Iran-Schlag: Ist das die Ruhe vor dem Sturm?
Waren Trumps Drohungen an den Iran nur leere Worte – und bleibt nun auch ein US-Schlag aus? Warum ein ähnlicher Trugschluss Maduro hinter Gitter brachte und was die militärtaktischen Überlegungen sind: Ein Überblick.
Im Iran sind tausende Demonstranten erschossen worden und die Welt wartet auf eine mögliche Reaktion der USA. Trump hatte eigentlich genau dieses Vorgehen als rote Linie definiert. Kurz nach dem spektakulären Militärschlag gegen das Maduro-Regime, in dem der venezolanische Diktator höchstpersönlich in einer nur wenige Stunden dauernden Operation festgesetzt und in die USA vor Gericht gebracht wurde, hatte der US-Präsident die klare Drohung in den Raum gestellt, dass es das Mullah-Regime als Nächstes treffen könnte.
Auch das dürfte einigen der Demonstranten im Iran zusätzliche Hoffnung gegeben haben. Lässt Trump sie nun im Stich? So lautet der Vorwurf, nachdem er kürzlich verkündete, dass der Iran die Hinrichtungen der Oppositionellen aussetzt – und das vermeintlich Trumps Forderungen erfüllt. Aber ganz so einfach ist es nicht.
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Eine Entscheidung über einen weiteren US-Schlag gegen den Iran ist offensichtlich noch nicht gefallen. Gut möglich ist, dass das aktuelle Zögern auch militärtaktische Hintergründe hat. Im Nahen und Mittleren Osten befindet sich aktuell nämlich kein US-Flugzeugträger, die US-Navy-Präsenz ist minimal.
Die drei US-Flugzeugträger, die sich auf See befinden, sind aktuell in der Karibik, in den Gewässern um Japan und im Südchinesischen Meer. Letzterer wurde jetzt gen Nahen Osten beordert, seine Ankunft dürfte aber mindestens eine Woche dauern. Somit bleiben fast nur Militäroptionen gestützt auf Landbasen in der Region – und einige der Golfstaaten, wo die USA Truppen stationiert haben, sehen solche Vorhaben kritisch. Auch sind diese Stützpunkte womöglich deutlich vulnerabler für Gegenangriffe als Flugzeugträger.
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Zum Kontext muss man wissen: Für die Operation in Venezuela etwa hatten die USA über Monate Streitkräfte aus Navy, Air Force und Marines in der Karibik zusammengezogen. Daher geht bei nicht wenigen Beobachtern die Vermutung um, dass ein entsprechender US-Militärschlag erst dann passiert, wenn entsprechende Truppen, Schiffe und Flugzeuge in Stellung gebracht wurden. Heißt: Trump braucht Zeit, um einen Eingriff vorzubereiten.
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Tage vor dem Schlag erklärte der US-Präsident, er werde eine Entscheidung über eine Militärintervention in „den nächsten zwei Wochen“ treffen, suggerierte also eine verlängerte Frist für Gespräche. Währenddessen bewegte das US-Militär B-2-Bomber vom amerikanischen Kontinent nach Westen auf die US-Basis in Guam im Pazifik.
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Der eigentliche Schlag erfolgte dann kurz darauf – mit Bombern, die von den USA stattdessen 12 Stunden ununterbrochen nach Osten über den Atlantik und Europa bis in den iranischen Luftraum geflogen waren. Die iranische Luftabwehr hat keine Chance. Womöglich ist also auch die nun angekündigte Flugzeugträger-Verlagerung nur ein solches Täuschungsmanöver – und der eigentliche Angriff findet wieder mit Langstreckenbombern statt. Womöglich bevor der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit seiner „Carrier Strike Group 3“ eingetroffen ist.
Klar ist: Es dürften einige Optionen auf dem Tisch liegen. Trumps Strategie bei entsprechenden Militärschlägen ist es immer wieder, besonders unberechenbar zu sein. Ob er am Ende eingreift, ist damit nicht klar, aber man sollte zum jetzigen Zeitpunkt kaum davon ausgehen, dass ein Angriff bereits abgeblasen wurde.
Auch im Falle Maduros erfolgte das Eingreifen so „spät“, dass es für viele unerwartet kam. Maduros Regime hatte den Truppenaufzug in der Karibik bereits als Bluff abgeschrieben und machte sich über Trump lustig – bis der Diktator dann in Handschellen in einem US-Helikopter landete.
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Im Falle des Irans gilt nun ebenfalls: Wenn Trump seine „roten Linien“ am Ende nicht durchsetzt, droht auch das als Bluff zu gelten – aber Maduros Schicksal zeigt, dass man eben nicht zu früh davon ausgehen sollte, dass Trumps Ansagen wirklich nur leere Worte sind.
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Liebe USA holt euch diese Bärtigen endlich!
wurde trump nicht gewählt, um genau das nicht zu tun???? das ist die gleiche politik wie unter den democrats, die neocons ziehen noch immer die fäden. ein krieg mit dem iran ist nicht im interesse der usa, sondern von israel lange gefordert.
Liebe Iraner, holt euch den Orangenen endlich!
Ach, sie finden das iranische Regime gut?
Du unterstützt das iranische Regime und ich die USA.
Welchen Teil von „Liebe Iraner“ haben Sie jetzt nicht verstanden?
Trump, mach endlich Schluss mit diesem perversen Mullahregime…..die Demonstranten hoffen auf deine Hilfe.
Make Iran free again.
du reagierst genau wie gewollt. emotionen ohne mal 1 minute nachzudenken. das funktioniert immer wieder, weil die leute schnell vergessen, die menschheit lernt nicht dazu.
Ich denke Trump baut erstmal Druck auf, um Verhandlungsmasse zu haben. Bis jetzt hat das Regime immer eingelenkt, sogar nach der Bombardierung. Deshalb brauchen die USA jetzt erst einen Plan, Verbündete und Abkommen, bevor sie loslegen. Ich glaube die Saudis sind noch nicht so begeistert und Katar war gern auf Seiten Irans. Israel will wahrscheinlich nicht einen Krieg anfangen und die Türken haben auch eher ein gutes Verhältnis mit Iran. Ergo muss Trump wieder viele Klinken putzen, bevor etwas passiert
Ja, ist es. Der Katechon erfüllt seine Aufgabe, ein Schadregime nach dem anderen.
Hoffentlich sind Berlin und Brüssel nicht so weit unten auf der Liste.
Gemäß US-Sicherheitsstrategie kann man den Einsatz in Venezuela nachvollziehen. Regimechange und Demokratisierung waren bisher nicht auf der Agenda.
Beim Iran bin ich mir nicht so sicher, ich erkenne einfach zu wenig Nutzen für die USA.
Vielleicht war meine Glaskugel zu billig, sie liefert kein klares Bild.
Können Sie Ihre Selbstgespräche nicht unter der Dusche führen, wie normale Leute?
Der Iran ist ein Verbündeter Russlands und wichtiger Öllieferant für China. Zudem haben die USA die Chance, eine ganze Generation Iraner auf ihre Seite zu ziehen in einer geopolitisch wichtigen Region (inklusive Absatzmärkten für US-Unternehmen). Reicht das als Glaskugelersatz?
Zudem haben die USA die Chance, eine ganze Generation Iraner auf ihre Seite zu ziehen in einer geopolitisch wichtigen Region.
wie im irak naiverweise erhofft?
Nun sagen wir, im Moment noch alles in scheinbar Vorbereitung. Die USS Theodore Roosevelt dampft erst seit dem 14.01.206 ins Rote Meer. Indem Gebiet sind nur die zwei Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse im persischen Golf und ein Zerstörer ebenfalls der Arleigh-Burke-Klasse im roten Meer. Sorry, sarkastisch gesagt, mit drei Fischerbooten kann man nur Symbolik machen. Im Übrigen (erwähnt Keiner) ist nun noch die USS George HW Bush Norfolk (Virginia) seit 13.01.2026 in Richtung Mittelmeer (momentane Satelittenkursdaten) unterwegs. Also erst mal ca. 1 1/2 Wochen noch verbales Geschrei. Fakt ist, es waren sehr viele Flugzeuge in der Luft Richtung Iran, welche zurückgepfiffen wurden. Da war wohl Jemand voreilig. Im Übrigen haben China und Rußland seit der letzten Atacke sehr viel Technik in den Iran verlegt und da bitte auch Pakistan nicht vergessen. Im Übrigen fanden aktuell jeden Tag Gespräche hinter den Kulissen statt, was aber bei uns nicht erwähnt wird.
Noch Nachtrag – wenn der Iran die Straße von Hormus blockiert (was er bereits komplett entsprechend Aufklärung vorbeeitet hat), können auch wir in Deutschland die Kraftstoffpreise mit (sagen wir) vier multiplizieren. Also rote Linien und Gerede hin und her, hier sind verdammt viele Dinge geopolitisch im Spiel – nicht wahr Herr Redakteur.
Der Achim schaut somit lieber weg und rollt noch freiwillig ein paar Baukräne aus? Nur noch irre!
Tztz, ich habe bereits gedient. Du bist dran. Ruf gleich den Panzertoni an.
Ich habe gedient, was hast du vorzuweisen, aussert auf dicke Hose machen?
#Jauchegrube
Gedient ist nicht an der – erwünschten – Kriegsfront gekämpft. Also zieh den Flecktarn aus dem Schrank und marschiere los !
Bullshit-Bingo ! Die Jauchegrube kann sich ja schon mal für die erste Angriffswelle freiwillig melden !
Betr.: FALSCHINFORMATIONEN von Apollinaris
@ SEBASTIAN THORMANN
1) „…der venezolanische Diktator wurde in den USA vor Gericht gebracht …“
F A L S C H !
Fakt ist, als Opfer eines Kidnapping, einem wider dem Völkerecht, ohne Autorisation des hinter den Ahornbaum geführten U.S.-Kongresses, ist Maduro noch stets gewählter Präsident, seine Frau die erste Dame seines Landes. Barry Pollack, Verteidiger des Maduro-Ehepaars, sagte am 8/1 beim Arraignment in New York, im Prozeß gibt’s noch viel zu lachen, über the Donald.
2) „Bereitstellung von Truppen für den Iran-Überfall …“
U.S. Medien zufolge, SPECTATOR Magazine, wurden bereits vor 2 Tagen alle Flugzeuge und viel Personal von der größten Ami-Basis in Qatar – von der seinerzeit der Irak-Überfall ausging – evakuiert und dem Botschaftspersonal auferlegt, keine Besuche auf der Basis mehr vorzunehmen.
Bei der Lektüre des Artikels wird man den Eindruck nicht los, dass der Autor förmlich danach giert, dass Trump seine Soldaten in einen Irankrieg schickt, koste es was es wolle ! Die katastrophalen Folgen eines solchen Tuns interessieren wohl nicht ?
Warum eigentlich ? Wo steht geschrieben, dass die USA dort militärisch eingreifen müssen ? Warum sollte Trump das Leben eigener Soldaten – FÜR WAS EIGENTLICH (?) – opfern ?
Also weiter zusehen, wenn Iranische Bürger abgeknallt werden?
Wer, ausser den USA, könnte eingreifen? Will Merz weitere 13 Soldaten schicken?
Wie kommen sie dazu geradezu zu verlangen, dass ausgerechnet die USA ihre Soldaten in den Krieg schicken und – wenn es dumm läuft – obendrein noch WK III anzetteln sollen ? Geht`s noch ?
Wer soll es richten? Die Deutschen?
Du schaust demnach lieber zu wie die Iraner draufgehen unter diesem Regime.
Diese Diskussion ist bemerkenswert.
Wenn es um die USA geht, fangen die angeblichen Linkenfresser regelmäßig an, sich gegenseitig zu fressen.
Es wäre vermutlich ein Segen für die Welt, verschwände das verbrecherische Regime in Iran von der Bildfläche.
Wirr wie immer. Schade Schrotti.
Das nennt sich Meinungsfreiheit.