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Totale Niederlage für „Unsere Demokratie“: Diese Wahl zerschmettert die Brandmauer

In Sachsen-Anhalt ist die Brandmauer abgewählt worden. Das Wahlergebnis und die Wählerwanderung zeigen, wie diese Mauer die Demokratie längst ad absurdum geführt hat. Wer sich jetzt bewegt, gewinnt.

IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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Die AfD hat ihr Ergebnis mehr als verdoppelt – und die CDU hat mehr Wähler verloren, als sie überhaupt noch hat. Eine Allparteienfront der Etablierten hätte nur eine Stimme mehr, als die AfD selbst ohne absolute Mehrheit hätte.

Sven Schulze, der Verlierer des Abends, ist ratlos – und sagt dann etwas Bemerkenswertes. Im ARD-Interview kurz vor 19 Uhr schaffte er nicht mehr, was CDU-Politiker sonst nachts um drei spontan schaffen: sich zur Brandmauer zu bekennen. Stattdessen verwies er auf die Schwierigkeiten mit dem Wahlergebnis und wollte sich am Wahlabend nicht darauf festlegen, wie die Zukunft aussehen würde. Mit Blick auf eine Anti-AfD-Koalition sagte er: „Jetzt ist nicht die Zeit für Spekulationen.“ Stattdessen forderte Schulze: „Die Parteien müssen damit umgehen!“

Währenddessen revoltiert die Junge Union Sachsen-Anhalt: „Weiter so“ könne es nicht geben, die Partei stehe an einem „Wendepunkt“. Angesichts dieses Wahlergebnisses scheint sich plötzlich die unausweichliche Erkenntnis durchzusetzen: Mit dieser Brandmauer geht es nicht mehr weiter.

Die Brandmauer hat das Wahlergebnis der CDU so unwiederbringlich ruiniert: Einst Volkspartei in Sachsen-Anhalt, wird diese Partei nicht einmal mehr von jedem fünften Wähler gewählt. Die Wählerwanderung von der CDU weg gleicht fast einer Massenmigration: Die Wähler fliehen zu allen Parteien, ganz im Sinne der absoluten Beliebigkeit, die die CDU ja ausstrahlt. Diejenigen, die das Brandmauer-Dogma ablehnen, wählen die AfD – der Rest wandert nach links ab. Die Grünen profitierten in Sachsen-Anhalt von keiner Wählergruppe so stark wie von ehemaligen CDU-Wählern.

Wenn CDU-Wähler plötzlich die Grünen wählen, zeigt das: Inhalte sind dank dieser Brandmauerpolitik völlig beliebig geworden. Überhaupt erklären mehr als zwei Drittel der Wähler von SPD und Grünen, die Partei nur gewählt zu haben, um eine Siegmund-Mehrheit zu verhindern.

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Ist das noch der Sinn der Demokratie? Nein – es ist ein Brandmauer-Dogma, das hier an sein Ende kommt. Spätestens bei dieser Wahl zerschellt die Demokratie an dieser Mauer. 42 Sitze einer „demokratischen Mehrheit“ gegen 41 Sitze der AfD – das ist selbst rechnerisch kaum noch Demokratie.

Die Brandmauer ist vorbei. Die Menschen haben sie abgewählt. Niemand kann angesichts dieses Ergebnisses noch behaupten, dass es eine angeblich „klare demokratische Mehrheit gegen die AfD“ gibt. Das Dogma, das die Politik in Deutschland so lange versteinert hat, ist zusammengebrochen. Die Zukunft gehört der Partei, die jetzt den ersten Schritt macht.

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36 Kommentare

  • Diddi Hallervorden war ein guter Wahlkämpfer für die AFD. Er könnte jetzt auch mal für die Grünen Wahlkampf machen.

    22
    • richtig. ebenso wie Rosetti, Böllermann, Nuscheludo, Stintfilet, Grölemeyer, der Bundesuhu, Bischof von Magdeburg, Mdr-schwarzsender, natürlich IM Erika und wie sie alle heißen.

      ein nicht geringer Anteil von der saftigen Quittung geht auf deren Konto

      17
    • 🙂 🙂 🙂

      3
  • Auch dieses Wahlergebnis wird am Realitäts-Teflon des politischen Spitzenpersonals der Altparteien abperlen. In der Politik ist es wie in der Wissenschaft (nach Planck) „Die politische Entwicklung schreitet von Abwahl zu Abwahl voran.“

    17
    • Die Hälfte der CDU-MdL ist ihre Posten los, jetzt werden auch Merkelianer unruhig!

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    • Eben. Entscheidend ist, daß die AfD keine absolute Mehrheit hat. Wie man es schaffen kann, das Ergebnis zu kommentieren, ohne auf die eigentlich wahlentscheidende Überraschung nennenswert einzugehen, verstehe ich nicht. Vor der Wahl hieß es, es sei ungewiß, ob die Grünen ins Parlament kommen. In den Umfragen lagen sie bei 5,0 %. Aber heute haben sie fast 9 %! Das ist es, was diese Wahl am Ende gegen die AfD entscheiden könnte.

      0
      • Bei einer Mehrheit, die fast eine absolute Mehrheit an Sitzen ist, die Wahl für die AfD für verloren zu erklären, setzt schon verdammt viel Cognac voraus.

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      • Genau deswegen wurden die Grünen ja auch reinbetrogen.
        Ohne die Grünen wäre Siegmund weit über 50% und der Drops wäre gelutscht.

        Bezeichnend, dass (angeblich) so viele CDUler zu den Grünen abgewandert sind. Das ist ja so als würde ein Veganer ab heute leidenschaftlich Steak essen.

        4
  • Genau so ist es. Die Verhinderer sind hinweggefegt, die Zukunft gehört den Tatkräftigen

    8
  • Das nennt man Demokratie!

    6
  • Nochmals herzlichen Dank nach Hamburg, Augstein ist bestimmt stolz auf euch… ..und größten Dank an all die Mutigen, die trotz Kündigungsangst, Repressalien und Gewalt diese Nation retten wollen

    8
  • Zumindest wurde ein Erdbeben ausgelöst.
    An dem werden auch die Kartellparteien nicht vorbeikommen. Zurzeit besteht noch Hoffnung, warten wir die Auszählung ab.

    8
  • Was sagt Merkel dazu? Oder ist sie gerade nicht ansprechbar?

    6
  • Ich denke, dass die Wahlauszählung noch abgewartet werden muss. Vielleicht kommt es auf die Brandmauer-Diskussion gar nicht mehr an, wenn auch das BSW einzieht.

    Sollte die AfD aber doch nicht das Glück der absoluten Mehrheit am Ende haben, dann wird sich die Union weitermachen wie bisher. Sie wird sich nicht aus den linken Fängen befreien können. Zu schwach ist sie geworden!

    6
  • Ach der arme Herr Söder! Obwohl er, großzügig wie er ist, der CDU in Sachsenanhalt erlaubt hat, sich mit den Linken zusammen zu tun – also gemein zu machen- kommen die zusammen leider 🤥 auch nicht auf eine Mehrheit. Bin nur chr schadenfroh, aber ich freue mich, dass sich die (!) Demokratie des GGs wieder hervorkämpft! Dank den Sachsenanhaltern! Ein Blick nach Thüringen lässt erahnen, wie die späten Parlamente der Weimarer Republik gearbeitet haben müssen….

    5
  • „Links ist vorbei. Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland“, hatte Merz in München beim Wahlkampfabschluss seiner Partei gesagt.Er werde wieder Politik für die Mehrheit der Bevölkerung machen, die gerade denke und „alle Tassen im Schrank“ habe – und nicht „für irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt“, führte Merz aus.

    Und doch gehts mit LINKSEXTREM weiter.
    Leider.

    16
    • Merz sagt das, wovon er im Moment denkt, dass es ihm nützt, gerne mit geringer oder gar keiner Haltbarkeit.
      Er verhält sich wie ein wirbelloses Tier.

      8
      • Hat er das von Söder?

        4
  • DANKE an die tollen, tapferen, mutigen und klugen Sachsen! 💙 Ihr schreibt wirklich Geschichte. Macht weiter so!

    23
    • Junge, Junge. Es sind keine Sachsen! Es sind Preußen oder maximal Anhaltiner. Immer diese Ersatzamerikaner (= Westdeutsche).

      -3
  • In Deutschland gibt es nur noch eine Volkspartei – und vier bis fünf Linksparteien für die selbsternannten Pseudo-Eliten.

    10
  • Nimm das, Niedersachsen!

    5
  • Die Menschen sind angewidert von ‚unsereDemokratie‘, sie wollen echte Demokratie.

    16
  • „Unsere Demokratie“ ohne Programm, ohne Perspektive und ohne Konzept. Einziges Ziel ist das Verhindern der AfD und die Verlängerung des Mordens in der Ukraine.

    4
    • Weitere wesentliche Ziele sind die Veruntreuung des deutschen Volksvermögens und die Auslöschung des deutschen Volkes.

      1
  • Die Wähler Sachsen-Anhalts haben in ihrer großen Mehrheit bei Rekord Wahlbeteiligung eines deutlich gemacht:
    Wir wollen nicht mehr von einer verlogenen Blackrock Marionette samt seiner linken Lümmelbande regiert werden

    15
  • Was für ein herrlicher Abend für uns. Da haben sich die staatstragenden Hüter der „brandgemauerten Demokratie“ jahrelang die Finger wundgewählt, Allparteienfronten geschmiedet und dem dummen Stimmvieh erklärt, was es zu denken hat – und dann das. Über 44 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt. Da nützt auch das hastige Weggucken von Sven Schulze in der ARD nichts mehr. Es fehlt genau ein einziger Sitz zur absoluten Mehrheit.Besonders rührend finde ich das historische Desaster der CDU. Wer seine eigenen Inhalte komplett opfert, um den Grünen die Wähler zuzutreiben, hat sich diese Quittung redlich verdient. Wenn zwei Drittel der verbliebenen Altparteien-Wähler nur noch aus reiner Panik ihr Kreuzchen machen, ist das keine politische Vision mehr, sondern ein politischer Offenbarungseid. Eure künstliche Mauer ist heute Abend krachend in sich zusammengefallen. Die Wähler haben das Erziehungsfernsehen einfach abgeschaltet. Mal sehen, wie lange das Teflon der Funktionäre diesmal hält.

    11
  • Das gibt Rückenwind für Mecklenburg-Vorpommern und auch für die Kommunalqualen in Niedersachsen.

    10
  • Merz schafft die CDU ab. Gebt ihm noch ein Jahr.

    9
    • Ein weiteres Jahr Richtung moslemisches Shithole ist das nicht wert.

      0
  • Mir klingeln jetzt bereits die Ohren, wenn ich mir vorstelle, wie die wahren Demokraten, mit vereinter Hilfe der Medien für betreutes Denken, alles anstellen werden, um auch nur eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern. Der ausdrückliche Wählerwille interessiert „unsere Demokraten“ ja ohnehin nicht.

    8
  • Wo bleibt der Kommentar von Mutti ?

    1
  • Man weiß ja im Moment gar nicht, wo man mit der unendlichen Freude und Begeisterung anfangen soll. Zwei Punkte sind wohl herauszuheben: 1. Die AfD ist in allen Altersgruppen z. T. mit großem Abstand führende Kraft, bei den Ü 60 zumindest inzwischen gleichauf mit der CDU. Die Zukunft ist also ganz klar blau. 2. Der Domino-Effekt kann starten, zunächst sind die CDU-Regimes in Sachsen und Thüringen zu stürzen. Auf geht’s.

    4
  • Die Hirnakrobatik der Schranzen „Unsererdemokratie“ schlägt heute alle Rekorde. Es ist ein Unterhaltungsabend wie seit Jahrzehnten nicht.

    3
  • Merz: Das werden sie bezahlen.

    2
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Eine Momentaufnahme von zwei ja wie sag ich’s denn von zwei absoluten Losern. Merz – leerer Blick, die Brille sitzt zu tief. Das ist nicht mehr Go west young man, oder go Moskau, das ist ein Mann am Ende seines Weges.

    3

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