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Wegen Dauerkrise und Online-Konkurrenz: Vor allem kleine Betriebe von Ladensterben betroffen

Der deutsche Einzelhandel steht durch die anhaltende Dauerkrise und den Siegeszug des Onlinehandels immer stärker unter Druck. Eine aktuelle Studie zeigt, wie weit das Ladensterben in den vergangenen Jahren bereits vorangeschritten ist.

Bilder mit Seltenheitscharakter: volle Fußgängerzone, hier nach dem Ende eines Corona-Shutdowns. (imago images/Oliver Schaper)

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Die Inflation in Deutschland bleibt hartnäckig, die Lohnnebenkosten steigen weiter, und das Vertrauen in die gesetzliche Rente schwindet. Viele private Haushalte halten ihr Geld deshalb zusammen. Kaum eine Branche spürt diese Zurückhaltung so deutlich wie der Einzelhandel.

Eine aktuelle Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform und des Handelsblatt Research Institute kommt zu dem Schluss, dass der Einzelhandel seit Jahren zu den am stärksten schrumpfenden Wirtschaftsbereichen in Deutschland zählt. Demnach sank die Zahl der Einzelhandelsbetriebe zwischen 2010 und 2025 um rund 16 Prozent auf 316.310 Unternehmen.

Besonders hart traf es die kleinsten Betriebe: Die Zahl der Geschäfte mit einem Jahresumsatz von weniger als 250.000 Euro ging um 28 Prozent zurück – von rund 236.100 auf etwa 170.800. Ein Ende des Ladensterbens ist auch in naher Zukunft nicht in Sicht. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet damit, dass allein im Jahr 2026 rund 4.900 weitere Geschäfte schließen werden.

Ein zentraler Faktor des zuletzt beobachteten Ladensterbens ist die seit Jahren schwache Konsumstimmung. Bereits seit Dezember 2021 verharrt das GfK-Konsumklima, einer der wichtigsten Stimmungsindikatoren für den privaten Konsum in Deutschland, tief im negativen Bereich.

Im Mai lag der Indikator bei minus 33,3 Punkten und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Februar 2023. Zum Vergleich: Von Anfang 2016 bis Mitte 2020 bewegte sich der Wert durchgehend im positiven Bereich. Die Skala des GfK-Konsumklimas reicht grundsätzlich von minus 100 Punkten, was eine sehr negative Stimmung signalisiert, bis plus 100 Punkten, was für eine sehr positive Konsumstimmung steht.

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Wie schwach die Konsumlaune in Deutschland zuletzt war, zeigt sich auch mit Blick auf die Sparneigung der Verbraucher. Im Dezember vergangenen Jahres erreichte der entsprechende Indikator, der gemeinsam vom Marktforschungsunternehmen GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) erhoben wird, den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008. 

Maßgeblich verantwortlich für die stagnierende Konsumstimmung sind die steigenden Lohnnebenkosten beziehungsweise die hohe Steuer- und Abgabenbelastung sowie die wachsende Unsicherheit über die Zukunft der gesetzlichen Rente. Viele Menschen reagieren darauf mit Zurückhaltung und legen ihr Geld lieber zurück, anstatt es auszugeben – mit unmittelbaren Folgen für den Einzelhandel.

Die Sozialversicherungsbeiträge summieren sich inzwischen auf rund 42 Prozent des Bruttolohns (Stand 2025) und steigen nahezu jedes Jahr weiter an. Allein der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde 2026 von 2,5 auf 2,9 Prozent erhöht.

Ein weiterer Faktor, der dem Einzelhandel seit Jahren zu schaffen macht, ist der Boom des Onlinehandels. Große Plattformen wie Temu oder Shein drängen zunehmend auf den deutschen Markt und unterbieten viele kleinere Händler preislich. Besonders betroffen ist der Textil- und Bekleidungshandel. Aber auch der Buchhandel sowie der Handel mit Back- und Süßwaren zählen zu den Branchen, die überdurchschnittlich stark unter dieser Entwicklung leiden.

Ein weiterer Faktor für den rückläufigen Konsum und damit auch für das fortschreitende Sterben des deutschen Einzelhandels sind die hohen Energiepreise sowie eine Inflation, die sich seit Jahren als hartnäckig erweist und sich nie langfristig in der Nähe des Zwei-Prozent-Ziels der Europäischen Zentralbank (EZB) eingependelt hat.

Seit Beginn der Energiekrise im Jahr 2022 haben sich Lebensmittel, Energie und zahlreiche Alltagsgüter dauerhaft spürbar verteuert. Wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft in einer aktuellen Erhebung ausführt, sind die Preise für Nahrungsmittel zwischen 2021 und 2025 um fast 32 Prozent gestiegen.

Im April 2026 erreichte die Teuerungsrate mit 2,9 Prozent den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren, bevor sie im Mai leicht auf 2,6 Prozent zurückging – allerdings nahezu ausschließlich aufgrund von Sondereffekten wie dem Tankrabatt. Wie es aktuell aussieht, dürfte die EZB darauf schon bald mit Zinserhöhungen reagieren (mehr dazu erfahren Sie hier).

Zinserhöhungen wären für den Einzelhandel jedoch erneut eine schlechte Nachricht. Sie dürften die Konsumstimmung zusätzlich belasten und damit den Druck auf den stationären Handel sowie das Ladensterben weiter verschärfen. Höhere Zinsen dämpfen den Konsum vor allem deshalb, weil sie Kredite verteuern, das Sparen attraktiver machen und die finanzielle Belastung vieler Haushalte erhöhen. Dadurch bleibt weniger frei verfügbares Einkommen für den privaten Konsum übrig.

Während die rückläufige Konsumstimmung – ausgelöst vor allem durch steigende Steuern und Abgaben für Verbraucher, die zunehmende Online-Konkurrenz sowie die anhaltend hohe Teuerungsdynamik – die Nachfrage belastet und Einzelhändler unter Druck setzt, steigen auf der anderen Seite die Betriebskosten kontinuierlich an.

Hohe Energiepreise, steigende Mieten in den Innenstädten und wachsende Personalkosten – nicht zuletzt infolge des seit Jahren steigenden Mindestlohns – setzen die ohnehin schmalen Margen im Einzelhandel zusätzlich unter Druck. Seit seiner Einführung im Jahr 2015 ist der Mindestlohn von 8,50 Euro auf inzwischen 13,90 Euro brutto pro Stunde gestiegen. Zum Januar 2027 folgt bereits die nächste Erhöhung auf 14,60 Euro. Auch die steigende Kostenbelastung trägt aktiv zum Ladensterben in den deutschen Innenstädten bei.

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65 Kommentare

  • Online ist eine legitime Konkurrenz. Es braucht nur etwas Grips und persönliche Kundenbindung, um dagegen besser zu stehen. Aber gegen fehlende oder teure Parkplätze und verstopfte Straßen ist der Händler machtlos. Grüne Politik schneidet ihn von seinen Kunden ab.

    • So ist es.
      Ich wohne in einer Kleinstadt mit 70.000 Einwohnern, die nächste Großstadt ist 30 KM entfernt. Früher bin ich 2-3 Mal pro Monat zum Bummeln und Einkaufen in die Stadt gefahren. Aktuell war ich ca. 1,5 Jahre nicht mehr in der Stadt, hauptsächlich wegen des Stadtbildes, bummeln und Einkaufen machen keinen Spaß mehr.

      • Wie in meinem Stödtchen. Leider wird verschwiegen, dass das veränderte „Stadtbild“ zur Schließung ehemals florierenden kleiner Geschäfte führt.

        • Das soll so! Ein Agrar-und Bauernstaat braucht schließlich keine Geschäfte!

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    • Und nicht die Vermieter vergessen, die die Immobilien offensichtlich nur noch zu Abschreibungszwecken nutzen.
      Ein kleiner Laden, wie für einen Kiosk mit 70 Quadratmetern kostet bei uns in der absolut ausgestorbenen Innenstadt mit endlosem Leerstand mal eben 2.500€ Kaltmiete im Monat. Und hat dazu technisch einen Stand von 1970, also Einfachverglasung, undichte Eingangstür, wo in einem 1cm breiten Schlitz unten drunter die Kälte reinzieht usw.

      Wie soll ein potentieller Mieter so eine Miete mit seinem Laden stemmen, wenn aus den von dir genannten grünen Gründen dafür gesorgt wird, dass keine Kunden mehr in die Nähe des Ladens kommen?

      Ich fahre ebenfalls in keine Innenstadt mehr, in der ich Parkgebühren zahlen muss, nur um mir leere Läden oder (primär wegen den Mieten) total überzogene Preise ansehen muss.

      Aber ja… Wuchermieten, Wucherparkgebühren und Autoverbot in der Innenstadt ist alles der Online-Handel schuld…

    • DAS gesamte Stadtbild ist es, das den Bummel durch die Läden immer unattraktiver macht. „Einen Abstecher in die Stadt machen“, hat ja auch eine neue Bedeutung bekommen!

  • „…dass der Einzelhandel seit Jahren zu den am stärksten schrumpfenden Wirtschaftsbereichen in Deutschland zählt.“
    Neben den genannten Ursachen gibt es aber noch einen Grund, den viele garnicht (mehr) auf dem Schirm haben. Es waren die Einzelhändler selbst, die sich ihre Kunden noch vor einiger Zeit ausgesucht haben, nach ihrem „Impfstatus“! War der nicht entsprechend, gabs keinen Einlass. Die Meisten haben das alles wieder vergessen, aber eben nicht alle!

  • Jedes Mal, wenn man eine Fußgängerzone aufsucht, wird einem in aller Deutlichkeit bewußt, in welchem Umfang Fremde inzwischen das Land überrollt haben. Und man weiß, daß es sich nicht um Touristen handelt. Das ist kein Vergnügen, da wird der Einkauf zur Qual, die eigene Machtlosigkeit drastisch vor Augen geführt. Wer will das schon?

  • Ich habe gar keine Lust mehr in die Innenstadt zum Einkaufen zu gehen/fahren. Ketten von Billigläden mit Flohmarktartikeln und eine gewisse Umgebung steigern nicht gerade meine Kauflust., Es gibt gefühlt nur noch Ramsch- und viel zu teuer Ware in der Innenstadt dank der hervorragenden Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik der letzten 15 bis 20-Jahre.

    • Bildet die soziale Schere ab… Die einen können es sich leisten, die anderen nicht…

      • Die Intelligenz-Schere trifft es wohl eher…

        Die Dummen, die es sich eigentlich nicht leisten können, „gönnen“ es sich trotzdem und die Intelligenten, die es sich wirklich leisten könnten, fahren lieber 100km weiter ins Ausland und genießen dort vernünftige Städte und geben ihr Geld dort aus.

        Wir selber können uns z.B. auch sehr viel leisten, aber bei mir friert die Hölle zu, bevor ich 2€ und mehr für eine kleine Kugel Eis ausgebe. Gehste mit Kind(ern) und Kegel in der Stadt ein Eis aufs Hörnchen mit üblichen 3 Kugeln, biste bei 24€ (48 DM!!!) für ein meist sehr schlechtes Eis…

        Wahrscheinlich gehören wir aber auch genau DESWEGEN zu den Leuten, die es sich leisten KÖNNTEN. Reich wird man nämlich nicht von dem, was man verdient, sondern von dem was man behält – eine ganz simple Weisheit, die bei 80% der Leute geistig nicht verarbeitet werden kann.

  • Im Einkauf (besonders wichtig bei hohen Steuern) liegt der Gewinn.

  • Man mag das bedauern, aber Konzepte haben sich immer schon verändert, so eben heute Einkaufsverhalten und -angebote.
    Auch die Hufschmiede hatten dereinst über das neu aufkommende Phänomen Automobil geklagt.
    Anpassung war und ist immer gefragt.
    Und so sind es die mittlerweile nicht zuletzt die unverschämten Parkgebühren bei extremer Autofeindlichkeit der Städte, sowie auch deren „Stadtbild“, die mich zur Anpassung meines Einkaufsverhalten hin zu sicherem (!) Onlinehandel gebracht haben.

  • Online ist halt günstiger und praktischer!
    Außerdem will man in den Städten meinen Diesel nicht und macht mir als Autofahrer das Leben mit horrenden Parkgebühren und knappen Parkplätzen sauer!
    Dazu noch diese Stadtbilder,die mit Deutschland nichts zu tun haben und Angst schüren!
    Dann halt eben vom Sofa aus einkaufen!

  • Die Stadt kann ja überall das Parken oder halten Verbieten.
    Ach das hat sie schon.
    Die Stadtbewohner wollen das Autos draußen bleiben.
    Dann lohnt sich kein Geschäft mehr in der Stadt mit der teuren Miete. Aber ohne viele Geschäfte ist die City bald wieder Dorf.
    Ich treffe ich mit Kumpels am liebsten außerhalb der Stadt, da wo man parken kann. Gilt auch für Arztbesuche.
    Die Stadt will uns nicht.

  • Könnte es evtl. auch damit was zu tun haben, dass sich die Menschen, speziell in der dunkleren Jahrezeit, nicht mehr in die Innenstädte trauen (nennt sich in der Kartellpresse… Änderung des Konsumverhaltens…)

  • Dazu kommt, dass viele Innenstädte nicht mehr attraktiv sind. Nehmen wir das Ehepaar Müller, das früher gerne in die nächste Großstadt gefahren ist, um zu bummeln, zu shoppen und einen Kaffee in der Innenstadt zu trinken. Heute sagen die sich: Nö.
    Erstens mal sieht die Innenstadt aus wie eine Mischung aus Beirut und Mogadischu – im „besten“ Fall wird man noch 3 mal offensiv angebettelt – und zweitens wird kein Zweifel daran gelassen, dass sie mit ihrem Mercedes SUV nicht willkommen sind, sondern dass von Ihnen erwartet wird, das im Fachhandel gekaufte 260-teilige Besteck-Set mit den Öffis nach Hause bringen. Und dann stehen sie abends müde im Stau, die Müllers, dank der neuen Radwege, die beim letzten Besuch noch nicht da waren und zwei Spuren gekostet haben, und sind sich einig, dass das das letzte mal war, dass sie freiwillig dieses Shithole besucht haben.

    • Für das Besteck die Tüte kostet bei uns extra 1 EUR. Will die grünrote Stadtregierung so.

    • Es ist nicht nur der Online Handel. Alle waren während Corona auf Linie und haben vollstens mitgemacht und auch noch die letzten Stadtbummler aus den Städten vertrieben mit Hilfe von Behörden und Polizei. Ganz besonders in Bayern extrem Behandlung der Bürger!!!!! Jetzt ist es zu spät. Nie wieder in die links grün versifften von Goldstücken überfluteten Innenstädte. Nur noch die AFD kann uns noch retten.

  • Die Steuer- und Abgabenlast zwingt den Konsumenten ja dazu sich online, zu günstigeren Preisen, einzudecken. Schon die Parkgebühren in die Innenstädte schrecken mich ab, dabei sind die Parkhäuser trotzdem alle ausgelastet, somit empfinde wohl nur ich die Innenstadt Politik (zur Klimarettung?!) als zu teuer?! Online ist so gut wie alles zeitnah lieferbar, in Geschäften vor Ort muss vieles bestellt werden. Dann geht mir die Bettelei, teils agressiv mit Kindern dabei, die einfach in die Taschen greifen die man in der Hand hat, gehörig auf die Nerven. Trotz aller Vorhersagen die Innenstädte gehen unter, sind diese gut besucht, volle Fußgängerzonen, volle Restaurants, die Aussenbewirtung zeigt schon lange ein Stadtbild welches sich weiter fortsetzt. Mir sagte mal eine Kundin:“ Ich möchte gern ohne Messer im Bauch oder ausgeraubt zu werden, wieder zu Hause ankommen, deswegen keine Innenstädte mehr sondern möglichst alles online.“ Zur Post traut die Kundin sich noch….

  • Wer geht denn noch in die Innenstadt, um dann neben Döner, Shisha und Barbier einkaufen zu gehen, und im schlimmsten Fall von einem irren Afghanen abgestochen zu werden.

    Die Ladenbesitzer und Vermieter haben es sich selbst zuzuschreiben.

    • Was können denn die Ladenbesitzer und Vermieter dafür?

      • Auch Ladenbesitzer und Vermieter sind Wähler!

      • Das falsche Angebot im Laden. Merz würde es vllt. Stadtbild nennen.

  • Bürokratie wirkt.

  • Googelt nach: Elektro Disch in Freiburg. Macht dicht, hat ein viel beachtetes Plakat aufgehängt, auf der er die Gründe angibt.

  • Das Ladensterben bemerke ich bei mir auch ständig. Egal ob große oder kleine Läden oder Restaurants es werden merklich weniger. Ca. 30% steht bei uns mittlerweile leer. Es kommen gar nicht so viele Barbarshops und Shishaläden nach, wie bei uns der Rest weg stirbt.
    Ich kaufe in der Regel wenn es geht, nur vor Ort. Aber leider ist Conrad als Technikladen weg, Mediamarkt und Saturn führen keine Ersatzteile mehr, zumal die Läden auch gerade verschwinden und kleine Händler gibt es hier kaum noch. Außer man fährt ein ganzes Stück weg, wo es mal noch welche gibt.
    Auf der anderen Seite, vieles findet man nicht mal online als Angebote. So schlecht hatte ich den Markt vor 20 Jahren noch nicht in Erinnerung.

  • Man muss dieses Thema aus zwei Perspektiven sehen:
    1. Onlinehandel ist nichts neues. Amazon z.B. wurde ja nicht von heute auf morgen der Gigant, welcher er heute ist. Man bekommt günstig Ware und je nachdem kostenlos nach Hause geliefert. Wozu also in die Stadt fahren?

    2. Es wurde ja schon von einigen genannt, nämlich das sog. „Stadtbild“. Überfremdung wohin das Auge schaut, zu jeder Tages- und Nachtzeit, denn diese Leute arbeiten nicht und werden sich auch niemals anpassen!

    ABER, ich habe mit dem Einzelhandel kaum bis gar kein Mitleid, denn während Corona waren auch Sie alle streng auf Linie, anstatt sich zu erheben und zu sagen: „Stopp! Bei dem Mist machen wir nicht mehr mit!“ Darüber hinaus bekommt man keine oder nur teure Parkplätze und muss dann noch hoffen, dass es Artikel x überhaupt vorrätig gibt.
    Ist dies nicht der Fall, wird er manchmal bestellt, ergo: Ich muss nochmal in die Stadt fahren. Also 4 Fahrten beim super günstigen Sprit aktuell + Parkgebühren.

  • Betrachten wir das ganze mal pragmatisch:

    Ich will einen Staubsauger kaufen. Jetzt habe ich 2 Möglichkeiten dies zu tun:

    1) Ich fahre mit dem Auto in die Innenstadt, kämpfe mich durch eine marode Infrastruktur und suche freie Parkplätze. Letzendlich bekomme ich einen für 3-4 Euro die Stunde. Oder ich fahre mit dem ÖPNV, darf mich in stickigen Bahnen aufhalten, wo neben pöbelnden Jugendliche ich den einzigartigen Geruch von Urin und Erbrochenem sowie eventuell noch den obligatorischen Fahrgast mit dem Döner in der Hand genießen darf. Angekommen werde ich von einem Verkäufer mit BWL-Basiskenntnissen und der einzigartigen Fähigkeit, Preisschilder und Aufschriften von Kartons mir vorzulesen „beraten“.

    2) Ich suche Online nach einem Gerät, vergleiche Preise und Leistungen selber und bekomme diesen sogar ggf. am nächsten Tag direkt nach Hause geliefert. Und im Garantiefall bekomme ich ein Retourenlabel.

    Für was entscheidet man sich dann in der Regel?

  • Die machen was falsch.
    Shishabuden,Barbershops und Ramschläden laufen doch wie hulle.

    • Nee, nicht die Ladenbesitzer und auch nicht die Kunden.
      Ich gehe nur noch seltenst ins Städchen, weil
      A) keine Parkmöglichkeiten mit ausreichender Abstelldauer
      B) unsicheres Umfeld auf der Straße von Rempeleien, Anpöbeleien, aggressive Anmache, unhöfliche Blicke, allgemeines Unsicherheitsgefühl.
      C) sehr schlechte Anbindung an den ÖNV
      An all dem kann weder ein Ladenbesitzer, noch der Kunde etwas ändern.

  • Die Faulheit und die Bequemlichkeit siegt beim Online Shopping. Für Gesellschaft, Umwelt und Verkehr schlecht!! Klar, für manche ist es wirklich ein Vorteil und die Preise und Auswahl ist oft besser – aber ne 25 jährige, die sich in Berlin 15 Pakete pro Woche vor die Couch bringen lässt und Grün wählt….:-)

    • Bequem sollte Shoppen auch sein, aber bin ich deswegen Faul?
      Hohe Mieten, schlechte Parkmöglichkeiten, begrenzte Auswahl. Die Einzelhändler waren früher Konkurrenzlos.
      Heute bekomme ich im Internet Dinge die ich im Einzelhandel nicht finden kann. Dazu eine größere Auswahl und meist bessere Preise. Wo bekomme ich eine Ersatz Leuchtstofflampen für die Küche? Wo muss ich hin fahren, wir lange dauert das, welche Fahrtkosten entstehen?

    • Wer hat denn neben Beruf und Familie noch Zeit zum stundenlangen Shoppen in der Stadt unter der Woche?

      • Wieso Stundenlang? Was haben die Menschen in den glorreichen 80er gemacht? Verhungert? Nackt in Urlaub gefahren, weil keine 200 Shirts im Schrank? 🙂

    • Einige Vermieter sind auch leider zu gierig! Leben und leben lassen.

      • Die Vermieter werden zum Teil auch staatlich gezwungen, die Mieten massiv anzuheben. Wer zu günstig, sprich angemessen vermietet, kann keinen einzigen Cent gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Von den Miteinnahmen kassiert das Finanzamt bis zu 45 % !

    • Ich bin zu Fuß in 15 min in hiesigen City. Nur gibt es da kein Warenangebot mehr, welches meinen Wünschen und Vorstellungen entspricht, anders als noch in den 90ern. Das mittlerweile anzutreffende „Stadtbild“ trägt auch nicht zur Motivation bei.

      Und inwieweit das „Einkaufscity“ Geschäftsmodell umweltfreundlicher oder verkehrssfreundlicher als Amazon und Co sein soll, dürfen Sie gerne mal vorrechnenen oder vergleichbar belegen. Das Argument „Gesellschaft“ hat der Einzelhandel mit seinem Verhalten in der „Pandemie“ selbst zerlegt.

  • Für jeden Pimpelladen braucht man einen Steuerberater, mindestens 3 Tage Papierkram zusätzlich usw. Ladenmieten sind exorbitant. Lohnkosten und Auflagen für Personal oft nicht zu stemmen. Entlastung 0. Die Geldströme der Konsumenten sind gleich, jedoch für andere Kosten und natürlich auch Richtung Online. Energiekosten frisst Jeans … 😎

  • Ich bestelle was ich kann online. Ich informiere mich selber über das Produkt was ich kaufen will und weiß zumeist hinterher mehr als der Verkäufer, der mir was anderes verkaufen will, was zuviel auf Lager ist und „weg“ muss oder wo er vielleicht eine Provision bekommt. Oder er sagt mir „die Farbe ist nicht da, kommt in 2 Wochen“.

    Dann habe ich umsonst Sprit ausgegeben, eine Menge Parkgebühren bezahlt, mich in der Fußgängerzone fünfmal anschnorren lassen, bin achtmal irgendwelchen Menschen aus dem Weg gegangen die auf dem Boden herumlagen und Müll und Unrat aus übervollem Mülleimern ausgewichen.

    Nee, und Dönerladen, Barbershop, Billigläden, Western-Union-Bude, Fingernagelladen und sonstiges neues Kulturgut brauche ich auch nicht. Behaltet Eure Städte, Eure ach so tollen Kieze auf die Ihr so stolz seit … aber seht zu, von wem Ihr Geld bekommt. Von einem Landbewohner wie mir, den Ihr ja auch gar nicht so wollt in Eurer tollen Stadt … bekommt Ihr nichts mehr.

  • Merkel hat in ihrer Amtszeit genau das selbe getan, sie hat unzählige kleine Unternehmervom Markt gedrängt und die Bürger in Abhängigkeiten großer Unternehmen gedrückt! Es ist leichter, große Unternehmen zu beeinflussen als viele kleine Selbstständige! Heute sollen viele kleine ein Startup gründen, aber mit der Aussicht auf Konkurs. Es ändert sich in Europa nichts! Die EU hat Europa schrittweise ins Elend geführt.

  • NEBENBEI
    Fachleute haben es schon vermutet, jetzt belegen Recherchen von netzpolitik.org und Bayerischem Rundfunk exklusiv: Auch in Deutschland nutzt die Polizei Daten der Werbe-Industrie.
    Mindestens zwei Landeskriminalämter haben sich von kommerziellen Anbietern Daten beschafft.
    (LKA) Mecklenburg-Vorpommern, LKA Brandenburg
    Dahinter steckt das oftmals illegale Geschäft der Databroker.
    Erhoben werden solche Daten angeblich nur zu Werbezwecken, doch über Databroker werden sie zur Handelsware. In die Hände der Datenhändler gelangen sie über Tracking-Firmen, abgesaugt von populären Apps – und in der Regel ohne Wissen der Betroffenen.
    aus https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/polizei-verwendet-standortdaten-aus-smartphone-apps,VKzzfg2
    https://netzpolitik.org/2026/online-werbung-wenn-ueberwachungskapitalismus-und-ueberwachungsstaat-zusammenwachsen/

  • Ich kaufe billig bei temu. Das gesparte Geld investiere ich in Aktien, damit ich finanziell unabhängig bin, wenn der Laden hier an die Wand fährt.

  • Deutsche Städte sterben aus.
    Immer mehr Deutsche wandern aus.
    Merz und Bas beschleunigen den Verfall unserer Nation.

    SPD-Pistorius, EU-v.d.L. und Nato-Rutte steuern auf Krieg gegen Russland.
    Russlands Präsident befiehlt seinen Atomstreitkräften die höchste Stufe der Gefechtsbereitschaft.

    Fast 500 Geschäfte und Kleinbetriebe sterben jeden Tag in dieser BRD. Allein in Ostdeutschland sind es stündlich hunderte Händler und Handwerksbetriebe, die in dieser BRD ruiniert werden.
    Islamisierung und linker Totalitarismus/Extremismus bestimmen Zeitgeist und Handeln im Öffentlichen Dienst in Bund und Ländern.
    Rattenplagen in ganz Berlin. In allen ost- u. westdeutschen Ghettos mit wachsender muslimischer Bevölkerung kann jederzeit die Pest ausbrechen. Die zuständigen Behörden; zumeist unter Herrschaft von SPD-Aktivisten; lassen die Karre absaufen.
    Verwahrlosung, ruinöse Schulbildung, überall Verblödung ersichtlich und geförderte mörderische Gewalt gegen Deutsche – Deutschland stirbt aus.

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