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2022 bis 2025

Baden-Württemberg zahlte 553.000 Euro an Journalisten

Baden-Württemberg zahlte zwischen 2022 und 2025 über 553.000 Euro an Journalisten – vor allem an freie Medienschaffende und private Medienvertreter, aber auch an öffentlich-rechtliche Redakteure für Moderationen, Vorträge und Beratungen.

Baden-Württemberg zahlte Hunderttausende an Journalisten (IMAGO/Arnulf Hettrich)

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Zwischen 2022 und 2025 hat die grün geführte Landesregierung Baden-Württembergs Journalisten insgesamt über 553.000 Euro gezahlt – teils für Moderationen, Vorträge oder medienbezogene Beratungen. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion hervor, die der Jungen Freiheit vorliegt. Nach Angaben der Regierung entfielen davon rund 376.000 Euro auf freie Journalisten und private Medienvertreter.

Etwa 177.000 Euro flossen an Beschäftigte öffentlich-rechtlicher Anstalten, vor allem an Moderatoren und Redakteure von ARD, ZDF, SWR, Deutschlandradio sowie deren Partnerprogramme Phoenix, Arte und 3sat. Die Honorare standen meist im Zusammenhang mit Veranstaltungen ministerieller Stellen, seltener mit Schulungen oder Vorträgen. Deutlich höher war jedoch das Volumen der Aufträge an freie Medienschaffende, darunter zahlreiche kleinere Honorare, die sich über die Jahre zu einem beträchtlichen Gesamtbetrag summierten.

Die Ausgaben konzentrierten sich besonders auf die Jahre 2024 und 2025, als jeweils etwa 220.000 Euro gezahlt wurden. Nur 6.000 Euro entfielen noch auf 2022, auf 2023 107.000 Euro. Hauptauftraggeber war das Staatsministerium von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, das rund 133.000 Euro ausschüttete – überwiegend an private Journalisten. Auch das von Thekla Walker (Grüne) geleitete Umweltministerium verzeichnete hohe Ausgaben von mehr als 117.000 Euro, gefolgt vom Kultus-, Verkehrs- und Wirtschaftsministerium, die zusammen rund 80.000 Euro beisteuerten.

Darüber hinaus finden sich nicht zugeordnete Posten bei verschiedenen Landesbehörden, hauptsächlich im Innenbereich, etwa für Kommunikationsschulungen, Interviewtrainings oder Rhetorikseminare. Insgesamt listet die Anfrage 36 Auslandsreisen mit journalistischer Begleitung auf. Bei 30 davon übernahm das Land laut Antwort Kosten in Höhe von rund 73.900 Euro – etwa für Reisen nach Japan, Südkorea, den USA oder Israel. Auch freie Journalisten und Vertreter regionaler Zeitungen waren beteiligt. Für eine Delegation in die USA im November 2025 lag zum Zeitpunkt der Anfrage noch keine Abrechnung vor.

Schon in der Vergangenheit fiel das grün regierte Baden-Württemberg mit teils absurd hohen Zahlungen an Journalisten auf. Im Rahmen einer Corona-Impfkampagne der Landesregierung im Jahr 2021 trat etwa Eckart von Hirschhausen als prominenter Unterstützer auf. Dabei präsentierte er den sogenannten „Impf-O-Mat“, der laut offizieller Beschreibung „Impfvorsichtigen“ als „Entscheidungshilfe dienen“ sollte. Hierfür erhielt Hirschhausen ein Honorar von 71.400 Euro (Mehr dazu hier).

Lesen Sie auch:

In Baden-Württemberg hat der Wahlkampf gerade begonnen. Ein neuer Landtag wird am 8. März gewählt. Baden-Württemberg gilt im Westen Deutschlands als eine der Hochburgen der AfD. Angeführt werden die Umfragen infratest dimap zufolge jedoch von der CDU mit 29 Prozent. Die AfD kommt auf 21 Prozent und knapp dahinter notieren die Grünen mit 20 Prozent

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60 Kommentare

  • Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

    • Nur Böswillige würden hinter diesen Zahlungen eine Form von Schmiergeld vermuten.

      • Ja, nur extrem pöse Menschen würden das tun.

      • Sowas würd ich niemals denken.

  • Wer von der Regierung Geld annimmt, ist kein Journalist.

    • Staats- oder Regierungsjournalist ist wohl die Berufsbezeichnung ?! Versammlungsort sind warscheinlich diverse Jets der Flugbereitschaft der Bundeswehr. da ist man dann vermutlich unter sich.

    • In meinen Augen ist das Diebstahl und Veruntreuung von Steuergeldern !
      Da darf es für Kretschmer eigentlich keine Pension sondern eher Strafverfahren und Gefängnis in nächster Zeit geben .
      Deutschland ist mehr Kleptokratie als Demokratie geworden .

    • Journalist schon, aber derjenige muss sich dann auch als Hofberichterstatter bezeichnen lassen.

  • Wichtig für die Demokratie.

  • Seilschaften, woher kenne ich den Begriff, ausser im Alpinismus.

  • Man beißt nicht die Hand, die einen füttert…

  • Die horrenden Ausgaben des baden-württembergischen Staatsministeriums dafür, journalistisch nicht darüber zu berichten, warum der dortige Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Absage von so manchem offiziellen Auftritt damit begründet, „krank“ zu sein, erfordert inzwischen zumindest eine wissenschaftliche Untersuchung. Gerade in Zeiten, in denen sogar Bundeskanzler Friedrich Merz reklamiert, dass vermehrt eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt ist, die keinen Anlass hat, sollte öffentliches Geld sinnvoller ausgegeben werden. Es böte sich dabei an, auf dem Gebiet der „Pathologie organisierter Arbeitssituationen“ (Löffler/Sofsky, 1986) einschlägig bewanderte Soziologen zu beauftragen, die dazu endlich den ohnehin längst überfälligen Aufschluss gewinnen.

  • Der zur Aufklärung, Wahrheit und Klarheit verpflichtete Journalist ist demokratierelevant, systemrelevant für regelbasierte Ordnungen und insgesamt zivilisationsrelevant! Die VOPR 30/53 setzt die Anfangsbedingungen: Selbstkosten + 6% als Netto sind ohne Wettbewerb im öffentlichen Preisrecht verankert.
    Darüberhinaus: muss Journalismus einen freien und unabhängigen Anspruch auf Vergütung realisieren! Weil der Journalist humane Ordnungen gegen unsichtbare digitale Ordnungen verteidigen können muss!
    Ähnlich wie bei Rechtsanwälten und freiwilliger Gerichtsbarkeit muss das geregelt werden, weil sonst Stiftungen, Staats und Millardäre Journalisten finanzieren!

    Vorschlag im RealLabor erarbeitet:
    https://www.berlin-mitte-zeitung.de/public-media-compliance-honorare-tarife/

    • Nettes Essay, leider berücksichtigt das kein Haltungsjourno. Die alternativen Medien sind hingegen different.

  • Bei Bismarck hieß das „Reptilien-Fonds“, Damit wurden am Haushalt vorbei Journalisten für regierungsnahe Texte bezahlt.

    • …bei Kohl war es Bimbes.

    • … gemeint sind also Kriechtiere

  • „Geschichtsunterricht! Oder Lernerfolge Null !“

    Paul Joseph Goebbels war einer der einflussreichsten Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus und einer der engsten Vertrauten Adolf Hitlers. Als Gauleiter von Berlin ab 1926 und als Reichspropagandaleiter ab 1930 hatte er wesentlichen Anteil am Aufstieg der NSDAP in der Schlussphase der Weimarer Republik.
    Quelle Wikipedia

    • Mao Zedong (1943 – 1976) – 78 Millionen
      Jozef Stalin (1922 – 1953) – 23 Millionen
      Adolf Hitler (1933 – 1945) – 17 Millionen
      König Leopold II von Belgien (1865 – 1909) – 15 Millionen
      Hideki Tojo (1941-1944) – 5 Millionen
      Ismail Enver Pasha (1913 – 1919) – 2,5 Millionen
      Pol Pot (1963 – 1981) – 1,7 Millionen
      Kim Il Sung (1948 – 1994) – 1,6 Millionen
      Mengistu Haile Mariam (1974 – 1991) – 1,5 Millionen
      Yakube Gowon (1966 – 1975) 1,1 Millionen

      • Merkel ;
        Trampolinhüpferin .

    • Edward Bernays Buch „Propaganda“ gehörte wohl auch zu seiner bevorzugten Lektüre, Sachen gibt’s. Übrigens wurde der Begriff Propaganda später in Public Relations umbenannt, ist ja auch viel eleganter und unverdächtiger.

    • Wie wir lesen konnten scheint es wieder jede Menge von denen zu geben.

  • Im Mittelalter hielten sich die Könige und Fürsten Lobhudler.
    Ich glaube das wäre die richtige Bezeichnung für einen Journalisten der von der Regierung Geld nimmt. Ist nichts verwerfliches, wenn es jedem klar ist, wie bei einem Pressesprecher.

    • Hofnarren wurden auch gehalten…..

  • „Kommunikationsschulungen, Interviewtrainings oder Rhetorikseminare“.
    Man hat schon den Eindruck, dass diesen Medien mehr daran gelegen ist, die Politik darin zu unterstützen, sich gut zu verkaufen, anstatt, dass sie ihrer Pflicht als „4. Macht im Staate“ nachkommen.

  • So sieht der von MP Günther CDU und Links-Grünen gewollte Journalismus aus. Wenn die Regierungs-Propaganda erfüllt wird, gibt es Steuergeld als Belohnung. Kritische Berichterstattung hingegen muss zensiert werden.

    • Konsequenterweise wird es perspektivisch einen VEB „Sozialistisches Arbeitskollektiv verdienter Journalisten“ geben, die genau die eine staatlich verordnete Wahrheit über UNSEREDEMOKRATIE wiederkäuen. Alles andere wird verboten.
      Dann brauch’s auch keine Zensur mehr.

      • dazu noch einen Brandmauer Orden vom Frank-Spalter

      • Das Sozialistische Arbeitskollektiv hat dann wieder zwei Instanzen für „die Wege der Wahrheit“: -> ‚HO‘ (Handelsorganisation) und -> ‚Konsum‘.
        Hat dann auch seine positive Seite: endlich gibt’s dann wieder den erzgebirgischen ‚Kumpeltod‘ (den Deputatschnaps für Bergarbeiter) – die NullkommaSieben zu 1,12 Mark. So wird auch Wahrheit verträglich! … also, die Mischung macht’s.

      • Und Wandzeitungen wie in Nordkoread sind auch kostenlos.
        Hat es in meiner extrem Grün-Linken Uni Stadt schon.

        In neuen Deustchen Sozialismus
        kann Mann/Frau/Diverses/Genossinnen/Vierbeiner:innen
        dann für die nächsten 5 Jahre alle Schlagzeilen planen.

        So geht Zukunft! Hat weder China noch das Vorbild die UDSSR!

    • Was die Prawda Schreibt ist immer Wahr !

      Welche Medien gehören nun zum Prawda-Günther-Grünen Netzwerk ?

      • Prawda = Wahrheit (russ.)

        Und jeder Kommunist wird bestätigen, dass kommunistische Blätter ausschließlich die Wahrheit schreiben. Fragen Sie Kreischinek!

      • die prawda ist Putin info und Putin hat mit den schäbigen klimaoligarchen aufgeräumt

  • Der Mann auf dem Titelbild ist auch nicht mehr wirklich satisfaktionsfähig… 😉

  • Sind das dann “ gekaufte Journalisten“ ?

    • Na klar nur gemietete Buchstaben-Zusammensetzer:innen

  • Nennt man das noch unabhängigen Journalismus?

    • Kommt ganz drauf an, wer „man“ ist.

  • Die Regierenden kaufe sich die Presse mit dem Geld der Bürger, um diese 24 Stunden am Tag manipulieren zu können. Nichts neues, aber immer wieder erschreckend.

  • Offenkundig Korruption, wer geht dafür ins Gefängniss?

  • Tschechien schafft den ÖRR ab (beachte: Rundfunk, nicht TV) und bezahlt 2027 aus dem Staatshaushalt. Die diamant-scharf geschliffene Logik – heute von @mediasres im DLF – „einmal im Jahr muss der Rundfunk bei der Finanzministerin antreten, um zu wissen: wer bleibt und wer geht!“ … eine beneidenswerte Logik von Willkür (Zitat ‚wir bekommen keinen Anruf aus dem Kanzleramt‘) , die uns hier also so völlig unbekannt …

  • Aha Moderationen,Vorträge und Beratungen.Wohl eher für „die richtigen Nachrichten“.

  • So sieht „unabhängiger Journalismus“ in der Praxis aus.

  • Propaganda,Agitation und Manipulation kostet Geld.
    Dss fällt denen alles bald auf die Füsse.

  • Eine Maoist und linksgrüner Extremist….was stimmt mit diesen Wählern nicht?

    • Ihnen wurde die Fähigkeit abtrainiert, Kausalzusammenhänge erkennen. Weiterhin wurden sie konditioniert, beim Erkennen und vor allem Benennen von Kausalzusammenhängen überwältigende Scham- und Schuldgefühle zu empfinden. Drittens wird die solchermaßen erzeugte, verdrängte und aufgestaute Aggression auf Abweichler umgelenkt.

    • Ganz einfach Wohlstandsträumerinnen.

      Frauen wollen in BaWü immer einen alten Bauernhof mit vielen Tieren.
      Der Mann soll möglichst Tag und Nacht bei einem Konzern schuften
      um das zu bezahlen.
      Dann hat er auch keine „Nachtgedanken“ an seine Partnerin.

      Habe ich mehrfach in meiner Nachbarschaft (alte Uni Stadt).
      Ist sehr, sehr verbreitet hier und wird auch sehr oft so durchgezogen.
      Die Grün Linken Stars gründen dann super gerne einen Gnadenhof.
      Bringt Spenden und Staatliche Förderung.
      Dort kann man sich dann ungestört über Vulkangruppen Themen
      uns so unterhalten.

      Die Tageszeitung hier kennt das und deckt das.

      Fakt

  • Wieso werden Journalisten des ÖRR noch mal bezahlt? Völlig überflüssig, die bekommen schon Steuergelder aus Zwangsgebühren.

    Und bei all den Politsprechern, Pressesprechern und Juristen war keiner dabei, der beraten oder moderieren könnte. Schwaches, armseliges Bild. Muss man also davon ausgehen, dass BaWü nur N9chtskönner eingestellt hat und somit auf Externe angewiesen ist sie zusätzlich zu den Angestellten bezahlt werden müssen. Unfassbar wie Politiker mit dem ihnen unter Zwang gegebenem Geld umgehen.
    Dafur würde man außerhalb der Politik angezeigt werden wegen Verschwendung von anvertrauten Geldern.

  • Der Maoist Kretschmann und seine „Medienberater“ wissen eben, wie es geht. Eine Hand wäscht die andere. Da helfen die fleißigen Journos doch gerne mit…gegen eine kleine Aufwandsentschädigung, versteht sich. Die Anfrage in den verbleibenden 15 Ländern dürfte nicht anders ausfallen.Deswegen gibt es ja alternative Medien….die dringendst vor der nächsten Wahl „entfernt“ werden müssen. Da verwette ich meine beiden Waschlappen.

  • Bezahlte „Journalisten“? Wow.

    • Ja, wirklich schockierend! Sowas konnte keiner ahnen…

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