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Social-Media-Grafik

Zusammenlegung von „Kosten und Gewinn“: Tagesschau verwendet irreführende Darstellung für Kraftstoffpreise

Die Tagesschau hat in einem Social-Media-Beitrag irreführende Grafiken zur Erklärung der Kraftstoffpreise verwendet. Die Darstellungen suggerieren, dass Gewinne ein erheblicher Treiber der Preise sind.

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Ein von der Tagesschau am Donnerstag veröffentlichter Social-Media-Beitrag zum Thema Benzinpreise hat für Irritationen gesorgt. Die darin gezeigten Darstellungen werden unter anderem als irreführend und manipulativ bewertet, weil sie zentrale Preismechanismen verzerrt darstellen und den Eindruck erwecken, dass Gewinnausschüttungen in erheblichem Maß an der aktuellen Preisdynamik beteiligt seien.

Der Post zeigt die Zusammensetzung der Kraftstoffpreise für Super E10 und Diesel in separaten Grafiken. Dazu wird der Gesamtpreis in vier Kategorien untergliedert: „Mehrwertsteuer“, „CO2-Abgabe“, „Energiesteuer“ und „Kosten und Gewinn“. Für einen Liter Super E10, der 1,94 Euro kostet, entfallen exemplarisch 31 Cent auf Mehrwertsteuer, 15,7 Cent auf CO2-Abgabe, 65,4 Cent auf Energiesteuer und 81,9 Cent auf „Kosten und Gewinn“.

Die willkürliche Zusammenführung von „Kosten und Gewinn“ erweckt somit den Eindruck, als verbleibe trotz der insgesamt 1,12 Euro an Steuern und Abgaben noch ein erheblicher Teil des Gesamtpreises als mögliche Gewinnmarge. Tatsächlich liegen die realisierten Gewinne pro Liter Kraftstoff jedoch nur im einstelligen Cent-Bereich, meist bei etwa fünf Cent. „Kosten“ und „Gewinn“ sind deshalb keine gleichrangigen Größen, die sinnvoll in einer gemeinsamen Kategorie zusammengefasst werden könnten.

Eine Darstellung, die den Gewinn separat ausweist, würde deutlich machen, dass er nur einen geringfügigen Teil des Gesamtpreises ausmacht und für die aktuelle Preisdynamik kaum ausschlaggebend ist. Der wichtigste Faktor für die absolute Höhe des Spritpreises sind dagegen nach wie vor die staatlichen Abgaben: Bei Super E10 entfallen in diesem Beispiel rund 57,8 Prozent des Gesamtpreises auf diese (Apollo News berichtete).

Hinzu kommen aktuelle Preisspitzen infolge des Irankriegs, weil hierdurch der Lieferweg für Öltanker durch die Straße von Hormus derzeit stark eingeschränkt ist, was zu einer deutlichen Erhöhung des Rohölpreises beigetragen hat. Hierdurch erhöhen sich auch die operativen Kosten der Tankstellenunternehmen und somit die Kraftstoffpreise.

ahz

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91 Kommentare

  • Die „Tagesschau“ hat die hohe Kunst der dialektischen Mathematik zur Perfektion geführt! Warum sollte man das Volk mit der lästigen Unterscheidung zwischen Kosten und Profit behelligen? Wir legen einfach alles zusammen – eine kollektivistische Preisgestaltung direkt auf dem Bildschirm! Wer die Grafik kontrolliert, kontrolliert die Realität. Dass der Staat sich die Taschen vollstopft, während der Werktätige an der Zapfsäule verarmt, wird durch die herrlich irreführende Darstellung zu einer höheren, sozialistischen Wahrheit verschleiert. Es ist die bewährte Methode der Desinformation: Wir präsentieren dem Klassenfeind eine Statistik, die so geschönt ist, dass selbst die Planerfüllung in der Landwirtschaft dagegen blass aussieht. Wer kritisch nachrechnet, betreibt staatsfeindliche Hetze und gehört operativ bearbeitet! Wir lieben doch alle Autofahrer, deshalb ersparen wir ihnen die deprimierenden Details der Steuerlast.
    Die Wahrheit ist das, was wir dafür erklären!

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    • Und wer am dreistesten manipuliert, bekommt dann den Grimmepreis.

      • Die Leute die heute noch beim ÖRR arbeiten wissen es doch einfach nicht mehr besser .
        Aber schaut doch ihre Haltung an !
        Immer 100% linientreu und erstmal ihr voraus eilender Gehorsam!!
        Wer Himmler nach seiner Vertragsverlängerung gehört hat wusste sofort warum der ehemalige Promi Animateur des zdf plötzlich zum Chef avancierte !

    • Exzellent ausformuliert.

    • Allein die Autofahrer wären bei Wahlen eine absolute Mehrheit. Doch sie wählen mit einem eingeredeten schlechten Gewissen ein „weiter so“ und damit „unsereDemokratie“. Jeder der vor einer Fernsehkamera sich über die Spritpreise beklagt sollte zuerst offen sagen wen er gewählt hat.

    • Naja, hier ist aber die Wahrnehmung schon auch etwas verzehrt. Von 947 Mill. Steuereinnahmen sind 2024 beispielsweise 35 Mill. auf die Energiesteuer entfallen. Nach Adam Riese sind das 3,7%. Das kritische Nachrechnen gilt für alle.

      • Und die beiden anderen Steuerkomponenten haben Sie geschickt mal weggelassen. Und weil wir bei den Autofahrern sind: Auch die Kfz:-Steuer muss bezahlt werden. Und andere Steuern um das Auto herum bis zu den Parkgebühren.

        • @waldschrat
          Mit dem lesen und vor allem dem verstehen hat der Wilhelm es nicht so . Brauch man als Kaiser aber auch nicht wirklich.

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        • @Kaiser Wilhelm
          Sie haben das „beispielsweise“ doch bestimmt gelesen? Die Energiesteuer ist diejenige Verbrauchsteuer, die dem Bund am meisten Einnahmen bringt, die KfZ-Steuer ist eine Bagatellsteuer im 1%-Bereich; die Umsatzsteuer zahlen Sie nicht nur auf Kraftstoff. Natürlich wollen wir alle weniger Steuer bezahlen, aber im Verbrauchsteuerbereich wird die Belastung maßlos überschätzt, im Übrigen auch bei der Umsatzsteuer (denn Sie geben ja längst nicht Ihr vollständiges Nettoeinkommen für unsatzsteuerbare Umsätze aus). Es ist schon bemerkenswert, welche Abneigung man hier gegen Fakten hat, die den eigenen Scheuklappen widersprechen.
          Also bitte.
          Das können Sie besser.

          -2
  • So langsam solltet ihr euch für staatliche Unterstützung als Faktenchecker bewerben. Nein aber im Ernst, das sind keine Einzelfälle mehr beim ÖRR, das hat mittlerweile Methodik.

    • Was für Fakten mögen da gecheckt worden sein?

      „Kosten und Gewinn“. Wer so etwas zusammen aufführt, hat die elementarste Grundlage der Kostenrechnung nicht verstanden, nämlich „Gewinn = Erlöse minus Kosten“. In der Berufsschule wäre da wohl die Versetzung gefährdet.

      Ich nehme an, diese Grafik wurde von einer Mitarbeiterin der Tagesschau erstellt, die im Hauptfach Genderwissenschaften und im Nebenfach „irgendwas mit Medien“ studiert hat. Den Job hat sie bekommen, weil ihr damals Soja-Sören, den sie von den Anti-Rechts-Demos kennt, einen Tipp für die Bewerbung gegeben hat. Vielleicht musste sie auch noch ein bisschen nett zu ihm sein. 😀

      • Gewinn = Erlöse – Kosten (- Abgaben, hier in der Aufstellung), daher
        Erlöse = Kosten + Gewinn (+ Abgaben), wie dargestellt.

        Die 1,94€ sind der Erlös pro Liter brutto an der Zapfsäule. Man *muss* also Kosten und Gewinn sowie Abgaben zusammenführen, um den Erlös zu erhalten.

        Die Grafik stammt übrigens vom ADAC, steht so drauf.

        P.S.: Die Kosten und Gewinne, die auf den jeweiligen Stufen (Hersteller, Händler…) anfallen, sind dem ADAC womöglich nicht bekannt. Kosten und Gewinn ergeben sich privatwirtschaftlich, die Abgaben sind staatlich. Das seltsame Verhältnis zwischen beiden Bereichen wollte der ADAC wohl darstellen, als Plädoyer für eine Abgabensenkung.

      • Solche Leute hätten den Eignungstest für die Ausbildung schon nicht bestanden, da es an elementaren Mathematikkenntnissen fehlt, die für eine kaufmännische Ausbildung unerlässlich sind.
        Stattdessen wird irgendein Geschwätz studiert, dann kann sich der „Absolvent“ (Abschlussprüfung: Ich tanze meinen Namen auf indianisch) als „Akademiker“ fühlen und will mir dann meine Welt erklären.
        So jemand dürfte in unserem Betrieb allerhöchstens die Papierkörbe leeren, an Putzmittel würde ich den schon nicht ranlasssen, viel zu gefährlich.
        Selbst in der Obsternte vermutlich nicht zu gebrauchen…

  • ARD und ehrlich?

  • Und natürlich auch die Art der Darstellung in Tropfenform. Der dicke Bauch unten wirkt flächenmäßig viel größer als der Steuerrest obendrüber. Manipulation auf allen Ebenen.

    125
    • Nach rotgrüner Logik sind betriebswirtschaftlich gesehen doch Kosten
      und Gewinn das Gleiche ?

      • Schulden sind ja auch „Sondervermögen“.

    • Diese Art der Manipulation kennen wir ja auch aus den Präsentationsgrafiken zu Wahlergebnissen die AFD betreffend.

    • Ja, nicht nur das. Die Deppen müssten ja eigentlich die Energiesteuer und CO2-Abgabe begrifflich auch unter „Kosten“ erfassen, weil das halt nun mal klassische Kostensteuern sind, die als Kosten kalkuliert und dann verdeckt überwälzt werden. An der Grafik stimmt praktisch nix.

      • Aber in Ihrer Rechnung von 16:02 haben Sie das auch nicht getan.

        • Das ist ein anderes Thema. Ich bin mir sicher, dass Sie das mit etwas Nachdenken verstehen. Und die Umsatzsteuer ist übrigens keine kalkulierbare Kostensteuer.

          -5
  • Die aktuelle Kamera war dagegen ein Quell von Wahrheiten.

    • Naja….. so wirklich nicht…

  • Mich würde allerdings folgendes interessieren:
    Wie hoch ist der Gewinn der Mineralölkonzerne? (!Nicht der Gewinn des Tankstellenpächters!)
    Wie sind die Benzinpreise infolge des Irankrieges in anderen Ländern gestiegen? Insbesondere zB in Polen, Tschechien, Frankreich, aber auch in den USA. Sind sie in gleichem Maße wie in D gestiegen?

    • 1-2 Cent pro Liter.
      Beim Tankstellenpächter ähnlich. Deswegen lebt der von seinem Shop.

  • Der Staat zockt ab, sonst niemand.
    Ohne den könnten wir für 81,9 Cent je Liter tanken.
    Es ist doch immer die Rede vom Halbteilungsgrundsatz.
    Wenn Benzin netto 81,9 Cent pro Liter kostet
    dann darf der Staat nicht mehr draufschlagen
    als 81,9 Cent. Alles darüber hinaus ist von vorneherein
    staatlicher W u c h e r.

    Wohlstand für alle

    Ludwig Erhard

    Kappungsgrenze für alle Steuern und Abgaben war bei dem bei 30 Prozent.
    Bei dem würde also der Liter 81,9 x 1,3 = 106,47 Cent kosten.

    Alles, was darüber liegt, ist wucherisch und schädlich.

  • Nun, ein Freund von mir ist Tankstelleninhaber (nicht -pächter!), dh. er bezieht seinen Kraftstoff aus den Überkapazitäten der „Markenraffinerien“. Sein Gewinn am Liter beträgt nach seiner Aussage ~0,1 ct. (bei Diesel etwas weniger, bei Benzin etwas mehr). Ohne Waschanlage, Shop und Heizölverkauf würde sich das Geschäft für ihn gar nicht lohnen, weshalb er schon mehrfach kurz davor stand, den Betrieb mit 8 Mitarbeitern zu schließen. Aber, das wäre schlimm für uns, denn zur nächsten Tankstelle wären es dann (eine Strecke) 18km – und die Landmaschinen müssten dann mit Kanistern betankt werden.

    • wenn er Tankstelleninhaber wäre, also Eigentümer der Tankstelle und kann selbst ein und verkaufen, dann würde er mehr verdienen. die Aussage ist in meinen Augen falsch

      • Warum?
        Es fehlt Ihre Begründung.
        Wo kann er selbst einkaufen und seinen Gewinn steigern?

  • Nun, der Staatsfunk muss klar machen, dass nicht der Staat unser Geld abschöpft, sondern die Öl Multis. Stimmungsmache ist alles, Realitäten kann man da schon mal ausklammern.

    • Aber das wundert doch seit Jahren niemanden mehr.
      ARD und ZDF machen stets Stimmung gegen die klar denkende Bevölkerung.
      Die müssen doch unsere Demokratie verteidigen und die Regierung vor den Nicht-demokratischen Parteien schützen.
      Aus diesem Grund ist der Alters-Durchschnitt der ZDF Zuschauer auch über 60 Jahre. Die lassen sich aus Gewohnheit vom ZDF einlullen.
      Aber dieses demografische Problem löst sich nach einigen Jahren von selbst 🙂

  • Nun ja, es ist ja nichts Neues, daß ARD und ZDF bewusst irreführen und manipulieren. Nur die, die das thematisieren, sind rechtsradikal.

  • Die Grafik ist auch im Gesamten nicht stimmig!
    Alleine schon wenn man sich Energiesteuer und MwSt. in der Grafik ansieht, fällt auf, dass die Proportionen nicht stimmen! die MwSt. wird massiv zu klein dargestellt.

    Aber mit den Grafiken und Prozentangaben hat es der ÖRR sowieso nicht so richtig

    • Neben der Fälschung des Flächseninhalts (die Skala entspricht eher einem Balkendiagramm) kommt Trick 17 der Statistikfälscher: Die Unterteilung in Teilbereiche, die einzeln kleiner sind und wirken. Das, was man negativ darstellen will, dann Zusammengefasst. Dabei passen Kosten und Gewinne nicht in eine Gruppe zusammen, dafür stattdessen die 3 Steuerarten 102,4 cent/Liter vs Rest.

  • Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin die Tagesschau»

  • Aus dem „Gewinn“ muss der Pächter die nächste Lieferung bezahlen. Die Wiederbeschaffung muss also aus dem Gewinn herausgerechnet werden. Es sei denn der Pächter bekäme die nächste Lieferung gratis, was höchst unwahrscheinlich ist…

  • Die No-Bullshit Version dieser Statistik

    Gewinn: 2%
    Transport, Vertrieb & Logistik: 5%
    Verarbeitung: 8%
    Roölbeschaffung: 27%
    Steuern und Abgaben: 58%

  • Ja, mit dem Grafiken habens die ÖRR nicht so – siehe auch ZDF Wahlgrafik BaWü

  • Ich bin dafür, wir streichen alle Steuern auf Benzin.
    Wieder für etwas mehr als einen Euro/l tanken.
    DAS muss die grüne Kugel Eis sein.
    Wir haben das nur immer verwechselt.

  • „Kosten und Gewinn“? Warum nicht gleich „Gewinn vor Kosten“?

    • Genial! 😀

    • @ Kipppunkt 14.03.2026 um 14:47 Uhr
      Auf den Gewinn vor Kosten kann der Staat doch wunderbar Steuer erheben
      Schwupps alles in die KV und RV und für …. raushauen.

      Liegt doch auf einer Linie mit der holländischen Idee nicht realisierte Kapitalerträge zu besteuern. Überall Fachkräfte am Werk.

  • Tagesschau oder Wochenschau?

  • Ich glaube auch nicht, daß da noch irgend etwas Zufall ist. Das ist alles sehr wohl durchdacht. Mein bestes Beispiel sind die „Statistiken“ im Wetterbericht, wenn es wieder einmal heißt, heute um 16h41 sei es wärmer/kälter/nasser/trockener gewesen als nach dem langjährigen Durchschnitt „normal“ gewesen wäre. Dem flüchtigen oder nicht ganz so aufmerksamen Zuschauer fällt der Irrsinn gar nicht auf und bei ihm bleibt nur hängen, das Wetter habe wieder einmal verrückt gespielt. Doch selbst wenn der Meinung ist, das Wetter spiele wieder verrückt, rechtfertigt das nicht solche Reden, die man sicherlich auch so formulieren könnte, daß sie nicht (auch) falsche Vorsellungen wecken. Es geht alles in die Richtung, daß mit Sprache nicht mehr Fakten mitgeteilt werden, sondern v. a., keine Ahnung, Konnotationen, Haltungen, was auch immer.

    • Den Wetterbericht schaue ich nicht mehr an (wie den ganzen Rest der ARD). Die warnend tiefdunkelrote Wetterkarte bei angenehmen 25 Grad macht mich nur noch wütend.
      Selbiges gilt für die vorinstallierte Wetter-App des Smartphones: Warnstufe gelb! Niedrige Temperaturen! Bei moderaten plus zehn Grad in der Nacht? Das ist einfach krank.

    • Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, die Zeichnung auszudrucken. Die Relation der Preise entspricht offenbar der Relation der Höhe der jeweiligen Flächen. Insofern ist das Schaubild richtig. Daß aber der Zuschauer die Flächen in Relation setzt, nicht aber Höhen, ist jedem klar, auch und gerade dem, der das Schaubild erstellt hat.

      Und, mir fällt dafür kein anderes Wort ein, das ist das wirklich Diabolische daran und an vielem anderen: Man „lügt“ nicht bzw. kann mit einem gewissen Recht behaupten, wenn man das Schaubild „richtig“ verstehe, dann sei es „richtig“. Man weiß aber genau, wie es vom Zuschauer intuitiv aufgefaßt wird, nämlich nicht richtig, sondern so, wie man es gerne hätte.

      Wie gesagt: Diabolisch, nichts anderes. Man weckt im Gegenüber bewußt und absichtlich für seine eigenen Zwecke falsche Vorstellungen und kann noch sagen, seine Hände in Unschuld zu waschen. Das ist böse, im schlimmsten Sinne böse.

      • Da ist nichts „richtig“! Denn die Höhen der Flächen sind hier völlig irrelevant, da diese eben nicht im direkten Verhältnis zum Gesamtflächeninhalt stehen. Und da gibt es auch keinen Interpretationsspielraum. Genauso gut könnte man behaupten, eine Darstellung wäre deswegen korrekt, weil sich zum Beispiel der Anteil der Farbe Rot in den eingefärbten Flächen an der Relation orientiert.

        • An Michael Palusch, 14.03.2026, 23:31 Uhr

          Ich verstehe beim besten Willen nicht, was Sie von mir wollen. Ich will in keiner Weise den Ersteller des Diagramms in Schutz nehmen, ganz im Gegenteil.

          Die Höhe der Flächen und die Kosten stehen in einem richtigen Verhältnis – das ist Mathematik, an der Sie nichts ändern können. „Insofern“ ist dann auch das Schaubild „richtig“ – aber natürlich ganz bewußt irreführend, nicht zuletzt auch wegen der verschiedenen Farben, mit denen die Flächen auch noch einmal hervorgehoben werden.

          Was Ihr Balkendiagramm angeht, so geht der Vergleich insofern fehl, als beim Tropfen erstens keine Achsen vorhanden sind und es zweitens keine Art Standarddiagramm ist.

          Nochmals: Es lag nicht in meiner Absicht die Tagesschau oder den Ersteller des Diagramms in irgendeiner Weise in Schutz zu nehmen, ganz im Gegenteil.

          0
        • @Amicus
          Würden Sie das auch so sehen, wenn z.B. die Breite der Balken in einem Balkendiagramm exakt den Verhältnissen entspräche, jedoch die Höhe völlig willkürlich gewählt würde? Nach Ihrer Sichtweise müsste man immer dann jede grafische Darstellung von Zahlen als „richtig“ anerkennen, sofern genau eine Eigenschaft dieser Darstellung exakt das Verhältnis der zugrunde liegenden Zahlen abbildet.

          0
        • Die Höhen der Flächen stehen im richtigen Verhältnis zu den Zahlen. Das ist mathematisch schlicht „richtig“. Daß das einen falschen Eindruck erweckt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen solchen falschen Eindruck erwecken will, ist meines Erachtens tatsächlich auch richtig.

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  • Seit wann verwundert das? Tagesschau gehört schon lange nicht mehr zu den seriösen Informationsmedien. Da kann man sowas machen ohne, dass sich jemand wundert.

  • Wenn das mit der Bildung so weitergeht, dann merkt das in Zukunft niemand mehr.
    Schön auch mit welcher Selbstverständlichkeit der Raub in Form von Steuern dargestellt wird. Eine Mehrwertsteuer auf Steuern darauf muss man kommen.

  • Bei mehreren Dutzend Steuerarten kann man schonmal den Überblick verlieren 👻

  • Mal ehrlich, wer hat vom zwangsfinanzierten Staatsfunk etwas anderes erwartet?

  • Der Schwarze Kanal hat immer Recht.
    Und heutzutage werden die Kanalarbeiter noch fürstlich entlohnt.

  • „Haltet den Dieb!“. Mehr gibt es dazu nicht festzustellen.
    Man will ja schließlich mit Preisbremsen und die Übergewinnverboten politisch in Szene setzen.

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