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Republikanische Vorwahl

Trump siegt deutlich im gemäßigten New Hampshire – Haley vergibt ihre größte Chance

Bei der richtungsweisenden Vorwahl im politisch sehr mittigen US-Bundesstaat New Hampshire siegt Trump erneut deutlich - und macht die großen Hoffnungen seiner Konkurrentin Haley zunichte. Seine Nominierung kann ihm kaum noch jemand nehmen.

Bei der Vorwahl im liberalen US-Bundesstaat New Hampshire am Dienstag rechnete sich Trumps letzte innerparteiliche Konkurrentin im Vorwahlkampf, Nikki Haley, große Chancen aus. Independent Voters machen im kleinen Bundesstaat an der Ostküste einen wesentlichen Teil der Wählerschaft aus und können anders als in anderen Bundesstaaten in den Vorwahlen sowohl der Republikaner als auch der Demokraten mitstimmen.

Aufgrund dieser gemäßigteren, überparteilichen Grundlage galt New Hampshire als die größte und möglicherweise auch letzte Chance für Herausforderin Haley, sie investierte viel in den Wahlkampf hier – doch am Ende des Abends ist wieder Trump der strahlende Sieger. Wie Fox News berichtet, führt Trump, nachdem 90 Prozent der Stimmen ausgezählt waren, mit 54,8 Prozent zu 43,2 Prozent, also mit über 10 Prozentpunkten Vorsprung. Im Laufe der Auszählung hatte sich Trumps Position eher noch weiter verbessert.

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„Ich fühle mich durch das Ergebnis sehr geehrt“ erklärte Trump am Abend. Haley gratulierte Trump zum Sieg: „Er hat ihn verdient und das möchte ich anerkennen.“ Gleichzeitig kündigte sie eine entschiedene Fortsetzung ihrer Kampagne an. Trump attackierte Haley am Abend dafür, dass sie „gut gekleidet auf die Bühne gerannt“ sei, aber eine Rede gehalten habe, „als hätte sie gewonnen“. Doch sie habe verloren, „sie hatte eine sehr schlechte Nacht“, so Trump weiter.

Das Klima zwischen beiden Kandidaten verschärft sich damit auch nach neuen Attacken von Haley immer stärker. War sie ursprünglich in dem Wahlkampf noch als eher trump-freundlich aufgetreten und hatte überwiegend auf harte Kritik verzichtet – manche sahen sie bereits als mögliche Vize-Präsidenten von ihm – wird der Ton zwischen beiden jetzt immer rauer und Haley positioniert sich als klare Trump-Gegnerin.

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Zuvor hatte Trumps eigentlich wichtigster innerparteilicher Konkurrent, Ron DeSantis, seinen Ausstieg aus dem Rennen verkündet – am Sonntag beendete er seine Kampagne um die Präsidentschaftsnominierung der Republikaner und erklärte seine Unterstützung für Donald Trump. Das war zwei Tage vor den Vorwahlen in New Hampshire und versetzte Haley einen schweren Schlag. Die republikanische Nominierung scheint Trump nach jetziger Lage so gut wie sicher – und sein Weg zurück ins Weiße Haus setzt sich nach Plan fort. Nationale Umfragen sehen ihn deutlich vor Joe Biden.

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