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ARD-Interview

Söder: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche ist wirklich nicht zu viel verlangt“

Markus Söder will, dass die Deutschen mehr arbeiten und weniger darüber monieren: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche ist wirklich nicht zu viel verlangt“, so der bayerische Ministerpräsident im ARD.

Von

Markus Söder findet eine Stunde Mehrarbeit nicht der Rede wert. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine längere Arbeitszeit in Deutschland für Arbeitnehmer. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ am Sonntag plädierte der CSU-Chef dafür, dass Beschäftigte im Schnitt mehr arbeiten sollten, um die Wirtschaft zu stärken. Schon eine kleine Änderung könne viel bewirken, sagte er: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche würde uns enorm viel Wirtschaftswachstum bringen und ist wirklich nicht zu viel verlangt.“ Zugleich unterstützte Söder einen Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz, die telefonische Krankschreibung wieder abzuschaffen.

Außerdem sprach sich Söder in der Sendung für die Einführung eines sogenannten Karenztags aus. Das würde bedeuten, dass Arbeitnehmer am ersten Tag ihrer Krankheit keinen Lohn erhalten würden. Ziel sei es, kurzfristige Krankschreibungen zu reduzieren. Söder begründete das mit einer Beobachtung aus dem Arbeitsalltag: „An Brückentagen ist Deutschland immer etwas kranker als wann anders.“ Zudem soll, so der bayerische Ministerpräsident weiter, die Rente mit 63, die besonders langjährig Versicherten einen früheren abschlagsfreien Ruhestand ermöglicht, schrittweise zurückgebaut werden. Die Bundesregierung müsse die Reformen rasch angehen und nicht auf die lange Bank schieben, so Söder weiter. Besonders die SPD nimmt er dabei in die Verantwortung. Anstehende Landtagswahlen dürften aus seiner Sicht kein Vorwand sein, um unpopuläre Reformen zu vertagen.

Erst vor Kurzem hatte auch der hessische CDU-Ministerpräsident Boris Rhein zu Mehrarbeit aufgerufen. Im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland Mitte Januar forderte der CDU-Politiker, dass Deutschland mehr arbeiten müsse. „Wir müssen uns in Deutschland daran gewöhnen, wieder mehr zu arbeiten“, sagte Rhein. Das sei auch nichts Schlechtes, findet der Ministerpräsident; das „kann sehr erfüllend sein“.

Ein Vorbild für die Arbeitsmoral sieht Rhein in Griechenland. Das Land habe nach der wirtschaftlichen Krise einen enormen Aufschwung erlebt. Dort werde, so der hessische CDU-Chef, über eine Sechs-Tage-Woche diskutiert. „In Deutschland dagegen debattieren wir über eine Vier-Tage-Woche“, kritisiert Rhein. „Wer etwas leistet, hat von Staat und Gesellschaft mehr zu erwarten als jemand, der weniger leistet“, so sieht Rhein den Grundsatz bei der Debatte über Leistungsbereitschaft. Jemand, der etwas leiste, schaffe etwas für die Gemeinschaft: „Jede Gesellschaft lebt von Menschen, die sich jeden Tag anstrengen.“ Die Vorstellungen von „rücksichtslosen Karrieristen“ und „skrupellosen Kapitalisten“ lehnt er ab.

Auf Nachfrage, ob Rhein auch für eine Sechs-Tage-Woche für Deutschland plädiert, weicht er aus. Für ihn sei klar: „Mit einer Vier-Tage-Woche und weniger Arbeit werden wir unseren Wohlstand nicht halten.“ Leistung hätte in Deutschland einen negativen Klang. Als Beispiel nennt der Ministerpräsident Diskussionen über „Work-Life-Balance“.

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Auch Bundeskanzler Merz hatte die Arbeitsbereitschaft der Deutschen kritisiert. „Sind wir bereit, in einer solchen Zeit mit solchen Herausforderungen uns alle gemeinsam noch einmal richtig ins Zeug zu legen, anzustrengen und richtig zu zeigen, dass wir bereit sind, etwas Außergewöhnliches zu leisten?“, fragte er die Besucher der Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg Mitte Januar. „Ein Land, das mit Work-Life-Balance und Viertagewoche mehr beschäftigt ist als mit seiner Wettbewerbsfähigkeit, wird den Wohlstand, den wir heute haben, nicht halten können“, so der Kanzler damals weiter.

jw

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184 Kommentare

  • Für (noch) mehr arbeiten, damit es Anderen gut geht bin ich nichtmal (mehr) bereit 10 Minuten länger zu bleiben!

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    • Geht mir genau so, als selbständiger Handwerker! Der Maggus kann ja länger arbeiten wenn er will!!

      • Der Maggus kann mich gern haben. Genau wie der Fritz. Ebenso wie der Rest der Trümmertruppe.
        Solange wir die halbe Welt alimentieren, hier und im Ausland, solange auch nur eine Eurone an Nichtleister fließt, werde ich einen feuchten Schmier tun. Allerhöchstens werde ich meine Arbeitszeit weiter reduzieren. Guten Morgen.

    • absolut verstaendlich !

      problem nur, der arbeitnehmer, der sich nicht fuegt, wird trotzdem den kuerzeren ziehen.
      der politik ist egal, ob die menschen fuers gleiche geld mehr arbeiten oder fuer gleiche arbeit weniger geld bekommen.
      fuer sie ist es immer win-win, fuer den arbeitnehmer lose- lose.

      wer das nicht unterstuetzen moechte, sollte das land verlassen.
      es lohnt sich fuer nahezu jeden !
      und viele haben es bereits getan.
      siehe auch hier:

      https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/grosse-abwendung-deutschland-zieht-aus/

      (,mit hunderten kommentaren, das thema engagiert viele betroffene)

      • Wenn wir weniger Geld haben, dann hat auch der Staat weniger Geld, Wenn keiner mehr arbeitet ist die Regierung pleite, die wütde dann mit Sonderschulden weiterleben, so lange es geht.

        • Wenn die Regierung, der Staat pleite ist, hat er immer noch seine Staatsbürger, die für den Staat dann bürgen (müssen)!

          14
        • Die kriminelle Regierung verschleppt die Staatspleite gerade, die durch EU-Sanktionen und ideologische Kriegstreiberei entstanden ist.
          Oder warum braucht Germanistan 800 Milliarden Schulden/Sondervermögen?

          3
      • Super Artikel von Roland Tichy !!
        Wer kann und will, sollte ihn weiterleiten – auch an Bürgermeister, Politiker & Co.

    • Der Söder ist für mich als Mensch und Politiker untragbar geworden.
      Er hat in der Pandemiezeit gezeigt wozu er fähig ist.
      Solche Leute gehören abgewählt und man sollte alles was von solchen Politikern gefordert wird ignorieren.

    • Ich auch nicht. Und die Unternehmer haben den ganzen grünen Wahn mitgemacht.
      Die brauchen jetzt nicht rumzuheulen. Nicht mehr auf uns kleine Leute! Ich bin selbständig seit über 30 Jahren und meine ganzen Kunden z.B: thyssenkrupp Automation Engineering, sind letztes Jahr raus aus Deutschland, und fast alle meine Kunden wie Maschinenbauer sind auch weg aus Deutschland. Der Rest ist ab absterben. Es läuft gar nichts mehr. Selbst bei unserer Ferienwohnung ist im Januar Ende gewesen.

      • @Wortleser
        Der Witz daran ist ja auch welche Wähler schichten da wohl am meisten zur Mehrarbeit aufgerufen werden ! Das wird wohl eher keiner aus dem Linke Spektrum werden ! Im Grunde sind es wohl die blauen die das linke Paradis hinter der Brandmauer retten sollen 🙂

        • @Olaf.Kloeckner
          Ja sicher. Die absolute Mehrzahl der produktiv arbeitenden Bevölkerung besteht aus Rechtskonservativen. So war es immer. Das sind die kleinen Selbstständigen, die Handwerker, die Bauern usw. Ohne die läuft hier nichts. Und genau die sollen für die Verschwendungssucht der Politik herhalten. Und als wäre das nicht mehr als genug Ungerechtigkeit, kommen auch noch mehr Bürokratie, Verordnungen, ein Vermögensregister, der Bargeldentzug, Kriminalität, Meinungsstrafen und haste nich gesehen auf diese untere Mittelschicht zu.
          Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt !!

          4
    • Ganz genau !!!
      Nicht länger, sondern weniger – so wird ein Schuh draus.
      Wenn unsere Politiker meinen, man solle für Fremde länger arbeiten, dann sollen sie doch in die Fremde gehen und es dort selber tun.
      Schluß mit der Ausbeutung der eigenen Bürger zum Wohle von Hünz und Künz.
      Es ist doch einfach nicht zu fassen, was die mit dem ganzen Land hier machen.

      • Tz, das muss man sich mal überlegen : die schaffen hier millionen „Arbeitskräfte“ rein, ruinieren aber die Wirtschaft, folglich bekommen wir immer mehr Arbeitslose, also sollen die die noch einen Job haben länger arbeiten, damit der Staat irgendwie zu Geld kommt.
        Gleichzeitig schmeißen sie das höchste Steueraufkommen seit anno tobak zum Fenster raus. Es könnten locker 100 Mrd. im Jahr für „Entwicklungshilfen“ und „illegale Migration“ eingespart werden – vermutlich noch viel mehr, wenn man aus solchen Vereinen wie EU, UN, WHO austreten würde.

    • Warum länger Arbeiten?
      Für Fahnenflüchtige aus der Ukraine oder Bauern aus Syren?
      Die nebenbei vollumfänglich versorgt werden, während die CDU verlangt, daß der Arbeitnehmer die Zahnarzkosten selber übernimmt!

      Abgesehen davon, angenommen es gäbe durch eine Stunde länger arbeiten einen positiven Effekt.
      Was wäre denn die Folge? Der Staat läd noch mehr Elend nach Deutschland ein, sponsort noch mehr Windkraftanlafgen usw.
      Die zusätzlichen Steuereinnahmen wären in kürzester Zeit verschwendet.

  • Oder als Politiker eine Stunde weniger Tennis spielen, wenn die Hütte brennt.

    149
    • Oder, wie Herr Söder, Arbeitszeit damit zu verbringen, peinliche Fressbilder im Internet zu verbreiten.

    • Das kann man so pauschal nicht sagen. Manchmal wäre es besser, wenn diese Typen nur noch Tennis spielten. Dann hätten sie keine Zeit mehr, dieses Land zu ruinieren.

      • Guter Gedanke. Alle Politiker bei vollem Lohn in Rente zu schicken wäre sicher volkswirtschaftlich billiger, als sie weiterholzen zu lassen; denn man muss es so sagen: sie richten nur Schaden an.

    • Simon…insgesamt wäre ein Teil-Arbeitsverbot für politische Protagonisten der bekannten Art anzudenken. Eine Kürzung deren „Arbeitszeiten“ um 90 % würde zu 80 % positiv wirken, für uns alle. Gleichzeitig den Debattierclub um 50 % verkleinern. Win—–? Satire Ende

    • 3.000.000 Arbeitslose + 5.000.000 Mio Bürgergelder = 8.000.000 NULL Stunden‼️
      Frage: Was ist 8.000.000 x 0 x 1 ❓
      🤣

    • Wieso eigentlich mehr arbeiten, wenn Mio im Bürgergeld gar nicht arbeiten?

    • Für die schlechte Arbeit der Bundesregierung sollten alle eine Stunde weniger arbeiten.
      Es ist nicht Aufgabe der Bürger die schlechte Arbeit und die Selbstbedienungsmentalität der Politiker auszugleichen. Die arbeitende Bevölkerung leistet jeden Tag. Das Defizit liegt in der Politik und je weiter oben, umso schlimmer wird es.

    • Der sollte von uns `ne Abmahnung bekommen.

      Diesen Politikern fehlt jeder Respekt vor ihrem Arbeitgeber – dem Volk.

    • Oder den Ukrainern das Bürgergeld streichen und knapp 1 Mio. Gäste mit abgelehntem Bescheid in deren Heimat fliegen lassen.

  • Das Problem besteht nicht darin, daß diejenigen, die arbeiten, zu wenig arbeiten, sondern darin, daß zu viele gar nicht arbeiten.

    • Und was ist mit einer Stunde mehr Geld für die Leistungsträger? Der Konsum kann mit mehr Arbeit der noch Arbeitenden nicht angekurbelt werden. Was ist mit den Goldstücken im Bürgergeld? Sollen die weiterhin ausschlafen um dann hier zu gesunden? Fragen über Fragen. Löwe, sag was

  • Ich habe gerade im vergangenen Jahr nach 41 Arbeitsjahren das Angebot meines Arbeitgebers angenommen, die Wochenarbeitszeit auf 33 Stunden zu reduzieren. Montags ist zukünftig Teil meines Wochenendes.
    Das bleibt jetzt so bis Renteneintritt…..

    • Und Sie tun wirklich gut daran.

      Eine gute Zeit wünsche ich Ihnen!

  • Jo, Herr Söder.
    Mir fällt auf das die Plenarsäle meist Freitags spärlich besucht werden.

    • Und der Rest sind kreischende Weiber der Antifa!

    • Niemand…das selbe gilt wohl für viele EU-Protagonisten. Beginnend Donnerstag Abend ab sind viele Flüge (wohin) gut ausgebucht. Meist ab Brüssel und Straßburg. In welcher Klasse dort eingecheckt wird, entzieht sich mir.

  • Eine Stunde Mehrarbeit pro Woche bei gleichem Lohn entspricht einer Lohnsenkung von ca 2,5%.

    • Es geht doch gar nicht um die Stunde . Welche Parteien haben das Land überhaupt mit ihrer Politik der Letzten Jahrezehnte an die Wand gefahren .
      Millionen im Bürgergeld ,Millionen als Migranten in den Sozialkassen und jetzt Millionen Arbeitslos . Dazu eine Katastrophale Energiepolitik usw .
      Unser Problem ist nicht die Arbeitsmoral oder Effektivität . Unser Problem sind Politiker wie Flexi Söder Bas Merz Klingbeil Prien usw . mit ihrer gegen das wohl der Bevölkerung und Deutschlands gerichteten Politik .

      • Was deutsche Politiker hier betreiben ist nicht Unvermögen, es ist „Vorsatz“!
        Und das wird mit dicken Pensionen noch belohnt!

    • Von gleichem Lohn ist ja nicht die Rede, dann bekäme Söder ja nicht mehr Steuern, auf die es ihm einzig ankommt.

      • Söder will das die Arbeiter und Angestellten die kosten der Betriebe senken die durch ihre z.b katastrophale Energiepolitik erst entstanden sind . Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit im Internationalen Bereich . Diesen Fakt muss das Masterbrain wohl bei seiner Öko Orgie verpennt haben zu berücksichtigen !

    • Tja, schon das denen mal vorgerechnet wird, das ist gut. Hilft aber nichts, die werden uns zwingen wollen. Leute zahlt nur mit Bargeld!

    • Lohnsenkung ist das eine, deren inflationäre Politik seit Jahrzehnten das andere. Warum sollte man auf die Verursacher hören? Man reicht doch auch nicht seinem Henker das Beil damit er seinen Job macht.

      Jeder Cent den man vom Raubrittertum entzogen bekommt, wird obendrein GEGEN einen, bzw. das eigene Volk eingesetzt. Jede Minute mehr für diesen transformierten Staat ist eine verlorene Minute.

      Der Staat und deren meist undemokratisch agierenden Regierungsvertreter sind gegen den eigenen Bürger, ergo muss erste Bürgerpflicht heißen NEIN.

  • In der Gegenprobe könnte man sagen: Ein nicht unerheblicher Teil der “ Gesellschaft lebt von Menschen, die sich jeden Tag anstrengen.“

    • 30% „erarbeiten“ die „Freizeit“ für 70%

  • Meine Antwort Herr Söder lautet : „Eine Stunde „gescheite Politik“ in der Woche ist wirklich nicht zu viel verlangt“

  • Wozu? Für Ukraine? Asylanten? Waffen? Kühlschränke in Kolumbien? Radwege in Peru? Damit Politiker sich die Diäten erhöhen?

    Nein danke!

    174
  • Der Vorschlag Herrn Söders hat mich zu der Frage angeregt, ob der Zusammenhang zwischen einer Erhöhung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit und wirtschaftlichem Wachstum wissenschaftlich gesichert ist und ich habe eine KI gefragt: „Langfristiger Wohlstand resultiert primär aus der Fähigkeit einer Gesellschaft, Arbeit durch Kapital und Technologie effizienter zu gestalten, was historisch fast immer mit einer Verringerung der individuellen Arbeitszeit einherging.“ war die Auskunft. Dadurch fühle ich mich in meiner Vermutung bestätigt, dass hier eine Scheindebatte geführt werden soll, die von der Verantwortung der Regierung für die institutionellen Rahmenbedingungen ablenken soll.

    • Darauf hätten Sie aber auch ohne KI kommen können.

      Okay, vielleicht nicht so schnell.

      🙂

  • 2020 habe ich als Selbständiger noch 12 Stunden am Tag gearbeitet jetzt sind es 6 Stunden und ich habe nur unwesentlich weniger Geld. Finde den Fehler… Ich werde nie wieder soviel arbeiten…

  • Genosse Söder bestimmt nicht, was zu viel verlangt ist.

    Das wäre alles.

    • Nein, das bestimmt er nicht, weil es ihn einen Haufen Scheißdreck angeht.
      Was zu viel ist oder zu wenig, bestimmt jeder einzelne für sich selbst.

  • Ich habe dieses Jahr bereits den Resturlaub von 16 Tagen aus dem letzten Jahr mitgenommen. Wir machen bei uns alle ordentlich Überstunden, obwohl unsere Tariferträge etwas anderes aussagen. Die Kollegen sind bei uns nahezu ausgebrannt. Auf Arbeit bricht bis auf die Verwaltung fast alles zusammen. Noch mehr arbeiten ist nicht drin! Zusätzliches Personal wird erst über viele Jahre zu erwarten sein und da man dafür gute Deutschkenntnisse benötigt, wird es noch sehr lange dauern…

    • Jepp. In meiner Firma brennt der Busch, Aufträge ohne Ende. Bereits jetz sind die Bücher bis Ende des Jahres fast voll. Ich hab noch volle 25 Tage Resturlaub, weil viel anliegt. Mit nem Kollegen allein im Januar knapp 200h, obwohl kaum was anliegt. Problem: keine Fachkräfte, und die die kommen: Work-Life-Balance, keine Überstunden, am Wochenende oder Feiertags schon mal garnicht.

  • Generell gebe ich diesem Sozialisten ja recht, nur wo bleiben die Gegenleistungen? Dann sprechen wir meinetwegen auch über 2 Stunden….

    • Mehr Steuereinnahmen (Einkommenssteuer z. B.) für die UA im Speziellen und fürs Ausland im Allgemeinen… DAS sind Ihre Gegenleistungen. Und jetzt freuen Sie sich gefälligst darüber!

  • 10% weniger Steuern und Abgaben sind viel motivierende als eine Stunde mehr arbeiten.

  • In der Tat, es geht nicht um die Stunde. Es geht darum, daß man für so eine Politik, die große Ankündigungen macht, um dann das Gegenteil zu tun, nicht mehr arbeiten möchte, nur um dann gesagt zu bekommen, daß Zahnbehandlungen leider nicht mehr von der Krankenversicherung getragen werden können, nachdem ja schon Brillen als Leistung gestrichen wurden.

    Nein, eine Stunde Mehrarbeit ändert leider genauso wenig wie andere Maßnahmen der Regierung. Das Gefühl zu vermitteln, wir müßte nur anpacken, dann komme das Wirtschaftswunder von alleine, genügt eben nicht, auch wenn manche in der „Forschung“ und in der Regierung das so sehen und meinen, die Grundlage des Wirtschaftswundern von damals sei eben so ein Gefühl gewesen. Aber nein, so doof sind die vielleicht dann doch nicht. Sie meinen es nur gut mit uns. Es stirbt sich besser mit dem Gefühl, einen Beitrag dazu leisten zu können, daß alles besser wird, als mit dem unausweichlichen Abgrund vor Augen.

    • Und die Streichung für Sehhilfen ist doch eh schon ein Skandal. Einer der auch wieder von allen ausgepressten Steuerzahlern einfach hingenommen wird.

      Ohne meine Brille könnte ich gar nicht arbeiten.

      Zum Glück gehöre ich nicht zu denen, die sich die Sehhilfe mühsam ersparen müssen.

      Nix sehen, nix beissen können.
      Wenn das die Zukunft ist, dann lohnt sich arbeiten überhaupt nicht mehr.

    • Bevor ich diese Politik und Forderungen eines Flexi Söders unterstützen würden wäre ich eher noch dafür alle Firmen die der CDU/CSU Mittelstandsorganisation nahe stehen zu verstaatlichen und die Vermögen der Eigentümer einzuziehen .
      Die haben alle bei der Politik Merkels und jetzt Merz ja geschrien !!
      Und bevor ich jemals wieder FDP/CDU/oder CSU wählen würde wäre meine Stimme noch eher bei den Linken !

      • Wir haben es bei CDU/CSU mittlerweile mit völlig verwahrlosten Politikern zu tun.

        Weimer bleibt im Amt.
        Voigt bleibt im Amt.
        Günther bleibt im Amt.

        Und dann wollen uns UNSERE Angestellten auch noch vorgeben, in welche Schrittrichtung wir zu marschieren haben.

        Unglaublich!

        Unfähige, dreiste und freche Politiker, ebenso wie Kriminelle, müssten unmittelbar vom Wähler abgesetzt werden können.

        Nicht in einer Wahl alle paar Jahre.

        Wir bräuchten Abmahnungs- und Widerrufregeln von seiten des Volkes. Zumindest in besonders krassen Fällen der „Vorteilsnahme im Amt“ oder „unsäglicher Verschwendung“ von Steuergeldern.

  • Genau. Ich sehe jeden Monat meinen „Wohlstand“ auf meiner Gehaltsabrechnung, vorallem mit Lohnsteuerklasse 1. 40 Stdn, 5 Tage Woche. Meinen „Wohlstand“ den an der Zapfsäule verbrennen muss um nur auf die Arbeit zu kommen. Meine Stromrechnung die jedes Jahr steigt, obwohl ich weniger Strom verbrauche. Die Lebensmittel die immer teurer werden. „Wohlstand.“ Ich lach mich schlap. #Satire

  • Die berufliche 40-Stunden-Woche muss durch die 21-Stunden-Woche ersetzt werden. Die Arbeitsproduktivität kann durch die 3-D-Druck-Technologie und durch die Nano-Technologie gesteigert werden. Der Kapitalismus muss reformiert werden. Und es muss ein minimalistischer Lebensstil etabliert werden.
    https://jlt343.wordpress.com

    -17
    • Es ist doch jedem selbst überlassen, seine 40-Stunden-Woche durch eine 21-Stunden-Woche zu ersetzen. Oder sucht derjenige nur jemanden, der ihm das finanziert?

    • Mittlerweile kenne ich zumindest einige Menschen, die mit einer freiwilligen Wochenarbeitszeit von 30 Std. gut leben können.

      Viele sind auch bereit dadurch Konsumeinschränkungen in Kauf zu nehmen und einen insgesamt bescheideneren Lebensstil zu führen.

      Warum auch nicht!

      Jeder, wie er mag.

  • So so. Wer also länger arbeitet, wird von Staat und Gesellschaft belohnt, wer weniger arbeitet, hat von Staat und Gesellschaft weniger zu erwarten. Hab‘ ich das richtig verstanden? Und wer nichts arbeitet, wird einfach durchgefüttert?
    Das ist Kommunismus in Reinform.

    Der Staat hat die Bürger für Folgsamkeit weder zu belohnen noch zu bestrafen, das ist keine demokratische Kernaufgabe. Er hat auch niemanden zu versorgen oder durchzufüttern, dafür ist zunächst mal jeder für sich selbst verantwortlich. Er hat geschäftsführend für den Bürger den Boden zu bereiten für ein freiheitlich selbstbestimmtes Leben. Mehr nicht.

    • —Er hat geschäftsführend für den Bürger den Boden zu bereiten für ein freiheitlich selbstbestimmtes Leben. Mehr nicht.—

      Das ist der Kernpunkt.
      Das unterschreibe ich sofort.

      Der Staat mischt sich in viel zu vieles, zu vieles und nochmal zu vieles ein.

      Selbstbestimmung ist zu einem Begriff aus einer anderen Zeit geworden.

    • @ Butter
      Volle Zustimmung.

  • Vielleicht sollte man zunächst mal darauf hinwirken, dass diejenigen mit Null Arbeitsstunden pro Tag auf 7-8 aufstocken. Das ist wohl eher nicht zuviel verlangt.

  • Ich hätte ne andere Frage Hr. Söder. Ist zwar nicht ganz das Thema, aber irgendwie hängt ja doch alles zusammen. Deutschland befand sich ja die letzten 30 Jahre in einem wirtschaftlichen Aufschwung oder? Deutschland hat die weltweit dritthöchsten Steuereinnahmen oder? Was ist denn bitte mit dem Geld passiert? In die Infrastruktur wurde es nicht investiert, nicht in die Verteidigung, nicht in die Bildung und auch nicht ins Gesundheitswesen, wenn ich mir den heutigen Zustand dieser Sektoren ansehe. Wo ist das Geld geblieben?????

  • Der Appell von Herrn Söder, länger zu arbeiten, sollte direkt an Verdi gerichtet sein. Im aktuellen Streik wird u.a. gefordert, künftig noch weniger arbeiten zu wollen.

  • Erster Schritt muss sein, dass Regierung und Gewerkschaften sich einig sind. Wenn einer „Hüh“ und der andere „Hott“ sagt, wird das leider alles nix.

    -23
    • Blödsinn, die waren sich doch schon immer einig, auch wenn’s nach außen anders rüber kam

  • Das Faulheit von der Regierung nicht belohnt wird ist auch nicht zuviel verlangt.
    Mindestens 2 Millionen Arbeitsfähige x 42 Stunden / Woche sind bereits 84.000.000 zusätzliche Arbeitsstunden.
    Vorschlag: Die 1 Stunde Mehrarbeit steuer- und sozialversicherungsfrei.

  • Es kommt immer drauf an für was, Hr. Söder, es kommt immer drauf an.

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