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Großbritannien

Starmers Gesundheitsminister tritt zurück und löst Machtkampf um Parteivorsitz aus

Im Zuge der sich ausweitenden Regierungskrise ist der britische Gesundheitsminister zurückgetreten. Der Labour-Politiker will damit den Weg für eine Ablösung Starmers als Premierminister ebnen. Doch dafür braucht er ausreichend Rückhalt in der eigenen Fraktion.

Der Gesundheitsminister Wes Streeting hat Ambitionen um Premierminister zu werden (IMAGO/ZUMA Press)

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Der britische Gesundheitsminister Wes Streeting ist nach einer langen Woche parteiinterner Machtkämpfe von seinem Amt zurückgetreten. Der 43-Jährige, der weiterhin in der Gunst von Premierminister Keir Starmer steht, dürfte mit seinem Rücktritt einen Wettstreit um den Vorsitz der Labour Party auslösen. Voraussichtlich wird er jedoch nicht der Einzige bleiben, der gegen Starmer um das höchste politische Amt des Landes antreten will.

Streeting, der politisch deutlich weiter links als Starmer zu verorten ist, hatte bereits am Wochenende über einen Rücktritt nachgedacht – kurz nach dem Wahldesaster von Labour bei den Kommunalwahlen, bei denen die Partei fast 1.500 Sitze verlor. Ein Großteil dieser Verluste ging an Reform UK unter der Führung von Nigel Farage. In einer auf X veröffentlichten Stellungnahme erklärte Streeting, er habe das Vertrauen in den Premierminister verloren.

„Es ist nun klar, dass Sie die Labour Party nicht in die nächste Parlamentswahl führen werden und dass die Labour-Abgeordneten und die Labour-Gewerkschaften wollen, dass die Debatte über das, was als Nächstes kommt, ein Kampf der Ideen wird und nicht ein Kampf der Persönlichkeiten oder kleinlicher Fraktionskämpfe“, schrieb Streeting weiter.

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Für Starmer wird die Lage politisch immer heikler. Der Premierminister, der seit fast zwei Jahren amtiert, will dennoch im Amt bleiben und hat bereits angekündigt, gegen jeden Kandidaten anzutreten, der seine Position als Parteichef und Premierminister infrage stellt.

Bisher sind vier Minister aus der Regierung Keir Starmers zurückgetreten. Keiner von ihnen war jedoch Kabinettsmitglied, weshalb die politische Wirkung bislang begrenzt blieb. Mit Streeting trat am Donnerstagmittag erstmals ein Mitglied aus Starmers Kabinett zurück. Ob weitere folgen werden, bleibt ungewiss. Laut Medienberichten soll auch Energieminister Ed Miliband einen Rücktritt erwogen haben, um bei einer möglichen Wahl um den Parteivorsitz gegen Starmer anzutreten.

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Seit vergangenem Donnerstag fordern mehr als 90 Labour-Abgeordnete Starmers Rücktritt als Parteivorsitzender. Die Zahl steigt von Tag zu Tag. Der Premierminister beharrt jedoch darauf, im Amt zu bleiben.

Um bei einer Wahl um den Parteivorsitz gegen Starmer anzutreten, muss ein Kandidat insgesamt 20 Prozent der Labour-Abgeordneten im Parlament hinter sich versammeln. Das wären im Fall der Labour Party mindestens 81 Abgeordnete. Ob Streeting diese Zahl bereits erreicht hat, ist unklar. Streeting, der zu den großen Reformbefürwortern in Starmers Kabinett zählt und sich unter anderem für die Abschaffung von NHS England eingesetzt hat, ist in Teilen seiner Partei unbeliebt – besonders beim linken Parteiflügel, der andere Kandidaten Streeting vorzieht.

Als aussichtsreichster und beliebtester Nachfolger Keir Starmers gilt der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham. Da er jedoch kein Abgeordneter im Unterhaus ist, kann er zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegen Starmer um den Parteivorsitz antreten. Es sollen jedoch Schritte eingeleitet werden, um ihm einen Sitz im Unterhaus zu sichern und damit eine Kandidatur zu ermöglichen. Sein möglicher Wechsel ins Parlament war zuvor vom Premierminister verhindert worden.

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8 Kommentare

  • Links ist vorbei, auch in GB!

    • nix ist vorbei.
      wenn starmer geht , ist labour noch da.

      hoere die worte des englischen koenigs:

      https://x.com/PolitlcsUK/status/2054518642939752708

      • Alles beginnt mit dem ersten Schritt.
        Labour ist auch angeschlagen.

  • Deutschland könnte aushelfen. Wir könnten Klingbeil oder Bas zur Rettung von Labour schicken. Links, Antifa, nur Parteisoldaten, und immer bemüht einen Namen für eine weitere Steuererhöhung zu erfinden oder Millionen von Migranten ins Land zu holen. So könnte GB Starmer entsorgen und sie bekommen das „beste“, was die SPD in Deutschland zu bieten hat. Zum Vatertag im Angebot. Also GB greift zu.

  • Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der gleiche. Es sind nur die Schweine, die wechseln.
    © Albert Buntenbroich (*1958), deutscher Satiriker

  • Labour endlich „deutlich weiter nach links“ zu rücken hätte was … Gutes für Farage.

  • Linke Versager und grooming Gang Befürworter!
    Stoppt sie endlich!

  • Die vom deutschen ÖRR seit ihrem Amtsantritt vor wenigen Jahren permanent gefeierten Sozen haben die Insel nun richtig gegen die Wand gefahren, schießen aus allen Rohren gegen die Presse- und Meiningsfreiheit, und stehen nun am Abgrund! …lol… Wie wird der ÖRR NUN darüber berichten? Wird es heißen, „NAZIS“ haben die Insel übernommen??? Oder die „Rechtsradikalen“ aus England sind eine „Gefahr für Freiheit und Demokratie in Europa“??? Hahaha… 🤣🤣🤣

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