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Wie viel uns der Mossad wirklich bezahlt

Dass Apollo News von Mossad, Washington und der AfD gleichzeitig bezahlt wird, ist in der Medienszene seit Jahren ein offenes Geheimnis. Da uns nun ein neuer Agent zugewiesen wurde, wird es langsam mal Zeit, über unsere Konditionen auszupacken.

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Es ist ein lauwarmer Mittwochabend irgendwo in Berlin-Kreuzberg. Ich habe wirklich keine Ahnung wo, da der Weg hierher so durch Absperrungen, Einbahnstraßen und Baustellen verzerrt wurde, dass man unmöglich die Orientierung behalten konnte. Die anderen sind schon da und sitzen direkt am Eingang an kleinen improvisatorisch zusammengeschobenen Tischen. Man würde vielleicht denken, dass man sich für so delikate Treffen weiter hinten platzieren würde, doch das ist der völlig falsche Ansatz. Da würde man Geheimtreffen ja vermuten. Nein, nein, wir sind Profis. In der Masse unterzugehen ist der beste Ansatz. 

Statt also stereotypisch einen Martini zu bestellen, wie ein Amateur, der sich „Geheimagent“ auf die Stirn geschrieben hat, nehme ich einen Cocktail, der sich BASIL BADABOOM nennt, den ich aber als „dieses Basil-Ding“ bezeichne. Meinen öffentlichen Demütigungsaufnahmeritus habe ich immerhin schon hinter mir. Der Cocktail kommt, sieht aus wie diese Teichalgen, die Enten immer fressen, und hat die Dreistigkeit, tatsächlich nach Basilikum zu schmecken. Aber das muss jetzt hintanstehen, wir sind hier ja nicht zum Spaß. 

Ich bin zusammen mit „Max Mannhart“ hergekommen, ohne seine Maske ist er nicht wiederzuerkennen. Dass „Max Mannhart“ nicht sein echter Name ist, haben die Leute schnell herausgefunden, was im Nachhinein eigentlich kein Wunder ist. Wer heißt schon Max Mannhart? Aber dass man auf X inzwischen sogar herausgefunden hat, dass auch sein Aussehen falsch ist und in einer Fabrik in Tel-Aviv hergestellt wurde, ist doch schon etwas beunruhigend. Eigentlich sollte das typisch deutsche Aussehen mit den blonden Haaren und blauen Augen die Rechten anlocken. Stattdessen sind es vor allem die Journalisten aus dem Mainstream, die sich davon wie magisch angezogen fühlen. Vielleicht hat man in der Herstellung bei den blauen Augen etwas zu sehr aufgetragen. 

Dieses Treffen ist spontan angesetzt worden. Denn wir sollen einem neuen Agenten vorgestellt werden, der uns kürzlich zugewiesen wurde. Als wir seinen Beitritt öffentlich bekannt geben und er betont, absolut freiwillig zu uns zu kommen, sind wir ungefähr genauso überrascht wie unsere Leser auch. Dieses Treffen soll dazu dienen, diesen neuen Kollegen kennenzulernen, den die anderen zuvor nur zu einem Gruppenfoto getroffen haben und den ich zuvor noch nie gesehen habe. 

„Die anderen“, das sind unter anderem die Kollegen unter den Codenamen Ente, der grabende Maulwurf und die Killer-Oma. Ich habe keinen Codenamen, so wie die meisten Frauen bei Apollo News. Für Organisatorisches heiße ich manchmal „Frau #2“, trotz der Gerüchte von selbsternannten männlichen linken Feministen, wir würden alle „Matratze“ heißen. Ich bin auf solchen Treffen auch normalerweise nicht dabei, deshalb ist das für mich alles noch sehr aufregend. Mit einer Kolumne in der Woche ist man nicht interessant genug, um mit überteuerten Fischhäppchen mit unaussprechbaren Namen durchgefüttert zu werden.

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Ich glaube, dieses Mal darf ich mitkommen, weil man mich beruhigen und ruhigstellen will. Als man mir den Titel „Chefkolumnistin“ gegeben hat, sollte mir das ein Gefühl von Relevanz geben und gleichzeitig verschleiern, dass ich in Wahrheit einfach nur die Chefin von mir selbst bin. Jetzt stellt man Benedikt Brechtken ein, der sehr viel bekannter ist als ich, und nennt ihn „Chefkommentator“. Die Futtertröge aus der Knesset sind happig, aber nicht grenzenlos. Soll ich also verdrängt werden? 

Wie man mir aber überzeugend klar macht, ist der Unterschied zwischen diesen beiden Titeln, dass man als Chefkommentator tatsächlich zum Punkt kommt. Meistens weiß man sogar schon nach dem Einleitungssatz, worum es im Artikel geht. Danach wird klar analysiert und sich treffend auf das beschränkt, was wichtig ist. Ich darf mir dagegen weiterhin künstlerischen Freiraum lassen, was so antiquierte Ansichten betrifft wie: Braucht ein Artikel überhaupt einen Anfang oder ein Ende? Braucht wirklich jeder Satz ein Verb? Oder überhaupt eine klar kommunizierte Botschaft? 

Und ich darf – soll – weiterhin immer wieder eingestreut über Themen schreiben, die keine aktuelle Relevanz haben. Ziel der Mission ist es, davon abzulenken, dass wir ansonsten nur immer die gleichen drei Themenbereiche bespielen. Die AfD bringt sich ja nicht von alleine ins Kanzleramt. In der aktuellen Regierung das Haar in der Suppe zu finden, das für dieses Nischenphänomen einer Partei zum Einfallstor aufgebauscht werden kann, ist nicht ganz leicht. Zum Glück werden wir stark aus Russland unterstützt, wodurch wir mit der neuesten KI-Technik Bärbel-Bas-Reden fabrizieren können. Leider sind viel zu schlaue Linke zwar schon hinter dieses Spiel gekommen, aber bisher konnte man uns nichts nachweisen. 

Aber auch da muss man selbstkritisch sein. Wir hätten in unserem Namen nicht klarer machen können, dass wir pro Russland sind. Na ja, wir lernen ja alle aus unseren Fehlern. Dass Claudia Roth auch eigentlich nur eine Erfindung von uns ist, hat jedenfalls noch keiner gemerkt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Zuwachs Ben. (Wir sollen von ihm mit abgekürzten Vornamen schreiben, weil das dann vertrauter klingt.) Ich bin sicher, dass wir gemeinsam noch vieles erstunken und erlogen bekommen. Wann haben wir eigentlich die letzte Kriminalstatistik gefälscht? Wird das nicht langsam wieder Zeit? Vielleicht können sich auch unsere chinesischen Kollegen mal wieder ins Insolvenzregister hacken, nicht dass die Aluhüte noch merken, wie sehr in Wirklichkeit unsere Wirtschaft floriert. Oje, bis zur Wahl ist noch so viel zu tun!

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20 Kommentare

  • Frau David, lieben Dank für Ihre überaus köstliche Kolumne!

  • Der Sonntag ist gerettet. Danke. Jetzt noch den Sonntagsfahrer bei Achgut und heute kann nichts schiefgehen.

  • Sehr unterhaltsam und erschreckend nah an der linken Realität!!

  • Köstlich.

  • Wunderbar!
    Dachte mir schon, dass ihr hinter den jüngsten Aussagen der Bas steckt.
    Wer käme denn sonst auf sowas?

  • Wie herrlich erfrischend, meine Hochachtung!

  • Das erinnert mich doch stark an den (kubanische?) Zigarren rauchenden Pater Basilius Streithofen (katholisch),

  • Genau so habe ich es mir gedacht. Jetzt hat der Verfassungsschutz nichts mehr zu tun.

  • „In der aktuellen Regierung das Haar in der Suppe zu finden,….“
    Suchen muss man nicht, Wenn mehr Haare, als Suppe:
    Herr Ober, da ist Suppe in den Haaren…..

  • Es wäre mal interessant zu erfahren, wie viele von den „auf-die-Tasten-Tretern“ diese Kolumne verstehen. Ich vermute mal, der Prozentsatz liegt irgendwo in der Nähe des Gefrierpunktes von Wasser bei 1.000 Hektopascal Luftdruck, denn dazu bräuchte man Selbstironie und die Fähigkeit, Texte mit hohem Lesewiderstand bis zum Ende eigenständig zu lesen. Das beißt sich aber mit dem „auf-die-Tasten-treten“ irgendwie, oder?

    • Das wäre in der Tat zuviel verlangt.

  • Basil ist sehr verdächtig, da stecken orthodoxe dahinter

  • Nice one.

  • , an Pfingstsonntag gleich am Morgen einen Kaffee mit Clown getrunken zu haben, hat auch was, dagegen ist jeder Cocktail Pillipalle.
    Wenn im Ergebnis dieser ( konspirativen) Treffen dann so ein Artikel erscheint dann Chapeau, herzlichen Dank und Glückwunsch gleichzeitig, das kann nicht jeder. Ich liebe Satire und Selbsironie.
    Ein frohes Pfingsten allen und nicht vergessen – bei diesen Höllentemparaturen – wir werden sterben und verbrennen

  • Was denn?
    „Max Mannhart“ auch nur ein Tarnname, nein … ein ganzes Kunstprojekt mit fake eyes aus einer Fabrik in Tel-Aviv?
    Dann vielleicht langfristig doch noch einmal eine „Umbenennung“ bzw. eine neue phonetische Realisierung Richtung US-amerikanischer Geheimdienst (die sollen auch nicht schlecht zahlen):
    [maks manhaʁt] => [mæks mænha:t] => more money!?!

    Alles Gute und schöne Pfingsten!

  • Ich hatte schon immer die Vermutung, dass „Max Mannhart“ ein schlecht gewählter Tarnname ist, so ähnlich wie „Austin Powers“

  • „Natürliche blaue Augen entstehen durch einen Mangel an dem Farbstoff Melanin. Das „Blau“ ist keine Farbe, sondern entsteht durch Lichtstreuung in der Hornhaut (Tyndall-Effekt).“

    Jetzt traue ich mich gar nicht mehr, nach der Ursache für blonde Haare zu forschen.
    „Unsere Wissenschaftler“ können einem aber auch alles madig machen.
    Sollten wir nicht sowieso alle auf braune Haut, braune Haare u. braune Augen bestehen? Kann es denn richtig sein, dass wir so völlig atypisch aussehen?

  • In meinem nächsten Leben werde ich Kolumnist, die scheinen ja wirklich ein aufregendes Dasein zu haben.

    Grüße aus Nord-Korea!

  • lustig und nett geschrieben , starke Pro Israel Tendenzen bleiben trotzdem suspekt!

  • Und was zahlt der Mossad denn nun? Gibt es Kopfgelder für einzelne Ziele oder eine Pauschale? Fragen über Fragen.

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