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100.000 Wahlabende in Mecklenburg-Vorpommern simuliert: So nah kommt die CDU der Fünf-Prozent-Hürde

Wie wahrscheinlich ist ein Scheitern der CDU an der Fünf-Prozent-Hürde in Mecklenburg Vorpommern? Kann die SPD die AfD doch noch überholen? Apollo News hat 100.000 mögliche Wahlabende simuliert, ausgewertet und so spannende Fragen beantwortet.

IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht viel auf dem Spiel: SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig könnte eine historische Aufholjagd hinlegen und die AfD doch noch überholen. Der CDU droht unterdessen der Fall unter die Fünf-Prozent-Hürde – mit einem möglichen innerparteilichen Aufstand gegen Bundeskanzler Friedrich Merz als Folge. Daher hat Apollo News mittels eines Monte-Carlo-Algorithmus 100.000 mögliche Ausgänge für den Wahlabend am 20. September simuliert – und kann basierend auf den Umfragen der letzten Wochen einige spannende Aspekte abbilden.

Das Apollo News-Wahlmodell arbeitet mit einem gewichteten Stimmungsbild auf Basis aktueller Umfragen und ergänzt es um typische Prognosefehler früherer Landtagswahlen. Auf dieser Grundlage wurden 100.000 mögliche Wahlausgänge mit zufälligen Abweichungen simuliert. Die ausgewiesenen Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Szenarien geben an, wie häufig ein bestimmter Ausgang unter diesen Annahmen zu erwarten ist.

Das erste Diagramm zeigt in der Standardansicht für jede Partei den Medianwert aller 100.000 simulierten Wahlausgänge. Außerdem wird die Breite einer Standardabweichung dargestellt – die Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse in dieser Spanne liegen, beträgt statistisch etwa zwei Drittel. Zudem zeigt eine Wahlkreiskarte die laut dem Modell wahrscheinlichsten Ausgänge bei den Erststimmen. Dazu gibt es auch einen Koalitionsrechner gemäß dem vom Modell prognostizierten Median-Wahlausgang.

Dieser spiegelt im Grunde auch die Umfragen wider: AfD und SPD liefern sich ein enges Rennen um den ersten Platz. Weit dahinter scheint die Linke sicher als drittstärkste Kraft festzustehen. Die CDU befindet sich mit sieben Prozent im Niemandsland – jedoch auch nicht weit von der Fünf-Prozent-Hürde entfernt. Zittern müssen die Grünen, deren Einzug auf Messers Schneide steht, aber auch das BSW kann sich einige Chancen auf einen Einzug in den Landtag ausrechnen.

Zusätzlich sind in den weiteren Reitern mögliche Wahlausgänge als Szenarien visualisiert: Jeder der dargestellten Wahlausgänge könnte sich tatsächlich so abspielen. Laut dem Modell besteht dafür jeweils eine gewisse Wahrscheinlichkeit: So liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die SPD am Ende vorne liegt, bei immerhin 17,6 Prozent. Dass die CDU am Ende tatsächlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, ist mit 21,6 Prozent sogar noch wahrscheinlicher.

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Das zweite Diagramm zeigt die Wahrscheinlichkeit möglicher Koalitionen: So ist die Wahrscheinlichkeit für ein linkes Bündnis – also aus maximal SPD, BSW, Grünen und Linken – unter den realistischen direkten Koalitionsoptionen mit 68,1 Prozent am höchsten. Aber auch eine Fortführung der rot-roten Regierung unter Tolerierung der CDU ist eine realistische Option – diese Option erhält in 87,5 Prozent aller Wahlausgänge eine Mehrheit. Gleichzeitig könnte eine historische Möglichkeit eintreten: Seit Jahrzehnten gibt es eine linke Mehrheit im Landtag – nun erhalten AfD und CDU in fast 32 Prozent der Wahlausgänge eine gemeinsame Mehrheit.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgte die Kampagne „Taktisch Wählen“ am Ende dafür, dass die Grünen und die SPD deutlich über ihren Umfragewerten landeten, während die Linke und die CDU verloren. Auch in Mecklenburg-Vorpommern droht eine deutlich stärkere AfD, weshalb etwa die Kampagne „Strategisch Wählen“ zur Wahl der Grünen aufruft. Gleichzeitig legt die SPD seit Wochen in den Umfragen zu – viele Wähler wollen die AfD als stärkste Kraft im Land noch verhindern.

Deshalb zeigt das dritte Diagramm, wie sich der Modellmedian verändern würde, wenn man den Umfragefehler von Sachsen-Anhalt analog auf die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern übertragen würde – die CDU könnte bedrohlich nah an die Fünf-Prozent-Hürde absacken, während die Grünen der Linkspartei ihren Platz streitig machen könnten. Auch die SPD würde noch näher an die AfD heranrücken.

Das letzte Diagramm beleuchtet das sich androhende CDU-Desaster noch näher. Demnach stehen die Christdemokraten aller Wahrscheinlichkeit nach vor einem katastrophalen Ergebnis: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent verschlechtert sich die Partei gegenüber dem bereits sehr schlechten Landtagswahlergebnis von 2021 in Höhe von 13 Prozent noch. In über drei Vierteln aller Wahlausgänge landet die Partei sogar unter ihrem schlechtesten Landtagswahlergebnis aller Zeiten – dass sie unter fünf Prozent fällt, ist mit rund 22 Prozent ebenfalls nicht völlig ausgeschlossen.

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24 Kommentare

  • Solange der ÖRR nicht mal ansatzweise neural und parteiisch berichtet, sind uns hier leider die Hände gebunden. Wir müssen leider geduldig sein. 💙🇩🇪💙

    • Ich bete für Meck Pom das die CDU mit3,5% abschließt und die AFD durch die Decke geht. Man hat jetzt die Beweise aus Sachsen Anhalt💙💙💙💙💙

      • Beten zu wem? Bisher hat Gott uns immer demokratische Mehrheiten beschert.

        • Wilde Hilde, echte Demokratie und Freiheit gibt es nur noch mit der AFD💙💙💙💙💙

          1
  • Sollte die Hürde der 5 % übersprungen werden, dann hat sich die CDU den Malus einer Splitterpartei redlich verdient.

    • Es ist wünschenswert, dass viele Unionswähler zum Bündnis C abwandern (in MV) oder zur AfD. Und viele SPD-Wähler sollten zum BSW abwandern. Dann wird die AfD in MV und in Berlin stärkste Kraft.
      https://cna343.wordpress.com

  • Ich gehe davon aus, dass die Wähler wieder „taktisch wählen“ gehen und der SPD damit zum (unverdienten) Sieg verhelfen. Auf Platz zwei wird die AfD liegen. Die CDU erreicht 4,8% und ist raus. Die Grünen könnten noch knapp rein kommen.

    • Manuela Schwesig ist leider beliebt und mit Leif-Erik Holm hat die AfD einen Langweiler am Start. Leider achten viele Wähler auf solche Nebensächlichkeiten.

      • Langweiler? Was soll das denn?… Stabil! Genau was unser Land jetzt braucht!

  • So viel Aufwand…die drei Tage kann ich auch abwarten.

    • Es ist doch völlig egal welche linke Regierung dabei herauskommt?

    • Ich nicht. Ich mus JETZT aufs Kloooo.

      • Bitte nicht zusammen mit Juerge.

  • Ob bei all den spannenden Berechnungen auch die Briefwahlergebnisse berücksichtigt werden, die komischerweise immer sehr ungünstig für eine gewisse Partei ausfallen?

  • Mein Kaffeesatz sagt was ganz anderes.

  • Wenn es nun noch gelingt, den Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal der AfD zuzurechnen, …..

    • Was hat die AfD mit MV zu tun? Ein Prozent mehr oder weniger wird keine Auswirkungen haben.

  • Nach dieser Wahl in MV und Berlin, werden zügig die Steuerhöhungen und Mehrbelastungen durch Merz und Klingbeil verkündet. Denn sie benötigen noch sehr viel Steuergeld, um es zu verschleudern.

    • Der Rest wird als neue Schulden in dreistelliger Milliardenhöhe ausgeglichen.

  • Danach können sie die CDU genauso abwickeln wie die FDP. Die CDU ist so verfilzt, dass das mit ihr keinen Zweck mehr hat.

  • Jede Stimme für die CDU ist eine verlorene Stimme. Nach der Wahl wird sie nichts wert sein.

  • CDU fliegt nicht raus. Wie die Grünen in Sachsen-Anhalt. Erst nahe der 5% Hürde und am Wahlabend plötzlich bei 9%.
    Es wird bitter werden am kommenden Sonntag. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird es für rotrotgrün reichen. Und sie werden es feiern, die SED Parteien und ihr ÖRR.

  • Die im Artikel beschriebene Simulation hat das Niveau des R-Werts bis hin zur 7-Tage-Inzidenz.

  • Schmeisst IHN ENDLICH raus!!!

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