Politischer Aschermittwoch
Söder stellte Strafanzeige, weil er „Södolf“ genannt wurde – 12.000 Euro Strafe für AfD-Politiker
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte Strafanzeige gegen den AfD-Politiker Stephan Protschka gestellt, nachdem dieser ihn beim politischen Aschermittwoch als „Södolf“ bezeichnet hatte. Der muss deshalb nun 12.000 Euro Strafe zahlen.
Von
„Ich gehe erhobenen Hauptes“, sagte der bayerische Landesvorsitzende der AfD, Stephan Protschka am Dienstag nach einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Deggendorf. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte eine Strafanzeige nach Paragraf 188 StGB (Beleidigung gegen Personen des politischen Lebens, üble Nachrede und Verleumdung) gegen Protschka eingereicht, nachdem dieser ihn bei seiner Rede am politischen Aschermittwoch im letzten Jahr als „Landesverräter“ bezeichnet und ihn „Södolf“ genannt hatte. Nun wurde das Verfahren eingestellt – gegen eine Geldauflage von 12.000 Euro.
Im Juli 2023 hob der Bundestag ohne Aussprache für das Strafverfahren extra die Immunität des Bundestagsabgeordneten auf – nur die AfD stimmte damals gegen den entsprechenden Beschlussantrag. Laut der Geschäftsordnung des Bundestags kann das geschehen, wenn eine Verleumdung vorliegt, nicht „soweit die Beleidigung politischen Charakters ist“. Und das sah man offenbar als gegeben an.
Protschka selbst hatte die Aufhebung seinerzeit kritisiert. Er teilte über eine Pressemitteilung seiner Partei mit, dass das Parlament die Entscheidung gar nicht habe abwarten können. Es herrsche zudem kein Bewusstsein mehr dafür, dass die Immunität eben dazu da sei, die freie politische Rede zu ermöglichen – und das ohne jedes Wort abwiegen zu müssen. Doch das muss er, zumindest in Bezug auf die von ihm getroffenen Aussagen über Söder, in Zukunft.
Für die Einstellung des Verfahrens musste Protschkas Anwalt nämlich eine Erklärung abgeben, dass er die Ausdrücke gegenüber Söder nicht wiederholen werde. Weiter erklärte man, dass der AfD-Politiker nur Begriffe seines Vorredners aufgegriffen habe. Diese Aussage sei keine Anspielung auf die NS-Zeit gewesen, er habe Söder auch nicht beleidigen, sondern lediglich einen Beitrag zur politischen Auseinandersetzung leisten wollen. Protschka, der früher selbst CSU-Mitglied war, betonte nach der Verhandlung nochmals: „Ich bin unschuldig“.
Das sah das Gericht offenkundig anders, auch wenn es die Ansicht teilte, dass es sich bei den von Protschka verwendeten Begriffen um Spontanäußerungen gehandelt habe, die er von seinem Vorredner Gerald Grosz aufgegriffen hatte. Der Österreicher und ehemalige FPÖ-Politiker hatte den CSU-Politiker neben „Södolf“ und „Landesverräter“ auch als „Corona-Autokraten“ bezeichnet. Das Gericht befand damals, dass Markus Söder durch die Beleidigung „in die Nähe des nationalsozialistischen Regimes“ gerückt worden sei. Dafür wurde er im April zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 165 Euro verurteilt – insgesamt musste er also 14.850 Euro Strafe zahlen.
Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, weil Grosz Einspruch erhoben hat. Er habe die Worte im Rahmen einer „Satire“ verwendet. Seine Anwälte argumentierten zudem, dass die Aussagen von der Meinungsfreiheit gedeckt seien – insbesondere wegen des Veranstaltungsrahmens.
Der politische Aschermittwoch ist traditionell durch einen harten Schlagabtausch und Polemik gekennzeichnet, als durch besonnenen Politiker-Sprech – es geht darum zu pöbeln. Politiker attackieren sich seit Jahren gegenseitig auf der Veranstaltung – und da ist auch Markus Söder ganz vorne mit dabei. Er bezeichnete Katrin Ebner-Steiner, die Chefin der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag, im letzten Jahr selbst als „Leni Riefenstahl für Arme“.
Im Februar dieses Jahres nannte er die grüne Bundesumweltministerin Steffi Lemke beim politischen Aschermittwoch eine „grüne Margot Honecker“. Er verglich sie mit der Frau von Erich Honecker, weil sie ein Musterbeispiel für den Versuch der Grünen sei, die Freiheit der Fleißigen durch immer neue Auflagen einschränken. Doch Söder möchte offensichtlich nur austeilen – einstecken kann er nicht.
Wer erwartet denn schon vom Amtsgericht Deggendorf, dass es gegen den Bayerischen Ministerpräsidenten urteilt? Rein theoretisch ist das Gericht zwar unabhängig, aber es dürfte für die weitere Karriere der beteiligten Richter wohl doch besser sein, sich auf die Seite der Staatsmacht zu stellen. Wer möchte schon ewig Amtsrichter in Deggendorf bleiben?
Ich finde den Herrn Söder ja klasse. Der arbeitet durch solche Aktionen schon seit langem kräftig daran mit, die „Unions“-Parteien zu schwächen und in ein zweifelhaftes Licht zu rücken. Weiter so!
Frau Weidel durfte als „Nazi-Schlampe“ diffamiert werden, während beim Herrn Söder ein harmloses „Södolf“ für eine saftige Geldbuße & Unterlassungserklärung gut war.
Hach, so eine weisungsgebundene Justiz ist zwar nicht gerecht, aber den Machthabern genehm!
Die Dünnhäutigkeit „unserer“ Politiker wird langsam legendär. Ob Baerbock, Habeck, Hofreiter, Strack-Zimmermann und ect. pp reiht sich jetzt auch der Söder in die Riege ein. Ach waren das Zeiten, als noch Wehner, Strauß und Co. die Geschicke unserer Politik mit fulminanten Reden und Kraftausdrücken begleitet und auch bestimmt hatten. Das war Meister der Rhetorik! Und hatten ein dickes Fell. Was da jetzt so rumläuft zwischen Bayern und Berlin sind nur noch als dünnhäutige Memmen zu bezeichnen. Austeilen, aber nicht die Größe haben, Kritik an ihrer Person (und sei es nur Satire) einfach wegzustecken! Traurig!
Aber eine Dr. Alice Weidel darf man ungestraft als Nazischlampe beleidigen. Was für ein netter Rechtsstaat. Nicht.
Moin, Nazis, Pack , Schmeißfliegen , Spinner , Aluhüte, Veschwörer,Fremdenfeinde .Demokratiefeinde u.s.w. ohne jegliche Grundlage dürfen Politiker und Journalisten den Wähler und Bürger ungestraft beschimpfen. Wenn Ihnen dann jemand nicht passt wird von Rechtstaatlichkeit gesprochen. Da wissen Sie plötzlich dass Beleidigen strafbar ist.
Unglaublich.
„Wer nicht übersehen und überhören kann, taugt nicht zum Regieren“. Kurfürst, König und Kaiser Sigismund, immerhin fast 60 Jahre in seinen Ämtern. Der muss es ja wissen!
Exkurs: Dolf ist ein männlicher Vorname. Dolf ist eine rheinische Kurzform von althochdeutschen Namen, die mit -dolf enden, zum Beispiel Rudolf, Gundolf, Adolf, Nidolf. Der Wortstamm bedeutet „Wolf“.
https://www.nordicnames.de/wiki/Name_List:-dolf
Zu furchtbaren Politikern gehören halt Furchtbare Juristen.
Gerade dadurch, daß das Gericht dem Söderschen Begehren Folge leistet (!), zeigt sich, daß die satirische Bezeichnung „Södolf“ etwas klar Zutreffendes hat!
Es gibt kein Recht mehr in Deutschland…
Söder sollte nicht als „Södolf“ bezeichnet werden, sondern genau wie „Drehhofer“ als daß was er ist… Darf ich leider nicht genauer ausführen im besten Deutschland aller Zeiten.
Aber jeder mit einem IQ über Zimmertemperatur weiß was ich meine 😉
Ein Fall für Joachim Nikolaus Steinhöfel.
Och, ist das arme Södinchen jetzt eingeschnappt? Mimimi, Södi.
Eine weitere Spezies der bayrischen Amigos?
Narrenfreiheit am Aschermittwoch Punkt Ende aus. Wenn es gegen die AfD geht gelten keine Regeln. Erbärmliche Justiz. Eine Schande im Amt.
Was wird dann Klingbeil zahlen müssen. Er hat schließlich Frau Weidel, alle Afd Mitglieder und alle Afd Wähler „Nazi“ benannt.
Ich bin ja der Meinung Söblöde ,Söopportunist ,Sörückradlos ,Sömachtgeil, Söpopulist wären angemessener gewesen .
Aber bin ja nur ein Bürger und Ex CDU/CSU Wähler .
Da hat Herr Söder aber Glück, bzw. sein Geldbeutel, dass alle anderen Politiker, die er schon beleidigt hat, nicht gegen ihn geklagt haben. AFD Politiker müssen besondere Menschen sein, die bekommen so hohe Geldstrafen, das macht sie wertvoll.
Im Austeilen groß, im Einstecken dagegen …..
Der totalitäre Herrscher hat angeklagt, nie Handlanger haben geurteilt.
Das dämliche Grinsen wird dem Söda schon vergehen, wetten
Idiotenland!
Bei dem, was Söder – gerade am politischen Aschermittwoch – an den Kopf geworfen hat, geht normaler weise nicht mehr auf eine Kuhhaut.
Insofern ist mir die Bestrafung von Menschen, die es ihm beim politischen Aschermittwoch gegen ihn gleich tun bzw. zurück zahlen, etwas befremdend.
Scheint kein lustiger Mensch zu sein, der Herr.
…bei dem fallen einem noch ganz andere Ausdrücke ein…
„Herr wirf Hirn herunter!“ – Sch…., daneben!
Söder ist genauso ein Weichei wie Wüst.
Die Bezeichnung kommt wohl nicht von ungefähr
Und wieder zeigt sich das beste Gana aller Zeiten!!!
Demokratie Recht und Gerechtigkeit war vor Stasi Merkel!
„Söder stellte Strafanzeige, weil er „Södolf“ genannt wurde – 12.000 Euro Strafe für AfD-Politiker“
Liebe ApolloNews & Team ich schätze euch, aber hier ist euch ein Fehler unterlaufen bzw. die „Überschrift“ ist krumm.
Eine Geldbuße ist keine Strafe. Der ehemalige Beschuldigte unterliegt weiter der Unschuldsvermutung und hat auch keinen Eintrag BZR.
Ändert dies bitte, damit ihr auch weiterhin als seriös geltet. Ihr wisst ja, was eure Mitkonkurrenten evtl. daraus machen und mit dem Finger auf euch zeigen.
Ja, wie soll ich ihn nun jetzt nennen?
Es gibt halt nicht mal mehr eine vernünftige Justiz und/oder Meinungsfreiheit in Deutschland.
Dem Typen wird viel zuviel Aufmerksamkeit gewidmet…soll er seine Jünger verblöden, mich kriegt der nicht…das bringt sein „Format“ nicht…
Königl.bayrisches Amtsgericht De….endorf.
Dort ist seit dem Sonnenkönig Jeder mit Jedem verwandt oder verschwägert.
So kommen dann solche Ergebnisse zustande.
Für ein Urteil „wie gewünscht“ wird der Kartoffel-Acker zum Baugebiet.
Eine Hand wäscht die Andere.
Söder ist ein Populist und dreht sein Fähnchen in den Wind. Ich finde diesen Typ Politiker fürchterlich und schlecht für unser Land.
Idiotenstadl
Doch Söder möchte offensichtlich nur austeilen – einstecken kann er nicht.
Wie sagte einst Rocky?
„Es kommt nicht darauf an wieviel du austeilen kannst, sondern darauf wieviel du einstecken kannst“
Wie heisst das Dorf mit dem Amtsgericht?
Deppendorf?
Vielleicht wäre es nicht nur eleganter gewesen,
sondern hätte möglicherweise sogar das Zeug
gehabt, ein Hit zu werden, wenn man ihn schlicht
a Södler genannt hätte.
Er passt sich wieder den allgemeinen Standards an. Die Grünen und Gelben machen es ja vor.
Södolf war nicht der Grund der Anzeige. Ausschlaggebend war, daß er Landesverräter genannt wurde. Und das, mit Verlaub, geht wirklich nicht.
Wie auch immer sonst grün-rote Politiker uns deutsche Bürger titulieren mögen. Eine bezeichnet uns als Kartoffel, eine andere hupft auf der Bühne herum wie Rumpelstilzchen und plärrt die Menschen u.a. als Dödel an, uswusf. Dennoch, als Landesverräter ist Niemand mal eben so zu bezeichnen. Punkt.