig überhaupt noch von der deutschen Automobilindustrie übrig bleibt – wenn selbst etablierte Branchenriesen wie VW, Mercedes oder Bosch in diesem Ausmaß Personal abbauen. Fest steht: Ganze Industrieregionen drohen unter diesem Druck in sich zusammenzufallen.

Mehr zu diesem Thema auch im Video:

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113 Kommentare

  • Tja, schwarz-rot-grün können Deindustrialisierung.
    Daran besteht kein Zweifel!

    • Was soll man groß sagen? Geliefert, wie gewählt. Freut euch.

      • Blödsinniger Slogan – weil alle, die NICHT so gewählt haben von Ihnen mit in Geiselhaft genommen werden.

        • Das nennt sich „unsere Demokratie“; oder so.

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        • @CC: Nun, es SIND die Wähler, die diesen Unfug seit 1998 gutheißen.
          Merkel 2005 gewählt zu haben, ist keine Schande. Aber 2009 nach F-Banken (offz. „GR“-)-Rettung, 2013 nach AKW-Austieg, 2017 nach Migrantenflut und 2021 nach allem ist unverzeihlich.

          Daß Merz so sehr, auch über das von Politikern gewohnte Maß hinaus, lügen würde, war nicht zwingend abzusehen. Aber man hält der CDU ja trotzdem die Stange.

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        • Ich weiß auch nicht, was dieser Spruch in Dauerschleife soll.

          -1
        • So lange sich das Geldsystem nicht ändert, ändert sich sowieso nichts.

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        • Wähler-Bashing liegt aber voll im Trend. Einige scheinen sich danach besser zu fühlen. Oder überlegener. Ich weiß es nicht, ist wohl so eine Art Rückkopplungseffekt mit ihrer Tastatur.

          -17
    • In dem Fall ist ehr die CDU in Person von Ursula von der Leyen verantwortlich – das Verbrenner Verbot ist aus ihrer Green-Deal Agenda.

      • Das sehen wir natürlich so, UvL kann sich wohl nicht mehr daran erinnern. Sie war ja auch mal gegen Atomstrom und bezeichnet jetzt den Atomausstieg als großen strategischen Fehler.

        Diese Fähnchen-Schwenker ändern schneller ihre Richtung, so dass selbst der Wind nicht mehr hinterher kommt 😉

      • „In dem Fall ist ehr die CDU in Person von Ursula von der Leyen verantwortlich“

        Komisch, sonst sind immer die Wähler schuld.

        -13
        • heute wieder schlechte Laune und lange Weile ?

          11
        • Im Fall des EU-Dingsda waren keine Wahlen im Spiel.

          2
        • @CC
          Also ich beobachte den ja jetzt auch schon eine ganze Weile.
          Sie haben zehn Minus-Daumen und er hat zehn Plus-Daumen. Und dieses „ausgewogene“ Verhältnis taucht sehr oft unter seinem Mitwirken auf.
          Die Frage woher die beiderseits kommen, hat sich nach meinen Beobachtungen geklärt. Er gibt Ihnen zehn runter und sich selbst zehn rauf.
          Und dann setzt er auf den Herdentrieb, denn viele geben Minuspunkte wo schon Minuspunkte stehen, ohne überhaupt den Text und den Kontext zu lesen.

          -3
        • @peter P „heute wieder schlechte Laune und lange Weile ?“

          Wenn einem solche Feinheiten auffallen und parodiert, bekommt man etliche dislikes und solche Fragen wie die Ihre gestellt.

          Wobei es hier ja jemanden gibt, der so ca. ab spätem Mittag hier erscheint, als Nick meist einen Vornamen gefolgt von einem einzelnen Buchstaben hat, und dafür sorgt, dass ich jede Menge rote Daumen ernte.

          Oh, erst gar nicht gesehen! 🙂 Guten Tag!

          -3
        • Die Langeweile haben wohl Sie, oder aus welchem anderen Grund belästigen Sie ausgewählte Kommentatoren mit belanglosen Fragen?

          -4
    • Das die Jobs wegfallen war ja gewollt oder zumindest in Kauf genommen für die grüne Wende. Aus der wird nun leider nichts, aber die betroffenen Menschen sind diesen satten Politikern gleichgültig. Das einzige das ihnen nicht gefällt ist der Einbruch der Steuereinnahmen. Fachleute haben dies alles kommen sehen, aber diese sitzen eben nicht in der Regierung.

    • Schon jetzt Hunderttausende Stellen gestrichen – von der Automobilindustrie ist bald nichts mehr übrig .
      Das was jetzt und in den nächsten ca 2 Jahren sich unausweichlich zeigen wird wurde vor ca 4 Jahren in den Betrieben und Aufsichtsräten beschlossen .
      Einen Industriebetrieb zu verlegen dauert min ca 5 Jahre . Der Exodus der Deutschen Industrie wurde durch die Bildung der Ampel (Nochmals besonderen Dank an die FDP ) und den Ausstieg aus der Kernkraft in einer Energiekriese Zementiert !
      Es mag ja sein das irgendwelche Öko Experten die Kernkraft klein reden wollen !! Aber in der Industrie sitzen Leute die Lesen Schreiben Rechnen können und einen Beruf gelernt haben und auch für ihre Leistungen Bezahlt werden und nicht fürs da sein .
      Also der Drops ist gelutscht ! Weder Merz noch die AFD können den Aufschlag am Boden der Staatsinsolvenz (Auch Realität)noch verhindern . Wobei Merz eigentlich nur einen schlechten Insolvenzverwalter darstellt .

      • „Einen Industriebetrieb zu verlegen dauert min ca 5 Jahre“

        Ich habe nur die Kurbelwellenverlagerung nach Indien gemacht: 1 1/2 Jahre.

        • Kommt darauf an was sie verlagern und wo hin . Grundstück Baugenehmigung Planer Infrastruktur Komplette Produktionsanlagen neue Mitarbeiter inkl Schulungen . Zulieferer usw . Wenn sie nur ein Produkt ins Ausland verlagern mag das wohl Hinkommen .

          0
    • Inwischen sind alle Höhlen auf der Schwäbischen Alb als sehr preiswerte Hauptwohnungen vermietet worden.
      Incl Donnerbalken vor dem Eingang und Vorratsecke für perfekten Schimmelkäse.

      Grün Links bedeutet zurück zur Natur !

  • Ab jetzt wirkt das „grüne“ Wirtschaftswunder in voller Entfaltung

    • Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

      • „Den Sozialismus in seinem Lauf…..“

        • Der Zentralrat der Partei bedankt sich und wünscht den Arbeitern und Werktätigen beim VEB VW, VEB Mercedes und beim VEB BMW alles Gute für ihre Zukunft!

          17
        • „Ich habe euch doch alle lieb“.

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        • Niiiieeeemand hat die Absicht, 100tausende Stellen zu streichen…

          0
  • Gute Nachricht für die Spargelbauern, die Arbeitskräfte kommen demnächst aus der Umgebung.

    • Ob sich dann noch genug Kunden den Spargel leisten können? Wohl eher nicht.

      • Zumindest kann Deutschland Spargel exportieren und dafür ein paar Liter Öl und Gas kaufen. Reicht dann für den benötigten Traktor …

        Die Dummheit kennt derzeit keine Grenzen, vielleicht ist da ja noch ein Weltmeistertitel zu holen?

    • Unwahrscheinlich. Der Lohn würde ja von den Sozialleistungen abgezogen.

    • Der is ja echt gut.
      Forscher:innen und Beamte bei echter Öko Tätigkeit wie in Norkorea.

  • Elektromobilität funktioniert offensichtlich… *Satire off*

    • Das war absehbar. Dass die Chinesen E-Auto besser können, weil die alle wesentlichen Rohstoffe dafür ihr Eigen nennen, war logisch.
      Dass die Deutschen versuchten es den Chinesen gleichzutun und dafür das aufgaben, was sie am besten konnten (Verbrenner bauen), war wirtschaftlicher Selbstmord.

      Unser zweites großes Standbein ist der Maschinenbau und der schwächelt auch schon.

      Das Positive ist, wenn wir nur noch Kuckucksuhren als Verkaufsschlager haben (oder kommen die auch schon aus China?), gehen die Goldstücke von ganz alleine.
      Das rettet zwar nicht unsere Wirtschaft, aber vielleicht unserer Kultur.

      • Haben sie schon einmal ein chinesisches E-Auto gefahren? Das ist nichts besser! Nur billiger!

        • Das letzte E-Auto das ich gefahren habe, war Autoskooter auf dem Jahrmarkt. Ich bin Diesel-Fan!

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        • Das muss ich nach einer dreitägigen Testfahrt mit einem Firmenwagen bestätigen.

          BYD ist der billigste Schrott in allen Belangen.

          Da lobe ich mir meinen kürzlich gekauften Benziner.

          14
      • Ja, das ist durchaus auch meine Hoffnung. Ein bißchen Verteilungskampf, vulgo Bürgerkrieg, in der Umbruchphase mag allerdings unvermeidlich sein 😮

      • Die chinesische Kuckucksuhr ist nur besser mit dem originalen Rolex-Logo.

      • „… gehen die Goldstücke von ganz alleine.“
        Das werden die in keinem Fall tun.
        Solange es hier nicht aussieht wie in ihrer Heimat werden sie bleiben und danach erstrecht.

    • das tut sie tatsaechlich.
      denn sie wird derzeit beguenstigt durch die exorbitanten treibstoffpreise.

      deutsche und oesterreichische autohaendler berichten von aktuell deutlich steigender nachfrage nach e-autos.
      auch nach gebrauchten, deren kauf ja ebenfalls subventioniert wird.

      das geht natuerlich alles zugunsten der chinesischen autoindustrie, nicht der deutschen, die einfach nicht wettbewerbsfaehig ist.

      was man auch noch nicht sagen kann, ist , ob das steigende interesse an e-mobilitaet nachhaltig ist, oder nur eine augenblicksreaktion auf die treibstoffpreise.

      man geht aber davon aus, dass der bann gebrochen ist.
      immer mehr menschen fahren e-auto,
      nur noch 30% der neuzulasseungen sind verbrenner, der rest e-autos und hybride.

      man hat mittlerweile grosse auswahl an modellen.
      die leute verlieren ihre vorbehalte, und werden neugierig aufgrund von positiven erfahrungen von kollegen, nachbarn, bekannten.

      • „…aufgrund von positiven erfahrungen von kollegen, nachbarn, bekannten.“

        Wer gibt schon gerne zu, Schrott gekauft zu haben? Die paar Hansel die ich kenne, die E- oder Hybrid gekauft haben, merkt man das Flunkern regelrecht an, wenn sie positiv über ihr Auto reden.
        Und die meisten der Voll-Hybrid-Fahrer, haben noch nie geladen, immer nur getankt.

        • Gut, dass Sie wissen, wie die meisten Voll Hybrid Fahrer handeln

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        • Das ist immer köstlich, denen dabei zuzuhören, wie sie sich ihre Karre selbst schönreden. Das mag ja sogar bei Rentnern, die nur noch einen 20 Kilometerkreis abfahren auch zutreffen, aber für alle anderen eben nicht.
          Weite Arztfahrten, weitentfernte Verwandschaftsbesuche, Urlaubsreisen und dergleichen, übernehmen meist die Kinder (mit einem Verbrenner). Da sollte man die E-Schwärmer dann mal hören, wenn die Reise wegen 2 Std. Energietanken unterbrochen werden muss. Unleidlich wäre geprahlt. Die kriegen dann aufeinmal ganz schlimme Schmerzen, Allergien und sonstige Zustände.

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  • Alles in Butter, siehe Wahlen in BW und jetzt RP, die Verursacher dieses Dilemmas mit 2/3 Mehrheit wieder gewählt! Also alles in Butter und weiter so!!

  • Das ist der Merzaufschwung….

  • Dass dem Aufbau dessen, was als „globale Qualitätsproduktion“ (Herrigel, et al., 2017) gilt, längst der Boden entzogen ist, zeigt sich schon daran, dass zuletzt noch im Jahr 2009 angesichts des damaligen Freitods des Industriellen Adolf Merckle ein evangelischer Geistlicher an die Worte „wo kein Grund ist“ aus Psalm 69,3 erinnerte. Allerdings lässt insbesondere die moderne Psychologie nichts unversucht, vergessen zu machen, welch objektiven Konflikt jeder Mensch dadurch in sich auszutragen hat. Sind die Strapazen dabei unerträglich geworden, bleibt allein, dem Leben selbst ein Ende zu setzen. Auch künftig ist daher nicht zu erwarten, dass daraus jemals die richtigen Schlüsse gezogen werden. Wenn man so will, könnte somit die Kritik geübt werden, dass inzwischen vermehrt Politiker keinerlei Scheu mehr kennen, buchstäblich über Leichen zu gehen. Es nimmt dann nicht wunder, wenn zuvörderst der Automobilbau als der volkswirtschaftliche Kernsektor hierzulande unsagbare Not leiden muss.

    • Übrigens: Es war schon zur Mitte der 1990er Jahre ein Ausdruck gesellschaftlich äußerst pervertierter Verhältnisse, vor allem die Sperrminorität des Landes Niedersachsen nicht kritisieren zu dürfen. Wenigstens in den westdeutschen Werken der Volkswagen AG in Braunschweig, Salzgitter, Kassel und Wolfsburg ist es wegen des strikten Tabus auch künftig nahezu unmöglich, das „Leiden im Industriebetrieb“ (Kern et al., in: Soziale Welt 1/1988: 94) als die Bedingung aller Wahrheit beredt werden zu lassen. Stimmen, die auch heute dennoch dazu etwas sagen könnten, sind dabei bereits früh zum Verstummen gebracht worden. Insofern kommt es nicht von ungefähr, wenn sogar von Staats wegen dort eine zutiefst falsche Praxis vorherrschend bleibt, die mit Macht lediglich die menschlichen Anlagen auf Verschleiß fährt.

  • Das ähnelt auffallend dem Szenario der Weltwirtschaftskrise von 1929 und der daraus resultierenden Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verarmung der Bevölkerung. Das führt dann unweigerlich zu einer Mobilisierung von Wählerkreisen für Parteien, die einen „glaubhaften“ Ausweg aus der Misere versprechen. Ob dies dann so kommt wie versprochen, steht allerdings auf einem anderen Blatt…

  • Das wichtigste ist jetzt, das niemand AfD wählt und alles so weitergeht wie bei Mutti.
    /S

    • Das kann die AfD auch nicht mehr aufhalten.

      • Wer AfD wählt – kann möglicherweise wenig erreichen.

        Wer AfD NICHT wählt – hat schon von vorn herein verloren.

        • Zustimmung. Aber den Anspruch, den die Wähler dann an die AfD haben werden, sollten sie je Regierungsverantwortung übernehmen, wird die AfD nicht bedienen können.
          Die Enttäuschung wird groß sein und von linken Politikern und Journalisten gepusht werden. Das wird ein Desaster.

          Was die AfD als erstes machen sollte, ist Remigration. Das ginge, weil es nichts mit Wirtschaft zu tun hat, aber ein zentrales Wahlversprechen der Partei ist. Das würde die Enttäuschung m.M.n. abfedern.

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      • Genau das fürchte ich auch, sollten sie wirklich mal das Ruder übernehmen, wird es ein fast unlösbares Problem sein, dieses Land wieder einigermaßen auf die Beine zu stellen. Und die linke Propaganda wird zu Hochform auflaufen und sagen:“ Na da seid Ihr doch, die lösen auch kein Problem“

      • Entbürokratisieren ist kein Hexenwerk. Man muß nur Gesetze streichen. Welche, das sagt schon die Industrie.

  • Kein Problem. Das Bürgergeld wird dann halt in Barber-Shops erwirtschaftet.

    • In Barber-Shops wird nichts erwirtschaftet, nur gewaschen.

  • Alle 4,3 Minuten fällt ein
    Industriearbeitsplatz in Deutschland weg. Seit den letzten drei Jahren sind das ~ 300.000 Arbeitsplätze im Maschinenbau, Automotivbereich, Chemie & Elektrotechnik Branche. Das waren überwiegend gut bezahlte Jobs, die hohe Steuern & Sozialabgaben bezahlt hatten.
    Was sagte Wilhelm Busch bei Max&Moritz: „Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe…“

  • Die Deutschen wollen es so. Kein Mitleid. Mich freut es für die USA die bald hunderttausende neue Arbeitsplätze durch Mercedes, BMW, Porsche und VW haben.

    • „Die Deutschen wollen es so“.
      Wirklich? Also ich, und die 11 Millionen Wähler der AfD, wollen das bestimmt auch nicht so. Oder meinen Sie eventuell die Wähler der SED Parteien? Dann hätten Sie Recht. Haben Sie so aber nicht geschrieben.

      • die mehrheit der deutschen will es so.
        und die der oesterreicher auch.
        weder AFD noch FPO haben es geschafft, eine regierungsfaehige stimmenzahl im wahlvolk zu mobilisieren.
        die wahl in baden wuertt. bestaetigt nur nochmal im kleinen, was im grossen auch gilt.
        ja, leider, die mehrheit will es so.
        klima und umwelt und das damit verbundene brimborium stehen bei 80% aller europaer hoch im kurs.

      • Es sind mehr wie 11 Millionen!

        • ….und hoffentlich bald noch Viel mehr…

          5
  • Und die Arbeitsplätze, die von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie abhängen, zieht so richtig die tiefe Schneise durch den Wohlstand in der deindustrialisierten BRD.

  • Bin selbst aus der Automobil Branche. In der Software Entwicklung gehen 80-100 Prozent von allen Stellen nach Indien seit letztem Jahr. Selbst Europa ist oft noch zu teuer. Neue Projekte werden in den USA oder China entwickelt. Testing findet noch hier statt.

  • Auf hohe Energiekosten folgt die Verelendung. Daher hat Merz meiner Meinung nach seinen Amtseid folgenschwer gebrochen, weil er keine Kurskorrektur will.

  • CDU-Wähler wollen das genau so.

  • SCHWARZ-rotgrün sei Dank!

  • Und wie soll es dann weitergehen?
    Wo kommen diese Arbeitslosen unter?
    Hat die Politik irgendeine Antwort darauf?

    • die werden Kommentatoren bei AN

      • Interessant!
        Und was verdient man da so?

  • Merz wirkt.

  • Wenn EU, Bundesregierung und das eigene Top Management mit voller Zerstörungslust am Werke sind, ist es genau das, was herauskommt.

  • Rückgang der VW-Autotechnologie. Hier darf man nicht vergessen, OLG Richter am Münchner Gericht unterstützen die Stuttgarter Mercedes Benz Group AG mit höchst zweifelhaften Gerichtsurteilen, die die Stuttgarter bevorteilen.

  • Bauteile und das nicht zu wenige, aus Fernost in sogenannten deutschen Fahrzeugen, wird seit Jahrzehnten in der deutschen nicht nur Autoindustrien praktiziert.
    Das ist allen schon lange bekannt und ein klares Eigentor.
    Dann noch viel zu niedrige Zölle für Fahrzeuge aus dem Ausland zeigen die derzeitige Situation und deren Verursacher auf.
    Das ganze deutsche technische know how seit vielen Jahren den Billiglohnländern in Form von subventionierten Fabrikanlagen zu überlassen, auch eine Ideologie der Politik und Wirtschaftsgrößen in Deutschland.
    Da bleibt nicht mehr viel übrig, für das eigene Land und Volk.
    Deutschlands Untergang war von Anfang an so geplant und lässt sich auch nicht mehr aufhalten.

    • @“Das ganze deutsche technische know how seit vielen Jahren den Billiglohnländern in Form von subventionierten Fabrikanlagen zu überlassen, auch eine Ideologie der Politik und Wirtschaftsgrößen in Deutschland.“

      Das ist kein rein deutsches Problem. Vor allem die USA haben das so gemacht. Siehe Apple, verlängerte Werkbank in Fernost, nannte man das.
      Dass die Chinesen sich aber nicht mit verbundenen Augen an diese Werkbänke gestellt haben, nahm man für eine kurze Phase höherer Rendite in Kauf. Shareholder Value Denken ist eben keine langfristige Strategie.

      • böse Chinesen…

        • Wieder Spätschicht heute, peter p? Viel Spaß bei Ihrer Fleißarbeit, wie viel zahlt man Ihnen dafür? Und wer?

          -1
        • Sie scheinen ja ein ganz minderbemittelter Troll zu sein.
          Lassen Sie gefälligst die Leute hier in Ruhe!

          -2
      • Yepp, die Globalisierung bricht dem Westen alle Knochen.

  • Richtiger wäre wohl Automobilindustrie in D…
    Oder denkt hier wirklich irgendjemand, dass Unternehmen wie VW, Mercedes, BMW und Co., nebst größter Zulieferer verschwinden??
    Das sieht doch alles wie ein absichtlich herbeigeführt, politisch gewollter und allgemein akzeptierten Niedergang Deutschlands aus…
    Oder warum wird von genannten Unternehmen extrem viel im Ausland investiert? Schaut euch um, nicht Europa wird deindustrialisiert…
    DEUTSCHLAND, Frankreich, England schon…
    Durch bildungsferne, idiologisierte rotgrünwoke Politik und Bevölkerung…
    Der Rest Europas, gerade der Osten, profitiert…

  • Nach der Kohle-, Atomindustrie und der Bankenindustrie ist jetzt die Automobilindustrie mit dem dazugehörigen Maschinenbau an der Reihe. Die deindustrialiserung schreitet voran. Alles für ein grünes und sozialistische Deutschland!

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