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Das große Beben: Wie sich die Wirtschaft von der CDU abwendet

Immer mehr Wirtschaftsverbände und Unternehmen durchbrechen die Brandmauer und akzeptieren AfD-Vertreter als Gesprächspartner. Damit wenden sie sich bitter enttäuscht von ihrem bisher bevorzugten Partner ab: der Merz-CDU.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Verbandspräsidentin Ostermann damals noch einträchtig bei den Familienunternehmertagen im Juni dieses Jahres. (IMAGO/Political-Moments)

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Eigentlich sollte mit einer CDU-Regierung alles besser werden: Als Anfang des Jahres über hundert große Unternehmerverbände – von Gesamtmetall über den Groß- und Außenhandelsverband und den Mittelstandsverband BVMW bis zu Dehoga und dem Verband der Familienunternehmer – zu Protesten im Rahmen eines „Warntages“ unter anderem am Brandenburger Tor aufriefen, richtete sich ihr Unmut noch gegen die rot-grünen Ampel-Reste der damaligen Bundesregierung (Apollo News berichtete).

Ihre Hoffnung: Ein Regierungswechsel, der auch zu einer wirtschaftspolitischen Trendwende weg von Bürokratisierung und zurück zur Marktwirtschaft führt. Doch nun wiederholen sich die Debatten, die schon den Beginn der letzten Merkel-Regierung 2018 prägten. Das Kabinett von Friedrich Merz kehrt den viel beklagten „Marsch in den Sozialismus“ nicht um; im Gegenteil, es sind kaum Unterschiede zur Politik aus der vorherigen Legislaturperiode erkennbar, wie auch Olaf Scholz jüngst in der Zeit begrüßte (mehr dazu hier).

Inzwischen plant jedes vierte Familienunternehmen, im laufenden Quartal Stellen zu streichen. 77 Prozent der von Forsa befragten Unternehmer sind unzufrieden mit der Bundesregierung. Bei den Firmen mit mindestens 50, aber weniger als 250 Beschäftigten äußerten sich sogar 83 Prozent negativ. Dass die Ablehnung der meisten über kosmetische Korrekturen oder ein Pochen auf die eigene Lesart des Koalitionsvertrags hinausgeht, zeigte Arbeitgeberpräsident Dulger am Dienstag, der sich mit klaren Worten ganz grundsätzlich gegen das Rentenpaket der CDU-geführten Bundesregierung stellte.

Das Ende des „Kontaktverbots“ der Familienunternehmer zur AfD erweist sich vor diesem Hintergrund in erster Linie als Notwehr. Seitdem im Frühjahr mit der faktischen Aufhebung der Schuldenbremse durch den abgewählten Bundestag ein zentraler Programmpunkt der CDU abgeräumt wurde, sind viele Unternehmervertreter endgültig verzweifelt.

Im Kontext dieser massiven Ausweitung der Staatstätigkeit habe man im Verband der Familienunternehmer beschlossen, „mit einzelnen AfD-Fachpolitikern ins Gespräch zu kommen.“ Eine Regierungsbeteiligung der AfD lehne ihr Verband aber ab, ihre Positionen akzeptiere man nicht, so die Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann in einer Pressemitteilung über eine Partei, die inzwischen gesamtgesellschaftlich mindestens so breit verankert ist wie die tonangebenden Grünen (mehr dazu hier).

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„Das Überbieten mit immer heftigeren Antifa-Parolen“ habe nichts gebracht, meinte Ostermann gegenüber Apollo News. Jetzt helfe „nur noch die Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD, jenseits von schlichten Kategorisierungen in ‚gut‘ und ‚böse‘.“ Eine Ausgrenzung eines großen Teils der Wähler als Nazis hält sie für irrig.

Auch der Verband der Unternehmerinnen (dort war zuletzt Markus Frohnmaier zu Gast), der Zentralverband des Deutschen Handwerks („Abgrenzung statt Ausgrenzung“) und der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft mit Geschäftsführer Christoph Ahlhaus, dem früheren Ersten Bürgermeister von Hamburg, stehen dazu, bei Abgeordneten nicht nach Fraktionszugehörigkeit zu diskriminieren und sich um eine neue Positionierung zu bemühen.

Gleich zwei Verbände aus besonders gebeutelten Branchen wollen sich mit der AfD austauschen: Der „Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks“ – in dieser Branche stirbt derzeit Traditionsbetrieb um Traditionsbetrieb – und die „Familienbetriebe Land und Forst“. Letztere haben ihre Aufgabe als Interessenverband besonders gut verinnerlicht: Man sei den Mitgliedern verpflichtet, und „entsprechend unparteiisch“ im politischen Kampf, ließ man gegenüber Bild verlauten (Apollo News berichtete).

Nur im Austausch „mit allen demokratisch gewählten Parteien“ könne der Verband seine „Aufgaben erfüllen und die Anliegen der Mitglieder wirksam vertreten“. So wird der AfD erstmals von Wirtschaftsvertretern eine Wirksamkeit im politischen Betrieb zugeschrieben.

Selbst die, die sich nicht zur AfD hinwenden, wenden sich (wieder) von einer CDU ab, die gerade erst von den Merkel-Jahren programmatisch erholt schien. Martin Herrenknecht, Gründer und Vorstandsvorsitzender der gleichnamigen Firma für Tunnelvortriebsmaschinen, nannte die Scholz-Regierung vor einem Jahr im Focus „die schlechteste Regierung, die die Bundesrepublik je hatte“ und die Politik in Deutschland auf einer Veranstaltung von The Pioneer „ein Fiasko“. Das CDU-Mitglied war schon zu Merkel auf Distanz gegangen: Seine Partei habe „keinen Wirtschaftsflügel mehr“, sagte er der Welt 2016.

„Ich vermisse heute Leute wie Roland Koch oder Friedrich Merz“, erklärte er damals noch. Doch damit scheint es jetzt vorbei. „Die Koalition wirkt ideenlos und instabil“, sagte er dem Handelsblatt. Die „Brandmauer“ möchte er allerdings erhalten. Und öffentlich möchte auch kein Chef eines großen Unternehmens weitergehend zitiert werden. Doch hinter vorgehaltener Hand werden viele immer deutlicher. Die Option Minderheitsregierung scheint ihnen gangbar, dann könnte wenigstens die SPD aus der Regierung entlassen werden.

Doch eigentlich geht es inzwischen um mehr: Nicht nur die SPD, auch die CDU erscheint als Hemmschuh von Reformen und willfähriger Vollstrecker des „Marschs in den Sozialismus“. Schon im September hatte der Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Baden-Württemberg gegenüber dem Staatsanzeiger beklagt, die CDU trage die von den Grünen angestoßene Überregulierung mit – konkret benannte er die Klimaziele, neue Vorschriften und einseitige Subventionen. Kurz: „planwirtschaftlich anmutende Verpflichtungen, was genau zu produzieren ist“.

Die CDU schießt nun ebenso scharf zurück gegen ihre früheren Verbündeten. Dennis Radtke, Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, kritisierte gegenüber dem Focus: „Wer als Unternehmerverband die Nähe zur AfD sucht, legt die Axt an die Wurzel unseres Wirtschaftsmodells.“

Auch die Mittelstands- und Wirtschaftsunion meint, die AfD könne „kein Partner für den Mittelstand“ sein. Ihr Programm und ihre Haltung schadeten dem Standort Deutschland massiv, erklärte die Bundesvorsitzende der Parteivereinigung, Gitta Connemann, gegenüber dem Handelsblatt. Es seien die Konzernspitzen in der Pflicht, ihrer „Verantwortung für die Beschäftigten“ nachzukommen, meinte der CDU-Oberbürgermeister von Waiblingen in Richtung Bosch. Auf die Idee, Fehler in der Politik seiner Partei und der von ihr getragenen Regierungen in Bund und Land zu suchen, kam er nicht.

Der für die Bund-Länder-Zusammenarbeit zuständige Staatsminister im Bundeskanzleramt, Michael Meister, warf „der Wirtschaft“ auf X vor, „ihre Haltung verloren“ zu haben. Damit dürfte er auch die Meinung von Friedrich Merz auf den Punkt gebracht haben. Nichts als Unverständnis ernten die verzweifelten Unternehmer auf höchster Regierungsebene. Und CSU-Generalsekretär Martin Huber legte bei Bild noch nach: „Wer als Vertreter der Wirtschaft die AfD als Partner sieht, spielt mit dem Feuer und legt die Axt an das Fundament unserer sozialen Marktwirtschaft.“

Wie eng der Block der Brandmauer-Befürworter immer noch steht, zeigt auch die Reaktion der Deutschen Bank: Die größte Bank der Bundesrepublik hat den Familienunternehmer-Verband kurzerhand vor die Tür gesetzt. Mit Brandmauer-Brechern wollen sich die Betreiber von Veranstaltungsorten wie dem „PalaisPopulaire“, der den Berliner Volkspalast der DDR symbolisch wiederauferstehen lassen soll, nicht gemein machen.

Rossmann und andere sind jetzt in Reaktion auf die Kurskorrektur gegenüber der AfD aus dem Familienunternehmer-Verband ausgetreten; weitere Unternehmen erwägen diesen Schritt. Man muss sich vor Augen führen: Niemand hat gefordert, Inhalte der AfD umzusetzen, geschweige denn, die Partei in eine Regierungskoalition einzubinden. Im Gegenteil. Dennoch sind die Reaktionen erschlagend.

Im Einklang mit der Bundesregierung scheint diesen Unternehmen das Verständnis für die gesamtwirtschaftliche Lage zu fehlen, dafür, wie schlecht es um die deutsche Wirtschaft in ihrer Breite wirklich bestellt ist. Verbandschefin Ostermann wehrte sich in einer Nachricht an Mitglieder der Familienunternehmer: Wer den Ansatz, mit der AfD zu debattieren, diffamiere, stärke letztlich nur die Extremisten.

Wenn die Brandmauer der Wirtschaft tatsächlich fallen sollte, hätte das auch handfeste Konsequenzen für die Finanzen der Parteien. Große Unternehmen und Verbände spenden nämlich regelmäßig hohe Summen an die politischen Parteien, besonders in Wahljahren. Viele bedachten dabei in der Vergangenheit alle relevanten politischen Kräfte in ähnlichem Umfang – ausgenommen die AfD.

Wer für die 2013 gegründete Partei spendete, galt in den letzten Jahren immer wieder als Paria. Manche versuchten über verschlungene, zumindest aus Sicht der Bundestagsverwaltung illegale Wege, Geld an die Partei weiterzugeben. Würden die Budgets der Verbände, Großunternehmen und Firmeneigentümer für die AfD geöffnet, könnte sie neue Spielräume erlangen. Gleichsam müssten die anderen Parteien mit Kürzungen der Zuwendungen, die oft mit einem Erhalt der demokratischen Parteienordnung als solcher begründet werden, rechnen.

Sollte es in absehbarer Zeit zu einer Neuwahl des Bundestages kommen – die im politischen Berlin eigentlich niemand will, nicht einmal die AfD – so könnte hier der entscheidende Mosaikstein für einen erfolgreichen Wahlkampf der einen oder anderen Seite liegen. Ob die AfD aber die Erwartungen ihrer wirtschaftsliberalen Befürworter besser erfüllen würde als die Union, bleibt angesichts der Stärke der sozialpolitisch linken Teile der Alternative offen – bis die Partei erstmals an einer Regierung beteiligt sein wird.

Die Union jedenfalls wird sich nun entscheiden müssen: Fährt sie einen Appeasement-Kurs gegenüber den abtrünnigen Unternehmerverbänden? Oder verbannt sie diese selbst hinter die Brandmauer? Denn wer sich der AfD auch nur einigermaßen neutral nähert, muss ja bekanntlich selbst mit ihr unter einer Decke stecken.

Doch im offenen Konflikt mit ihrem wirtschaftsliberalen Vorfeld wird es schwer für die Union, ernsthaft bei Wahlen zu überzeugen. Ein so gutes Abschneiden, dass weder Sozialdemokraten noch Grüne als Koalitionspartner gebraucht werden, scheint die CDU – anders als die CSU in Bayern – ohnehin abgeschrieben zu haben. Für die Ostverbände geht es zunehmend um die Frage, ob sie ein, zwei oder drei linke Partner für eine Mehrheits- oder wenigstens Minderheitsregierung mit CDU-Beteiligung brauchen.

Daher müsste von dort, wo auch der Unmut in der (geringer organisierten) Unternehmerschaft am größten ist, auch der Impuls für einen neuen Dialog mit Wirtschaft und Opposition ausgehen. Derzeit sieht es aber nicht so aus, als seien die Union und die Politik im Allgemeinen bereit, diesen Schritt zu gehen.

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61 Kommentare

  • Man muss schon fast zu der Überzeugung kommen, Herr Merz will gar nicht liefern. Das Aufrechterhalten der Brandmauer scheint nur ein willkommener Vorwand zu sein. Im Angesicht der vielen Lügenmärchen reiht sich seine Brandmauer nahtlos ein. Gut, dass es auch langsam der Wirtschaft auffällt.

    • Nein, er wollte nie etwas ändern. Er hat einen tollen Wahlkampf hingelegt mit Ankündigungen und Vorhaben, die er nie umsetzen wollte. Alle erinnern sich immer an die Sprüche „Links ist vorbei!“. Als er meinte „Die Agenda wird weiter fortgeführt“, hat offenbar niemand zugehört.

      • Er hat ja auch aus dem Programm der AFD abgeschrieben um einen erfolgreichen Wahlerfolg hinzulegen. Klar darf er nichts davon umsetzen. Sonst heult der sensible Lars. Und Bas versohlt ihm dann den Hintern.

      • Merz ist ein Schwarzrocker … Deren Interessen et vetritt, dafür wurde er fürstlich entlohnt und nicht für seine nicht vorhandenen Qualitäten. Man beachte sein CV

    • Will er auch nicht! Dieser Fatzke ist nur sich selbst der Nächste. Der war schon immer so!

    • Er ist der Abtre… von Merkel

  • Solange der lange Pinocchio rumturnt, solange geht der Untergang weiter.

    • Merz führt die CDU vor aller Augen zur politischen Schlachtbank, weidet alle ihre Werte aus, und reißt ihr die Seele aus.
      Ich vermute, er muss um jeden Preis Kanzler von der SPD Gnaden bleiben, um BlackRock weiter den Zugang zu den deutschen Staatsfinanzen zu sicher und um die deutsche mittelständische Wirtschaft für die Globalisten zu ruinieren. Denn übrig bleiben sollen nur einige Weltkonzerne, welche von BlackRock und Co. kontrolliert werden. Und da stört der zähe und widerspenstige deutsche Mittelstand ganz gewaltig.

      • Bingo, genau so isses….

      • Genau so ist es! Der Mittelstand ist das Herz der deutschen Wirtschaft. Und dieses soll vernichtet werden!
        Danach ist alles möglich. Innere Unruhen, Bürgerkrieg( mit oder ohne blackout), das Kalifat mit Zuständen wie im Libanon!
        Aber leider gibt es in diesem Land genug Leute, die dies wollen!

      • Der Kapitalverwertungsprozess steht derzeit ganz weit oben und wird organisiert vom größten Vermögensverwalter.
        Da spielen die Namen der wichtigen Politiker nur eine untergeordnete Rolle.

  • Merz-CDU? Das ist die Merkel-CDU, wie sie leibt und lebt.

    • Womöglich wurde auch das geschickt eingefädelt, so dass die größte Vermögensverwaltung blackR ihre Politik optimieren konnte.

    • Das sehe ich anders. Merkel hat schlimme politische Fehlentwicklungen zugelassen, aber sie hat immerhin dafür gesorgt, dass die Wirtschaft floriert. Die Merkel-CDU wusste bei allen Ausritten ins linksgrüne Kiesbett, dass ihre Macht eng mit der Wirtschaft verflochten ist.

      Warum wohl hat sie gegen allen Widerstand an Nordstream festgehalten und so unsere Wirtschaft am Laufen gehalten? Das billige Russengas über 2 Pipelines war dafür gedacht, nach Ausstieg aus Kohle und Atomkraft mittels Gaskraftwerken die Energiesicherheit zu gewährleisten.

      Ich bin gewiss alles andere als ein Merkelfan, aber man muss auch die Fakten anerkennen, dass es unmittelbar nach ihrem Ausscheiden bei uns rapide bergab ging, erst mit der unsäglichen Ampel und dann mit der noch unsäglicheren Merz-Klingbeil-Regierung.

      • Merkel hat viele wirtschaftsschädigende Gesetze verabschiedet, auch auf EU Ebene, das Inkrafttreten aber teilweise so verzögert, das der Schaden erst auftritt, nachdem Merkel nicht mehr Kanzlerin ist.
        Die Taktik funktioniert, für gar nicht wenige ist Merkel „die gute alte Zeit“, daß Merkel aber selbst von Schröders Agenda 2010 profitiert hat und selbst die CO2 Besteuerung Lieferkettengesetz Gebäudeenenergiegesetz eingeführt hat aber zeitlich so verschoben, daß erst ihre Nachfolger mit der schwächelnden Wirtschaft dastehen.
        Geschickt, heimtückisch, aber geschickt.

      • Merkel hat die Agenda 2030 in Perfektion vorbereitet.Seit 1992 eine Lieblingsschülerin von Schwab.
        Bei ihrem Ausscheiden waren alle in Stellung. Damit hat sie aktiv den Startknopf zum Untergang gedrückt.
        Mit Corona wurde die Tragödie eröffnet.

      • Mit Einbindung der Grünen Sekte wurde das Desaster eingeläutet. Das notorische Nichtstun der ehemaligen SED Funktionärin ist im übrigen keine Leistung. Es waren immer Ankündigungen, aber keine fundamentalen positive Ergebnisse.
        Unvergessen: Sie kennen mich !

      • Merkel verdanken wir, daß die AKW’s gesprengt wurden!
        Ich lasse kein einziges gutes Haar an dieser Abrißbirne aus der Uckermark!

  • Das Problem ist: es gibt keine CDU mehr. Nur noch zwei Parteien mit nem C vorne, die freiwillig grüne Politik machen.

  • Die Brandmauer blockiert essenzielle Reformen, die nachweislich mit Linken nicht zu machen sind. Wie man sieht, stärkt sie die AfD. Sie ist also gescheitert.

  • Dieses naive Grinsen von Merz ist einfach unnachahmlich!

    • Ich halte das nicht für naiv, es ist eher heimtückisch.

    • Nein, es ist unerträglich!
      Das ist Schlumpfscholz hoch 8!

  • Spricht heute am Mittwoch, den 26. November 2025 vormittags um 9:30 Uhr gleich eingangs seiner Rede der Kanzler vor dem Deutschen Bundestag davon, das „Zusammenleben auf eine neue Grundlage“ zu stellen, wäre Friedrich Merz nur dann ernst zu nehmen, wenn endlich der völlig irreführenden Philosophie eine Absage erteilt würde, der Markt sei angeblich etwas Äußerliches und es ginge politisch allein darum, sich aus dem vermeintlich einengenden Korsett ökonomischer Parameter zu befreien. Allerdings ist mit der SPD solch eine gesellschaftliche Erneuerung noch immer nicht zu machen. Es käme sonst zum Vorschein, dass die Partei über inzwischen viele Jahrzehnte hinweg schlicht und einfach „Scharlatanerie und Schlimmerem“ (Hayek, GS Bd. 1: 97) aufgesessen ist. Insofern ist nicht zu erwarten, dass bald aufgeklärte Bürger die Oberhand gewinnen. Vielmehr steht zu befürchten, dass weiterhin ein dadurch in seiner Wirklichkeit äußerst entstellter Begriff von Freiheit bestimmend bleibt.

    • Übrigens: Dass die SPD nicht willens ist, sich eines Bessren zu besinnen, erklärte heute deren Vorsitzender der Bundestagsfraktion, als Matthias Miersch geradezu überschwänglich in der Generaldebatte die eigene Partei dafür rühmte, angeblich zum Wohle aller die „Fesseln … gelöst“ zu haben. Es hätte nur noch gefehlt, klassenkämpferisch von einer „Befreiung in der Arbeit“ zu reden wie einst anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Automobilbaus. Schon dadurch wird mehr als augenfällig, dass die SPD bereits seit langem und auch künftig in völlig falscher Frontstellung agiert.

  • Ich kann absolut nicht verstehen, warum Merz als der große Hoffnungsträger seit bzw. nach Merkel gesehen wurde oder gesehen werden konnte.

    Vielleicht weil er realistischerweise in der durchgemerkelten CDU-Nomenklatura als der einzige Unkorrumpierte gesehen wurde – bei dem aber sämtliche Gründe, warum ihn Merkel derart erfolgreich wie einen Hund vom Hof jagen konnte, übersehen oder gar vorsätzlich ausgeblendet wurden.

    Wobei natürlich zu Gute kam, dass Merz als Blackrock-Frühstücksdirektor gar nicht in einer Funktion war, Dummheiten tun zu können, die ihn als ungeeignet für eine bürgerlich-konservative Merkel-Nachfolge hätten outen können.

    • Womöglich war die „Versetzung zu blackR“ ein gelungener Schachzug.

  • Tja, wer Grün-linken Narrativen hinterherläuft, ist halt keine konservative Partei mehr. Ich vermute das dies immer mehr Wähler erkennen. Die Zeiten der „Alternativlosigkeiten“ ist vorbei…..

    • Eigentlich läuft Merz nicht den Grün-linken Narrativen hinterher, denn die Grünen haben genau die gleiche Politik von blackR unterstützt „ohne es gewusst zu haben“, oder?

  • Sachen packen, Licht aus und von außen zuschließen. Offizielle Regierungspolitik erfolgreich realisiert und ökologisch korrekt auch noch. Ein Teil meiner Kollegen ist schon bei Verlagerungen in den letzten Jahren mitgeuogen.

  • Drei Jahre die Politik von Scholz unterstützt und danach die Kanzlerkandidatur von Merz unterstützt…
    Arbeitgeberpräsident Dulger scheint die Art Opportunist zu sein,die man früher Heuchler nannte!🤔

  • Merz hat vor und im Wahlkampf das versprochen was nötig war um die Wahl zu gewinnen. Nach der Wahl hat er gar nicht versucht Versprechen umzusetzen sondern das Gegenteil gemacht.
    Dasselbe Verhalten nach der Wahl, für die Zukunft wird angekündigt, in der Gegenwart wird das Gegenteil gemacht. Kleines Beispiel hierfür, Herbst der Reformen wird angekündigt im Herbst wird linke SPD Politik gemacht.
    So auch bei der Rente, bitte durchsinken, große Reform kommt, wir gründen einen Arbeitskreis.
    Wenn man den Mann an seinen Taten misst, stellt man fest, der liefert nie!

    • Tja, gemäß der CDU-Tradition, was „schert mich mein Geschwätz von gestern“.

  • Top-Manager hätten wissen müssen, dass Merz ein Knickebein ist, dafür sind sie Top-Manager. Merz selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht. Statt dessen wollten sie über Parteispenden und „Lobbyisten-Tinder“ Einfluss gewinnen. Was für erbärmliche Realitätsverweigerer.

  • Wer hat schon Lust sich mit Leuten einzulassen, denen Wahrheit nichts bedeutet?

  • Die CDU/CSU versteht nur was von krummen Maskengeschäften und Amigo-Gipfeln. Sie verschenkt zudem gerne Geld ins Ausland.

  • „Eine Regierungsbeteiligung der AfD lehne ihr Verband aber ab, ihre Positionen akzeptiere man nicht, so die Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann“

    Darf man erfahren, welche Positionen das sind?

  • Nicht vergessen, er ist ein Kanzler zweiter Wahl und eine Partei, welches das auch noch durch Gefolgschaft goutiert ist nicht mehr tragbar. Italien ist Vorbild: Democracia Christiana ist dort nicht mehr relevant. (Hätte ich mir vor Jahren nicht träumen lassen, Italien als Beispiel zu erwähnen- wie sich die Zeiten ändern ?!)

    • In Frankreich hat sich die Konservative Partei gespalten : In „Brandmauer-Schein-Konservative“ und den vernüftigen Rest.

  • Nun, das zeigt doch nur, daß es in dieser Republik auch noch Menschen mit Vernunft und Verstand gibt. Bei aller sicher nicht immer unberechtigten Kritik an der AfD: Was sich hier über Jahre an Rhetorik und Umgangsformen im Zusammenhang mit der AfD aufgebaut hat, ist an Idiotie kaum noch zu unterbieten.

    Merz hat es vor der Wahl ja deutlich gesagt. Hat man ihm eingeredet, daß die Reaktionen auf „die“ Abstimmung die allgemeine Stimmung spiegelten, oder warum sonst hat er diese 540-Grad-Wende vollzogen? Zumindest zeigen inzwischen ja auch Umfragen, daß die Mehrheit keine Berührungsängste mehr mit der AfD hat.

  • Warum rückt „die Wirtschaft“ von der CDU ab und warum erst jetzt ? Die Antwort ist einfach …. Es gibt kein Schweigegeld mehr , also keine Staatskohle. Steuergelder, die nicht mehr erwirtschaftet werden können.

  • Das, was momentan mit der Regierung abläuft kann keine Unfähigkeit sein. So dermaßen blöd ist keiner. Das ist, warum auch immer, pure Absicht. Lügenbaron, von wem kommen die Befehle???

  • Nach der FDP verliert nun auch die Union langsam, zu spät, aber hoffentlich um so sicherer ihre wichtigsten Wähler: die Leistungsträger der Gesellschaft.

    Das Problem ist, dass die Wirtschaft, vor allem die mittelständische, mit einer solchen Antiwirtschaftspolitik zum einen nicht gerechnet hat (nach dem Motto: Das können die doch nicht machen!) und zum anderen viele Unternehmer selbst daran geglaubt haben, was die Regierung erzählt, und dass wir dafür allerhand Opfer bringen müssen.

    Zudem glaubte man wohl in den Chefetagen, die Regierung werde sie mit Fördergeldern und Subventionen füttern, wenn man brav alles duldet.

    Das ist naiv, denn jeder Unternehmer sollte wissen, dass diese Gelder aus Töpfen finanziert werden, die er selbst vorher füllen muss.

    Nun also fällt endlich der Groschen, dass die AfD doch nicht der Beelzebub in blauen Gewändern ist, sondern die einzige Partei, die die Sargnägel wieder aus dem Holz ziehen kann.

    • Plus einige der Verbandschefs sind auch Team Haltung, z.B. die hier abgebildete Frau Ostermann im Teletubbie-Outfit. Sie meinte, nur mit der AfD zu reden um sie zu entzaubern. Der gleiche Verband hatte kurz vorher Anti-AfD Werbung gemacht.

      • Haltung hin oder her. Hier geht es langsam, aber sicher um die Existenz, und zwar vor allem die der mittelständischen Unternehmen. Die können nicht einfach ihren Kram packen und ins Ausland gehen wie global agierende Konzerne.

        Die Geister werden sich scheiden an der Frage: mit der jetzigen Wirtschaftspolitik in den Orkus fahren oder den letzten Strohhalm nutzen und der AfD vertrauen. Wem die Haltung wichtiger ist, der muss eben dann auch die Folgen tragen.

  • Kurz gesagt man hofft daß die CDU Afd-Politik macht

  • Fazit: Es geht vielen Unternehmern noch viel zu gut. Und Dummheit findet überall Wohnung. Warten wir also noch ein Weilchen.

  • Bald ist es zu spät: Wenn denen die Ökosozialisten mit Hilfe der Union erst die Betriebe enteignen, via Erbschaftssteuer, oder wenn sie die Betriebe ganz zumachen können, wegen mangelnder wirtschaftlicher Entwicklung. Die Lücke zur internationalen Konkurrenz wird auch größer, während Deutschland intensiv auf der Stelle tritt.
    Genau wie Franz Josef Strauß es ahnte: das rot grüne Narrenschiff Utopia bedroht alles, was in Deutschland seit Mai 1945 aufgebaut wurde.
    Was Herr Strauß nicht ahnen konnte, daß ausgerechnet die Zaghaftigkeit der Union diese zum willfährigen Vollstrecker von Linksradikalen machen würde.

  • In Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis errangen alle 3 CDU-Bewerber das Direktmandat. Trotzdem durften sie nicht in den Bundestag einziehen. Schuld daran: die Wahlrechtsreform der Ampel.
    Statt dessen sind alle Kandidaten der AfD in den Bundestag eingezogen.
    Dass man dann irgendwann die AfD als Ansprechpartner sucht—und nicht Grüne, SPD und Linke, die über ihre Listen in den Bundestag eingezogen sind–scheint doch dann Folge dieser undemokratischen Wahl 2025 zu sein.

    Ich zitiere den SWR:Folge der Wahlrechtsreform
    CDU in Rhein-Neckar-Region: Alles gewonnen und doch (fast) alles verloren
    AfD jetzt mit drei Abgeordneten im Bundestag

    Geschafft haben den Einzug ins Parlament dagegen drei Kandidaten aus Mannheim, nämlich Isabel Cademartori (SPD), Heinrich Koch (AfD) und Gökay Akbulut (Linke). Heidelberg wird künftig von der Grünen-Bundesvorsitzenden Franziska Brantner, dem AfD-Politiker Malte Kaufmann und der Linken-Landesvorsitzenden Sahra Mirow vertreten……

    • …Für den Rhein-Neckar-Kreis ziehen Lars Castellucci (SPD) und Achim Köhler (AfD) ins Berliner Parlament ein. Allesamt also Bewerberinnen und Bewerber, die es über die Landesliste ihrer Partei geschafft haben. Die einzige Partei, die aus allen drei Wahlkreisen Abgeordnete in den Bundestag schicken kann, ist die AfD.——

      Das ist der Ergebnis der Ampel-Wahlrechtsreform.
      Dann soll man sich nicht wundern, wenn statt der CDU dann evtl. bei nächsten Wahlen die AfD statt der CDU gewählt wird—-was wegen der Brandmauer dann zu einer ROT-ROT-Grünen Koalition in BW führen könnte.

      Wenn die CDU das will und ihr in BW die Opposition gefällt–muss sie an der Brandmauer festhalten–und mit verbrennen…..

      Die Wirtschaft samt Personal wird kein ROT-ROT Grün wollen…
      Also–für wen macht die CDU Politik–links ist nicht vorbei–links steht man Anfang….

      Und wenn Herr Merz keine Politik für die Mehrheit machen will—muss er gehen….es geht um die Zukunft Deutschlands

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