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Wie die Bundesregierung im Kampf gegen die Spritpreise die Marktwirtschaft verabschiedet

Das Hin und Her bei den Benzin- und Dieselsteuern nimmt kein Ende. Als mittelfristigen Plan verkauft die Bundesregierung nun staatliche Höchstpreise. Beim neuen Tankrabatt offenbart sich einmal mehr eine zentrale Schwäche von Friedrich Merz.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundeskanzler Friedrich Merz wollen die Spritpreise selbst festlegen. (IMAGO/Noah Wedel)

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Plötzlich ist der Tankrabatt zurück – und bald soll die SPD ihre staatliche Preisbindung bekommen. Bis zum Ende des Jahres aber wird wieder auf die gleiche Steuersenkung von 17 Cent pro Liter Benzin oder Diesel gesetzt, die auch schon im Mai und Juni galt. Von Monat zu Monat ändert die Bundesregierung so die Rahmenbedingungen – und potenziert die Unsicherheiten, mit denen Verbraucher und Unternehmen angesichts der Weltlage ohnehin schon konfrontiert sind.

Am mangelnden Durchschlagen auf die Zapfsäulen scheiterte der Tankrabatt im Frühjahr zunächst nicht. Monopolkommission und ifo-Institut ermittelten Mitte Mai gegenüber Frankreich eine geschätzte Weitergabe von 14 bis 16 Cent. Nur ein kleinerer Teil floss also in die Taschen von Händlern und Herstellern. Am Anfang und Ende der Senkungsperiode sah das allerdings anders aus – und hier beginnen die Probleme mit den angekündigten Änderungen der Preisregulierung in den nächsten Monaten.

Als langfristige Lösung fasst die Bundesregierung nämlich staatliche Preisobergrenzen nach dem Vorbild Luxemburgs (periodisch festgelegt) oder Belgiens (täglich neu) ins Auge. Welchem Modell gefolgt werden soll, ist noch offen. Doch Maximalpreise schalten den Wettbewerb zwischen den Tankstellen aus.

Tanken kostet dann überall praktisch gleich viel. In Erwartung von Preisgrenzen ab dem nächsten Jahr könnten die Tankstellenbetreiber in Deutschland nun kurzfristig versuchen, ihre Margen auszuweiten. Da das Preisempfinden der Verbraucher durch die bisherigen Regierungsmaßnahmen ohnehin völlig gestört ist, dürfte das ohne Probleme möglich sein.

Die Voraussetzungen für den Tankrabatt sind durch diese Ankündigung ganz andere als zuletzt. In Erwartung der Höchstpreise modifizieren die Mineralölhändler vermutlich schon jetzt ihre Strategien. Blaupause ist die 12-Uhr-Regel: Für jede Tankstelle gilt aktuell ein 24-Stunden-Höchstpreis, den sie selbst jeweils um 12 Uhr mittags verbindlich festlegt – und dabei einen möglichst hohen Wert ansetzt. Zu einer Dämpfung der durchschnittlich getankten Spritpreise kam es dadurch jedenfalls nicht, eher im Gegenteil.

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Werden die staatlichen Höchstpreise in Zukunft niedrig gewählt, kann außerdem eine hohe Nachfrage hervorgerufen werden, während es nicht wirtschaftlich ist, Nachschub zu ordern. Dann kommen weniger Ölprodukte als gewünscht nach Deutschland – und jemand muss leer ausgehen. Wer das sein soll, könnte zufällig sein. Oder nach politischen Kriterien festgelegt werden.

Dieses Nachfrageproblem sollte in Deutschland eigentlich die Soziale Marktwirtschaft von Ludwig Erhard lösen. Der Vater des Wirtschaftswunders löste nach dem Zweiten Weltkrieg die Ketten von Kriegswirtschaft, Lebensmittelmarken und Tauschhandel, indem er staatliche Preisbindungen Schritt für Schritt abschaffte. Während Sozialisten vor einer Verarmung der Bevölkerung warnten, war dem späteren Bundeskanzler immer klar: Ein ordentliches Warenangebot gibt es nur unter freien, eigenverantwortlichen Marktverhältnissen.

Die Folge des Rückfalls in die zentrale Preisfestsetzung: Tankstellen laufen leer. Genau das passiert derzeit vermehrt in Frankreich (mehr dazu hier). Dort hat nur der Konzern TotalEnergies einen freiwilligen Höchstpreis für seine Abgabestellen ausgerufen und so einen erheblichen Teil der Autofahrer umgelenkt. Kehrseite des Erfolgs ist der Anstieg des Anteils der Tankstellen, die Benzin- und/oder Dieselfahrer nicht mehr bedienen können, auf landesweit konzernübergreifend elf Prozent.

In diesem Hin und Her offenbart sich wieder einmal eine zentrale Schwäche von Friedrich Merz: Ein anderer Bundeskanzler hätte die Mineralölkonzerne längst persönlich ins Kanzleramt bestellt, sie ins Gebet genommen und auf eine gemeinsame Lösung des Problems gedrängt – gerade um eine formale Regulierung vermeiden zu können. Doch ein solches Gespräch, der Versuch, eine persönliche Verbindung aufzubauen, ist nicht dokumentiert.

Dabei hätte der Kanzler diese Idee nicht einmal selbst haben müssen. Der DGB etwa forderte schon im April, das Kanzleramt solle die Chefs der Mineralölkonzerne zu einem „Benzingipfel“ bitten. Darauf folgte aber nur eine öffentliche Ansage in typischer Merz-Manier: Den Tankrabatt sollte die Branche „direkt und ohne Einschränkung“ an die Verbraucher weitergeben. Einzig Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sprach damals koordiniert direkt mit Unternehmensvertretern. Schwerpunkt ihrer Arbeit war allerdings die drohende Knappheit beim Kerosin.

Spätestens wenn Saudi-Arabien seine Öllieferungen im Oktober zeitweise einstellen muss, wird sich in Europa die Frage nach Rationierung stellen, wenn Preissignale am Markt nachhaltig ausgeschaltet werden sollten. Nach einem zeitweisen Stillstand der Raffinerien einige Zeit lang mehr Diesel und Heizöl herzustellen, ist aufgrund der begrenzten Kapazitäten kaum möglich. Die Krise verstetigt sich dann.

Darum warnt auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor einem Ende der Produktion in den elf deutschen Anlagen. Andernfalls würde die Abhängigkeit vom Ausland weiter steigen. „Das darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, sagte sie dem Handelsblatt mit Blick auf „die verlässliche Versorgung von Wirtschaft, Industrie, Mobilität und Wärme“. Bereits im August stellte die Internationale Energieagentur fest, dass Raffineriekapazitäten außerhalb der Krisenregionen die Ausfälle bei Ölprodukten bislang nicht vollständig kompensieren können.

Die Nachfrage nach Öl muss daher im Vergleich zur Zukunft gedrosselt werden – genau dafür sorgt eigentlich das Preissignal. Allerdings ist die Allokation des Rohstoffs sowohl temporal als auch mit Blick auf seine verschiedenen Verwendungszwecke in Deutschland stark verzerrt. Diesel und Heizöl sind chemisch ein und derselbe Stoff. Dennoch kostete Diesel am Samstag im Schnitt 2,42 Euro je Liter, während Heizöl für 1,72 Euro zu haben war.

Dieser Unterschied erklärt sich durch die Energiesteuer, die auf Diesel 47,0 Cent pro Liter, auf Heizöl aber nur sechs Cent beträgt, und die (möglichen) Strafzahlungen im Rahmen der Treibhausgasminderungs-Quote (THG) von bis zu 24,5 Cent pro Liter Diesel. Letztere kann zwar zum Teil durch Beimischung von Biokraftstoffen erfüllt werden. Gelingt es den Mineralölunternehmen nicht, sich durch E-Auto-Zertifikate freizukaufen (auch das kostet Geld), wird die Strafabgabe auf den Kraftstoffpreis umgelegt.

Eine dauerhafte Senkung der spezifischen Steuern und Abgaben auf Benzin und Diesel auf das Niveau von Heizstoffen würde die politischen Fehlanreize beseitigen – und mehr Öl aus dem Ausland nach Deutschland strömen lassen, also das Gegenteil des Preisdeckels bewirken, der deutsche Unternehmen und Verbraucher vom Ölmarkt abschneiden könnte.

Noch besser wäre freilich eine endgültige Abschaffung der Energiesteuer; selbst dann wären die wertvollen Energieträger immer noch alle mit der CO2-Abgabe belastet. Dafür müsste freilich das EU-Recht geändert werden – der fragile Fortbestand der Logistikbranche, die zusätzlich Lkw-Maut plus CO2-Aufschlag zahlen muss, wäre dann aber gesichert.

Daten sind das neue Öl, heißt es oft. Doch um die gigantischen Rechenzentren vor allem in den USA (mehr dazu hier) betreiben zu können, ist so viel Energie nötig, dass die Grundlage für den neuen Sektor immer noch in den fossilen Rohstoffen liegt. Die aktuelle Krise führt dem politischen Berlin vor Augen, dass das auch in Deutschland und Europa gilt – und noch lange gelten wird.

Wie sich der Erdölmarkt in den kommenden Monaten entwickelt, lässt sich gegenwärtig kaum seriös vorhersagen. Die Spannungen sind erheblich: Physische Rohölladungen in Europa kosteten Mitte September zeitweise mehr als 130 Dollar je Barrel, während die Brent-Futures deutlich niedriger notierten. Ein monatelanger Lieferausfall aus dem Nahen Osten ist in den Weltmarktpreisen aber noch nicht berücksichtigt.

Die Erwartung der Märkte bleibt vergleichsweise optimistisch. Doch wenn jetzt auch noch die Umverteilungsmaschinerie durch Direktzahlungen an Geringverdiener zum Ausgleich der Spritpreise weiter intensiviert werden sollte, gibt es keinen Grund mehr, warum dieser Optimismus noch zu Investitionen und Wachstum in Deutschland führen sollte.

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106 Kommentare

  • „ Dafür müsste freilich das EU-Recht geändert werden“. Nein, noch sind wir ein unabhängiges Land. Was will die EU denn machen, wenn wir austreten?

    • Wenn wir austreten ist die EU am Ende! Frankreich steht bei 120% Überschuldung und die Kriegstreiberei von Merz würde in ein Geldverschwendendes Fiasko enden, was wohl bei Black Rock nicht so gut ankommen würde. Ein Austritt wäre also am besten Gestern schon passiert!

      • Kanzlerdarsteller. Geh doch in Pension und warte auf deine Gerichtsverhandlung, da du Muttis Werk vollendet hast. Dummland ist bereits am Ende und jeden Tag länger mit dir ist ein Alptraum. NUR NOCH AFD💙💙💙

    • Sind wir definitiv nicht mehr. Schon mal gehört: EU Recht bricht Landesrecht. Dann frag man sich in der Folge was bezahlen wir noch eine Regierung etc.

      • so ist es.

        und sobald die EU die letzten 20% der laendersouverainitaet an sich genommen hat, gilt nur noch EU-recht.

        und das wird nicht mehr lange dauern.

        man arbeitet sehr eifrig daran.

        dann braucht es auch keine verfassungsgerichte mehr, denn die werden von EU recht uebersteuert.

        deshalb ja die identifikationspflicht im netzt via EU.

        in einigen laendern waere es sonst verfassungswidrig gewesen.

    • dland tritt aber nicht aus !

      wie kommst du nur auf so komische ideen.?

      niemand tritt aus, aber viele treten ein.

      nimmst du gar nicht am weltgeschehen teil?

    • Die Öl- und „Spritwirtschaft“ hat doch nichts mit Marktwirtschaft zu tun.
      Sie gehört doch zur Oligopol oder fast schon zu Minipolwirtschaft.
      Hier gibt es gar keine Möglichkeit die Marktwirtschaft zu verabschieden.

      • Sorry, Tippfehler: soll Monopolwirtschaft heißen.

        • Dadurch wird der Kommentar auch nicht besser.

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  • So kann man die Menschen natürlich auch an der Flucht hindern, ganz ohne Mauer und Schießbefehl. Wer mangels Sprit nicht wegkann, den muß man nicht mehr extra einsperren.

    • Der Umweltminister rät: Besorgen sie sich heimlich Bettlaken und nähen sich daraus einen elektrischen Heißluftballon zur Republiklflucht – heiße Luft haben wir bei der SPD noch genug.

      • Liebe Anwohner in Meck Pomm. Ihr habt es in der Hand die schlechtesten Regierungsdarsteller heute zu stürzen. Bitte helft Dummland damit es wieder Deutschland wird💙💙💙💙💙💙💙💙💙💙

    • Super beobachet und genial analysiert. Unsere Mobilität ist auf Null gesenkt. Da kann das Regime uns viel besser kontrollieren und wir können nicht fliehen. Das ist das große Ziel. Und der Dumm-Michel erkennt das nicht

      • Die tausende junge Männer aus der Subsahara, aktuell in Ceuta, die wir ab morgen aus humanitären Gründen aufnehmen, werden es trotzdem spätestens bis Mitte November nach Deutschland geschafft haben.

    • Als Radfahrer fällt mir auf, dass die Autofahrer trotz hoher Spritpreise immer noch rasen, als wäre Satan hinter ihnen her.

      Dabei ist es inzwischen eine Binsenweisheit, dass PKW bei reduzierter Geschwindigkeit weniger Kraftstoff verbrauchen.

      Außerdem sollten alle aufhören zu jammern, denn bei 12k Fahrtstrecke pro Jahr und sieben Litern pro 100 km Kraftstoffverbrauch ist die tägliche Mehrbelastung gerade mal rund 1,7 Euro.
      Einfach mal weniger Kippen fluppen und Lidl-Bier anstatt Karlsberg-Urpils schlürfen.
      Ein Restaurantbesuch weniger pro Monat mit der Familie wäre auch sehr zu empfehlen.
      Und muss man mit dem Nachwuchs wirklich ins Disneyland nach Paris fliegen?

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      • Damit wälzen Sie die Probleme von Geldmangel auf andere Industrien ab. Den Restaurants gehen die Besucher aus und Disneyland hat weniger Umsatz, somit weniger Steuerzahlungen. Bierbrauereien gehen derzeit zu hunderten pleite, weil immer weniger Leute sich Bier leisten können.
        Das Hauptproblem ist, dass der Staat ganz am Anfang der Wertschöpfungskette dem Bürger die Hälfte seines Einkommens wegnimmt. Damit fehlt der Wirtschaft die Hälfte des Geldes.

      • Stimmt, man MUSS weder ins Restaurant gehen, mit den Kindern in den Urlaub fliegen noch sich sonstwas leisten. Man geht einfach arbeiten damit sich wenigstens Andere, ganz Andere etwas „Luxus“ gönnen können!?
        Richtig?

      • Typische Grünenlüge, denn es stimmt einfach nicht…

        • Dann rechne mal mit deinen grünen Formeln vor. Ich bin gespannt und hole schon einmal das Popcorn, um deiner Selbstdemontage amüsiert beiwohnen zu können. =)

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      • Klar, man kann sein Auto auch schieben.

      • Das ist keine Binsenweisheit, das ist Blödsinn! Zudem ist Ihre Rahmenbedingung, „reduzierte Geschwindigkeit“, völlig inhaltsleer. Einer, der sonst immer 200km/h auf der Autobahn fährt, jetzt aber nur noch 180km/h, fährt aus seiner Sicht auch mit reduzierter Geschwindigkeit.

        • Wer will denn schon mit 180 km/h über die Autobahn schleichen? Solchen Leuten gehört der Führerschein abgenommen.

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      • Wer bezahlt eigentlich die Straßen und Radwege, die du so schmarotzerhaft nutzt?

      • Troll, halt Goschn!

      • @-Hubert-

        Es ist schön zu sehen wie Sie sich aufregen und in Ihrer Verzweifelung die Leute beschimpfen.
        Einfach köstlich.

        • Troll, halt Goschn!

          0
      • Und wenn der Sprit 10 EUR pro Liter kostet: Ich setze mich niemals aufs Fahrrad. Die 3 Kilometer zur Arbeit fahre ich mit dem Auto. Die Zeitersparnis ist einfach gigantisch. Und das Rauchen gebe ich auch nicht auf, diese Freiheit lasse ich mir nicht nehmen !!!!!

      • Vielleicht sollten Versager, die wegen mangelndem Intellekt an der Führerscheinprüfung gescheitert sind, aufhören mitreden zu wollen?

        Ein Auto, das mit 50 im 4. Gang fährt, verbraucht weniger Sprit als eins, das mit 30. im 2. fährt (weil es sonst absäuft).

        Aber was soll man es einem Ideologen auch erklären?

      • Der Neid trieft aus jeder Zeile von dir, du Straßenbahnritzenreiniger.

      • Na Hubsi, kannst wieder mal nix anderes als blöd rumzupöbeln? Sauf weniger Guten-Morgen-Bier du Vollversager.

      • @Richardt

        So sehe ich das auch.

        Hier in Doofland wird auf hohem Niveau gejammert.
        Wir sind inzwischen ein Land, das sich im Zustand der spätrömischen Dekadenz befindet, um es mal mit dem leider bereits verstorbenen Guido Westerwelle zu sagen.

        -10
        • Das mit der spätgermanischen Dekadenz stimmt vollkommen.

          Aber nicht, weil die Leistungsträger sich etwas vom Lohn ihrer Leistung leisten oder gönnen, sondern weil wir Schmarotzer und die halbe Welt durchfüttern, obwohl das kein anderes Land dieser Erde tut.

          2
  • Der Begriff „Tankrabatt“ ist schon eine Verhöhnung der Bürger. Kein anderes Konsumgut ist derart hoch mit Steuern und Abgaben belegt wie der Kraftstoff (prove me wrong). Und wenn der Staat jetzt etwas weniger abgreifen soll, dann ist das mitnichten ein gönnerhaft gewährter „Rabatt“! Insofern stimme ich dem Autor des Beitrags zu: Staat, halt dich einfach aus der Preisbildung des Kraftstoffs raus und lass den Markt gewähren! Das betrifft vor allem deine verbrecherischen Steuern und Abgaben!

    • So nämlich!!
      Aber dieser Raffzahn-Staat kann ja nicht genug bekommen.
      Der presst seine Bürger wie Zitronen aus und schüttet das gewonnene Vitamin C in die Welt. Und wie im wahren Leben, baut es sich rasant schnell ab. Deshalb braucht die Welt am dtsch. Vitamin-C-Tropf immer schneller mehr und mehr davon.
      Bald hängen die Steuerzahler wie vertrocknete Datteln am Baum.

  • Grundsätzlich betrachtet entfernen wir uns seit Jahrzehnten doch in allen Bereichen immer weiter von der Marktwirtschaft und der Verfassungsidee des Liberalismus. Die Spritpreise sind leider nur eine klitzekleine Facette eines mehr als besorgniserregenden Gesamtbildes.

  • Der Ölpreis war vor mehr als 10 Jahren auch schon mal oberhalb von 100 Dollar. Wenn man die Inflation berücksichtigt, dann ist der heutige Rohölpreis nichts besonderes. Man hat sich an die niedrigen Preise der letzten Jahre gewöhnt. Eine Übergewinnsteuer oder Preisfestsetzungen dürften nicht nur für die Ölkonzerne sondern für die gesamte Wirtschaft wie ein Warnsignal sein. Aber das ist eigentlich auch egal, denn jeder hellwache Unternehmer dürfte derzeit allein schon wegen des langfristigen Zukunftsausblicks zumindest privat auf Immobiliensuche in der Schweiz sein.

    • Ihr lernt es einfach nicht, hmm?! Na ja, sehr bald haben wir Namen 😉

      • Wer ist wir? Reden Ihro Gnaden jetzt schon im Plural?

  • Die Gesellschaften werden ihre Preise an die „17 Cent“ anpassen. Für den Verbraucher gibt es keinen Vorteil! Das hatten wir doch schon! 😉

    • Diesen Mini-Vorteil kann man doch sowieso vergessen.
      Der gemeine Dieselfahrer muss 100 Liter tanken um läppische 17€ zu sparen.
      Damit kann man im Schnitt 1.500 Kilometer fahren.
      Dafür brauche ich minimum drei Monate. Ein Pendler mit 100 km Hin-u. Rückfahrt zur Arbeitsstelle kann drei Wochen fahren. In einem Monat hat er eine Einsparung von ca. 23€. Das ist ein schlechter Witz!

    • Die 17ct Tankrabatt werden bei den Händlern sofort eingepreist. War ja bei den E-Autos genauso. Wegen der Subventionen waren sie alle plötzlich viel teurer. Ausserdem wird der Tankrabatt aus Steuergeldern finanziert. Also linke Tasche, rechte Tasche. Nur zahlen hier auch Bürger ohne Auto mit. Deshalb sind auch viele Experten wütend über die dämlichen SPD Politiker.

  • Das ist doch nur Wahlkampfgetöse. Am Montag weiß wieder keiner, wer das aufgebracht hat.

  • Die Auferlegung von zusätzlichen Abgaben hebelt die Marktwirtschaft aus.

    • Das Schaubild stimmt sogar. Was fehlt: der direkte Vergleich Februar-Preis (vor der Krise) zu September-Preis (Hochphase der Krise). Würde für manchen eine Überraschung bieten.

  • 17 cent sind besser als nichts, aber eigentlich müsste die CO2-Abgabe abgeschafft und die Energiesteuer halbiert werden,
    dazu bräuchte man jedoch einen reduzierten Staatsapparat 🧐

  • Für den öffentlichen Nahverkehr–für Busse und Bahnen–gibt es einen „Preisdeckel“, den auch Nichtnutzer mit bezahlen müssen. Und niemand regt sich darüber auf.
    Nur wenn an der Tankstelle über Rabatte diskutiert wird–flippen alle aus.

    Auch der Sprit für Busse oder der Strom für Bahnen, die ja alle nicht mit grünem Sprit oder Strom fahren–wird immer teurer. Aber die Preise für z.B. das Deutschlandticket bleiben.

    Wer dann fordert, das Deutschlandticket müsse auf 9 Euro gesenkt werden–wenn es Tankrabatte gibt–der scheint der links-grün-roten Logik verfallen zu sein.

    Zumal das Deutschland-Ticket ja auch schon durch steuerliche Förderung– niedrig gehalten wird–. Und alle durch ihre Steuern das mit bezahlen–auch finanziell schwache Haushalte.

  • Ein Trinkgeld für MekPomm .

  • „Es wird teurer, teurer und nochmals teurer, weil wir das zusammen mit der EU so verabredet haben“ (Merz bei Miosga) Und den Grünen kann der Spritpreis nie hoch genug sein. Entlastungsversprechen vor Wahlen sind immer Lügen.

    • Bald sind wir ein Land, wo nur noch Zahlungsempfängern leben und die Leistungsträger sind alle weg.

      • Da stellt man sich aber die Frage, wessen Leistung die Empfänger dann bekommen, wenn alle Leistungsträger weg sind?

        • Schuldenbasierte Leistungen – immer wieder mit neuen Schulden finanzierte Leistungen bis der Staat am Ende ist. Und auf dem Weg dorthin hat er natürlich seinen Bürgern alles an Eigentum abgenommen.
          Verpfändet, verliehen, verkauft, verhökert und verschenkt.
          Deutschland wird abgeschafft, der Zentralstaat hat es eilig.

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      • Nur 13,7% der Erwerbstätigen arbeiten im Handwerk.
        Die dusselig gefütterte KI meint, dies seien 6 Mio. Menschen.
        Gestern sagte einer im TV es seien aber nur 3,8 Mio..
        Und das bei und für 83,4 Millionen Einwohnern.
        Kein Wunder dass bei uns an jeder Haustür „marode“ stehen könnte.
        Wer bitte hat heutzutage keinen Handwerksstau im Haushalt?
        Aber die Lütten müssen ja auf biegen und erbrechen auf die Uni. Als hätten wir nicht genug Fachidioten und Lebens-Spätzünder im Hotel Mama.

  • Demokratie und Marktwirtschaft verabschiedet. Willkommen im sozialistischen Deutschland😡.

  • Marktpreise? Hallo? Das war doch noch nie beim Sprit der Fall auf einen Rohölpreis von 95 Cent. Nimmt sich der Staat mindestens das doppelte! Und je höher der Rohölpreis um so mehr greift der Staat und in die Taschen. Warum? weil prozentual am Rohölpreis abgegriffen wird. Das Getue jetzt ist reine Show. Mehrwertsteuer runter wäre simpel aber man macht jetzt auf gut, weil die meisten keine Ahnung davon haben wir der Preis an der Zapfsäule sich zusammensetzt.

  • Was viele ja nicht wissen – Mineralölkonzerne sind quasi grundgesetzlich dazu verpflichtet ihre Waren zu vom Staat festgelegten Preisen anzubieten. Die können nicht einfach sagen „dann verkaufen wir unseren Sprit halt lieber woanders“. Wurde bisher nur nicht konsequent angewendet 🤡. Viel Spaß Deutschland mit ohne Sprit, mit ohne Lebensmittel, mit ohne ÖVV, mit ohne… Aber vermutlich wird man den gesetzlichen Höchstpreis eh jeden Mittag neu auswürfeln.

    • Falsch. Sie müssen zu Mindestpreisen verkaufen, aufgrund der Steuern. Wird ein staatlicher Preisdeckel eingeführt, bekommt man Sozialismus/Kommunismus in Reinstform und somit Mangelwirtschaft. Viele Tankstellen haben dann einfach keinen Sprit mehr, so wie gerade in UK und Frankreich. Das wird so in ganz EU kommen.

  • Planwirtschaft reloaded im Kanzleramt! Weil Merz und seine Truppe die Spritpreise durch Abgaben künstlich hochtreiben, verabschieden sie jetzt komplett die Marktwirtschaft. 17 Cent Pseudo-Rabatt und bald staatliche Höchstpreise nach sozialistischem Vorbild – Luxemburg lässt grüßen.

    Ich schaue fassungslos zu, wie die Genossen die Zapfsäulen leerregulieren. Statt Steuern und CO2-Abgaben zu streichen, gibt es staatliche Preisdiktate. Freut euch schon mal auf die Diesel-Triage!

  • Wer hat nochmal die Roten, Grünen, Schwarzen und Gelben gewählt? Ah ja!

    • In Berlin kommt es heute noch viel besser!

  • Lügenregierung weg, Luftsteuer weg, Energiesteuer weg, EU weg, Kriegsbeteiligung beenden. Problem gelöst! E Autoprämie zurückfordern zwecks Refinanzierung des entstandenen Schadens,

    • … wenn’s so einfach wäre. Ist es aber nicht. Wir befinden uns in einer weltweiten Umbruchskrise, die schwer regulierbar ist. Allein nur Steuern samt EU abschaffen, löst das Problem nicht.

  • Heizöl und Diesel sind chemisch identisch, bis auf die horrenden Steuern und Abgaben für Diesel. Und wenn der Autofahrer heimlich Heizöl tankt, wird er wegen Steuerhinterziehung wie ein Schwerverbrecher behandelt. Obwohl er beides mit eigenem Geld kauft. Wie pervers ist das denn? Das ist so als wenn die heimliche Nutzung von Regenwasser anstatt von EU-Leitungswasser strengstens verboten wäre, da das EU-Leitungswasser mit hohen Steuern belastet sei.

  • Marktwirtschaft an der Tanke?
    Wollt ihr uns verkaspern?

    Es war schon vor 40 Jahren ein running Gag, wie „Marktwirtschaft“ bei den Ölkonzernen wundersamer Weise stets bei allen zeitgleich Preissteigerungen bewirkt. Ein Oligopol benötigt nicht mal Absprachen, um Marktwirtschaft ad absurdum und zu Wucher zu führen. Und genau darum geht es hier.

    Nur das die Regimevertreter notorisch das Wort Wucher meiden, weil ihr eigener Anteil am Spritpreis blanker Raub ist. Auf dem Wucher der Ölkonzerne obendrauf.

  • Irgendwie verstehen unsere Regierungsleute nicht, wie Marktwirtschaft funktioniert. Letztens wurde einige Öltanker bombardiert, d.h, daß möglicherweise Versicherungen auszahlen müssen und da so ein Schiff exorbitant teuer ist, werden die Versicherungsraten in die Höhe schießen. Auch bombardierte Quellen, Verladestationen und Pipelines müssen ja erstmal wieder repariert werden. Eine Menge Konkurrenten streiten um Öl und der Preis steigt und wer dann nicht genügend Geld anbieten kann, der bekommt keins. Hallo Regierung: Wer nicht genügend Geld hat, bekommt keins. Wenn die Regierungsfuzzis dafür sorgen, daß der Sprit nicht zu teuer ist, dann ist das prima. Aber nur so lange, bis neues Öl eingekauft werden muß. Jetzt verstanden? Die anderen haben dann zumindest teuren Sprit, wir dann aber nicht mal den teuren. Was ist daran besser?

  • „Ein anderer Bundeskanzler hätte die Mineralölkonzerne längst persönlich ins Kanzleramt bestellt, sie ins Gebet genommen“
    Was hätte er denen denn erzählen sollen, ohne sich volkommen lächerlich zu machen? Bei einem Anteil des Staates am Verkaufspreis von ~50%, hätten die bei Merzens Forderung, den Spritpreis zu senken, vor Lachen den Kaffee doch quer über den Verhandlungstisch gesprudelt!

  • Der Staat sollte schlicht die Steuern senken und das ganze kartellrechtlich so absichern, so dass sich die Ölkonzerne die Ersparnis nicht in die Tasche wirtschaften. Das würde fast alle schwierigen Punkte entschärfen, der freie Wettbewerb bliebe erhalten.

    Aber natürlich musste man dann sich mit einem angespitzten Stock die Grünen und ihr Vorfeld vom Leib halten, den es ausschließlich darum geht, die individuelle Mobilität in Deutschland weitestgehend zu vernichten (ihre Bonzen natürlich ausgenommen).

  • Einfach mal mit KI gequatscht: „Ob abgesprochen oder nicht: Es existiert eine strukturelle Symbiose zwischen Staat und Energiekonzernen. Beide verdienen glänzend an der aktuellen Krise. Die hitzigen politischen Debatten über Deckel, Kontrollen und Übergewinne dienen zu einem erheblichen Teil dazu, die eigene Mitverantwortung des Staates an der Preisspirale zu kaschieren.“ … mit anderen Worten: Sie diskutieren mal wieder darüber, wie sie uns am besten verar…en.

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